DEUVET Bundesverband für Clubs klassischer Fahrzeuge e.V.
 

11. Dezember 2018 

 

Reihe Oldtimerrecht: Originalität - Was ist das eigentlich?

 

 

 

In seinem neuen Podcast in der Reihe Oldtimerrecht thematisiert Dr. Götz Knoop das Thema "Originalität". Er stellt dar, wie der Begriff "Original" in Rechtsprechung und Gesetzgebung Niederschlag gefunden haben. 

 

Hier der Link zu Teil 1: Podcast

 

 

DEUVET - Bundesverband der Clubs klassischer Fahrzeuge e.V. www.deuvet.de 

DEUVET Bundesverband für Clubs klassischer Fahrzeuge e.V.
 

10. Dezember 2018 

 

Appell des DEUVET an die Klassikerszene

 

 

 

Der DEUVET appelliert an die Nutzer historischer Fahrzeuge, die bereits mit dem H-Kennzeichen „geadelt“ oder noch mit dem roten „Ausfahrt“-Kennzeichen der Ziffernfolge 07 unterwegs sind.

 

Derzeit erwarten wir Besitzer historischer Fahrzeuge dramatische Einschränkungen bei der Nutzung. Gab es seit 1997 durch den DEUVET-Einsatz die gesetzliche Regelung eines H-Kennzeichens und die Erlaubnis, in Umweltzonen einfahren zu dürfen, so sind diese Ausnahmen jetzt in Gefahr. Derzeit muss jede betroffene Region oder Kommune gemäß ihrer Verantwortung für die Luftreinhaltung Sperrzonen einrichten. Diese Fahrverbotszonen gelten dann für jede Art von Motorfahrzeugen, die als die Schuldige für Luftverschmutzung „am Pranger“ stehen. Und hier insbesondere auch „alte“ Motoren. Da nützen dann auch keine Kennzeichen mit 07 oder H. Oder viel Bürokratie, wenn man in der Sperrzone wohnt und arbeitet. Nur mit E oder Euro 6 darf man dann noch „einfahren“.

 

Aktuelle Zwischeninfo. Der DEUVET ist seit Frühjahr im Dialog mit der politischen Arbeitsgruppe „Sofort-Programm Saubere Luft“. Hier wurden unsere Empfehlungen hinterlassen, sich an die bestehenden Regeln für Ausnahmen bei H- und 07-Kennzeichen anzuschließen, was den überwachenden Institutionen die Arbeit erleichtert und den Kommunen zusätzliche Bürokratie erspart. Gerade in den Wochen vor Weihnachten nimmt der DEUVET im persönlichen Gespräch mit Bundesminister Andreas Scheuer nochmals dieses Thema auf seine Agenda. Hauptargumente sind bekannt: Sehr gepflegte Einzelstücke mit geringen Fahrleistungen, Bestandsrisiken für betroffene Dienstleistungsbetriebe in den Sperrzonen sowie deutlich weniger Bürokratie und Überwachungsaufwand.

 

Für diese neue Sensibilität bei H- und 07-Kennzeichen ist es aber höchste Zeit, das Prädikat der H-Zulassung zu überprüfen, zu leichtfertig wurden manchmal von Prüfern der Technischen Institutionen die Freigabe des H-Kennzeichens entschieden. Zu Lasten der großen Gemeinschaft fallen Fahrzeuge mit unzulässigen Veränderungen, ungepflegtem Äußeren und offensichtlich historisch falschen Umbauten negativ auf, da sie auch sonst nur begrenzt zulassungsfähig wären. Das H am Ende des Kennzeichens bestätigt eben nicht nur das Alter von mehr als 30 Jahren und ein „irgendwie erhalten“. H steht für ein historisches Kulturgut, korrekt in seinem Erscheinungsbild nach damaliger Verfügbarkeit und eben heute in einem guten Erhaltungszustand. Dabei soll hier nicht der Streit der Puristen um Originalzustand mit oder ohne Patina geführt werden. Wer Schrott durch viel Arbeit wieder zu neuem Leben erweckt, leistet für die Gesellschaft einen ebenso wichtigen Dienst. Doch über diese Einstufungen muss sich die Szene erst einmal selbst einig werden.

 

Bleiben wir bei den technischen Risiken: Während eine reguläre Prüfung und Zulassung zum H-Kennzeichen hier keine Fragen offen lässt, klafft dieser Anspruch und Einschätzung bei wenigen Nutzern des 07-Kennzeichens weit auseinander. Wir können leider beobachten, dass Fahrzeuge mit 07 unterwegs sind, die dringend einer technischen Prüfung unterzogen werden müssen. Denn sie sind nicht nur ein Risiko für den Fahrer, sie gefährden den Verkehr und vor allem die derzeitigen Regeln für die Szene der 07-Nutzer. Wenn etwas passiert, ist diese Zulassungsform letztendlich angreifbar.

Wir appellieren an die Oldtimer- und Youngtimer-Szene, mehr Verantwortung für die bestehenden Freiheiten zu übernehmen und der H-Zulassung sowie der 07-Nutzung notwendigen Respekt zu erweisen. Das ist im Sinne aller Klassiker.

 

Es gibt noch so viele „Baustellen“, helfen Sie mit, dass der DEUVET dafür aktiv bleiben kann.

 

Eckhart Bartels, 10. Dez. 2018

 

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DEUVET Bundesverband für Clubs klassischer Fahrzeuge e.V.
 

Oktober 2018 

 

Mitglieder-Informationen vom Bundesverband der Clubs klassischer Fahrzeuge

 

 

Woran wir arbeiten:

 

Brüssel und die Zukunft historischer Fahrzeuge: Als demokratisch aufgestellte Interessenvertretung setzen wir uns für eine möglichst unbürokratische Nutzung von allen historischen Fahrzeugen ein. Dabei achten wir bei Gesetzesentwürfen auf deren Auswirkungen bei der Nutzung unserer Klassiker, unabhängig vom Baujahr, also einschließlich der „nachwachsenden Generationen“. Dabei spielt es keine Rolle, ob die geplanten Vorschriften ein- oder mehrspurige, leichte oder schwere, schnelle oder langsame Fahrzeuge betreffen. Wir haben im Europäischen Parlament in Brüssel im Rahmen der Gespräche mit der Historic Vehicle Group (HVG) hinterlegt, das wir bei den anstehenden Vorlagen gegen neue Einschränkungen durch Fahrverbote und Vorschriften bei Technik und Infrastruktur sind. Grundsätzlich stehen wir auf dem Standpunkt, dass bei bevorstehenden Fahrverboten für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor historische Fahrzeuge auszunehmen sind, da nur von geringen Betriebszeiten auszugehen ist. Zugleich wurde vorgetragen, dass bei Einführung neuer technischer Vorschriften und sicherheitsrelevanter Ausstattungen diese nicht zur Nachrüstung in historischen Fahrzeugen vorgeschrieben werden sollen. Das betrifft Vorgaben für die elektronische Vernetzung der Fahrzeuge untereinander wie auch Sicherheitselemente zum Insassenschutz, soweit sie das historische Erscheinungsbild verändern würden. Auch sollen für die Nutzung, Pflege, Reparatur, Restaurierung und Wartung von historischen Fahrzeugen weiterhin Kraftstoffe und Materialien sowie deren bekannte Verarbeitungsmöglichkeit gewährleistet bleiben. Außerdem stand im Parlament in Brüssel eine Debatte und Abstimmung an: „Directive 1999/62/EC on the charging of heavy goods vehicles for the use of certain infrastructures“. Das Papier wurde bereits im Mai 2018 ausführlich im Kreis der Historic Vehicle Group diskutiert. Hieraus resultierte ein Änderungsvorschlag, der später eine gesonderte Behandlung von Oldtimern/Historischen Fahrzeugen zulässt, damit überproportionale Belastungen vermieden werden.

 

Der Parlamentskreis Automobiles Kulturgut in Berlin tagte am 19. Oktober 2018 in Berlin. Die Themen waren „Kältemittel in historischen Fahrzeugen“ (Dr. Patrick Amrhein) und Anregungen für neue Versicherungstarife (Peter Diehl). Leider wurde das Thema aus der Arbeitsgruppe „Zustandsnoten“ unter Berücksichtigung des Faktors „historische Bedeutung und authentischer Erhaltungszustand“ wegen Verhinderung des Gruppensprechers (Norbert Schroeder) erneut verschoben. Erfreulich ist, dass im Petitionsausschuss das amtliche Klebekennzeichen für stark gewölbte Fahrzeugkarosserien ein hohes Votum erzielt hat und der Bundesregierung zur Entscheidung vorgelegt wurde.

 

Weitere Politikthemen im Oktober: Ein ausführliches Gespräch erfolgte in Berlin mit Manfred Behrens MdB, Mitglied Verkehrsausschuss im Bundestag, über die gemeinsamen Themen mit Dr. Siegfried Balleis, Sonderbeauftragter Sofortprogramm Saubere Luft des BMVI. Wir berichteten bereits. Auch kamen erneut die Problematik der roten 07-Nummer im Ausland und das rosafarbene Fahrzeugscheinheft entsprechend der neuen Zulassungsbescheinigung zur Sprache. Hier fehlt immer noch die Freigabe für die örtlichen Zulassungsstellen. Ein Dauerbrenner sind auch die zu harmonisierenden Intervalle für wiederkehrende Hauptuntersuchungen bei Oldtimern in der EU. Historische Fahrzeuge weisen keine signifikanten Mängel auf, da sie gut gewartet und zugleich weniger gefahren werden. Auch das Thema Maut, die Politik nennt es Infrastrukturabgabe, bleibt in Arbeit, da bisher unterschiedliche Regelungen für H- und 07-Kennzeichen vorgesehen sind. Beim Entwurf der EU sollten Oldtimer generell von der Pkw-Maut befreit sein. Auch besteht der DEUVET weiterhin auf seinem Vorschlag für Ausnahmen bei Diesel-Fahrverboten. Hier sollte analog zur Regelung bei Umweltzonen entschieden werden. Besonders lag dem DEUVET-Präsidenten auch die Nachwuchsförderung am Herzen: Wie kann man junge Leute zur Teilnahme an Veranstaltungen und zur Mitarbeit in Vereinen und Clubs motivieren. Außerdem lang geplant, jetzt terminiert: Am 18. Dezember 2018 folgt ein Gespräch mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer am Standort Bonn. Wir werden berichten…

 

Mitgliederversammlung mit Neuwahlen am Samstag, 16.März 2019 beim Gastgeber Opel.

Wie immer: Rückfragen an E.Bartels, Kommunikation@deuvet.de

 

Herausgeber Bundesverband DEUVET e.V., Postfach 1102, D-83116 Obing, Telefon Di und Do: 08628-987 9935

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Das DEUVET „telegramm“ erscheint nach Bedarf und sollte in den Clubzeitschriften abgedruckt werden.

 

 Herausgeber:

Bundesverband DEUVET e.V., Postfach 1102, D-83116 Obing, Telefon Di und Do: 08628-987 9935

 

DEUVET Bundesverband für Clubs klassischer Fahrzeuge e.V.
 

August 2018 

 

Mitglieder-Informationen vom Bundesverband der Clubs klassischer Fahrzeuge

 

In unserem Sinne: Kurz zur Erinnerung vorab. Die Arbeitsgemeinschaft der Oldtimerszene  setzt sich seit über 40 Jahren für Oldtimer-Nutzer und -Betriebe ein, damit die spezifischen Interessen in Politik und Gesetzgebung sowie im Dialog mit Institutionen vertreten werden. Dazu wurde der DEUVET auf demokratischer Basis geschaffen. Seit über zehn Jahren versuchen auch andere Gemeinschaften auf diesem Gebiet zu wirken, ohne diese seinerzeit geschaffene Basis dafür zu nutzen. Das schadet der Szene bei der Durchsetzung ihrer Ziele. Auf wen wollen wir uns in Zukunft verlassen? Das fragte auch Auto Bild Klassik in Nr. 5/2018. Es ist jedenfalls nicht richtig, dass die Akteure nicht miteinander reden. Wir berichten weiter unten über den bestehenden Dialog.

 

„Wer kämpft jetzt noch für uns?“

Zoff bei den Lobbyisten? fragte AB Klassik. Der Artikel hatte einige Ungenauigkeiten, die ein Leserbrief korrigieren sollte – aber das Magazin brachte keine Resonanz der Szene. Hier der unveröffentlichte Leserbrief vom Vorstand des CCTF | Classic Car Team Franken | US-Cars:

Politische Lobbyarbeit gibt es nicht zum Nulltarif.

VDA und andere Organisationen suchen sich die besten Leute und lassen sich diese Arbeit (und die gewünschten Ergebnisse) sehr viel kosten. Daher ist die Übersicht im AutoBild-Beitrag irreführend: Politische Arbeit leisten nur ADAC, DEUVET, IKM und VDA. Der Parlamentskreis im Bundestag ist nicht vergleichbar. Im Einzelnen: Der VDA arbeitet nur für die Interessen seiner Mitglieder, ebenso der ADAC. Das sind aber Millionen von Nicht-Oldtimerbesitzern. Seit 10 Jahren hat der ADAC nichts Politisches für uns Oldiebesitzer durchgesetzt. Bleibt die IKM. Mit einem Jahresetat unter 10tausend Euro kann man nicht viel bewegen. Bleibt der DEUVET, dessen politische Arbeit und Ergebnisse seit 1976 im Beitrag überhaupt nicht gewürdigt wurden. Es sei hier beispielsweise nur an das H-Kennzeichen erinnert. Auch das Fazit stimmt nicht: Wenn wir die demokratische Einrichtung DEUVET mit dem Bundestag vergleichen, dann gründen wir doch keinen neuen Bundestag, um die dort agierenden Personen zu wechseln. 2019 ist beim DEUVET ein Wahljahr: Bitte meldet neue Kandidaten an. Die Besten werden benötigt.

 

Dialog der Clubleitungen/Verbandsvertreter auf Schloss Dyck

Auf Anregung des DAVC und Einladung des DEUVET trafen sich Anfang August auf Schloss Dyck im Rahmen der Classic Days Vertreter der Szene zum aktuellen Gedankenaustausch. Alle Beteiligten von ASC, DAVC, Alt-Opel IG, AvD, ADAC und DEUVET sahen keinen Widerspruch in den vom DEUVET bisher wahrgenommenen Funktionen und begrüßten die demokratische Basis zum Erreichen gemeinsamer Ziele. Nicht zuletzt wird bei den europäischen Nachbarn anerkennend reflektiert, was bisher die Oldtimer-Szene in Deutschland erreicht hat. Die bisherige Arbeit des DEUVET wurde als wichtig anerkannt, wie auch das Engagement der anderen Verbände. Unterschiedliche Ansichten begleiten grundsätzlich Aktivitäten von Interessengruppen. Das sei aber kein persönlicher Streit, sondern ein natürliches Ringen um beste Lösungen. Ein derartiger Wettbewerb einzelner Interessenvertreter sei durchaus förderlich und sollte Grundlage unserer Demokratie bleiben. Um Fehlinterpretationen wie „Zoff“ zukünftig zu vermeiden, vereinbarten die Beteiligten ihre Kommunikation untereinander weiter zu intensivieren. Für diesen positiven Meinungsaustausch waren die Classic Days ein geeigneter Rahmen.

 

29. Juni 2018: Parlamentskreis Automobiles Kulturgut in Berlin

Steffen Bilger (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur überbrachte Grüße vom Bundesminister Andreas Scheuer, dereinst  Mitbegründer des Parlamentskreises. Aus dem Petitionsausschuss des Bundestages kam die gute Nachricht vom Bundestagsabgeordneten Gero Storjohann (CDU, Ex-DEUVET-Beirat) über die bald mögliche Nutzung von Klebekennzeichen, die sich der Front der Karosserien anpassen, Beispiel Jaguar E-Type. Bernd Lange MEP und Vorsitzender der Historic Vehicle Group Brüssel berichtete über die europäische Oldtimerdefinition. (siehe DEUVET-Newsletter). Michael Kaiser, Oldtimer Markt, referierte über die IfD-Allensbach Oldtimer-Studie 2017/2018 in Zusammenarbeit mit dem VDA. Erstmals sinkt der Sympathiewert von Oldtimern in der Öffentlichkeit. Leider musste die Diskussion über die Bewertung von historischen Fahrzeugen nach aktualisierten Zustandsnoten auf die Sitzung 19. Oktober 2018 verschoben werden.

 

Zustandsnoten: Im Auftrag des Parlamentskreis Automobiles Kulturgut arbeitet derzeit ein kleines Team an einem Vorschlag zur Überarbeitung der Notendefinition, um den erweiterten Ansprüchen bei der Bewertung und Einstufung von historischen Fahrzeugen besser gerecht zu werden. Auslöser ist das gewachsene Interesse von Käufergruppen, bei der Einstufung von Fahrzeugen auch eine einvernehmliche Aussage zur Originalität zusätzlich zur bekannten Einstufung des Gesamtzustands zu erhalten. Aus Sicht des DEUVET greift es zu kurz, wie bisher vorgeschlagen, nur eine einzige Sondernote einzuführen. Dies erweckt den Eindruck, dass der Grad der Originalität nur bei wenigen Klassikern überhaupt eine Bedeutung habe. Wir wollen die Fahrzeugbewertung wie bisher nach den bekannten 5 Stufen des technischen Zustands einerseits und den Grad der Originalität andererseits ebenfalls mehrstufig aufteilen.  Daraus entsteht logisch zwingend eine Bewertung in zwei Säulen mit dem Vorteil, dass das etablierte System der fünf Zustandsnoten fortgeführt werden kann und um eine zweite Bewertungssäule des Grades der Originalität erweitert wird. Wir werden über die weitere Entwicklung berichten.

 

Diesel-Fahrverbote: Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur arbeitet derzeit an einem „Sofortprogramm Saubere Luft“. Der DEUVET informierte den Sonderbeauftragten Dr. Siegfried Balleis über bestehende und anzustrebende Regelungen für historische und Sammler-Fahrzeuge mit Diesel-Motor. Für diese Fahrzeugkategorie wurden drei Aussagen getroffen:

1. Generelle Ausnahme bei Fahrverboten für Diesel-Fahrzeuge wie bei historischen Fahrzeugen mit H-Kennzeichen und roten 07-Nummern analog zur Ausnahme von Fahrverboten in Umweltzonen: Befreiung von der Plakettenpflicht (grün, gelb, rot). Die bestehende Gesetzgebung sollte zugleich eine ausführliche und umfassend geregelte Neufassung erhalten.

2. Bei Einführung einer „blauen“ Plakette sollte analog zur Befreiung von der Plakettenpflicht für historische Fahrzeuge mit H-Kennzeichen und roten 07-Nummern entschieden werden. Oldtimer sind eindeutig am H-Kennzeichen oder der roten 07-Nummer zu erkennen. Eine Plakette daher unnötig.

3. Die unter 1. und 2. genannten Ausnahmen sollten auch für historische Fahrzeuge mit Dieselmotor gelten. Nach Erhebungen ist bekannt, dass H-Fahrzeuge jährlich unter 2000 km bewegt werden mit weiter rückläufiger Tendenz. Außerdem gibt es keine regelmäßigen  Fahrten im Stadtgebiet, es sei denn von und zum Wohnort, zum Stellplatz oder zum Werkstattbetrieb.

Außerdem: Der Anteil der Oldtimer am Gesamtbestand beträgt weniger als 0,9 Prozent. Die geringe Fahrleistung gerade auch im Stadtgebiet führt zu keiner messbaren Umweltbelastung durch H- und schon gar nicht durch 07-Fahrzeuge. Die Besitzer von Oldtimerfahrzeugen meiden den Alltagsbetrieb oder Kurzstreckenverkehr wegen unnötiger Abnutzung und Verschleiß. Das widerspricht auch dem Ziel der Erhaltung des technischen Kulturgutes.

 

DEUVET zum 07-Kennzeichen: Auf mehrfachen Wunsch informieren wir hier über die Nutzung von 07-Kennzeichen nach §17 FZV (Fahrzeug-Zulassungs-Verordnung). Dort steht u.a. «Oldtimer, welche an Veranstaltungen teilnehmen, die der Darstellung von Oldtimerfahrzeugen und der Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes dienen, benötigen hierfür sowie für An- und Abfahrten von solchen Veranstaltungen keine Betriebserlaubnis und keine Zulassung, wenn sie ein rotes Kennzeichen führen…». Damit ist das 07-Kennzeichen keine Zulassung im rechtlichen Sinne, sondern nur eine Möglichkeit, ein historisches Fahrzeug auf Straßen zu bewegen. Das „historische Fahrzeug“ im §17 FZV basiert auf der Definition des Oldtimers nach § 2 Ziff. 22 FZV, sodass nur Fahrzeuge mit einem 07-Kennzeichen bewegt werden dürfen, die dem Oldtimer-Status – und der erlassenen Richtlinie – entsprechen. Damit gelten die Voraussetzungen wie beim H-Kennzeichen. Die früher genannte Altersgrenze über 20 Jahre ist Vergangenheit und wurde durch die Übernahme der Oldtimer-Regelung einheitlich auf 30 Jahre geändert. Das rote 07-Kennzeichen ist ein Sammlungskennzeichen, mit dem also mehrere Fahrzeuge nacheinander, niemals zeitgleich bewegt werden können. Allerdings müssen die mit 07-Kennzeichen zu nutzenden Fahrzeuge in einem «07-Fahrzeugscheinheft» eingetragen werden, für die das Kennzeichen ausgegeben wurde.

Außerdem sind Einschränkungen des Gesetzgebers bei der Nutzung zu beachten:

1. An- und Abfahrt sowie Teilnahme an Veranstaltungen welche der Pflege kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes dienen.

2. Probe- und Überführungsfahrten

3. Fahrten zum Zwecke der Reparatur oder Wartung

Weitere Nutzungsmöglichkeiten wie regelmäßige Fahrten im Alltag sind damit nicht erlaubt. Es gibt in Deutschland sogar Urteile, die eine alleinige Fahrt zum Tanken verweigern. Damit sind Fahrzeuge mit 07-Kennzeichen irgendwo geparkt am Straßenrand oder allein auf einem

Supermarkt-Parkplatz durchaus kritisch zu beurteilen. Grundsätzlich gilt, dass die Behörde vor Ausgabe des 07-Kennzeichens vom Antragsteller die Vorlage eines Führungszeugnisses und zugleich den Punktestand in Flensburg im Fahreignungsregister abfragen darf. Ebenso können an die Vergabe des 07-Kennzeichens Auflagen verbunden werden, die eingetragenen Fahrzeuge in einem gewissen Turnus zur Hauptuntersuchung vorzuführen. Sofern derartige Auflagen nicht bestehen, müssen allerdings auch keine wiederkehrenden Hauptuntersuchungen erfolgen. Der Nutzer bleibt aber weiterhin für den einwandfreien technischen Zustands des Fahrzeugs verantwortlich, schon allein, um seinen Versicherungsschutz nicht zu verlieren. Die Zuteilung eines 07-Sammlungs-Kennzeichens kann die Behörde auch befristen, also beispielsweise nur für ein Jahr. An Steuern sind für ein 07-Kennzeichen wie für Fahrzeuge mit „H“ ebenfalls jährlich € 191 zu bezahlen.

Zu bedenken ist noch, dass eine Reihe von Staaten, auch im EU-Verbund, eine grenzüberschreitende Nutzung des roten 07-Kennzeichens ausschließt, also eine Einreise trotz Versicherungspapiere nicht zulassen. Diese Einschränkungen im Rahmen der EU zu beseitigen ist seit Jahren ein Arbeitsfeld des DEUVET. Auf dem langen Weg gibt es Teilerfolge, die hoffentlich bald als abgeschlossen gemeldet werden können.

 

Treffpunkt DEUVET: Technorama Hildesheim vom 7. bis 9. September 2018 in Halle 2. Oldtimer-Hannover ADAC-Fahrsicherheitszentrum am Mittwoch 3. Oktober 2018 in Laatzen. MOTORWORLD Classics Berlin vom 5. bis 7. Oktober 2018, Teilnahme Podiumsdiskussion. VETERAMA Mannheim vom 12. bis 14. Oktober 2018 zu Gast auf dem Stand der Jaguar-Freunde Süd-West.

 

Wie immer: Rückfragen an E. Bartels, Kommunikation@deuvet.de

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Das DEUVET „telegramm“ erscheint nach Bedarf und sollte in den Clubzeitschriften abgedruckt werden.

 

 

Herausgeber:

Bundesverband DEUVET e.V., Postfach 1102, D-83116 Obing, Telefon Di und Do: 08628-987 9935

 

 

DEUVET Bundesverband für Clubs klassischer Fahrzeuge e.V.
 

Ronnenberg, 7. Mai 2018 

 

 

DEUVET informiert:

                                                  Das historische Fahrzeug aus Sicht der EU

 

Einheitliche europäische Definition für historische Fahrzeuge  ab 20.Mai 2018

 

Als aktiver Teilnehmer in der Historic Vehicle Group (HVG) in Brüssel erhielt der DEUVET nachfolgende Informationen von ihrem Vorsitzenden Bernd Lange zur Weitergabe an die Besitzer und Nutzer klassischer Fahrzeuge. Lange betonte, dass mit der baldigen Umsetzung der Richtlinie über die regelmäßige technische Überwachung von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeuganhängern die nunmehr beschlossene Definition von historischen Fahrzeugen eine notwendige Voraussetzung ist.

 

Die Arbeitsgruppe für historische Fahrzeuge (HVG) besteht seit 2010 im Europäischen Parlament. Unter ihrem Dach finden sich Europaabgeordnete aus verschiedenen EU-Mitgliedstaaten und politischen Parteien zusammen, die gemeinsam mit Experten aus Verbänden und der Europäischen Kommission regelmäßig Fragen rund um das Thema Oldtimer diskutieren wie z.B. Sicherheit, Zollkodex, Emissionen oder intelligente Verkehrssysteme.

 

Das Europäische Parlament hat im Jahr 2014 die Richtlinie zur regelmäßigen technischen Überwachung von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeuganhängern 2014/45/EU verabschiedet. Die darin enthaltenen Vorschriften müssen von den Mitgliedstaaten ab dem 20. Mai 2018 angewendet werden. In der Richtlinie findet sich unter anderem auch erstmalig eine einheitliche europäische Definition für historische Fahrzeuge, welche auf die Arbeit der HVG im Europäischen Parlament zurückgeht. Hier die Definition im Wortlaut:

 

„Fahrzeug von historischem Interesse“ ist ein Fahrzeug, das von dem Mitgliedstaat, in dem die Zulassung erfolgt ist, oder von einer seiner dazu ermächtigten Stellen als historisch betrachtet wird und alle der folgenden Voraussetzungen erfüllt:  — es wurde vor mindestens 30 Jahren hergestellt oder erstmals zugelassen,  — sein gemäß dem einschlägigen Unions- oder einzelstaatlichen Recht festgelegter spezifischer Fahrzeugtyp wird nicht mehr hergestellt,  — es ist historisch erhalten, im Originalzustand bewahrt und die technischen Merkmale seiner Hauptbauteile wurden nicht wesentlich verändert;

 

 „Es ist wichtig, dass endlich Klarheit besteht. Historische Fahrzeuge sind nicht mit normalen alten Autos in einen Topf zu werfen. Sie werden weniger häufig gefahren und bilden Teil des europäischen Kulturerbes. Darüber hinaus bilden sie einen wichtigen Wirtschaftsfaktor: Werkstätten, Zulieferer, Oldtimerclubs und -veranstaltungen, Fachzeitungen und vieles mehr sorgen für Umsätze und Arbeitsplätze im Wirtschaftsbereich „Oldtimer“. Dennoch werden sie bisher nur unzureichend in der europäischen Gesetzgebung abgebildet, “ unterstreicht Bernd Lange, niedersächsischer SPD-Europaabgeordneter und Gründer der HVG im Europäischen Parlament. 

 

Die Bemühungen der HVG finden sich ebenfalls in der Überarbeitung des Zolltarifs 9705 des EU- weit gültigen Gemeinsamen Zolltarifs (GZT) zum Import von historischen Fahrzeugen wieder. Darin heißt es u.a.: 

 

1. Zu Position 9705 gehören Sammlerkraft- und -luftfahrzeuge von geschichtlichem oder völkerkundlichem Wert, die:

 

a) sich in ihrem Originalzustand befinden, d. h. an denen keine wesentlichen Änderungen an Fahrgestell, Karosserie, Lenkung, Bremsen, Getriebe, Aufhängesystem, Motor oder Kotflügel usw. vorgenommen wurden. Instandsetzung und Wiederaufbau ist zulässig, defekte oder verschlissene Teile, Zubehör und Einheiten können ersetzt worden sein, sofern sich das Kraft- oder Luftfahrzeug in historisch einwandfreiem Zustand befindet. Modernisierte oder umgebaute Kraft- und Luftfahrzeuge sind ausgeschlossen;

 

b) im Fall von Kraftfahrzeugen mindestens 30, im Fall von Luftfahrzeugen mindestens 50 Jahre alt sind;

 

c) einem nicht mehr hergestellten Modell oder Typ entsprechen. Die erforderlichen Eigenschaften für die Aufnahme in eine Sammlung, wie verhältnismäßig selten, normalerweise nicht ihrem ursprünglichen Zweck entsprechend verwendet, Gegenstand eines Spezialhandels außerhalb des üblichen Handels mit ähnlichen Gebrauchsgegenständen und von hohem Wert, werden für Kraft- und Luftfahrzeuge, die die zuvor genannten drei Kriterien erfüllen, als gegeben angesehen. 

 

Darüber hinaus wird die von der HVG erarbeitete Definition von historischen Fahrzeugen auch in einer von der Europäischen Kommission in Auftrag gegebenen Studie zum Zugang von Fahrzeugen zu Städten berücksichtigt. In den Empfehlungen der Studie, die derzeit nur im englischen Text verfügbar ist, heißt es hinsichtlich des Themas historische Fahrzeuge und Umweltzonen u.a. wie folgt: 

 

Historic vehicles could be exempted from low emission zones (LEZ) because of their minimal use in the regulated areas combined with their contribution to the preservation of motoring heritage. LEZs would thus disproportionately penalise particularly urban-based owners and businesses servicing historic vehicles since practically no retrofitting possibilities exist. A definition of historic vehicles is included in the Directive 2014/45/EU on periodic roadworthiness tests for motor vehicles and their trailers. 

 

Im Rahmen einer Bezugnahme auf die Umweltzonen und die damit verbundenen Regelungen in Deutschland, geht die Studie noch einmal auf die erarbeitete Definition von historischen Fahrzeugen ein. So kann man dort u.a. lesen: 

 

Historic vehicles (they are classified with either an “H” licence plate or a red “07” historic vehicle license) are allowed unrestricted access to any LEZ established by any local authority. The historic vehicles classification is very similar to the one enshrined in Directive 2014/45/EU on periodic roadworthiness tests, which can be considered a good reference towards an aligned definition of historic vehicles in Europe. 

 

Bernd Lange,  Mitglied des Europäischen Parlaments, Vorsitzender des Ausschusses für Internationalen Handel (INTA)  Europabüro Hannover, Odeonstraße 15/16 · D-30159 Hannover  Tel: +49 (0)511 1674265 · Fax +49 (0)511 1674262 mail@bernd-lange.de

  

 

DEUVET eV. Bundesverband für Clubs klassischer Fahrzeuge eV. Vorstand Kommunikation D-30944 Ronnenberg, Postfach 300104 kommunikation@deuvet.de 

DEUVET Bundesverband für Clubs klassischer Fahrzeuge e.V.
 
DEUVET-telegramm, Ausgabe 1, März 2018

 

 

 

 

 

Der Bundesverband der Clubs klassischer Fahrzeuge e.V. informiert

 

 

Diesel-Fahrverbote: Am 27. Februar 2018 hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig den Weg für Fahrverbote in Städten freigemacht. Zwar geht es derzeit „nur“ um das Aussperren von älteren Diesel-Fahrzeugen, aber der Anfang für weitere Verbote ist gemacht: Erste Städte haben bereits reagiert, dass sie derartige  Fahrverbote für Dieselfahrzeuge nicht ausschließen können. Tatsächlich gibt es aber auch andere Stimmen aus der Politik. Christian Sauter vom Ausschuss Ordnung, Verkehr und Straßenbetrieb der FDP Kreistagsfraktion Lippe erklärte dazu: "Dieselfahrverbote lehne ich ab. Eine effiziente und nachhaltige Antriebstechnologie wird künftig massiv eingeschränkt. Der daraus resultierende Vertrauensverlust ist schwerwiegend. Wir brauchen realistische Grenzwerte. Etwaige Nachrüstungskosten dürfen nicht allein die Autobesitzer belasten. Hier muss die Bundesregierung die Rahmenbedingungen schaffen. Vor allem müssen erst einmal die Machenschaften des Abmahnvereins Deutsche Umwelthilfe e.V. kritischer betrachtet werden“. Schon vor einem Jahr hat der DEUVET vorgeprüft, wie im Falle von Fahrverboten die bestehenden Ausnahmen für Fahrzeuge mit H-Kennzeichen auch auf den geringen Anteil historischer Diesel-Fahrzeuge angewendet werden können.

 

Politische Kontakte: Endlich hat sich in der Bundesrepublik eine neue Regierung gebildet. Für unsere Interessen müssen wir das neue Terrain erst einmal neu ausloten. Beruhigend für den DEUVET ist, dass der Begründer des Parlamentarischen Arbeitskreises Automobiles Kulturgut von 2009 jetzt als Minister für Verkehr und Infrastruktur benannt wurde: Andreas Scheuer ist für uns ein verlässlicher Partner in allen Fragen rund um das historische Fahrzeug. Er wird sich einarbeiten und alsbald ein informelles Gespräch mit DEUVET-Präsident Peter Schneider anberaumen. Wir werden berichten.

 

Alltagssorgen: Für unsere Mitglieder-Generalversammlung haben wir einen „Kassensturz“ veröffentlicht. Die Zahlen zeigen seit Jahren nach unten trotz zunehmender Anerkennung der DEUVET-Arbeit in der Szene. Die drei vom Vorstand haben zusammen mit dem Beirat viel versucht, eine neue Finanzierungsform des Bundesverbandes zu erreichen. Vielleicht findet dazu die Mitgliederversammlung eine Antwort.  Hier die Zahlen: Seit 2011 kommt weniger Geld für die wichtige Arbeit des DEUVET in die Kasse. Das Jahresbudget musste von 120 T€ auf nunmehr 91 T€ reduziert werden. Wofür wird das Geld jährlich verwendet? T€ 43 steht nur noch für die Einsatzzeit von drei Fachleuten im Vorstand projektspezifisch zur Verfügung. Wegen fehlender Mittel wurde schon im abgelaufenen Jahr auf einen Ausgleich teilweise verzichtet. Noch nicht bei den Projekten. Das kann aber so nicht bleiben! T€ 18 werden für Auslagen bei Fahrtkosten/Hotel sowie für neun Messeauftritte an verschiedenen Standorten benötigt. Derartige Kosten wären für eine Firma ein Traum-Spar-Ergebnis. Doch weiter: Zum Betrieb des DEUVET gehören noch Ausgaben von T€ 10 für Büro sowie T€ 20 für Betriebsführung mit allen Kosten der Buchführung / Prüfung / Versicherungen. Wer sich hier für mehr Fakten interessiert, kann diese anfordern.

 

Bleibt noch ein Appell: AutoBild klassik hat es gerade treffend formuliert, meint aber nicht uns: „Nie war er so wertvoll wie heute“. Wir ergänzen, der DEUVET steht bereit, bei erstmals rückläufigen Sympathiewerten für Oldtimer-Fahrzeuge in der Öffentlichkeit und neuen zu erwartenden gesetzlichen Regelungen seine Kraft, Kenntnisse und Kontakte einzusetzen. Der DEUVET macht dies seit mehr als 40 Jahren nur für seine Klientel. Ein Automobilclub wird immer am Interessenkonflikt zwischen „allgemeinen“ und historischen Fahrzeugen scheitern.   

 

Herausgeber:  Bundesverband DEUVET e.V., Postfach 1102, D-83116 Obing,      Telefon Di und Do: 08628-987 9935

 

DEUVET Bundesverband für Clubs klassischer Fahrzeuge e.V.
 
DEUVET-telegramm, Ausgabe , Juni 2017

 

 

 

 

 

Bundesverband der Clubs klassischer Fahrzeuge e.V. informiert

 

 In eigener Sache zur 07-Nummer: Im letzten „DEUVET telegramm“ aus Januar 2017 berichteten wir über die seit 2009 vom DEUVET erarbeitete Forderung, rote Kennzeichen auch uneingeschränkt für Auslandsfahrten nutzen zu können. Die dafür notwendige Änderung der Zulassungspapiere, insbesondere für 07-Kennzeichen, ist in der Administration nach wie vor in Arbeit und noch nicht umgesetzt. Entsprechende Informationen der Fachmedien, die „rote 07“ sei  jetzt für Fahrten ins Ausland freigegeben, sind verfrüht und daher unzutreffend.

 

DEUVET in den Medien: -AutoBild klassik Juni-Ausgabe berichtete aus Anlass „20 Jahre H-Kennzeichen“ über DEUVET. -Radio Interviews über DEUVET-Aufgaben im WDR und NDR sowie in „Radio Oldtimer“.

  

DEUVET-Themen für Oldtimer-Medien wie Print, Online, Radio und -TV: 1. Politische Arbeit für Oldtimer-Besitzer: Einheitliche HU-Fristen in der EU, unbürokratische Maut-    Vorschriften, uneingeschränktes Fahren zu Veranstaltungen in Umweltzonen, Abwehr der „blauen Plakette“, Klarstellung der Ziele der politischen Parteien in Fragen der Oldtimer-Nutzung, nicht nur zur Bundestagswahl 2017 (Wahlprüfsteine, siehe Seite 2) 2. Juristische Themen: Originalität bei Oldtimern im Rahmen von Bewertungen, Zulassungen und zivilrechtlichen Vertragsfragen, Veranstalterhaftung und allgemeines Vereinsrecht verbunden mit Steuerfragen. 3. Solidarität der Oldtimer- und Youngtimer-Szene: Zusammenarbeit bei o.a. Themen tut not. Aufbau einer Facebook-Community, Wahrung der Erfahrungen und Erinnerungen von Zeitzeugen durch Publikation eines Buches zur Geschichte der deutschen Oldtimer-Szene. Das Buch „Jetzt fahr einmal…“ wird im Oktober 2017 aus Anlass 40 Jahre DEUVET erscheinen.160 Seiten, Preis € 19.90. 4. Fazit: DEUVET hat in vier Jahrzehnten für alle Oldtimerbesitzer viel erreicht, wie das 07- und das H-Kennzeichen, freie Fahrt in Umweltzonen, verschiedene Erleichterungen für historische Nutzfahrzeuge, Camping- und Sonderfahrzeuge. Dies alles wird finanziert durch einhundert Clubs und ihren Mitgliedsbeiträgen sowie durch einige Fördermitglieder. Auch morgen müssen wir Oldtimerbesitzer weitere, vielfältige Herausforderungen meistern, um eine Nutzung unserer Fahrzeuge zu ermöglichen. Wenn jeder Oldtimerbesitzer für sein „H-Kennzeichen“ nur 50 Cent im Jahr der DEUVET-Arbeit zollt, wäre diese Leistung durch alle gerecht finanziert. Permanente Gespräche mit Politikern, Institutionen und Fachgremien verbunden mit Reisen und externen Dienstleistungen gibt es nicht zum Nulltarif – und ist mit „Ehrenamt“ nicht zu umschreiben! Nicht vergessen: Oldtimer-Clubs hatten 1976 demokratisch den unabhängigen DEUVET gegründet.

  

H-Kennzeichen mit Saisonzulassung: Am 10.Februar 2017 wurde diese erfolgreiche Änderung der Fahrzeug-Zulassungsverordnung vom Deutschen Bundesrat in letzter Instanz verabschiedet, nach dem bereits in der 953. Sitzung des Bundesrats die in Drucksache 770/16 vorgeschlagene Dritte Verordnung zur Änderung der Fahrzeug-Zulassungsverordnung und anderer Vorschriften beschlossen worden war. „Mit der Neufassung … soll klargestellt werden, dass die Kombination von Oldtimerkennzeichen und Saisonkennzeichen zulässig ist. Für ein Verbot dieser Kombination ist kein sachlicher Grund ersichtlich.“ Es sei denn, das „große Blechschild“ passt nicht an den Kleinwagen…

  

Politische Arbeit des DEUVET: Die kommende Bundestagswahl am 24.September hatte ein „kleines Vorspiel“ bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. Zur Information der OldtimerBesitzer führte der DEUVET eine Befragung aller relevanten Parteien durch, welche Absichten und Intentionen bei einem Wahlsieg für oder gegen die Interessen der Oldtimerbesitzer beabsichtigt sind. Die Ergebnisse zur Bundestagswahl werden in Kürze an die Mitgliedsclubs verteilt und über die Fachzeitschrift Auto Bild klassik im September-Heft veröffentlicht. Das sind die sieben „Wahlprüfsteine“, die die Parteien beantworten sollten: 1. Umweltzonen für H-Kennzeichen beibehalten oder abschaffen? 2. HU-Fristen für Oldtimer auf 5 Jahre EU-weit harmonisieren, da diese weniger als 2000 km jährlich           fahren. Ja oder Nein? 3. Senkung der Kfz.-Steuer für Oldtimer mit H-Kennzeichen, da diese das Zehnfache gegenüber der Fahrleistung eines Normal-Kfz./Mittelklasse-Fahrzeugs zahlen. (bei 20.000 km im Jahr) 4. Hist. Campingfzg.-Anhänger werden nach Gewicht versteuert. Das ist günstiger als das H-Kennz. Besitzer historischer Campinganhänger legen auch Wert auf ein H-Kennz. Änderung möglich? 5. Das 07-Kennzeichen sollte auch im Ausland anerkannt werden. Die neue Regelung ist bisher noch nicht umgesetzt worden. Bedenken? 6. Für das 07-Kennzeichen sollte Bestandsschutz bei Wohnungswechsel gelten. Bisher erschwert eine uneinheitliche Regelung der Bundesländer die weitere Nutzung. Verbessern oder lassen? 7. Zukünftige Verkehrspolitik. Elektronische Assistenzsysteme grenzen Oldtimerfahrer von der Nutzung neuer Straßen aus. Wie kann das verhindert werden?

  

Sonn- und Feiertagsfahrverbot gilt nicht für Oldtimer-Lastkraftwagen Seit 2004 hat sich der DEUVET in Person von Peter Schneider intensiv um eine generelle Ausnahme vom Sonn- und Feiertagsfahrverbot für historische Nutzfahrzeuge bemüht. In unzähligen Gesprächen mit Bundestagsabgeordneten wurde dafür geworben. Auch bei Landtagsabgeordneten, damit sie eine entsprechende Regelung im Bundesrat unterstützen können. Zwischenzeitlich hatte die NVG/ Nutzfahrzeug-Veteranen-Gemeinschaft eine kostengünstige Bescheinigung mit einer Behörde vereinbart, die aber nicht allen Alt-Lastern zur Verfügung stand. Nach mehrmaliger Wiederholung des Anliegens auch im Parlamentskreis Automobiles Kulturgut wurde auf breiter Front daran gearbeitet. 2015 erfolgte durch Dr. Knoop/DEUVET die verbindliche Überarbeitung des Verordnungsentwurfes, der im März 2016 als unveränderte Vorlage zur Abstimmung kam und im Januar 2017 vom Kabinett verabschiedet wurde. Erst am 10.März 2017 kam das Thema auf die Tagesordnung im Bundesrat zur Änderung der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung (VwV-StVO). Damit wurde klargestellt, dass das Sonn- und Feiertagsfahrverbot ausschließlich für den gewerblichen Lkw-Verkehr gilt und dass Fahrten mit Oldtimer-Lastkraftwagen zu Oldtimerveranstaltungen nicht dem Sonn- und Feiertagsfahrverbot unterliegen, soweit diese keine gewerblichen Zwecke verfolgen und nicht entgeltlich unterwegs sind. 

  

Auch ohne Plakette in Umweltzonen? Aktuell angefragt, deshalb zur Erinnerung: Wer darf ohne Plakette in Umweltzonen einfahren? Hier ein Auszug aus der 35.Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes, also der Verordnung zur Kennzeichnung der Kraftfahrzeuge mit geringem Beitrag zur Schadstoffbelastung - 35. BlmSchV, vom 10. Oktober 2006 (BGBl. I, Nr. 46, S. 2218), zuletzt geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 5. Dezember 2007 (BGBl. I, Nr. 61,S. 2793), in Kraft getreten am 8. Dezember 2007. Im Anhang 3 (zu § 2 Abs. 3) stehen die Ausnahmen von der Kennzeichnungspflicht nach § 2 Abs. 1: Folgende Kraftfahrzeuge sind von Verkehrsverboten nach § 40 Abs. 1 des BundesImmissionsschutzgesetzes auch dann ausgenommen, wenn sie nicht gemäß § 2 Abs. 1 mit einer Plakette gekennzeichnet sind: 1.   mobile Maschinen und Geräte, 2.   Arbeitsmaschinen, 3.   land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen, 4.   zwei- und dreirädrige Kraftfahrzeuge, 5.   Krankenwagen, Arztwagen mit entsprechender Kennzeichnung „Arzt Notfalleinsatz" (gemäß § 52      Abs.6 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung). 6.   Kraftfahrzeuge, mit denen Personen fahren oder gefahren werden, die außergewöhnlich gehbehindert, hilflos oder blind sind und dies durch die nach § 3 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 der Schwerbehindertenausweisverordnung im Schwerbehindertenausweis eingetragenen Merkzeichen „aG", „H" oder „BI" nachweisen, 7.   Fahrzeuge, für die Sonderrechte nach § 35 der Straßenverkehrs-Ordnung in Anspruch genommen werden können, 8.   Fahrzeuge nichtdeutscher Truppen von Nichtvertragsstaaten des Nordatlantikpaktes, die sich im Rahmen der militärischen Zusammenarbeit in Deutschland aufhalten, soweit sie für Fahrten aus dringenden militärischen Gründen genutzt werden, 9.   zivile Kraftfahrzeuge, die im Auftrag der Bundeswehr genutzt werden, soweit es sich um unaufschiebbare Fahrten zur Erfüllung hoheitlicher Aufgaben der Bundeswehr handelt, 10.  Oldtimer (gemäß § 2 Nr. 22 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung), die ein Kennzeichen nach § 9 Abs. 1 oder § 17 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung führen, sowie Fahrzeuge, die in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union, einer anderen Vertragspartei des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder der Türkei zugelassen sind, wenn sie gleichwertige Anforderungen erfüllen

 

Klassikwelt  Bodensee: Wiederholt beteiligt sich der DEUVET am Branchengespräch zu Beginn der Messe. Dr. Götz Knoop bewertete für die teilnehmenden Medien und Fachpartner das abgelaufene Oldtimerjahr 2016 und zeigte Tendenzen für die weiteren Entwicklungen auf. Der DEUVET bleibt auch zukünftig auf der Oldtimermesse am Bodensee mit Vorträgen präsent, wenn ab 2018 aus der Klassikwelt Bodensee die „Motorworld Classics Bodensee“ wird.

  

Retroclassic 2017: DEUVET auf der GTÜ-Pressekonferenz Dr. Götz Knoop referierte zum Originalitätsbegriff und stellte dar, wie Rechtsprechung und Gesetzgebung „Originalität von Oldtimern“ bislang interpretieren. „Original“ als Begriff im Kaufvertrag ist nicht eindeutig definiert, allerdings darf ein Fahrzeug nicht so verändert sein, dass damit die Betriebserlaubnis erlischt. In der Richtlinie zur Begutachtung der Fahrzeuge zum H-Kennzeichen nach § 23 StVZO wird der Begriff „Original“ so eingeordnet, dass der Zustand der Werksauslieferung gilt zusammen mit möglichen Änderungen, die innerhalb der ersten zehn Jahre nach Erstzulassung technisch und rechtlich möglich waren – unabhängig vom Zeitpunkt der vorgenommenen Änderungen. Der DEUVET arbeitet mit Fachpartnern daran, eine eindeutige Definition des Begriffs „Original bei Oldtimern“ zu erreichen. 

  

DEUVET sagt Danke. Am 7.Juni 2017 erreichte uns diese Mail: „Ich möchte Ihnen ein großes Lob für Ihre Verbandsarbeit aussprechen. Sie erbringen eine großartige Leistung für die Oldtimerfreunde. Sie sollten die uneingeschränkte Nutzbarkeit der Oldtimer mit H-Kennzeichen als oberstes Ziel festlegen und dies gegen Organisationen, Behörden und Politik auf allen Ebenen - notfalls gerichtlich - verteidigen. Dabei soll ein Fahren mit H-Kennzeichen ohne Kilometer-, Zeit-, Zweck- oder Straßenbegrenzung möglich sein. Auch die Einfahrt in Umweltzonen mit H-Kennzeichen muss erhalten bleiben. Falls dies absolut nicht durchsetzbar ist, sollte dies zumindest für Oldtimer mit geregeltem Drei-Wege-Katalysator möglich sein. Dafür sollen die Hürden für das H-Kennzeichen wie die 30-Jahres-Grenze, Gutachten und originalgetreue Erhaltung auch in Zukunft obligatorisch sein. Mit freundlichen Grüßen gez.Martin Lechner.

  

Herausgeber:  Bundesverband DEUVET e.V., Postfach 1102, D-83116 Obing,      Telefon Di und Do: 08628-987 9935

 

DEUVET Bundesverband für Clubs klassischer Fahrzeuge e.V.
 
DEUVET-telegramm, Ausgabe 1, Januar 2017

 

 

 

 

Präambel: Seit Jahren pflegt der DEUVET den Dialog zu den politischen Parteien. Besonderen Wert wird dabei auf Aussagen zu ihren Zielen beim Kulturgut Mobilität gelegt. Die Partei der Grünen war leider eine Ausnahme und blieb zwei Jahre die Antwort schuldig. Seitdem stand auf der eigenen Internetseite unwiderrufen, dass man eine Rücknahme der Ausnahmeregelung für historische Fahrzeuge zur Einfahrt in Umweltverbotszonen im Rahmen der Regierungsverantwortung beabsichtige. Es ist die Pflicht des DEUVET, zu Beginn eines Wahljahres Reaktionen zu erreichen. Normalerweise sind die vielen politischen Handlungsfelder für das Wohl der Besitzer klassischer Fahrzeuge für den DEUVET jedoch kein Anlass, sich permanent an die Öffentlichkeit zu wenden. Wir werden unser Können, Kontakte und Erfahrungen auch im neuen Jahr für die Nutzer historischer Fahrzeuge einsetzen. 

 

 

Infrastrukturabgabe: Das im Juni 2015 vorgelegte Gesetz zum Thema Maut muss nach Einigung mit der EU in Teilen geändert werden. Es bleibt bei der Befreiung für die roten 07-Kennzeichen und bei der Maut-Pflicht für historische Fahrzeuge, die jedoch mit der Kfz.-Steuer von € 191,- verrechnet wird. Wir müssen die weiteren politischen Entwicklungen beobachten und begleiten.

 

Rote 07-Kennzeichen im Ausland: Erneut hat der DEUVET im Rahmen der Gespräche mit dem BMVI (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur) Herrn Staatssekretär Norbert Barthle darauf hingewiesen, dass das rosafarbene Fahrzeugscheinheft nicht den europäischen Zulassungsdokumenten entspricht. Es wird jetzt ein der Zulassungsbescheinigung I entsprechendes Datenblatt für dieses Fahrzeugscheinheft entworfen und für neu auszugebende 07-Kennzeichen verwendet. Fahrzeughalter mit dem bisherigen Fahrzeugscheinheft können dann ein neues Dokument beantragen, so dass die Fahrt zu Veranstaltungen in EU-Länder wieder gewährleistet ist.

 

Motorrad-Kennzeichen: Im März 2016 wurde im Bund-Länder-Fachausschuss Technik die Wiedereinsetzung der Regelung für kleine Kennzeichen der Größe 245 x 130 mm (B x H) beschlossen, was jedoch noch nicht alle Zulassungsstellen erreichte. Das Ministerium wird deshalb die Zulassungsstellen nochmals dazu informieren.

 

Historische Nutzfahrzeuge/Sonntagsfahrverbot: Der vom DEUVET vorgeschlagenen Text zur Änderung der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung (VwV-StVO) § 30 Absatz 3 wurde wortgenau übernommen: „Ferner unterliegen solche Fahrten mit historischen LKW, welche eine Abnahme nach § 23 StVZO (H-Kennzeichen oder 07-Kennzeichen) erhalten haben nicht dem Sonn- und Feiertagsfahrverbot, soweit mit den Fahrten keine gewerblichen Zwecke verfolgt werden und die Fahrten nicht entgeltlich erfolgen.“ Die Verwaltungsvorschrift wird im Kabinett verabschiedet und danach dem Bundesrat vorgelegt. Der Vorschlag zur Ausnahme von der Sicherheitsprüfung § 29 STVZO Anlage VIII Abs. 1.3. für Historische Nutzfahrzeuge wird weiterhin im Ministerium durch Regierungsdirektor Theis geprüft.

  

 

Blaue Plakette für Umweltzonen? Das BMVI schließt die Einführung einer blauen Plakette aus. Zugleich bestätigt man im Ministerium den Vorschlag des DEUVET, wie bisher in Umweltzonen Oldtimer mit H- und 07-Kennzeichen von einer möglichen Neuregelung auszunehmen.

 

Verlängerung der HU-Fristen für Fahrzeuge mit H-Kennzeichen: Das BMVI sieht derzeit keinen Grund, die Frist von zwei Jahren zu verlängern: Nach den Statistiken der Prüforganisationen zeigen Oldtimer mit H-Kennzeichen keine signifikant besseren Ergebnisse als Fahrzeuge im Alter von fünf bis sieben Jahren. Da der DEUVET mit seinem Vorschlag zur Vereinfachung der Prüfintervalle in einigen Bundesländern durchaus Zustimmung findet, werden auch weiterhin Bundestagsabgeordnete und ihre Parteien in der nächsten Legislaturperiode sich dafür einsetzen. Der DEUVET wird dieses Thema weiter verfolgen.

 

Amtliches Klebekennzeichen: Fahrzeugformen fordern Kompromisse bei der Befestigung des vorderen Kennzeichens. Die Wiederbelebung einer Ausnahmeregelung aus dem Jahre 2002 liegt als Antrag weiterhin im BMVI.

 

DEUVET Kontakt: Mit guten Erfahrungen stellt sich der DEUVET dem Dialog auf fast allen etablierten OldtimerMessen auch in diesem Jahr 2017. Aktuelle Meldungen zur Erreichbarkeit oder der Stand-Nummer findet man jederzeit auf der DEUVET-Internetseite: deuvet.de. 

3.- 5. Feb. Bremen Classic Motorshow Messestand 5 F03, anwesend ist zeitweise auch Carsten Müller, MdB. 

11. März Generalversammlung der DEUVET-Mitglieder bei Opel in Rüsselsheim  -

5.- 9. April Techno Classica Essen Messestand in der Galeria, Beteiligung am ZDK-Oldtimer-Kongress 

19. – 21. Mai Klassikwelt Bodensee in Friedrichshafen. Beteiligung an der Pressekonferenz und den Branchengesprächen. - Juli  DEUVET-Fahrzeugtreffen unter den Dächern der Grenz-Übergangsstelle Marienborn. Noch ist kein Wochenendtermin fixiert. 

9.- 10. Sept. Technorama Hildesheim Neben dem Dialogstand in Halle 3 (zwischen Alt-Opel und Alt-Ford) ist wieder an beiden Tagen eine „DEUVET-Parade“ über den Parcours geplant.

6. – 8. Okt. VETERAMA Mannheim Kontakt zum DEUVET findet man bei dem Clubstand der Jaguar-Freunde Süd-West.

 

…und eine Bitte: Die Club-Leitungen haben für ihre Mitglieder einen DEUVET-Fensteraufkleber erhalten, dezent und wertvoll gestaltet. Bitte schmückt damit eure Fahrzeuge. 

 

DEUVET intern: Zur Koordination laufender Aufgaben und Erfahrungsaustausch trafen sich Vorstand und Beirat am Samstag 12. November 2016. Zusammen mit externen Kommunikationsprofis ging es um die Frage der Wahrnehmung des DEUVET in der Öffentlichkeit. Auch die Meinungen der anwesenden Fachleute entsprach der Vielfalt in unserer automobilen Gesellschaft. Eine einfache, alle überzeugende Lösung konnte daraus aber nicht abgeleitet werden.  Auch eine Vorstandsrunde am 21. Januar 2017 unter Mitwirkung einer externen Moderatorin hat noch keine gravierenden Änderungen zur notwendigen Stärkung des DEUVET ergeben.  

 

 

DEUVET Bundesverband für Clubs klassischer Fahrzeuge e.V.
 
DEUVET-Jahresrückblick und Weihnachtsgrüße 2016

 

 

 

 

Liebe Clubvorstände, liebe Freunde und Förderer, sehr geehrte Partner des DEUVET,

 

kaum zu glauben, dass 2016 in Kürze Geschichte ist.  Erinnern wir uns: 

 

 Unser Bundesverband hat in diesem Jahr seinen 40.Geburtstag mit den aktiven Clubs in Ladenburg im Dr. Carl-Benz Museum gefeiert. Unsere Gäste und  politischen Gesprächspartner haben uns zur Feierstunde ihre Reverenz erwiesen und die Qualität unserer bisherigen Arbeit bestätigt. Danke für alle Glückwünsche und Stärkungen für die nächsten Aufgaben.

 

 Demokratisch wurde im März auf der Mitgliederversammlung der alte Vorstand als der neue bestätigt. Ganz sicher auch in der Erkenntnis, dass im DEUVET neben den Beiräten die Arbeitslast beim dreiköpfigen Vorstand liegt – bei aller Lust auch eine gewaltige Last.

 

 Die DEUVET-Repräsentanz auf Fachmessen war 2016 eine der schönsten Aufgaben für den Vorstand. Wir werden auch 2017 wieder fast jeden Monat auf den KlassikerMessen den Dialog mit der Basis pflegen, denn dort treffen wir Menschen mit ihren Sorgen, Fragen und Wünschen – aber auch mit ihren Hoffnungen auf weiterhin uneingeschränkte Fahrfreude mit historischen Fahrzeugen.

 

 Anstrengend und verantwortungsvoll bleibt die DEUVET-Kernaufgabe, der Dialog mit politischen Partnern. Hier wird viel Kraft benötigt gepaart mit Kenntnissen aus Technik und Gesetzgebung. Von heute auf morgen lernt man das nicht, deswegen haben sich die auf Zukunft ausgerichteten Clubs eine demokratische Vertretung in Form des DEUVET aufgebaut. Auf diese Repräsentanten  können sie sich verlassen – auch wenn das nicht von allen so wahrgenommen wird.

 

Uneingeschränkt wird der DEUVET auch im nächsten Jahr die Interessen der deutschen Oldtimerszene vertreten und nicht nur politisch aktiv und wachsam bleiben. Das müssen wir alle: Vergessen Sie nicht die kommende Bundestagswahl und damit den weiteren Kurs für unsere Klassiker mitzubestimmen! Damit das transparenter wird, werden wir wie 2013 vor der Wahl alle demokratischen Parteien nach ihren Wahlprogrammen und möglichen Gedanken zum Thema „Mobiles Kulturgut“ befragen. Als DEUVET verlassen wir uns dabei auf eine starke Basis unserer Clubs und auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit, für die wir uns bei Ihnen und unseren Fördermitgliedern sehr herzlich bedanken.

 

Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit und nach dem Winter einen guten Start in die neue Saison – wir bleiben Ihr DEUVET –Team

 

Eckhart Bartels        Dr. Götz Knoop      Peter Schneider       Anna Reiter 

Vizepräsident                     Vizepräsident                   Präsident                           DEUVET-Geschäftsstelle

 

DEUVET Bundesverband für Clubs klassischer Fahrzeuge e.V.
 
Newsletter: 06.12.2016
 

Informationen zur PKW-Maut für Oldtimer

 

 

 

 

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat sich mit der EU-Kommissarin für Verkehr geeinigt, dass das Gesetz zur Einführung einer Infrastrukturabgabe für die Benutzung von Bundesfernstraßen vom 8. Juni 2015 geändert werden muss. Dieses Gesetz kann auf der Internetseite des BMVI   eingesehen werden.

 

Für uns ist dabei interessant, dass bei den Abgabesätzen von Oldtimer mit H-Kennzeichen der Betrag von 130,- € im Jahr genannt wird. Darauf wird die bisherige Kraftfahrzeugsteuer von 191,73 € (bei neueren Bescheiden nur 191,- €) angerechnet. Das 07-Kennzeichen wird dort nicht erwähnt. In einem früheren  Infopapier zur Infrastrukturabgabe von 2014 hieß es noch, dass 07-Kennzeichen davon befreit sind. Da nach Aussagen der derzeitigen Bundesregierung kein deutscher Staatsbürger mehr belastet werden soll, kann man davon ausgehen, dass diese Aussage zunächst stimmt. Das könnte jedoch nach der Bundestagswahl im September 2017 bereits anders aussehen. Da die EU-Staaten Niederlande und Österreich gegen die Maut klagen wollen, kann sich die Einführung  jedoch noch verzögern.

 

Am 16. Januar 2017 hat der DEUVET-Präsident Peter Schneider einen Gesprächstermin mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Norbert Barthle MdB im Bundesministerium für Verkehr in Berlin. Die Maut für Oldtimer ist dabei eines der Themen auf der umfangreichen Liste.

 

Ihr DEUVET-Team

DEUVET Bundesverband für Clubs klassischer Fahrzeuge e.V.
 
Newsletter: 08.11.2016
 

BREMEN CLASSIC MOTORSHOW vom 03.-05.02.2017

 

 

 

 

Die BREMEN CLASSIC MOTORSHOW vom 03. - 05. Februar 2017 verspricht mit den Sonderschauen "Die Schatzkammer von Karmann" in der Halle 5 bzw. "100 Jahre Zündapp - Vom Jedermann zum Weltmeister" in der Halle 1, wieder spektakuläre Highlights zum Start in die neue Oldtimer-Saison.

 

Der DEUVET ist wieder mit einem Infostand und einer Podiumsdiskussion dabei. Weitere Informationen erhalten Sie, sobald genauere Details bekannt sind. DEUVET-Mitglieder zahlne nach Vorlage des Mitgliedausweises einen reduzierten Eintrittspreis von 14 Euro (anstatt des regulären Tagespreises von 16 Euro).

 

Ihr DEUVET-Team

DEUVET Bundesverband für Clubs klassischer Fahrzeuge e.V.
 
Newsletter: 26.01.2016
 

9. Deutscher Autorechtstag 2016 vom 17.-18. März 2016 im Grandhotel Petersberg

 

 

 

 

Der Autorechtstag auf dem Petersberg im ehemaligen Bundesgästehaus wird sich dieses Jahr unter anderem dem Oldtimerrecht widmen. Im kreise hochkarätiger Referenten wird unser Vizepräsident Dr. Götz Knoop dort zum Thema "Der Oldtimer im Lichte des Kaufrechts" vortragen. Zumeist sind Repräsentanten aus Justiz und Rechtspflege anwesend, so dass die rechtlichen Probleme bei Kauf und Verkauf historischer Fahrzeuge vor Fachpublikum thematisiert werden können.

 

Weitere Informationen und Anmeldung unter:

http://www.deutscher-autorechtstag.de/progamm/

 

Bei Fragen zum Inhalt des Referats wenden Sie sich bitte direkt an Dr. Knoop (E-Mail: goetz.knoop@knoop.de) 

DEUVET wird 40,

ein Blick in den Rückspiegel

 

Im Jahr 2016 gilt es einen besonderen Geburtstag zu feiern. Tatsächlich gehört der DEUVET inzwischen als Bundesverband für Clubs klassischer Fahrzeuge zur soliden Basis unserer mobilen Leidenschaften. Damals, im Frühling des Jahres 1976, gab es aber nur wenige Clubs oder Vereine, gegründet und geführt von Schraubern und Sammlern historischer Fahrzeuge. Dazu zählten ASC, VFV, DAVC und einige Regional- und noch wenige Markenclubs. Sie alle waren mit Begeisterung für ihre Sache und die Betreuung ihrer Mitglieder aktiv – aber die übergreifenden Aufgaben bei Institutionen, Versicherungen, Behörden und insbesondere bei Politik und Gesetzgebung konnte nicht jeder Club alleine angehen. Dazu bedarf es besonderer Fähigkeiten, Kompetenz und vor allem auch Akzeptanz.

 

Es gab sehr viel zu tun, damals, denn die besonderen Anliegen für historische Fahrzeuge fanden bei den großen Automobilclubs nur unter sportlichen und touristischen Aspekten Resonanz. Wichtige Schritte zur Anerkennung und Zukunftssicherung unseres „Kulturguts Mobilität“ mussten die ersten „Veteranen- und Oldie-Clubs“ alleine lösen. Und das in eigener Regie und Selbstverwaltung. Diese Clubs gründeten die Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Fahrzeug-Veteranen- und Markenclubs, später umbenannt in DEUVET. Am Anfang keine leichte Aufgabe, denn wenn wir heute zurückblicken, sind viele Handlungsfelder, ja selbst der Begriff „Veteranen“ für die jüngeren Generationen kaum noch verständlich.

 

Diese gemeinsamen „Nebenaufgaben“ der Vereinsführung waren eine große Herausforderung, die von den Gründungsclubs mit dem inzwischen in der Öffentlichkeit anerkannten DEUVET in manchmal schwierigen Abstimmungen und Entscheidung-sprozessen mit Bravour gelöst wurden.  Was heute wie ein bestellter Acker in der Landwirtschaft erfolgreich Früchte trägt, war damals Wildnis, ungerodet und voller Sümpfe, eben ohne Strukturen und Regeln. Für Oldtimerbesitzer waren die fehlenden Rahmenbedingungen ein Risiko und machten den Genuss beim Fahren und Erhalten historischer Fahrzeuge unberechenbar. Erst mit dem wachsenden Interesse an älteren Fahrzeugen und hier besonders den vom deutschen Wirtschaftswunder geprägten Nachkriegsmodellen entwickelte sich in den 1980er Jahren das Hobby in die heutige Richtung. Viel Arbeit wurde von den gewählten Repräsentanten der Szene geleistet. Über 20 Jahre benötigte der DEUVET für die Durchsetzung und Vorbereitung einer eigenständigen Oldtimer-Regelung bei Zulassung und Kfz.-Steuer. Ebenso wichtig war die juristisch eindeutige Definition eines historischen Fahrzeugs. 1997 war es dann soweit, man konnte mit der Politik die neue gesetzliche Oldtimer-Zulassung in den Alltag übertragen.

 

Viele weitere Regelungen für klassische Fahrzeuge sind durch den Bundesverband in den vergangenen Jahren erarbeitet worden. Für manchen „Newcomer“ heute eine Selbstverständlichkeit. Was auch zu der Frage führte, können wir jetzt die gemeinsame Basis wieder verlassen. Es erinnert ein wenig an die Diskussion, ob man eine Feuerwehr auflösen kann, wenn es lange nicht gebrannt hat…

 

Am Wochenende der deutschen Einheit, am 1. und 2. Oktober 2016, treffen sich die Clubs und Vereine mit ihren Fahrzeugen Dr. Carl-Benz-Museum in Ladenburg, um den Anlass „40 Jahre DEUVET“ in Erinnerung zu rufen. Auf dem Platz und in der Ausstellung kann man sich mit Gleichgesinnten über Erfahrungen und aktuelle Fragen  austauschen. Ein informatives Programm ist auch in Vorbereitung und wird rechtzeitig bekanntgegeben. Wir sind alle eingeladen, denn: Mobile Vergangenheit braucht Zukunft.

 

Eckhart Bartels www.deuvet.de

 

DEUVET Bundesverband für Clubs klassischer Fahrzeuge e.V.
 
Newsletter: 21.07.2015
 

Start des Oldtimerradios am 27.08.2015


 

 

 

Bald ist es soweit:   Nach 2-jähriger Aufbauarbeit geht nun 

 

am 27. August 2015 

 

das neue Internetradio „RADIO OLDTIMER“ in den Start.  (http://www.oldtimer-radio.net/). Es bietet seinen Hörern eine Mischung aus zielgruppengerechten Informationen, Musik, Infos, Tipps, Nachrichten, Entertainment, Fachbeiträge, Spots, Interviews, Reportagen und ist weltweit im Internet zu empfangen. Die Premiere erfolgt auf der Rallye Hamburg – Berlin. Veranstalter der Rallye ist der Medienpartner AUTO BILD KLASSIK.

 

Der DEUVET unterstützt das Team des Oldtimerradio rund um Herrn Slotta mit Radio-Beiträgen aus europäischer und deutscher Politik, dem Club-Leben und rechtlichen Belangen rund um historische Fahrzeuge.

 

Auch wenn Sie die Beiträge zur Sendezeit nicht verfolgen können, stehen sie Ihnen auch nachträglich  in einer Mediathek, zur Verfügung. Die DEUVET-Beiträge der Mediathek des Oldtimerradio werden außerdem auf der DEUVET-Webseite verlinkt.

 

Das RADIO OLDTIMER bietet sich auch  für Werbetreibende der Oldtimer/Youngtimer-Branche als neuen und innovativen Kommunikationskanal für fachspezifische Werbung und Information an.

 

Herzlichst  Ihr DEUVET-Vorstand 

 

DEUVET Bundesverband für Clubs klassischer Fahrzeuge e.V.
 
Newsletter: 18.12.2014
 

DEUVET Jahresrückblick 2014 und Weihnachtsgrüße

 

 

 

Liebe Clubvorstände,
sehr geehrte Unterstützer und Förderer,
beste Partner und Freunde der gemeinsamen Aufgaben des DEUVET.

 

Kaum zu glauben, wie schnell wieder ein Jahr vergangen ist.
Jetzt stellen wir die Zeit auf „langsam“:
Wir wollen mit Ihnen die Arbeit der letzten Monate noch einmal Revue passieren lassen.

 

Besondere Stationen in einem DEUVET-Jahr sind immer wieder die Sitzungen des Parlamentskreises Automobiles Kulturgut. So manches Thema konnten wir hier auf die Tagesordnung setzen, sachlich aufbereitet und engagiert vorgetragen. Erfolgreich: Für historische Nutzfahrzeuge lag uns seit langem die Aufhebung des Fahrverbots an Sonn- und Feiertagen am Herzen. Der Einsatz hat sich gelohnt, die Einschränkung wird aufgehoben, sagte uns die Parlamentarische Staatsekretärin Katherina Reiche vom Bundesministerium für Verkehr. Außerdem wird ein weiterer DEUVET-Antrag geprüft, der die im Bundestag diskutierte Fernstraßen-Maut betrifft. Wir wünschen uns die Freistellung des Oldtimers, da im Gesetzentwurf bereits eine Regelung für die 07-Nummer enthalten ist, nicht jedoch für das H-Kennzeichen. Wir warnen daher vor einer auf Dauer komplizierten Verrechnung bei der Kfz.-Steuer. Neben diesen hochaktuellen Themen ist es immer ein Anliegen des DEUVET-Präsidenten, unsere Interessen mit den Verkehrspolitikern aller Fraktionen im Bundestag im Dialog zu klären.

 

Diese Dialogbereitschaft wurde auch in diesem Jahr weiter ausgeweitet. Auf fast allen Oldtimer-Messen ist der DEUVET mit seinem Vorstand vertreten. Im Frühjahr waren wir auf der Bremen Classic Motorshow mit täglich gut besuchten Podiums-Veranstaltungen, in Essen auf der Techno Classica mit einem eigenen Messestand sowie als Gastredner bei der Eröffnung. Mit Fachseminaren und Vorträgen zu den Themen Oldtimerrecht und Fahrzeugbewertungen beteiligten wir uns an der Klassikwelt Bodensee. In Stuttgart auf der Retro Classic oder der VETERAMA sind wir immer als Gäste präsent und besuchen darüber hinaus die Messestände vieler Clubs und unserer Fördermitglieder. Abwechslungsreich war auch Mitte des Jahres ein Klassiker-Treffen unter unserer Schirmherrschaft am ehemaligen Grenzkontrollpunkt Marienborn mitten in Deutschland. Ungewohnt für den Vorstand des Bundesverbands war der vor Ort ausgesprochene Dank der Teilnehmer mit ihren historischen Transit-Lastzügen und Oldtimern für die sensible und unaufgeregte Arbeit des DEUVET in den vergangenen Jahren.

 

Wir sagen auch Dank für das Interesse an unserer Arbeit: Öfter als in den Vorjahren wurde unser Angebot angenommen, den Präsidenten des  Bundesverbands der Clubs klassischer Fahrzeuge zu einer Mitgliederversammlung einzuladen. So konnten wir vor Ort unmittelbar informieren und zu aktuellen Fragen erschöpfend Stellung nehmen.

 

In diesem Sinne wollen wir auch das Neue Jahr einläuten: Wir wünschen Ihnen allen erholsame Feiertage, einen guten „Anlasser“ nach der Winterpause und bedanken uns für Ihr Vertrauen in die weiterhin gute Zusammenarbeit.

 

Mit freundlich fachlichen Grüßen

 

Peter Schneider               Eckhart Bartels          Dr. Götz Knoop       Anna Reiter

Präsident                          Vizepräsident            Vizepräsident           DEUVET-Geschäftsstelle

 

 

DEUVET Bundesverband für Clubs klassischer Fahrzeuge e.V. 

DEUVET Bundesverband für Clubs klassischer Fahrzeuge e.V.

 

Newsletter: 23.10.2014

Nach langer schwerer Krankheit verstarb am 21. Oktober 2014 unser Ehrenpräsident Maik Hirschfeld

 

Maik Hirschfeld wurde am 10 September 1949 geboren. Schon in jungen Jahren war er in der Oldtimerszene aktiv. Seine Vorliebe für amerikanische Fahrzeuge und die Marke Mercedes-Benz bestimmten sein Furhpark. Aber auch Fahrzeuge wie der BMW Z1, Opel Olympia, Volkswagen Käfer, Fendt-Traktoren und viele andere ergänzten das Hobby. Seine Schrauberkurse waren weit über Bayern hinaus beliebt.

 

Als Präsident des Dachverbandes der US-Fahrzeuge (DUS) fand er den Weg zum DEUVET. 1997 wurde er das erste Mal als Beisitzer in den Vorstand gewählt. Sein Aufgabenbereich waren die Fahrzeugpässe und die Kontakte zur FIVA. 2003 wurde er zum Vizepräsidenten gewählt und bereits wenige Monate später nach dem Rücktritt des damaligen DEUVET-Präsidenten Martin Kraut übernahm er die verantwortungsvollen Aufgaben des Präsidenten. Aus gesundheitlichen Gründen trat er 2013 vom Amt zurück und wurde in der nächsten Generalversammlung des DEUVET einstimmig zum Ehrenpräsidenten gewählt

 

Wir verdanken Maik Hirschfeld einen unermüdlichen Einsatz für die Interessen der Oldtimerbesitzer. Der DEUVET-Vorstand und seine Mitglieder trauern um einen wahren Freund und Mitstreiter im Sinne unserer gemeinsamen Ziele.

 

DEUVET Bundesverband für Clubs klassischer Fahrzeuge e.V.

DEUVET Bundesverband für Clubs klassischer Fahrzeuge e.V.

 

Newsletter: 24.07.2014

Classic Days Schloss Dyck naht: 01.bis 03.August 2014

 

Bei den Classic Days Schloss Dyck werden wir auch dieses Jahr wieder präsent sein. Ihr findet uns dieses Jahr auf der Apelwiese, Stand P11. Von Freitag bis Sonntag stehen wir für Eure Fragen als Ansprechpartner zur Verfügung.

 

Als Gast haben wir Herrn Marco Wenzel von der Versicherungsagentur „Alino Classic“ am Stand. Fragen rund um den Versicherungsschutz können direkt an ihn gerichtet werden.

 

Wir freuen uns auf Euch

 

Euer

 

Dr. Götz Knoop

DEUVET Vizepräsident

DEUVET Bundesverband für Clubs klassischer Fahrzeuge e.V.

Newsletter: 15.07.2014

 

Maut für Oldtimer

Die Ankündigung über die Einführung einer Infrastrukturabgabe ab 2016 sorgt bei den Oldtimerbesitzern für berechtigte Zweifel.

 

In den Medien wurde das Infopapier zur Pkw-Maut - jetzt Infrastrukturabgabe genannt - vorgestellt und mit nicht immer fachkundigen Beiträgen ergänzt. Zunächst einmal ist es ein Infopapier, auf deren Grundlage die betroffenen Bundesministerien die entsprechenden Gesetzentwürfe nach der Sommerpause vorantreiben werden.


Über diese Entwürfe erhält auch der DEUVET Kenntnis und wird, sofern berechtigt, entsprechende Einwände erheben. Unabhängig davon prüft die EU das Vorhaben. Bereits jetzt liegen Klageandrohungen aus den Niederlanden und Österreich vor.

 

Da kein Fahrzeughalter von einer finanziellen Mehrbelastung gegenüber der bisherigen Kraftfahrzeugsteuer betroffen sein soll, ist ein aufwändiges Berechnungsverfahren entwickelt worden. Danach bedeutet das für das H-Kennzeichen:

 

Kfz-Steuer bisher 191,73 €

Infrastrukturabgabe Benzinfahrzeug 103,04 €

Kfz-Steuer neu 88,69 €

Infrastrukturabgabe Dieselfahrzeug 112,35 €

Kfz-Steuer neu 79,38 €

 

So dass in jedem Fall keine Mehrbelastung entsteht.

 

Besonders spannend wird das jedoch bei der 07-Nummer, ebenso bei dem Händlerkennzeichen 06 und den Kurzzeitkennzeichen 03 und 04. Denn, da die Infrastrukturabgabe alle Straßen und nicht nur Autobahnen betrifft, darf logischerweise nur das Fahrzeug in Verkehr gebracht werden, für das die Infrastrukturabgabe entrichtet wurde. Also müsste der 07-Halter entsprechend seiner Fahrzeuganzahl Vignetten erhalten, der Händler einen ganzen Jahresblock, und bei den Kurzzeitkennzeichen eine befristete Vignette ausgegeben werden.

 

Komplizierter geht es nun wirklich nicht mehr. Da für jedes zugelassene Fahrzeug Kraftfahrzeugsteuer bezahlt wurde - lässt man einmal den kleinen Teil der säumigen Zahler weg - können wir uns doch die Vignettenabgabe an die inländischen Fahrzeughalter ersparen, oder nicht?

 

Zu diesen Details findet sich in dem vierseitigem Infopapier (unter www.bmvi.de zu lesen) kein Hinweis. Wurde darüber noch nicht nachgedacht?

 

Sie können sicher sein, der DEUVET wird am Thema dranbleiben und Sie zeitnah informieren.

Der DEUVET wurde 1976 von einer überwältigenden Mehrzahl der Fahrzeugveteranen-Vereine und Oldtimer-Gruppierungen auf der VETERAMA in Mannheim gegründet.

 

Vorsichtig nannte man sich zuerst "Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Veteranen- und Markenclubs", um die divergierenden und gemeinsamen Interessen zu koordinieren und einstimmig gegenüber Versicherungen, Behörden und Politik zu vertreten.

 

Der sperrige Name wurde schon bald zum Erfolgsbegriff DEUVET weiterentwickelt und trägt heute entsprechend seiner langjährigen Bedeutung den Titel "Bundesverband für Clubs klassischer Fahrzeuge e.V.".

 

Das entspricht dem Aufgabenprofil des DEUVET: Die Mitgliedsclub wünschen sich eine starke und kompetente Interessenvertretung bei Politik und Gesetzgebung für ihre Vielzahl an Mitgliedern mit Old- und Youngtimern sowie klassischen Fahrzeugen, sei es als Zweirad, Automobil oder Nutzfahrzeug.

 

Der DEUVET arbeitet auch nach einem Wechsel bei der internationalen FIVA-Repräsentanz unverändert an den vordringlichen Inlandsaufgaben weiter. Kontinuität und Kompetenz ist gefragt im Kontakt mit Politik, Gesetzgeber, Behörden, sonstigen Institutionen sowie bei Medien und Öffentlichkeit. Die gewählten Vertreter im DEUVET-Präsidium investieren viel Zeit und Engagement in die Wahrnehmung ihrer Fach-Aufgaben für die Club- und Sammlerszene. Gefragt sind Weitsicht und Verantwortung in vielen Fragen "rund um das rostigste Hobby", um bestehende Rahmenbedingungen zu verbessern oder wo sinnvoll zu bewahren. Das ist in den vergangenen bald vierzig (!) Arbeitsjahren in vielen Punkten erfolgreich gelungen.

 

Der DEUVET ist als Interessenvertretung beim Deutschen Bundestag und beim Europaparlament registriert. Er gilt als kompetenter Gesprächspartner in Parlamentarischen Kreisen, politischen Arbeitsrunden und zunehmend auch in EU-Fachgremien. Diese langjährige Fachkompetenz dient der Zukunftsgestaltung für die gesamte Oldtimerszene nicht nur in Deutschland sondern auch in der Europäischen Union.

 

Der DEUVET ist eine demokratische Institution. Auf der Generalversammlung wählen die Delegierten der Clubs ihren Vorstand. Die Generalversammlung bestätigt auch die Beiräte für die verschiedenen Fachaufgaben der Oldtimerszene. Gemeinsam mit dem Vorstand werden Handlungsfelder bearbeitet und Lösungsvorschläge entwickelt. Getreu dem Motto: Mit uns hat mobile Vergangenheit Zukunft.

 

Als Anlaufstelle für Clubmitglieder und Interessenten ist Dienstags und Donnerstags von 9 bis 13 Uhr die DEUVET-Geschäftsstelle telefonisch erreichbar. Auch Vorstand und Beiräte sind immer gesprächsbereit.

 

Ihr Draht zu uns ....

 

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