In dieser Rubrik landet in unregelmäßigen Abständen alles, was ich interessant finde und was in die anderen Rubriken nicht passt. 

01.08.2019

Als Kind habe ich gerne mit LEGO-Steinen gebaut, auch meine Kinder waren von den Steinen des dänischen Spielwarenherstellers begeistert. Der Kreativität waren dabei keine Grenzen gesetzt. Schon immer gab es auch besondere Modelle, die heute zu begehrten Sammlerobjekten geworden sind. Seit einigen Jahren bringt LEGO auch interessante Automodelle auf den Markt, weniger für kleine Kinder, mehr für die Großen wie mich. Einige dieser Modelle stehen auch bei meinem Sohn oder mir.

 

Modell 10187 „Volkswagen Beetle“

 

Angefangen hat es 2008 mit dem „Volkswagen Beetle“. Vorbild ist der VW Käfer von 1960. Der LEGO Käfer bietet realistische Details und Funktionen. So lassen sich unter anderem die Türen, die Motorhaube und der Kofferraum öffnen, der Schalthebel ist beweglich, das Handschuhfach lässt sich öffnen und die Sitze können nach vorne geklappt werden. Natürlich fehlen auch das VW Logo, Scheibenwischer und Rückspiegel nicht. Genau wie beim Original befindet sich das Ersatzrad vorne und der Motor im Heck. Auch die Innenausstattung ist eine detailgetreue Nachbildung des legendären Originals. Das Modell ist 41 cm lang, 16 cm hoch und besteht aus 1626 Teilen. Geeignet laut Lego ab für große Kinder ab 16 Jahren. n Geschäften und bei LEGO ist es schon lange nicht mehr erhältlich. Je nach Zustand wird das Modell mit Preisen zwischen 600 und1.500 Euro gehandelt.

 

Modell 10220 „Volkswagen T1 Campingbus“, LEGO CREATOR

 

Der authentische Campingbus ist eine Nachbildung des klassischen Volkswagen Campingbusses aus dem Jahr 1962. Jedes kultige Detail ist enthalten! Die Frontpartie ist in der grandiosen Farbtrennung in „V-“Form gestaltet. Weitere Details sind das abgerundete Dach, Fensterrahmen, die geteilte Safari-Windschutzscheibe, Türen zum Öffnen, das klassische Aufstelldach, Textilvorhänge, Dachständer, Luftfilter an der Rückseite und viele mehr! Ebenso liebevoll gestaltet sind die Innendetails wie der authentische, luftgekühlte, flache, 4-Zylinder VW-Boxermotor, die Bank in der Fahrerkabine, der Schalthebel, das verwinkelte Armaturenbrett und der klassische runde Tachometer. Der Campingbus ist auch mit exklusiven LEGO® Funktionen wie einer zusammenklappbaren Rückbank, einem einklappbaren Esstisch und einem Schrank mit Spiegel ausgestattet, und sogar einem Gemälde ist enthalten! Das Modell ist 30 cm lang und 14 cm hoch. 1.334 Teile. 99,99 Euro. Ab 16 Jahre.

 

Modell 10252 „Volkswagen Käfer, LEGO CREATOR

 

Dieses detaillierte Modell eines VW Käfers aus dem Jahr 1960 beinhaltet eine ganze Reihe besonderer Ausstattungsmerkmale, die dazu beitragen, die charakteristischen Eigenschaften des Käfers nachzubilden. Hierzu gehören u. a. das azurblaue Farbmuster, die geschwungenen Kotflügel, die senkrechte Windschutzscheibe, das VW-Logo, ein authentischer luftgekühlter 4-Zylinder-Motor sowie ein Benzintank. Im gut zugänglichen Innenraum befinden sich beigefarbene, nach vorne kippbare Sitze, ein Armaturenbrett und ein Lenkrad. Die auf dem Dach befestigten Strandaccessoires – Surfbrett und Kühlbox – können übrigens auch abgenommen werden. Das Modell wurde entwickelt, um ein anspruchsvolles und lohnendes Bauerlebnis zu bieten – und einen Hauch von Nostalgie zu verbreiten. Das Modell besteht aus 1.000 Steinen, ist 29 cm lang, 12 cm breit und 15 cm hoch (incl. Surfbrett und Kühlbox). 89,99 Euro. Ab 16 Jahre.

 

Modell 10258 „London Doppeldeckerbus“, LEGO CREATOR

 

Dieser charmante Londoner Bus ist eine Hommage an legendäres Design. Der Doppeldeckerbus strotzt nur so vor authentischen Details wie der leuchtend roten Lackierung, der Panorama-Windschutzscheibe, den speziell angefertigten Profilreifen, dem Schild mit dem Fahrziel und dem offenen Heckeinstieg samt Haltestange, Papierkorb für entwertete Fahrkarten, Feuerlöscher und Halbwendeltreppe zum oberen Aussichtsdeck. Zu den Funktionen gehören eine aufklappbare Motorhaube mit Motor und eine detailreiche Fahrerkabine mit Schiebetür. Dach und Oberdeck lassen sich abnehmen, um Zugang zum detailgetreuen Unterdeck zu bieten. Dort gib es „abgenutzte“ Sitze und weitere authentische Details wie zurückgelassene Gegenstände – ein vergessener Regenschirm, eine Zeitung, eine leere Getränkedose und ein „entsorgter“ Kaugummi. Doppelseitige Werbeposter im Stil der 1950er-Jahre bzw. mit Werbung für das heutige London sind als bedruckte Etiketten enthalten. Dieses LEGO® Creator Expert Modell wurde entwickelt, um ein anspruchsvolles und lohnendes Bauerlebnis zu bieten – und einen Hauch von Nostalgie und Charme zu verbreiten. Das Modell besteht aus mehr als 1.680 Teilen, ist 18 cm hoch, 34 cm lang und 13 cm breit. 119,99 Euro. Ab 16 Jahre.

 

Modell 10242 Mini Cooper, LEGO CREATOR

 

Dieses wunderschöne Modell des klassischen MINI-Cooper Mk VII aus LEGO® Steinen steckt voller authentischer Details – vom klassischen Farbschema in Grün und Weiß mit weißen Seitenspiegeln und Rennstreifen über die Türen, die Motorhaube und den Kofferraum, welche sich alle öffnen lassen bis hin zu den sportlichen Nebelscheinwerfern, dem detailreichen Motor und dem separaten Reserveradfach. Das Dach kann außerdem abgenommen werden. So erhält man leichten Zugriff auf den hellbraun gestalteten Innenraum mit gemusterten Sitzen, Armaturenbrett in Holzfurnier-Optik, Lenkrad zum Drehen sowie beweglicher Handbremse und Schaltknüppel. Und natürlich wäre kein MINI-Cooper komplett ohne einen Picknick-Korb mit Decke – dem idealen Zubehör für einen romantischen Ausflug aufs Land! 1.077 Teile, 11 cm hoch, 25 cm lang, 14 cm breit. Ausverkauft. Ab 16 Jahre. Bei LEGO ist der Mini nicht mehr verfügbar, was sich bereits in leicht steigenden Preisen bemerkbar macht.

 

Modell 10262 Aston Martin DB5 „James Bond“, LEGO CREATOR

 

Diese beeindruckende Nachbildung erfasst die Eleganz und die zeitlose Raffinesse des legendären britischen Sportwagens von Agent 007 aus dem Jahr 1965 und verfügt über zahlreiche authentische Details und funktionierende Gadgets. Öffne die Türen und entdecke ein detailreiches Interieur mit einfahrbarem Verfolgungscomputer und einem Türfach mit Telefon. Wenn die Action losgeht, aktivierst du den Beifahrer-Schleudersitz, drehst die rotierenden Nummernschilder um, fährst die kugelsichere Heckscheibe hoch und die Reifenaufschlitzer an den Rädern aus. Ziehe dann den Schaltknüppel nach hinten, um die Maschinengewehre in den vorderen Kotflügeln zum Vorschein zu holen. Dieses Sammlerstück verfügt über einen detailreichen Sechszylinder-Reihenmotor, silberne Front- und Heckstoßstangen mit Trommellackierung, silberfarbene Speichenräder sowie Aston Martin Logos vorne und hinten. Dieses Modell wurde designt, um ein anspruchsvolles und lohnendes Bauerlebnis voller Nostalgie zu bieten – ein Must-Have für alle Fans des Aston Martin DB5, der Bond-Filme und der LEGO Bausets! 1.295 Teile. Das Modell ist 10 cm hoch, 34 cm lang und 12 cm breit. 149,99 Euro. Ab 16 Jahre.

 

Modell 10265 Ford Mustang, LEGO CREATOR

 

Entdecke den Zauber, der hinter dem legendären 1960er amerikanischen Muscle-Car steckt, mit dem LEGO® Creator Ford Mustang einschließlich dunkelblauer Karosserie mit weißen Rennstreifen, Lufthutze, Mustang-Abzeichen für den Kühlergrill, GT-Logos und 5-Speichen-Felgen mit straßentauglichen Reifen. Diese originalgetreue Nachbildung wurde in Zusammenarbeit mit Ford entwickelt und verfügt über zahlreiche optionale Erweiterungen zur individuellen Gestaltung wie Nummernschilder, einen Kompressor, einen Entenbürzel-Spoiler, massive Auspuffrohre, einen Frontspoiler und einen Lachgasbehälter. Sogar die Position der Hinterachse lässt sich für einen besonders dramatischen Look verstellen! Nimm das Dachelement ab oder öffne die Türen, um so auf das detailreiche Innere mit schönen Sitzen, einem Radio, einer funktionstüchtigen Steuerung und einem in der Mittelkonsole platzierten Schalthebel zuzugreifen! Verstaue Kram im Kofferraum oder öffne die Motorhaube, sodass der detailgenaue Big-Block-390-V8-Motor mit Batterie, Schläuchen und Luftfilter zum Vorschein kommt. Dieses Bauset für Fortgeschrittene vermittelt ein anspruchsvolles und lohnendes Bauerlebnis und versprüht jede Menge Nostalgie. Dabei erweist es sich als wunderbares Ausstellungsstück für Zuhause oder das Büro. 1.471 Teile, Länge: 34 cm, 14 cm breit, 10 cm hoch. Preis: 129,99 Euro. Ab 16 Jahre.

 

Modell 10269 Harley Davidson Fat Boy, LEGO CREATOR; NEU im Juli 2019

 

Entdecke mit dem LEGO® Creator Expert Motorradmodell „Harley-Davidson® Fat Boy®“ (10269) die feinsten Details legendärer Ingenieurskunst! Entwickelt wurde dieses äußerst detailreiche LEGO Motorrad in Zusammenarbeit mit Harley-Davidson, damit es die Magie des echten Motorrads einfängt – von den Lakester-Rädern mit Bremsscheiben und massiven Reifen über den tränenförmigen Tank mit aufgedruckten Logos bis hin zum Tachometer. Weitere Merkmale sind ein Milwaukee-Eight®-Motor mit beweglichen Kolben, zwei Auspuffrohre, ein Lenker, ein bewegliches Schaltpedal und Bremshebel, ein Motorradständer sowie ein robuster Präsentationsständer. Abgerundet wird das Modell von einer Farbgestaltung in Dunkelrot und Schwarz. Damit eignet es sich als fantastisches Ausstellungsstück für zu Hause oder das Büro. Dieses LEGO Set für Fortgeschrittene bietet ein fesselndes und lohnendes Bauerlebnis. 1.023 Teile. Das Modell ist 20 cm hoch, 18 cm breit und 33 cm lang. 89,99 Euro. Ab 16 Jahre.

 

Modell 10226 Sopwith Camel, LEGO CREATOR

 

Ein eigenes Stück Fluggeschichte nachbauen – mit der historischen Sopwith Camel. Eine detailgetreue Nachbildung des bekanntesten englischen einsitzigen Doppeldeckers, der sich je in die Lüfte erhob. Er war das erfolgreichste Jagdflugzeug der Alliierten im Ersten Weltkrieg. Das Modell ist mit drehbarem Propeller, Motorzylindern, beweglichem Seitenruder, authentischen Spanndrähten, funktionstüchtigen Querrudern und Landeklappen ausgestattet, die vom Cockpit aus gesteuert werden können – genau wie beim echten Flugzeug! Doch das ist noch längst nicht alles! Das authentische Modell verfügt über mehr als 880 Steine, unter denen sich auch seltene dunkelgrüne, dunkelbraune und metallic-silberne Elemente befinden. Ab 14 Jahre. Bei LEGO nicht mehr erhältlich.

 

Standpunkt: Andreas Scheuer und der "gesunde Menschenverstand"

14.02.2019

In Sachen „Automobil“ entwickelt sich die Diskussion um Feinstaub, Fahrverbote und Tempolimits auf Autobahnen zu einem regelrechten Kulturkampf. Kompromisslos stehen die beiden Lager unversöhnlich gegenüber. Für die Hardcore-Autofahrer ist das unbegrenzte Rasen auf deutschen Autobahnen quasi ein „Grundrecht“. Ein generelles Tempolimit würde den Untergang des Abendlandes bzw. Deutschlands bedeuten. Mit anderen Worten: Alle anderen zivilisierten Staaten dieser Erde sind bereits untergegangen, da Deutschland der einzige Staat ohne ein generelles Tempolimit auf Autobahnen ist. Es wird argumentiert, dass ein Tempolimit tausende Arbeitsplätze kosten würde, dürfte man in Deutschland auch auf Autobahnen nicht schneller als vielleicht 130, 140 oder 150 km/h fahren. Merkwürdig nur, dass gerade die Hersteller von schnellen Luxusfahrzeugen wie z.B. Porsche ein Großteil ihrer Produktion in Länder absetzen, in denen es Tempolimits gibt. 

 

Den vielleicht absurdesten Spruch in dieser Diskussion hat der amtierende Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer von sich gegeben. Seiner Auffassung nach widerspricht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen „dem gesunden Menschenverstand“. Glaubte man noch vor einem Jahr, die Inkompetenz eines Verkehrsministers Dobrindt sei nicht zu toppen – Andreas Scheuer hat bewiesen, dass dies doch möglich ist. Argumente, mit den er seinen „gesunden Menschenverstand“ untermauern konnte, blieb der inoffizielle Öffentlichkeitsbeauftragte des Verbandes der Automobilhersteller jedoch schuldig.

 

Vor knapp 500 Jahren hat der Gelehrte Galileo Galilei behauptet, die Erde sei rund und sie würde sich um die Sonne drehen. Die gesamte damalige wissenschaftliche Elite hat das natürlich als Blödsinn angesehen, schließlich sagte damals der „gesunde Menschenverstand“ bekanntermaßen, dass die Erde eine Scheibe sei und der Mittelpunkt des Universums. Deshalb drehe die Sonne sich auch um die Erde. Heute wissen wir, dass die Theorie des Galileo Galilei doch richtig war.

 

Demzufolge ist es so eine Sache, wenn man, wie zuletzt Herr Scheuer, den „gesunden Menschenverstand“ bemüht. Er vermittelt in letzter Zeit doch ein wenig den Eindruck, dass es ihm in der ganzen Diskussion nicht nur an „gesundem Menschenverstand“ fehlt, sondern an Verstand und Urteilsvermögen insgesamt. Zum Schluss möchte ich noch zwei anerkannte Persönlichkeiten zitieren, die sich mit dem Thema „gesunder Menschenverstand“ auseinandergesetzt haben:

 

Albert Einstein: „Der gesunde Menschenverstand ist die Summe aller Vorurteile, die sich bis zum 18. Lebensjahr im Bewusstsein festgesetzt haben“.

 

Papst Franziskus: „Der Herr befreie uns von der Versuchung des gesunden Menschenverstandes“.

Neue "Arbeitsgemeinschaft Historische Fahrzeuge" gegründet

08.02.2019                                                                                                          Der Schutz, der Erhalt und die Förderung historischer Fahrzeuge als herausragendes technisches Kulturgut ist das Ziel der neu gegründeten „Arbeitsgemeinschaft Historische Fahrzeuge“, die Anfang des Jahres von den Vertretern der maßgebenden deutschen Oldtimer-Verbände und Klassikressorts der Automobilclubs gemeinsam ins Leben gerufen wurde. Als nationaler Vertretung des Oldtimer-Weltverbands FIVA (Fédération Internationale des Véhicules Anciens) hatte ADAC Klassik die Vertreter von acht Automobil-Clubs und Oldtimer-Verbänden sowie des Verbands der Automobilindustrie (VDA) eingeladen, um die Zusammenarbeit zwischen den Verbänden zu stärken und verbandsübergreifende Themen zu erörtern.

Diese Vertreter beschlossen, eine verbandsübergreifende Position zu erarbeiten, zu vertreten und zu kommunizieren. Gemeinsames Ziel ist es, historische Fahrzeuge als herausragendes technisches Kulturgut zu schützen, zu erhalten und zu fördern. Da mobiles Kulturgut nur in Bewegung erlebt und vermittelt werden kann, müssen historische Fahrzeuge auch in Zukunft am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen dürfen. Zu dieser Kernforderung der Arbeitsgemeinschaft Historische Fahrzeuge stimmen Experten der Verbände eine gemeinsame Strategie ab, die Grundlage für die individuelle Arbeit der Verbände ist. Diese wird dann in den Parlamentskreis Automobiles Kulturgut des Deutschen Bundestags eingebracht. Die Zusammenarbeit der Oldtimer-Verbände kann nach Bedarf auf weitere Themen wie Nachwuchsfindung, Erhalt von oldtimerspezifischen Berufen und Fertigkeiten oder Umgang mit Youngtimern ausgedehnt werden.

An der konstituierenden Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Historische Fahrzeuge nahmen teil: Allgemeiner Deutscher Automobil-Club e. V. (ADAC), Allgemeiner-Schnauferl-Club e. V. (ASC), Automobilclub von Deutschland e. V. (AvD), Bundesverband Historische Landtechnik e. V. (BHLD), Deutscher Automobil-Veteranen-Club e. V. (DAVC), Bundesverband für Clubs klassischer Fahrzeuge e. V. (DEUVET), Initiative Kulturgut Mobilität e. V. (IKM) und der Veteranen-Fahrzeug-Verband e. V. (VFV). Die Nutzfahrzeug-Veteranen-Gemeinschaft (NVG) trägt die AG Historische Fahrzeuge ebenfalls mit. Der VDA (Verband Deutscher Automobilhersteller) war als Gast vertreten, da sich das Referat Historische Fahrzeuge des VDA schon seit Jahren intensiv für den Erhalt des Automobilen Kulturguts einsetzt.

 

Quelle: www.oldtimer-markt.de, 08.02.2019

Filmautos - meine persönlichen Top 10

Film- und Autoliebhaber kommen in zahlreichen Filmen gleichermaßen auf ihre Kosten. Oftmals sind die Autos die heimlichen Stars der Filme. Es gibt viele berühmte Filmautos. Meine persönliche TOP 10 der berühmten Filmautos sind folgende:

 

Platz 10: Peugeot 406 3.0

 

Rasante Verfolgungsjagden gibt es in der französischen Actionkomödie "Taxi Taxi" von 1988 reichlich zu sehen. Im Mittelpunkt steht der Taxifahrer Daniel Morales, dessen eigentliche Berufung das Autorennen ist. Die Kritiken sind zwar nicht berauschend, aber der Film wird immerhin in sieben Kategorien für den César nominiert und gewinnt in zwei Kategorien. Handlung: Gezwungenermaßen muss Daniel mit einem Polizisten einer Bande von deutschen Bankräubern, der Mercedes-Gang, das Handwerk legen. Dabei ist er mit seinem „optimierten“ Peugeot 406 schneller unterwegs als die Polizei erlaubt. Aufgrund des Erfolges gibt es noch vier Fortsetzungen.

 

 

Platz 9: DeLorean DMC-12

 

Eine Zeitmaschine ist schon cool, aber diese in einem DeLorean DMC-12 unterzubringen, ist schon der Hammer. In der  verrückten Geschichte um Marty McFly und Dr. Emmett L. Brown in der Triologie „Zurück in die Zukunft“  muss Marty aus dem Jahr 1985 in das Jahr 1955 reisen. Dort gibt es zahlreiche Verwicklungen. In den nachfolgenden beiden Filmen geht es in die Zukunft bzw. in den Wilden Westen. Eine verrückte, unterhaltsame Filmreihe, die typisch für die 80’er Jahre war und einfach nur Spaß gemacht hat.

 

 

Platz 8: Tucker

 

Der Film „Tucker“ aus dem 1988 ist die Filmografie von Preston Thomas Tucker, einem Pionier der Automobilgeschichte. Er wollte nach dem Zweiten Weltkrieg ein technisch perfektes Auto bauen. Dabei legte er Wert auf Scheibenbremsen, Sicherheitsgurte und viele andere, heute selbstverständliche Bestandteile eines Automobils. Doch die „Big Three“ der amerikanischen Automobilindustrie (Ford, General Motors und Chrysler) sabotierten seine Automobilproduktion und überzogen ihn mit Prozessen. Nur 51 Fahrzeuge seines Tucker’48 („Tucker Torpedo“) wurden fertiggestellt, doch wurde sein Werk aufgrund einer Intervention des US-Präsidenten doch eines Freispruchs Tuckers vor Gericht geschlossen. Die Ideen von Preston Tucker waren nicht zu verhindern und setzten sich letztendlich durch. Der Film zeigt eindrucksvoll das Wirken Preston Tuckers und den kriminellen Machenschaften der Autoindustrie in den frühen 50’er Jahren.

 

 

Platz 7: Aston Martin DBS & Dino 246

 

In 24 Folgen der Serie „Die 2“ (im Original: „The Persuaders“) jagen der britische Lord Brett Sinclair (Roger Moore) und der amerikanische Selfmade-Millionär Danny Wilde (Tony Curtis) im Auftrag eines pensionierten Richters Verbrecher. Dabei ist Lord Sinclair in der Regel mit seinem bahamagelben Aston Martin DBS unterwegs und Danny Wilde mit seinem roten Dino 246, der direkt von Ferrari zur Verfügung gestellt wurde. Die britische Serie war aufgrund einer hervorragenden Übersetzung in Deutschland ein großer Erfolg und hat noch heute Kultstatus. Zu Recht!

 

 

Platz 6: Porsche 917

 

Im Mittelpunkt dieses Films steht das traditionsreiche 24-Stunden-Rennen von Le Mans und die Konkurrenz zwischen dem Porsche-Fahrer Michael Delaney (Steve McQueen) und dem Ferrari-Piloten Erich Stahler (Siegfried Rauch). Das Lexikon des internationalen Films in seiner Kritik: „Atmosphärisch dichte und teilweise spektakuläre Bilder vom 24-Stunden-Rennen in Le Mans, kombiniert mit einer eher rudimentären Spielhandlung. Vom Schauspieler und Autorennfahrer Steve McQueen ursprünglich als aufwendiger Dokumentarfilm konzipiert, später aus Gründen der Publikumswirksamkeit den Konventionen der Hollywooddramaturgie angepasst – leider auf Kosten der Spannung.“. Ja, auf die Liaison zwischen „Michael Delaney“ und der Rennfahrer-Witwe „Lisa Belgetti“ hätte man verzichten können, aber die Rennszenen sind einmalig.

 

 

Platz 5: Herbie und Dudu

 

Ob sie mein heutiges Faible für alte Volkswagen beeinflusst haben, weiß ich nicht. Aber auch wenn die Handlung eher schlicht ist, mag ich die Filme, weil bei ihnen alte Autos im Mittelpunkt stehen. Beide Käfer, der amerikanische Herbie aus den Walt Disney Studios und der deutsche Dudu, haben ihr Eigenleben, legen sich mit fiesen Gegner ihrer Besitzer an und sorgen für zwischenmenschliche Annäherungen.

 

 

Platz 4: Ford Mustang I Fastback Coupé (Model 1968)

 

"Bullit" - ein sehr gemachter Thriller mit Steve McQueen.  Als Lieutenant Frank Bullitt vom San Francisco Police Department muss er einen Kronzeugen gegen den Mob beschützen – von Freitag- bis Sonntagnacht. Doch der Kronzeuge stirbt nach einem Attentat, dies wird vom Arzt auf Anweisung von Bullitt jedoch zurückgehalten. Das Syndikat hat Killer auf Bullitt angesetzt, dabei kommt es zu der legendären und wohl längsten Verfolgungsjagd der Filmgeschichte. Zunächst verfolgen die Killer mit ihrem Dodge Monaco Frank Bullitt in seinem Ford Mustang Fastback. Doch Bullitt dreht den Spieß um.

 

 

Platz 3: Dodge Monaco (Model 1974)

 

Ich weiß nicht, wie oft ich diesen Film im Kino oder auf DVD gesehen habe. Er ist einfach nur genial. Die Musik, die Schauspieler und Sänger, die irrwitzige Handlung und die Dutzende zerstörten Autos. Kurz zur Handlung von "Blues Brothers": Jake Blues wird aus dem Knast entlassen und von seinem Bruder Elwood mit einer „Bullenkutsche“, einem ehemaligen Fahrzeug der Mount Prospect Police, abgeholt. Wie versprochen besuchen sie das Waisenhaus, in dem sie aufgewachsen sind und erfahren, dass dieses aufgrund von Steuerschulden geschlossen werden soll. Um das Geld aufzutreiben, wollen sie ihre alte Band wieder zusammenbringen. Dabei begegnen sie u.a. James Brown („Reverend Cleophus James“), Ray Charles („Ray“), John Lee Hooker („Street Slim“) oder Aretha Franklin (Imbissbesitzerin „Murphy“). Sie legen sich mit einer Nazi-Gruppe an, einer Countryband und werden von der Polizei verfolgt. Dabei verursachen sie Massenunfälle von Polizeifahrzeugen, können die Steuerschulden bezahlen und landen mit ihren Band im Gefängnis. Wie schon gesagt: Irrsinnige Handlung, tolle Schauspieler, geile Musik. Ein zweiter Teil, "Blues Brothers 2000", kann nicht ansatzweise mit dem Original mithalten.

 

 

Platz 2: Plymouth Fury (Model 1958)

 

Horror vom Feinsten nach dem Roman von Stephen King. Der schwächliche Arnie Cunningham wird in der Highschool von einer Schülergang terrorisiert. Nachdem er einen stark restaurationsbedürftigen 1958er Plymouth Fury mit dem Namen „Christine“ entdeckt, kauft er diesen dem finsteren Besitzer ab und restauriert ihn. Dabei verändert sich sein Charakter, er wird immer selbstbewusster, gleichzeitig auch immer arroganter. Das Fahrzeug ergreift förmlich Besitz von ihm. Eines Nachts zerstört die Gang um Buddy Repperton den perfekt restaurierten Plymouth. Doch im Beisein von Arnie erwacht Christine zum Leben und repariert sich selbst. Christine macht Jagd auf die Gang-Mitglieder und tötet eins nach dem anderen. Arnies Freunde Leigh und Dennis ahnen, was passiert, und versuchen, Christine mit einem Bulldozer zu zerstören. Dabei kommt der blindwütige Arnie ums Leben. Christine wird völlig zerstört.

 

 

Platz 1: Aston Martin DB5

 

Er ist DER Dienstwagen des britischen Geheimagenten James Bond 007. Seinen ersten Auftritt hat er 1964 im Film „Goldfinger“, bei dem Gert Fröbe Bond’s Gegenspieler Auric Goldfinger spielt. Der Wagen mit der Fahrgestell-Nr. 1486 ist der Original-Prototyp des DB5, wobei ein weiteres Fahrzeug bei den Stunts eingesetzt wird.  Der Original-DB5 kommt auch 1965 im Film „Feuerball“ zum Einsatz. Kurzauftritte hat ein DB5 in „GoldenEye“ und Casino Royale, in Skyfall wird er komplett zerstört, um dann in Spectre neu aufgetaut (laut Film) einen weiteren kurzen Auftritt zu bekommen. Zur Sonderaustattung des 007-DB5 sind unter anderem zwei Browning-MGs (Kaliber 30, hinter den vorderen Blinkern), ausfahrbare Klingen in den Zentralverschlüssen, eine ausfahrbare kugelsichere Rückweand, ein Funktelefon, eine Radaranlage mit Verfolgungsschirm, einen Schleudersitz auf der Beifahrerseite, Ölspray hinter den Rücklichteinheiten, Krähenfüße (die aus der Rücklichteinheit geworfen werden konnten), Wechselnummernschilder vorn und hinten,… Weitere Dienstfahrzeuge waren u.a. Lotus Esprit, Sunbeam Alpine, Aston Martin DBS, V12 Vanquish, DB 10m V8 Volante und V8 Vantage, BMW Z3, 750iL und ein zum Cabriolet umgebauter Toyota 2000 GT. Herrlich auch die Verfolgungsjagd im Citroen 2CV im Film „In tödlicher Mission“ und in „Der Spion, der mich liebte“ die Unterwasserszene mit dem Lotus Esprit. Alle James Bond-Filme von „Dr. No“ bis „Spectre“ befinden sich natürlich auf der Festplatte.

 

 

Natürlich gibt es jede Menge weitere Filmfahrzeuge, von denen das eine oder andere für manchen eher in die Top 10 gehört hätte. Dazu gehören z.B.

 

-          der 1959er Cadillac Miller-Meteor Ambulance aus dem Film „Ghostbusters“

-          der 1969er Dodge Carger aus „Ein Duke kommt selten allein“

-          der 1961er Ferrari 250 GT Spyder California aus „Ferris macht blau“

-          der 1966er Alfa Romeo Spider 1600 Duetto aus „Die Reifeprüfung“

-          der 1982er Pontiac Trans AM aus der Serie „Knight Rider“

-          der Ferrari 308 GTS aus der Serie „Magnum“

-          der 1986er Ferrari Testarossa aus der Serie „Miami Vice“

-          der 1962er Ford Anglia 105E Deluxe aus „Harry Potter und die Kammer des Schreckens“

-          der 1966er Jaguar E-Type aus „Jerry Cotton – Der Tod im roten Jaguar“

-          der 1983er Opel Manta GT/E aus „Manta, Manta“

-          der Trabant 601 aus „Go trabi Go“

-          der 1974er Ford Gran Torino aus der Serie “Starsky & Hutch”

-          der 1966er Ford Thunderbird Convertible aus „Thelma and Louise“

-          der 1977er Pontiac Firebird Trans Am Coupé aus „Ein ausgekochtes Schlitzohr“

           der 1983er GMC Ventura aus der Serie „A-Team“

22.08.2018

Bei der Arbeit an einem Fotobuch über das Leben meiner Eltern waren auch zahlreiche Fotoalben und Dia-Kästen durchzusehen. Eine spannende Sache und ein Blick in die eigene Geschichte. Dabei gab es auch einige Fotos mit diversen Fahrzeugen, wenn auch weniger als erhofft. Das Fahrzeug, das am häufigsten zu sehen war, ist der erste Käfer meines Vaters, gleichzeitig auch sein erstes Auto. Die junge Frau, die aus dem geöffneten Faltdach gerade die Landschaft beobachtet, war seine damalige Freundin - mit der er mittlerweile seit über 50 Jahren verheiratet ist. Ganz nebenbei ist sie auch meine Mutter.