Rückblick: Zeitleiste 2015

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Dezember 2015

 

Vor 120 Jahren

 

8.12.1895 - Der Buchhändler Václav Klement und der Schlosser Vàclav Laurin gründen in Mladá Boleslav (Böhmen) die Firma Laurin & Klement. Zunächst baut und repariert man Fahrräder. 1899 werden die ersten, sehr erfolgreichen Motorräder gebaut, ab 1905 Automobile. Der Typ A besitzt einen 1.100 ccm starken Zweizylindermotor mit 7 PS. 1927 wird das Werk an den Konzern Skoda verkauft, die Automobile laufen zunächst unter dem Namen "Laurin & Klement - Skoda", dann nur noch unter "Skoda". Der Bau von Fahr- und Motorrädern wird nach dem Verkauf eingestellt.

 

 

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November 2015

 

 

Vor 120 Jahren

 

12.11.1895 - In Paris wird mit dem Automobile Club de France der weltweit erste Verkehrsclub gegründet.

 

28.11.1895 - Der Times-Herald Contest gilt als das erste Autorennen in den USA. Dabei müssen die teilnehmenden Fahrzeuge mindestens drei Räder und Platz für zwei Personen haben, in jedem Auto fährt ein Schiedsrichter mit. Die Strecke beträgt 80 Kilometer. Aufgrund Schneefalls und eisiger Kälte erreichen nur zwei Fahrzeuge das Ziel, die anderen sechs Starter fallen aus. Sieger wird ein Duryea, Zweiter ein Mueller-Benz.

 

 

Vor 50 Jahren

 

22.11.1965 - die ersten von 13.151 Rohkarossen des BMW 2000 Coupes verlassen  (bis Juli 1970) das Osnabrücker Karmann-Werk. Zusätzlich werden zwischen 8/1968 und 02/1970 549 Komplettfahrzeuge in Osnabrück gebaut.

 

11/1965 - In Turin wird der Lamborghini Miura präsentiert. Er verfügt über einen quer eingebauten V12-Zylinder-Mittelmotor mit 3,9 Liter Hubraum und 350 bis 385 PS.  Gebaut werden bis 1975 ca. 800 Miura, Miura S und Miura SV.  Der Wagen hat eine Höhe von nur 105 cm. Benannt wird der Miura nach dem Kampfstierzüchter Eduardo Miura.  1975 wird er vom Lamborghini Countach abgelöst.

 

 

Vor 40 Jahren

 

11.1975 - die erfolgreichste Baureihe von Mercedes-Benz läuft an: Der W 123 oder auch /8 genannt. Bis Januar 1986 werden insgesamt 2.696.915 Fahrzeuge gebaut. Das Oberklassefahrzeug setzt Maßstäbe in der Fahrzeugsicherheit und ist Wegbereiter des Kombis in dieser Klasse sowie des Turbodiesels in Mercedes-Benz-Personenwagen. Den W123 gibt es als Limousine, Kombi und Coupé. Besonders bei Taxifahrern ist der W123 sehr populär.

 

 

Vor 30 Jahren

 

 

03.11.1985 - Die Formel 1-Saison 1985 geht mit dem Großen Preis von Australien zu Ende. Auch wenn er in diesem Rennen nicht gewertet wird, holt Alain Prost seinen ersten Weltmeistertitel. Die elf besten Rennen der Saison werden gewertet, Prost holt 5 Siege, 11 x steht er auf dem Podium.

 

 

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Oktober 2015

 

 

 

Vor 90 Jahren

 

10.10.1925 - In der Olympic-Hall in London wird die bis zum 18.10.1925 dauernde internationale Automobilausstellung eröffnet. Zu sehen sind 650 Wagen im Wert von 377.000 englischen Pfund.

 

 

Vor 60 Jahren

 

05.10.1955 - Vorstellung des neuen Citroen DS 19 auf dem Pariser Autosalon. Er löste den 23 Jahre lang gebauten und dabei äußerlich kaum veränderten Traction Avant ab. Der DS, auch "die Göttin" genannt, überraschte mit vielen Neuheiten. So besaß sie eine damals einzigartige hydropneumatische Federung, mit der es möglich war, die Bodenfreiheit des Wagens zu variieren. Auch war sie als einer der ersten Serienwagen mit den von Michelin entwickelten Gürtelreifen ausgestattet. Am Abend des ersten Präsentationstages gingen über 12.000 Bestellungen ein. Bis 1975 wurden von allen Varianten der DS 1.456.115 Fahrzeuge gebaut.

 

 

Vor 30 Jahren

 

 

03.10.1985 - Filmpremiere von "Zurück in die Zukunft". Einer der Hauptdarsteller dieser Film-Triologie ist ein De Lorean DMC-12. Der 1981 bis 1982 in Nordirland gebaute, futuristisch aussehende Sportwagen des ehemaligen GM-Managers wurde aber ein Flop, nur 8.583 Exemplare wurden gebaut. Der DMC-12 war im Film zur Zeitmaschine umgebaut und mit einem fiktiven Atom-Elektroantrieb ("Flux-Kompensator")  versehen worden Eines der drei Fahrzeuge wurde für die Außenaufnahmen eines fahrenden Fahrzeugs mit einem Porsche-Motor versehen.  Auch in anderen Filmen wie z.B. Miami-Vice, Beverly Hills Cop, Das ausgekochte Schlitzohr III oder der  Zeichentrickserie Die Simpsons sind De Loreans zu sehen.

 

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September 2015

 

Vor 140 Jahren

 

03.09.1875 - Im böhmischen Maffersdorf wird als drittes Kind des Spenglers Anton Porsche der Sohn Ferdinand Porsche geboren. Der seit seiner Kindheit technisch sehr begabte Ferdinand arbeitete ab 1893 bei den Vereinigten Elektrizitätswerke-AG Béla Egger in Wien. 1896 meldete er ein Patent für seine Konstruktion des Radnabenelektromotors an. 1899 baute er den Lohner-Porsche, das erste Hybridfahrzeug der Welt. 1906 wechselte er zu Austro-Daimler in Wien. 1910 gewann er die "Prinz-Heinrich-Fahrt" mit einem von ihm selbst entworfenen Austro-Daimler. Nach dem 1. Weltkrieg baute er den Sportwagen Sascha, der einen Klassensieg bei der Targa Florio erzielte. Bis 1922 gewannen diese Rennwagen 51 x bei 52 Starts. 1923 wechselte er zur Daimler-Motoren-Gesellschaft (DMG).  1930 macht Porsche sich selbständig und eröffnet am 01.12.1931 in Stuttgart ein Konstruktionsbüro.  1933 entwickelt er für die Auto Union einen sehr erfolgreichen  Grand Prix-Rennwagen mit 16-Zylinder-Mittelmotor. 1935/1935 entwickelt er in Stuttgart drei Prototypen des "Kdf-Wagens", dem späteren VW Käfer. Nach dem Krieg wird Porsche 22 Monate in Frankreich inhaftiert. Am 30.01.1951 stirbt Ferdinand Porsche in Stuttgart.

 

 

Vor 120 Jahren

 

01.09.1895 -  Engelbert Zaschka wird in Freiburg im Breisgau geboren. Er war ein deutscher Oberingenieur, Konstrukteur und Erfinder, zählte zu den ersten deutschen Hubschrauberpionieren und war Pionier des Faltautos. Das Platz- und Parkplatzproblem der Ballungsgebiete inspirierte ihn in Berlin, das erste Faltauto zu konstruieren. Sein Zaschka-Stadtauto-Konzept hatte zum Ziel, kostengünstig und raumsparend zu sein. Nach Gebrauch konnte es zusammengeklappt und in der Wohnung verstaut werden, ganz nach der Devise: Kleinwagenkäufer sind sparsame Leute, eine Garage wäre für sie ein unbezahlbarer Luxus. An einem Rohrrahmen war ein Leichtbaugerippe befestigt, dieses wurde mit Stoff oder Vinyl umkleidet. Die beiden Vorderräder waren einzeln aufgehängt, hinten befand sich ein einzelnes Hinterrad. Eine Verbundkonstruktion, an deren Enden mechanische Aggregate befestigt waren, ersetzte das eigenständige Fahrgestell. Im Heck befand sich ein liftgekühlter Einzylindermotor, der das Hinterrad antrieb. Das zerleg- und faltbare Faltauto konnte innerhalb von fünf Minuten zerlegt oder aufgebaut werden. die Höchstgeschwindigkeit betrug 40 km/h. Eine Serienfertigung kam jedoch nicht zustande, da einerseits der Aufwand zu hoch ar und andererseits zu jener Zeit fast kein Bauteil richtig ausgereift war. Das Konzept des Faltautos wurde 2009 vom spanischen Innovationszentrum Denokinn mit dem Massachusetts Institute of Technology weiterentwickelt, ein Prototyp des elektrischen Faltautos Hiriko wurde 2010 präsentiert. und sollte 2013 in Serie gehen.

 

08.09.1895 - "Aus diesem Stinkkasten wird nie mehr werden als ein Spielzeug  für Millionäre, die nicht wissen, wie sie ihr Geld wegwerfen sollen". So urteilte Adam Opel angeblich, als er kurz vor seinem Tod ein Automobil sah. Da konnte er nicht ahnen, dass seine fünf Söhne nur drei Jahre nach seinem Tod (08.09.1895) den bislang größten Fahrradhersteller Deutschlands zu einem der größten Automobilkonzerne umwandelten. 1962 gründete Adam Opel seine eigene Nähmaschinenmanufaktur in Rüsselsheim. 1886 begann er mit dem Bau von Fahrrädern. Zum 150jährigen Bestehen 2012 würdigte Opel seinen Firmengründer mit dem Modell "Adam".

 

 

Vor 60 Jahren

 

09/1955 – Der mit einem 600 ccm-Viertaktmotor versehene Lloyd LP 600 mit 600-cm³-Viertaktmotor kam heraus; es wurde das erfolgreichste Jahr in der Unternehmensgeschichte: Über 58.000 Fahrzeuge wurden gebaut. Damit lag der zur Borgwardgruppe gehörende Lloyd nach VW und Opel auf Platz drei der deutschen Zulassungsstatistik und stellte mit fast 70 Prozent deutlich den höchsten Anteil aller Pkw der Borgward-Gruppe.   In der Ausführung mit synchronisiertem Getriebe, Kurbelfenstern und von außen zu öffnendem Kofferraum hieß der deutlich verbesserte Lloyd 600 ab 1957 „Alexander“. Eine TS-Version mit neuem Kühlergrill wurde 1958 zusätzlich ins Programm genommen; diese hatte 25 PS und war über 110 km/h schnell war. Aus Gründen der Versicherungseinstufung wurde die Leistung später auf 23 PS gedrosselt, sodass die Höchstgeschwindigkeit nur noch 107 km/h betrug. Vom 600er liefen insgesamt 176.524 Stück  vom Band, die letzten beiden Fahrzeuge wurden 1963 aus Restbeständen gefertigt.

 

30.09.1955 - In seinem neuen Porsche 550 Spyder verunglückte der 24jährige amerikanische Theater- und Filmschauspieler James Dean, nachdem ein abbiegender Ford-Fahrer im die Vorfahrt genommen hat. Dean verstarb noch an der Unfallstelle. James Dean spielte in zahlreichen Fernsehserien und drehte  drei Filme, die ihn legendär machten: "Jenseits von Eden", "...denn sie wissen nicht, was sie tun" und "Giganten".

 

9/2015 - Als Nachfolger des Triumph TR2 wird der TR 3 vorgestellt. Der kernige Roadster verfügte zunächst über einen Vierzylindermotor mit zunächst 2 Liter Hubraum und 95 PS, ein Jahr später waren es 100 PS. Als Neuheit besaß der TR3 an den Vorderrädern Scheibenbremsen. Nach 13.377 Exemplaren erhielt der TR3 ein leichtes Facelift (u.a. breiterer Kühlergrill) und wurde als TR3A weitere 58.236 x bis 1962 verkauft. Zusätzlich entstanden für die USA weitere 3.331  TR3B parallel zum TR3A-Nachfolger TR4.

 

 

Vor 50 Jahren

 

09/1965 - Der Opel Kadett B wird als Nachfolger des Kadett A vorgestellt. Er gilt als eines der erfolgreichsten Opel-Modelle und wurde bis Juli 1973 gebaut. Auf Basis des Kadett B (Fahrwerk, Getriebe, Motor) baute Opel auch den Sportwagen GT. Den Kadett B gab es sowohl als zwei- oder viertürige Stufenhecklimousine, zwei-/viertürige Schräghecklimousine, drei-/fünftürigen Kombi und als zweitüriges Coupé. Die Vierzylindermotoren hatten zwischen 1,1 und 1,9 Liter Hubraum. Anfang der 70'er Jahre verwendete Opel den Werbespruch "Opel Kadett. Das Auto". Diese Werbung kopierte der Mitbewerber Volkswagen dreißig Jahre später mit "Volkswagen. Das Auto".

 

 

Vor 40 Jahren

 

9/1975 - Der Opel Ascona B und der Manta B kommen auf den Markt. Es gibt ihn als zwei- und viertürige Limousine. Eine Kombiversion wie beim Ascona A gibt es nicht. Sechs Jahre lang wird der Ascona B gebaut, seine Vierzylinder-Reihenmotoren verfügten über 1,2 bis 1,9 Liter Hubraum und 60 bis 90 PS. 1979 gab es eine besondere Sportausführung: den Ascona 400. Damit gewann 1982 Walter Röhrl die Rallye-Weltmeisterschaft.

 

10.09.1975 - Auf der Frankfurter IAA wird als Nachfolger des E-Type der Jaguar XJ-S vorgestellt. Angetrieben wurde er noch von dem V12 Motor aus der letzten E-Type-Serie mit 5,3 Liter Hubraum und 287 PS. Das Coupé war zwar windschlüpfiger, aber auch schwerer als der E-Type. 1983 wurde zusätzlich der XJ-SC angeboten, ein Cabriolet mit Targa-Dach und faltbarer Heckscheibe - und zunächst nur mit dem neuen Sechszylinder. 1988 kam dann das vollwertige XJ-S Convertible, bei dessen Entwicklung auch der Osnabrücker Cabrio-Spezialist Karmann beteiligt war. Bis 1996 wurden 119.268 Exemplare gebaut. Damit war der anfangs eher umstrittene XJ-S das erfolgreichste Jaguar-Sportmodell.

 

 

Vor 30 Jahren

 

 

01.09.1985 - Am Steuer seines Porsche 956 verunglückt Stefan Bellof beim 1000-km-Rennen von Spa. In seinem erfolgreichsten Jahr 1984 wurde er Langstrecken-Weltmeister, Deutscher Rennsportmeister und Fahrer-Europameister. Von 1984 bis 1985 fuhr er für Tyrrell in der Formel 1.

 

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August 2015

 

 

Vor 130 Jahren

 

03.08.1985 - Gottlieb Daimler, einer der Pioniere des Automobils, meldet seinen Viertakt-Einzylindermotor zum Patent an. Ebenfalls im August, am 29.08.1885 erhält er das Patent DRP Nr. 36423 für seinen Reitwagen mit "Gas-.oder Petroleum-Kraftmaschine". Der Reitwagen gilt als das erste Motorrad der Welt.

 

 

Vor 110 Jahren

 

11.-17.08.1905 - Insgesamt 937,1 km führt die Strecke der ersten Herkomer-Konkurrenz von München über Augsburg, Tübingen, Baden-Baden, Stuttgart, Nürnberg und Regensburg zurück nach München. Sie gilt als die erste Tourenwagen-Rallye der Welt. Zur ersten Auflage meldeten sich 105 Teilnehmer. Zugelassen waren nur viersitzige Tourenwagen mit Kotflügeln, Beleuchtung, Regenschutz, Raum für Gepäck und Werkzeug und mit einem Rückwärtsgang. Es siegte Edgar Ladenburg aus München auf Mercedes. Auch die beiden nachfolgenden Wagen waren Mercedes.

 

15.08.1905 - In Hamburg wird Manfred Georg Rudolf von Brauchitsch geboren. Er entstammt einem alten schlesischen Adelsgeschlecht. Ab 1933 wurde Manfred von Brauchitsch Werksfahrer bei Mercedes-Benz. Als Rennfahrer war er sehr schnell, doch wurde er einerseits durch unglückliche Umstände um Siege oder gute Platzierungen gebracht, andererseits hatte er sein Pech bei Rennen auch sich selbst und seinem schonungslosen Umgang mit den Fahrzeugen zuzuschreiben. Aber er fuhr auch Siege ein. So gewann er 1937 den Großen Preis von Monaco und 1938 den Großen Preis von Frankreich. Von 1948 bis 1950 war er der erste Präsident des AvD. 1954 zog er in die DDR und wurde dort Sportfunktionär. Manfred von Brauchitsch starb 2003.

 

 

Vor 90 Jahren

 

18.08.1925 - als Tochterunternehmen der amerikanischen Ford Motor Company wird in Berlin die Ford Motor Company Aktiengesellschaft in das Handelsregister eingetragen, nur einen Tag nachdem im Deutschen Reich die 1920 erlassene Einfuhrsperre für ausländische Automobile aufgehoben worden war. Durch die Montage von zugelieferten Teilen entging man den hohen Importzollen für fertige Autos. Zunächst wurden Ford T-Modelle in Moabit montiert.1930 wurde der Unternehmenssitz nach Köln verlegt, wo ab 1931 die Produktion des Modell A begann.

 

26.07.1925 - In Montlhéry stirbt in seinem Alfa Romeo beim Großen Preis von Frankreich Antoni Ascari. 1919 begann der Sohn eines Getreidehändlers aus der Lombardei, für Fiat Rennen zu fahren. Regelmäßig trat er bei der Targa Florio an. 1923 gewann er auf einem Alfa Romeo P2 seinen ersten Großen Preis in Cremona. Auch im Folgejahr gewann er dort und siegte auch in Monza beim Großen Preis von Italien. 1925 gewann er den Großen Preis von Belgien, doch nur einen Monat später starb er beim Großen Preis von Frankreich.

 

 

Vor 70 Jahren

 

09.08.1945 - Henry John Kaiser und Joseph W. Frazer gründen die Kaiser-Frazer Corporation. Zunächst entstanden nur Prototypen. 1946 erscheinen die Modelle Kaiser K 100 Special und Kaiser K 101 Custom mit einem 6-Zylinder-Motor und Heckantrieb. Parallel vermarktete Frazer als Direktor des Automobilherstellers Graham-Paige (!) sein nahezu baugleiches Modell als Frazer-Graham-Paige bzw. Frazer Sedan, die besser ausgestattet waren als die Kaiser-Modelle. 1949 verließ Frazer die Firma Kaiser. Trotz Probleme im Wettbewerb mit den "Großen Drei" (GM, Ford, Chrysler) kaufte Kaiser 1953 Willys-Overland. 1955 beschloss Kaiser-Willys, die Automobilproduktion aufzugeben.

 

 

Vor 60 Jahren

 

05.0.81955 - der einmillionste Volkswagen Typ 1 ("Käfer") rollt vom Band. Er hat eine goldfarbener Lackierung und auf den Chromteilen geschliffene Glasperlen (ursprünglich Farbe mit Goldstaub und geschliffene Steine aus Südamerika)

 

.29.08.1955 - Der Messerschmitt KR 200 "Super" startet zu einer Rekordfahrt über 24 Stunden auf dem Hockenheimring.  Die Leistung des 200 ccm-Motors wurde auf 13 PS angehoben. Die fünf Fahrer stellten 21 Rekorde über unterschiedliche Strecken und Zeiten, Sie brachen u.a. die Weltrekorde in der 350 ccm-Klasse über 1.000 Meilen, über 2.000 Kilometer und mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 103 km/h über 24 Stunden.

 

 

Vor 50 Jahren

 

 

8/1965 - Mercedes-Benz präsentiert ihre neuen Oberklasse-Fahrzeuge. Die Typen 250 S, 250 SE und 300 SE (W 109) sind die Nachfolger der Heckflossen-Modelle W 111 und W 112.  Die Karosserie wurde von Paul Bracq entworfen. Gebaut wurden die W 108/W 109-Modelle bis zum November 1972.

 

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Juli 2015

 

Vor 110 Jahren

 

05.07.1905 - Zum sechsten und letzten Mal wird der Gordon-Bennett-Cup ausgetragen. Für das Rennen wurde eine hügelige, 137 km lange Strecke durch die Auvergne ausgewählt. Diese musste viermal durchfahren werden. Laut Regeln durften pro Nation nur drei Fahrzeuge starten. Besonders die Franzosen mit ihren vielen Herstellern waren verärgert über diese Beschränkung. Zwar siegte Léon Théry mit einem Richard-Brasier vor zwei Fiat, doch einen weiteren Gordon-Bennett-Cup gab es nicht mehr. Er wurde durch weniger limitierte internationale Rennveranstaltungen abgelöst.

 

 

Vor 90 Jahren

 

01.07.1925 - um dem gewachsenen Interesse am Motorsport Rechnung zu tragen, sollte in Deutschland eine Rennstrecke gebaut werden. Dabei griff man auf Pläne aus dem Jahr 1907 für eine Rennstrecke in der Eifel zurück. Damit sollte auch eine Verbesserung der Wirtschafts- und Infrastruktur  dieser Region bewirkt werden.  Am 01.07.1925 begannen die Arbeiten zum Nürburgring und am 18.06.1927 fand mit dem Eifelrennen für Motorräder das erste Motorrad- und einen Tag später das erste Automobilrennen statt.  Rudolf Caracciola gewann in einem kompressoraufgeladenen Mercedes-Benz Typ S. Auf dieser Nordschleife fanden bis 1976 auch Formel 1-Läufe statt. Aufgrund der Sicherheitsprobleme der auch "Grüne Hölle" genannten Nordschleife wurde eine neue Grand Prix-Strecke gebaut, die 1984 eingeweiht wurde.

 

 

Vor 80 Jahren

 

16.07.1935 - in Oklahoma City (USA) wird die erste Parkuhr aufgestellt. Sie erhielt den Namen "Schwarze Maria".  Zwei Monate zuvor, am 13.05.1935, hatte der Amerikaner Carlton Cole Magee in North Dakota ein Patent eingereicht ("coin controlled parking meter"). Er erhielt es allerdings erst am 24.05.1938. Die ersten Parkuhren ("Parkographen") in Deutschland wurden am 04.01.1954 in Duisburg aufgestellt.

 

 

Vor 60 Jahren

 

 

14.07.1955 - Am Kasino-Hotel in Georgsmarienhütte wird das VW Karmann Ghia-Coupé ausgewählten VW-Händlern und Journalisten vorgestellt.  Bis zum 31.07.1974 wurden 362.585 Coupés und 80.881 Cabriolets (ab dem 01.11.1957) gebaut.

 

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Juni 2015

 

Vor 110 Jahren

 

08.06.1905 - Die Herren Schmidt und Kellner lassen das Unternehmen Weidaer Automobilwerke Schmidt & Kellner in das Gewerberegister eintragen. Unter dem Markennamen Taifun wollen Sie Automobile produzieren. Das Angebot umfasste Kleinwagen mit einem Zweizylindermotor (Modell 8/10 PS) und Vierzylinder (Modell 10/12 PS). Ob sie tatsächlich Fahrzeuge produziert hatten, ist umstritten. 1907 geriet das Unternehmen in Konkurs.

 

06/1905 - Auf der Strecke Lichtenrade - Buckow wird die erste Automobil-Omnibuslinie in Betrieb genommen. 

 

 

Vor 90 Jahren

 

27.06.1925 Der Mischkonzern Skoda wird zum Autobauer, in dem mit Laurin & Klement zum Automobilhersteller Skoda Auto fusioniert. 1926 wurde der Flugzeughersteller Avia eingegliedert und 1927 besaß Skoda sogar eine eigene Fluggesellschaft.

 

 

Vor 70 Jahren

 

14.06.1945 - Nachdem die Alliierten das Volkswagenwerk übernommen haben, gibt die britische Militärregierung den Befehl, die ersten Volkswagen zu montieren. Das Auftragsvolumen beträgt 20.000 Stück. Niemand ahnte damals, dass daraus mehr als 20.000.000 Fahrzeuge werden sollten.

 

 

Vor 60 Jahren

 

11.06.1955 - Beim 24-Stunden-Renne von Le Mans kommt es zur Katastrophe. Aufgrund eines nicht vorhersehbaren Fahrmanövers des Jaguar-Fahrers Mike Hawthorn  musste Lance Macklin mit seinem Austin-Healey 100 ausweichen. Dadurch kam es zur Berührung mit dem Mercedes-Benz 300 SL des Franzosen Levegh. Der Mercedes hob ab und wurde auf einen Erdwall geschleudert, der zum Schutz der Zuschauer diente. Der Wagen überschlug sich, Wrackteile wurden in die Zuschauer geschleudert. Der Treibstoff geriet in Brand, die Magnesium-Legierung der Karosserie fing an zu brennen. Durch Löschversuche mit Wasser wurde der Brand noch heftiger. Levegh und über 80 Zuschauer starben. Trotz der Katastrophe wurde das Rennen fortgesetzt, Mercedes nahm jedoch seine neiden verbliebenden Teams trotz Führung aus dem Rennen. Mike Hawthorn gewann. 

 

 

Vor 10 Jahren

  

14.06.2005 - In Bad Neuenahr stirbt im Alter von 94 Jahren Johannes Beeskow. Mit 14 Jahren fing er als Lehrling bei der Berliner Karosseriefirma Josef Neuss an. Gleichzeitig studierte er abends an der Berliner Karosserie-Lehranstalt. Für sein Gesellenstück, ein 10/40-PS-Opel mit viersitzigem Cabriolet-Aufbau, erhielt er den Staatspreis der Handelskammer. Dann arbeitete er als Formengestalter im Konstruktionsbüro bei Neuss. Als Erdmann & Rossi 1933 Neuss übernahm, wurde Beeskow Konstruktionschef. Er entwarf hunderte Sonderkarosserien. Nach dem Krieg arbeitete er für Karl Deutsch in Köln, doch schnell wechselte er zurück nach Berlin zu Fritz Rometsch. Auf Basis des Volkswagen Käfer gelang ihm sein größter Wurf: das Rometsch Coupé und Cabriolet, Modell Beeskow. 1954 und 1955 erhielt das Cabrio den "Grand Premier Prix" beim Automobilsalon Genf. Der Rometsch wurde von zahlreichen Hollywood-Stars wie Gregory Peck oder Audrey Hepburn gefahren. 1953 ging Beeskow wieder zu Deutsch und entwickelte Cabrio- und Coupé-Varianten für den Borgward Isabella und Cabrios auf Ford 12m und 15m-Basis. 1956 ging Johannes Beeskow zum Osnabrücker Karosseriebauer Karmann, wo er bis zum Ende seiner beruflichen Laufbahn die technische Entwicklung leitete.

 

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Mai 2015

 

 

Vor 120 Jahren

 

18.05.1895 - In Italien findet das erste Autorennen auf einem Rundkurs Turin-Asti-Turin statt. Die Distanz betrug 93 km. Von fünf startenden Fahrzeugen kamen drei ins Ziel. Auf einem Daimler, einem viersitzigen "Omnibus", wurde der Ingenieur Simone Federmann mit einem Schnitt von 15,5 km/h Sieger. Platz zwei und drei wurden von Motorrädern belegt, ein 6-sitziger Dampfwagen-Eigenbau und ein Benz fielen aus.

 

 

Vor 80 Jahren

 

05/1935 - In den USA wird die United Auto Worker (UAW) gegründet. Sie ist bis heute eine der mitgliederstärksten Gewerkschaften der USA und vertritt insbesondere Arbeitnehmer der Automobilindustrie. Sie zählte zu den ersten Gewerkschaften, in der Afroamerikaner Mitglied werden konnten, außerdem trug sie u.a. mit der Durchsetzung von arbeitgeberfinanzierten Krankenversicherungen entscheidend zur Verbesserung der Lebenssituation von Industriearbeitern bei.

 

05/1935 - Kilchiro Toyoda und sein Schwager Risaburo präsentieren ihr erstes Fahrzeug, den G1. Vorbild sind die amerikanischen Trucks dieser Zeit. Zwei Jahre später wird die Firma Toyota Motor Company gegründet.

 

 

Vor 60 Jahren

 

01.05.1955 - Mit der Rekordzeit von 10 Stunden, 7 Minuten und 48 Sekunden siegen Stirling Moss und Denis Jenkinson auf einem Mercedes-Benz 300 SLR bei der Mille Miglia 1955. Es ist das dritte, nichtitalienische Fahrzeug, dass in die Siegerlisten eingetragen wird (1931 siegte Rudolf Caracciola mit einem Mercedes 720 SSKL und 1940 Huschke von Hanstein im BMW 328 Berlinetta Touring). Zweiter wurde Juan Manuel Fangio, ebenfalls im Mercedes-Benz 300 SLR. Erst auf dem dritten Platz überquert ein Ferrari 118 LM Spider Scaglietti die Ziellinie. Auf den Plätzen 5, 7 und 10 folgen  weitere 300 SL.

 

26.05.1955 - In Monza stirbt der zweifache Formel 1-Weltmeister Alberto Ascari im Alter von 37 Jahren. Der Italiener war einer der erfolgreichsten Rennfahrer der frühen fünfziger Jahre. Er gewann 13 Grand-Prix-Rennen und wurde 1952 und 1953 auf Ferrari Weltmeister. Anschließend wechselte er zu Lancia. Mit einem Lancia gewann er die Mille Miglia. Ascari starb bei einer privaten Testfahrt mit einem Ferrari-Sportwagen in Monza. Wie auch Alberto Ascari starb 30 Jahre zuvor sein Vater, ein ebenfalls sehr erfolgreicher Rennfahrer, bei einem Rennunfall.

 

 

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April 2015

 

Vor 140 Jahren

 

02.04.1875 - In Wamego, Kansa, wird Walter Percy Chrysler geboren. Er war ein amerikanischer Automobilpionier. Aber zunächst arbeitete er als Verkäufer in einem Lebensmittelgeschäft, verkaufte Silberwaren und gehörte zum Reinigungspersonal der Union Pacific Railway. Bei der American Locomotive Co. arbeitete er sich zum Stützpunktleiter in Pittsburgh hoch. 1910 wurde er Werksleiter bei Buick, 1912 wurde er Präsident bei General Motors. 1917 ging er zur Chase Manhattan Bank und war für die Sanierung der Willys Corporation verantwortlich. 1921 übernahm er die Sanierung der Maxwall Motor Company. Dazu gehörte auch das Duesenberg-Werk, an dem Chrylser interessiert war. Dies wurde aber vom ehemaligen GM-Chef Durant übernommen. Chrylser übernahm den letzten Prototypen und die Maxwell-Mannschaft. Das Fahrzeug wurde zur Serienreife gebracht und trug den Namen Chrysler. 1929 wurde Chrylser vom Times Magazine zum "Man of the Year 1928" gewählt. Er war auch Bauherr des Chrysler Building in New York City.

 

 

Vor 60 Jahren

 

4/1955 - Mit dem Modell 403 machte Peugeot  den Schritt zum international erfolgreichen Großserienhersteller. Er überschritt als erstes Peugeot-Modell die Millionengrenze. Das Design des Prototyps und des Serienmodells stammte vom italienischen Designunternehmen Pininfarina. Es gab den 403 als Limousine, Kombi, Cabriolet, Pickup und Kastenwagen. Das Cabriolet wuerde besonders durch die Krimiserie "Columbo" bekannt, in der Hauptdarsteller Peter Falk ein Cabrio fuhr. 1967 wurde der Peugeot 403 durch das Modell 404 abgelöst.

 

 

Vor 50 Jahren

 

4/1965 - Nach 17 Jahren endet die Produktion des Porsche 356. Insgesamt wurden 76.302 Varianten des 356 gebaut. Von 1948 bis 1955 gab es das "Urmodell" mit zweigeteilter Windschutzscheibe bzw. ab 1962 mit einteiliger Knickscheibe. Der 356 A wurde von 1955 bis 1959 gebaut und wurde vom 356 B abgelöst (1959-1963). Das letzte Modell, der 356 C, wurde von 1963 bis 1965 gebaut. Der erste Porsche 356 hatte noch 1.086 ccm und 40 PS. Das Spitzenmodell, der Porsche 356 2000 GS Carrera 2 verfügte über  einen 1.966 ccm großen und 130 PS starken Vierzylinder-Boxermotor. Die ersten Porsche 356 entstanden  mit Aluminium-Karosserie in Gmünd/Kärnten. 1950 zog Porsche nach Stuttgart-Zuffenhausen um, wo zunächst im Karosseriewerk Reutter die Produktion von Stahlkarosserien aufgenommen wurde. Das Design des 3546 stammte vom Porsche-Mitarbeiter Erwin Kommenda, der auch schon die Karosserie des Käfers gestaltet hatte. Den 356 gab es als Coupè, als Cabriolet, als America Roadster und als Speedster, wobei nur die Cabrio- und Coupé-Version durchgehend gebaut wurde. Besonders für frühe 356 und die Speedster- und  America Roadster-Versionen werden heute extrem hohe Preise gezahlt. 1965 wurde der Porsche 356 vom 911 abgelöst, der noch heute gebaut wird. Während der 911er nun einen Sechszylinder-Boxermotor hatte, wurde parallel bei Karmann Osnabrück der optisch ähnliche Porsche 912 mit dem bisherigen Vierzylinder-Boxermotor des Porsche 356 C einige Jahre gebaut.

 

01.04.1965 - Der Porsche 912  ersetzt den Porsche 356 C mit dem Vierzylindermotor mit 1,6 Liter Hubraum und 90 PS. Der beim Osnabrücker Karosseriebauer Karmann hergestellte 911 sollte die günstigere Alternative zum mit einem Sechszylindermotor angetriebenen 911 sein. Nicht nur die Leistung, auch die Ausstattung war gegenüber dem 911 einfacher. Der 912 wurde bis zum Sommer 1969 als Coupé und Targa gebaut. 1976 wurde - nach Einstellung des Porsche 914 - der Porsche 912 E für den US-Markt gebaut, da das Modell 924 dort noch nicht angeboten wurde. Der 2-Liter-Motor stammte jedoch nicht von Porsche, sondern der Typ 4-Motor von Volkswagen.

 

 

Vor 30 Jahren

 

 

25.04.1985 - In Wolfsburg wird das Automuseum der Volkswagen AG eröffnet. Auf ca. 5.000 qm werden rund 130 Volkswagen aller Jahrgänge gezeigt. Nicht nur für Käfer-Freunde eine Wohlfühl-Oase. Vom Prototypen des KdF-Wagens bis zur Generation Golf.

 

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März 2015

 

Vor 120 Jahren

 

18.03.1895 - Mit einem von Carl Benz gebauten, benzinbetriebenen 5 PS starken Omnibus nimmt die Netphener Omnisbusgesellschaft ihren Betrieb zwischen Deuz und Siegen als erste Bus-Linie der Welt auf.

 

 

Vor 60 Jahren

 

3/1955 - auf dem Genfer Autosalon wird der erste überarbeitete Mercedes-Benz 190 SL gezeigt. Zwei Monate später begann im Werk Sindelfingen die Serienfertigung.  Bis 1963 wurden insgesamt 25.881 Exemplare des kleinen SL gebaut. Er besaß zahlreiche Stilelemente des großen 300 SL Roadsters. Während dieser einen Sechszylindermotor unter der Haube hatte, waren dies beim 190 SL zwei Zylinder weniger. Der Hubraum hatte 1.897 ccm, was für 105 PS und  173 km/h ausreichte. Von den rund 25.000 Exemplaren ging nur ein Fünftel in die deutsche Auslieferung, ca. 20.000 Fahrzeuge gingen in den Export, die Hälfte davon in die USA. Bekannt wurde das Modell auch als "Nitribitt-SL". Rosemarie Nitribitt war eine Frankfurter Prostituierte, der enge Kontakte zu nahmhaften Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft nachgesagt wurde. Sie wurde 1957 ermordet. R. Nitribitt besaß einen schwarzen 190 SL mit roten Ledersitzen. Angeblich soll der Verkauf des 190 SL aufgrund des "anrüchigen" Images anschließ0end spürbar zurückgegangen sein.

 

05.03.1955 - BMW stellt die Isetta vor. Die Fachpresse zeigte sich von dem neuen Modell beeindruckt. Doch war die Isetta keine Eigenproduktion. In der Nachkriegszeit baute BMW nur Motorräder und den Oberklassewagen 502/503. Nun drohte der Konkurs. Da keine Zeit für die Planung und Entwicklung eines Kleinwagens blieb, griff BMW auf den Lizenzbau der italienischen Iso-Isetta zurück, die 1954 von Iso Rivolta vorgestellt wurde. Mit der BMW Isetta kam BMW wieder wirtschaftlich auf die Beine. Die Isetta war ein voller Erfolg. Bis 1962 wurden 161.728 Exemplare gebaut. Die Isetta war ein Kleinstwagen, mehr ein Rollermobil.  Wie bei einem Kühlschrank öffnete man die Fronttür. Das Lenkrad schwenkte mit zur Seite und so konnten zwei Personen bequem einsteigen. Die Isetta hatte einen Einzylindermotor aus dem BMW-Motorradprogramm mit zunächst 250 ccm und 12 PS.

 

 

 

Vor 50 Jahren

 

09.03.1965 - "Fridolin" wird vorgestellt. Sein offizieller Name ist "Typ 147" und ist ein vorrangig für die Post entwickeltes Gemeinschaftsprodukt. Karmann fertigt das Typ 14-Chassis für den kleinen Transporter auf Käfer-Basis, die Blechteile des Hecks kommen vom VW-Transporterwerk Hannover und zusammengebaut wird er bei Westfalia in Wiedenbrück. Der Typ 147 verfügt über zwei seitliche Schiebetüren der Laderaum kann zwei Kubikmeter und 400 kg Nutzlast aufnehmen. 1974 wurde die Produktion von "Fridolin" nach 6.139 Fahrzeugen eingestellt. Heute sollen weltweit noch rund 200 Fahrzeuge existieren.

 

 

Vor 40 Jahren

 

 

3/1975 - Als Sparversion des Audi 50 wird der Volkswagen Polo eingeführt. Der Kleinwagen war ein spartanisch ausgestattetes Auto, das sogar noch unterhalb des Käfers angesiedelt war. Mittlerweile wird der Polo V gebaut und hat die Größe des VW Golf II erreicht.

 

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Februar 2015

 

Vor 120 Jahren

 

10.02.1895 - In Uerdingen wird Hans Gustav Röhr geboren. Schon mit 17 Jahren konstruierte er ein eigenes Flugzeug, das das visionäre Talent Röhrs aufzeigte. Er setzte einen aus Motorradzylindern selbst konstruierten Fünfzylinder-Sternmotor ein. Nach derm Ersten Weltkrieg wechselte er zu Priamus, einem Kölner Hersteller von Auto- und Flugzeugmotoren. 1919 realisierte er bei Priamus seinen ersten Automobil-Prototyp. Nur ein Jahr später verließ er Priamus und baute seinen zweiten Prototypen. 1923 entwickelte er einen dritten Prototyp, den er vergeblich etablierten Automobilherstellern als Lizenzmodell anbot. Nun entschloss er sich, den Wagen unter eigenem Namen zu vermarkten. Mit Geldern der Stinnes-Unternehmerfamilie gründete er in Ober-Ramstadt die Röhr Auto AG und übernahm die Produktionsstätten der früheren Falcon Automobilwerke. 1927 startete die Fertigung mit dem Röhr 8, einem Modell der oberen Mittelklasse mit einem Achtzylindermotor. Obwohl der verbesserte Röhr 8 R erfolgreich anlief, geriet die Röhr Auto AG durch die Weltwirtschaftskrise in Schwierigkeiten  1931 musste er seine eigene Firma verlassen und wechselte zur Adlerwerke AG nach Frankfurt, wo er als Chefkonstrukteur den erfolgreichen Adler Trumpf entwickelte. 1935 wechselte er zur Daimler-Benz AG. Dort hatte er Schwierigkeiten, weil er aufgrund seiner französischen Ehefrau, die sich offen gegen das Nazi-Regime stellte, nicht als vertrauenswürdig galt. 1937 starb er überraschend an einer Lungenentzündung, die er sich kurz zuvor bei einer Cabriolet-Fahrt zugezogen hatte.

 

 

Vor 80 Jahren

 

02/1935 - Der Opel Olympia wird auf der 25. Internationalen Automobil- und Motorrad-Ausstellung (IATA) in Berlin vorgestellt. Er war das erste in Großserie gebaute deutsche Automobil mit selbsttragender Ganzstahlkarosserie. Außerdem verfügte er im Bereich des vorderen Gabelprofils über Sollbruchstellen, dies kann man als Vorläufer der heutigen Knautschzonen sehen. Den Olympia gab es u.a. als zwei- oder viertürige Limousine, als Cabrio-Limousine und als Kastenwagen. Den Namen erhielt er in Anlehnung an die Olympischen Spiele, die 1936 in Berlin und Garmisch-Partenkirchen stattfanden. Bis 1940 wurden 168.875 Opel Olympia gebaut worden. Nach dem Krieg baute Opel ab 1947 einen überarbeiteten Olympia; dieser wurde 1953 vom Opel Olympia Rekord abgelöst.

 

02/1935 - Die Auto Union bringt den Kleinwagen DKW F5 auf den Markt. Der im Audiwerk Zwickau gebaute Wagen wird bis 1937 als Roadster, Limousine, Cabriolimousine, Cabriolet und Kastenwagen gebaut und von einem Zweizylinder-Zweitaktmotor angetrieben. Die Motoren reichten hatten 584 ccm ("Reichsklasse", Front Zweisitzer) mit 18 PS und 692 ccm ("Meisterklasse", Front Luxus Cabriolet und Front Luxus Sport) mit 20 PS. Schon 1936 endete die Produktion der Limousinen , ein Jahr später die der Sportwagen.

 

 

Vor 60 Jahren

 

27.02.1955 - Auf der Leipziger Frühjahrsmesse wird der Wartburg 311 präsentiert. Optisch konnte er mit den vergleichbaren West-Fahrzeugen mithalten, ein Manko war jedoch sein Dreizylinder-Zweitakt-Motor. Die Motoren des  bis 1965 gebauten Wartburg 311 hatten 0,9 bis 1,0 Liter (Wartburg 1000) Hubraum hatten 37 bis 50 PS. Den Wartburg 311 gab es in verschiedenen Varianten: Standartlimousine (311/0, 130.411 Exemplare), Luxuslimousine (311/1, 55.660), Kabriolett (311/2, 2.670), Coupé (311/3, 5.487), Polizeieinsatzwagen/Kübelwagen (311/4, 791), Campinglimousine mit Faltdach (311/5, 8.362), Limousine mit Rechtslenkung (311/6, 737), Schnelltransportwagen/Pickup (311/7, 4.938), Faltdachlimousine (311/8, 14.749), Kombi (311/9, 23.568) und Sportwagen (313/1, 469 Exemplare, davon sogar 8 in die USA). Nachfolger war der Wartburg 312, von dem bis 1967 insgesamt 35.868 Fahrzeuge hergestellt wurden.

 

24.02.1955 - Alain Prost wird in Saint-Chamond geboren. Er ist einer der erfolgreichsten Formel 1-Rennfahrer und wurde viermal Weltmeister, viermal Vizeweltmeister und gewann 51 Grand Prix-Rennen.

 

 

Vor 50 Jahren

 

2/1965 - In Osnabrück beginnt beim Karosseriebauer Karmann die Produktion  luxuriösen Opel Diplomat V8 Coupés. Das Coupé verfügt über einen imposanten V8-Zylindermotor mit 5,4 Liter Hubraum. Bis Juli 1967 wurden 347 Exemplare gebaut. Der Preis lag damals mit 25.500 DM (später 26.000 DM) über dem vergleichbarer Sportmodelle wie dem Mercedes 280 SL oder dem Porsche 911. Heute sind die Coupés von Karmann extrem seltene und begehrte Sammlerstücke.

 

 

Vor 40 Jahren

 

 

02/1975 - Nach knapp fünf Jahren endet die Produktion des VW K70. Er wurde insgesamt 211.127 x gebaut. Der K70 kam durch die Übernahme von NSU zu Volkswagen und war damit dort  das erste wassergekühlte Modell mit Frontmotor. Der K70 hatte einen 4-Zylinder-Viertakt-Reihenmotor mit 1.605 bzw. 1.807 ccm und 90, 75 und 100 PS.

 

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Januar 2015

 

Vor 120 Jahren

 

16.01.1895 - Der erste Omnibus des Automobilherstellers Carl Benz begibt sich auf der Strecke Siegen-Netpen-Nutz auf seine erste Fahrt.  Am 18.03.1895 nimmt die erste Bus-Linie der Welt ihren Betrieb auf. Mit einem 5 PS starken benzinbetriebenen Omnibus von Carl Benz fährt die Netphener Omnibusgesellschaft auf der Linie Deutz - Siegen.

 

 

Vor 100 Jahren

 

02.01.1915 - in Neuilly-sur-Seine stirbt im Alter von 65 Jahren der französische Unternehmer Armand Peugeot und gilt als Pionier und Visionär des Automobilbaus. Nachdem er zunächst mit dem Bau von Fahrrädern begonnen hatte, präsentierte Peugeot 1889 auf der Weltausstellung in Paris das erste dampfgetriebene Dreirad. Er gilt als Pionier und Visionär des Automobilbaus. 1885 gründete er bereits die Société des Automobiles Peugeot.

 

 

Vor 70 Jahren

 

16.01.1945 - Nachdem Frankreich im Zweiten Weltkrieg von deutschen Truppen besetzt war, kam Louis Renault wegen angeblicher Kollaboration in Haft. Dort starb er 1944 unter bis heute ungeklärter Ursachen. Am 16.01.1945 wurden die Renault-Werke von der vorläufigen Regierung verstaatlicht.

 

 

Vor 60 Jahren

 

16.01.1955 - Mit seinem Sieg beim Großen Preis von Argentinien legte Juan Manuel Fangio den Grundstock für seinen dritten Formel 1-Titel und den zweiten mit Mercedes-Benz.

 

 

 

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