Techno Classica Essen 2016 - viele Händler, viele Porsche, wenig Bodenhaftung?

Gleich vorneweg: Ich mag klassische Porsche, ich mag 911’er, besonders die F- und G-Modelle. Aber auf der Techno Classica Essen (TCE) konnte ich sie irgendwann nicht mehr sehen.

 

Im vergangenen Jahr hatte ich den Termin einer Besichtigung des Osnabrücker Volkswagenwerkes ausgerechnet auf den Donnerstag der TCE gelegt. Da mir die Messe am Wochenende immer viel zu voll ist, fiel der Besuch 2015 aus. In diesem Jahr starteten wir aber wieder ab Bahnhof Hasbergen mit einer Gruppe von 12 Oldtimerfreunden. Am Abend zuvor hatte ich noch nachgeschaut, ob die Warnstreiks im Öffentlichen Dienst auch die Essener Verkehrsbetriebe betreffen sollte, aber die waren erst bei einer ergebnislosen nächsten Verhandlungsrunde eingeplant. Also konnte nichts einer ruhigen Bahnfahrt bis zur Grugahalle im Wege stehen. Völlig ungewohnt kamen wir pünktlich an, nicht einmal die gewohnten Stopps aufgrund „Vandalismus an der Oberleitung“ gab es diesmal.

 

Da die einzelnen Mitglieder unterschiedliche Interessenschwerpunkte hatten, trennten wir uns in kleine Grüppchen und machten uns auf den Weg, um die nächsten 6 ½ Stunden rund 16 Hallen zu besuchen. 

 

Los ging es in der Halle 12, wo BMW sich mit diversen BMW-Clubs und einigen (schönen weil alten) Minis präsentierte. Nicht zu vergessen der edle Rolls-Royce, der neben einem klobigen neuen Modell parkte. Die restliche Halle und auch die nächsten Halle 10/11 belegten wie gewohnt Klassikerhändler mit zahlreichen hochpreisigen Modellen. Auch wenn ich in diesem Leben keines dieser Fahrzeuge erwerben werde, sind die meist toprestaurierten Vor- und Nachkriegsikonen eine Augenweide. Weiter ging es in die Halle 5, wo es immer einen bunten Mix aus Ersatz/Zubehörhändlern und Clubs gibt. Dabei auch der Adler Motor Veteranen Club Deutschland e.V. mit einem Cabriolet und einem Motorrad. Aber auch Schnittmodelle von Adler-Motoren waren ausgestellt, wie z.B. das eines Sechszylinder-Motors.

 

Weiter ging es in die Halle 2. Opel zeigte neben zwei „zivilen“ GT auch drei für Rennen präparierte Opel GT. Gegenüber befand sich Land Rover/Jaguar, die mehrere alte Land Rover in verschiedenen Zuständen und einige sportliche Jaguar E-Type und XJS großzügig präsentierte. Auch hier gab es zahlreiche Ersatz-/Zubehörhändler, aber auch Restaurierungsbetriebe und ein großes Angebot an Literatur. Stehen die Klassiker auf den meisten Ständen dichtgedrängt, so sieht die Sache in der Halle 1 meist anders aus. Hier präsentiert sich stets Mercedes-Benz. Auf einer Fläche, auf der Händler rund 150 Klassiker nebeneinander stellen würden, fand gerade einmal ein Dutzend Ikonen aus dem Mercedes-Museum Platz. Wie gewohnt hatten die Stuttgarter ein tolles Konzept entwickelt, um zahlreiche Mercedes-Benz-Cabriolets zu präsentieren. Okay, sie sollten natürlich auf die neuen Cabrios hinweisen, aber die habe ich in gewohnter Weise ignoriert. Außerdem waren zahlreiche Mercedes-Clubs vertreten, bei denen mein persönliches Highlight der 170 H war. Die zweite Hälfte der großen Halle 1 war von Händlern belegt, die natürlich nur das Nobelste im Angebot hatten. Aston Martin, Ferrari, Lamborghini, Mercedes-Benz – kein Problem, darf es auch ein bisschen mehr sein? Mein Lieblingshändler hier der Schweizer Lukas Hüni, der immer außergewöhnliche Fahrzeuge zeigt.

 

Nun ging es abwärts – in die Halle 1A im Keller. Hier waren einst die Clubs der US-Car-Szene vertreten. Im Vorfeld hatte ich schon gelesen, dass dort nun Händler ausstellen würden. Das diese aber die komplette Halle belegten, war schon enttäuschend. So schnell war ich aus der Halle 1A noch nie entschwunden wie in diesem Jahr. Einziges Highlight hier war der GM Futurliner von 1940/1941, eins von 12 gebauten Exemplaren.

 

Nun ging es in die Halle drei. Volvo, Alfa Romeo, Ford und zahlreiche Markenclubs u.a.  von  Volvo, Maserati, Porsche und Ford, dazu diverse Verbände aus dem Oldtimerbereich. Über das Freigelände 3 und die Galerie, in der z.B. der Deuvet zu Gesprächen zur Verfügung stand. Nach einem kurzen Abstecher in die kleine Halle 4 mit Citroen, Peugeot und diversen Händlern ging es in die Halle 7. Diese wird seit einigen Jahren komplett vom Volkswagen-Konzern belegt. Hier präsentieren sich die einzelnen Konzernmarken und die Autostadt. Porsche zeigte u.a. den Prototypen des 924, Audi hatte ein Sammelsurium von der  DKW-Dreiradpritsche bis zur Designstudie Avus quattro, Skoda zeigte ganz frühe Klassiker und Sportwagen, Lamborghini einen Miura und eine unlackierte Miura-Karosserie, Volkswagen hatte diverse Golf GTi auf dem Stand, Volkswagen Nutzfahrzeuge einen schicken Fensterbus und einen ähnlich lackierten Neuwagen. Am Stand der Autostadt wurden alle Marken durch ein einzelnes, in der Regel aber auch sehr schönes Fahrzeug präsentiert. Ein 52’er Porsche war dabei, ebenso ein früher Bentley, ein Bugatti, ein Audi Quattro S1, eine Duccati, ein Brezelkäfer und ein T1 Pritschenwagen, zwei Vorkriegs-LKW von MAN und Scania und ein Skoda Cabrio.

 

Nach einem Abstecher auf das Freigelände 4 und dem traditionellen Verspeisen einer VW-Currywurst ging es zurück durch die Halle 7 in die zentrale Halle 6, in der der SIHA-Stand im Mittelpunkt stand. Um das „Gebäude“ herum mehrere Fahrzeuge der Millie Miglia 1955. Ob Mercedes-Benz 300 SLR (Fangio’s „658“), Porsche 550 Spyder, Ferrari 750 Monza, oder Maserati A6 GCS - sie alle gehören zu den faszinierendsten Rennsportwagen dieser Zeit. Außerdem gab es hier den Auburn-Duesenberg von Conrad Engel am Stand des Oldtimer Center Osnabrück zu sehen (und natürlich weitere restaurierte Klassiker). Daneben war u.a. der stromlinienförmige Fiat-Abarth 1000 Pininfarina zu sehen.  Movendi, The Gallery sowie weitere Händler aus dem In- und Ausland hatten wieder interessante Fahrzeuge im Angebot. Direkt an die Halle schloss sich die Halle 8 mit Ersatzteil-/Zubehörhändlern an, deren Angebot sich in der Halle 9 fortsetzte.

 

Jetzt ging es aufwärts. In den Hallen 6.1 bis 9.1 sind die verbliebenen Clubs und IGs vertreten. Ob Fiat 600-Freunde, Brezelfenstervereinigung, Käferfreunde Pendelachse, Opel-Museum, Fiat-Raritäten-Club, Queerlenker, dem Fusselforum, Audi-Clubs und andere – sie alle hatten wieder liebevoll tolle Stände gestaltet. Sie sorgen immer dafür, dass die TCE nicht einfach nur eine reine Verkaufsveranstaltung hochpreisiger Klassikerhändler ist – aber sie werden immer weniger.

 

Nach den letzten beiden Freigeländen ging es noch in die beiden neuen Hallen. Auch hier waren ausschließlich Händler vertreten, deren Angebot allerdings nicht sonderlich attraktiv war. Also ging es schnell wieder zurück und in der Galerie genoss ich noch einen guten Espresso. Um 18.00 Uhr traf sich unsere Gruppe wieder am Ausgang Ost und zurück ging es auf der Schiene nach Hasbergen bzw. Osnabrück.

 

Nachfolgend gibt es – in den nächsten Tagen – die Fotos zur Techno Classica 2016. Vorher aber noch ein persönliches Fazit meines diesjährigen Besuchs:

 

Es gab auf der Techno Classica 2016 wieder tolle Fahrzeuge und aufwändige Stände zu sehen. Mein Highlights in diesem Jahr waren der Stand des Borgward-Clubs, der „Flower Power“-T1 Bus von MotorWorld am Eingang Ost, diverse Panhard & Levassor, die beiden LKW am Stand der Autostadt, der Rometsch Modell Beeskow aus der legendären Grundmann-Sammlung im Obergeschoss, die Opel GT auf dem Opel-Stand und der VW SP2 am GTÜ-Stand. Auch die Präsentation von Mercedes-Benz war wieder sehenswert. Und die vielen Clubstände sowieso. Soviel zum Positiven.

 

Die TCE  lebte in der Vergangenheit von der guten Balance zwischen kommerziellen Händlern, Präsentationen der Hersteller und den vielen Oldtimerclubs/IGs. Dieses ausgewogene Verhältnis passt nicht mehr. Die Clubs/IGs werden immer mehr von Händlern verdrängt, die ihre meist hochpreisigen Klassiker dichtgedrängt auf die Stände packen. Die Clubs/IGs verschwinden zunehmend. Bestes (negatives) Beispiel ist die Halle 1A. Nur noch Händler, die Clubs der US-Car-Szene sind vollständig verschwunden. Das gleiche gilt für die Veranstalter lokaler Rallyes. Sie waren ebenfalls nicht mehr da. Die TCE entwickelt sich zunehmend zu einer reinen Verkaufsveranstaltung für Millionäre. Das, was diese Messe einst ausgemacht hat, der gesunde Mix zwischen reinem Kommerz und Oldtimerszene, fehlt zunehmend. 

 

Ein letzter negativer Punkt, der nicht nur mir aufgefallen ist: Das Überangebot klassischer Porsche 911. Man bekam in diesem Jahr den Eindruck, als ob die Händler keine anderen Fahrzeuge im Angebot hatten. Ich freue mich, wenn auf den Oldtimertreffen alte Porsche vorfahren. In Essen konnte ich sie irgendwann nicht mehr sehen, es langweilte einfach nur noch, wenn reihenweise 911’er nebeneinander standen. Liebe Händler, es gibt so viele schöne Klassiker, warum diese Monokultur? Was ist mal mit einem schönen Borgward P100, was mit einem Iso Grifo, einem Lincoln Cosmopolitan, einem Triumph Herald, einer Renault Floride, einem MAG  oder einem Daimler SP 250 Dart? Karmann Ghia, Messerschmitt Kabinenroller, Fiat 850 Spider? Nichts zu sehen. Haben die Händler solche Fahrzeuge nicht mehr im Angebot oder können sich Händler mit solchen bodenständigen Oldtimern die Stände auf der TCE nicht mehr leisten? Abgesehen vom Freigelände – in den Hallen gibt es nur noch Angebote für Millionäre, die sich mal eben ein Fahrzeug von 200.000€, 500.00€ oder im Millionenbereich leisten können. Das ist jetzt kein Neid, das ist irgendwann einfach nur noch Langeweile. 

 

Ich habe dreimal die TCE seit ihrem Bestehen nicht besuchen können. In Zukunft werde ich mir überlegen, ob ich wirklich jedes Jahr nach Essen fahren muss. Den Tag Urlaub kann ich auch anders nutzen.

 

Nun aber zu den Fotos.

Hier gleich eins meiner Highlights, das uns im Foyer des Eingangs Ost empfing: Ein T1 Bus, bemalt im Stile der Hippie-Zeit. Ich fand ihn einfach nur genial. Daneben stand ein Fahrzeug, dass einige Besucher zum Grübeln brachte: Ein seltener Gordon-Keeble.

Auf der Techno Classica standen wieder tausende von Old- und Youngtimern. Ganz ehrlich - jeden kann man nicht sehen, irgendwann hat man einen bestimmten Grad der Sättigung erreicht. Gleich folgen, aufgeteilt nach den einzelnen Hallen, hunderte von Fotos. Vorab habe ich einmal meine persönlichen Highlights zusammengestellt. Bei den Highlights waren nicht technische Errungenschaft, Seltenheit oder Ähnliches Kriterium, sondern reine emotionale Sympathie.

Dieser T1 mit seiner einzigartigen Bemalung (oder darf man es doch als Lackierung bezeichnen?) hat mich gleich zu Beginn eingefangen. Er mag nicht original sein, vielleicht auch nicht optimal vom Zustand, aber er war einfach nur herrlich.

In der Halle 1 hatte der Schweizer Händler Lukas Hüni dieses Chrysler Town & Country Convertible Coupé aus dem Jahr 1948 ausgestellt. Er stammt aus der Zeit des Übergangs von handgefertigten Karosserien zur Maschinenproduktion der frühen Nachkriegszeit. Dazu Chryslers Slogan: "The perfect background für those to whom distiction comes naturally, a whisper of Country Clubs and Moonligt Rides".

SP2 - ein Kürzel, mit dem selbst viele Oldtimerfans nichts anfangen können. Das schnittige Coupé basierte auf dem VW 1600 Variant und entstand zwischen 1972 und 1975. Leider gab es ihn nur auf dem südamerikanischen Markt, so dass nur wenige der 10.193 Exemplare den Weg nach Europa gefunden haben. Dieser SP2 war auf dem GTÜ-Stand zu sehen.

Natürlich kam man an ihm in diesem Jahr nicht vorbei: Der Auburn-Duesenberg von Conrad Engel vom Oldtimer Center Osnabrück. 1935 wurde der Auburn 851 Speedster von einem wohlhabenden New Yorker. Dem sagte das Styling zu, aber nicht die Leistung. So ließ er einen 8 Zylinder-Duesenberg-Motor einbauen, den Hubraum auf 8.000 ccm aufbohren. Damit betrug (und beträgt) die Leistung 398,7 PS. 

Dieser im Originalzustand erhaltene Panhard & Levassor stammt aus dem Jahr 1891. Das Fahrzeug wurde am 28.09.1892 ausgeliefert, René Panhard kaufte ihn für seinen Sohn Hippoylte. Der Wagen befindet sich noch heute in Familienbesitz. Er hat einen 2-Zylindermotor mit 1.025 ccm, und 2 3/4 PS. Im Verkaufsprospekt hieß es: "Man kann sehr schnell fahren und 20 km/h erreichen, was aber besonders vom Wagenlenker große Aufmerksamkeit verlangt und nicht ständig zu empfehlen ist."

Die größte Heckflosse soll der Cadillac Eldorado aus dem Jahr 1959 besitzen? Irrtum, der Pininfarina X aus dem Jahr 1960 hat größere - besonders bezogen auf die Gesamtgröße des Fahrzeugs. Basis ist ein Fiat mit 1.089 ccm und 43 PS.

Der BMW 1600-2 war ein Verkaufsschlager und die schönste Version ist das von Baur karosserierte Vollcabriolet. Dies Fahrzeug stammt aus dem Jahr 1960. Insgesamt wurden 1.682 dieser schicken offenen BMW 1600 gebaut.

Das französische Gegenstück zum T1 Bulli von Volkswagen war der Citroen HY. Gebaut wurde er von 1947 bis 1982. Diesen Wellblech-Transporter von 1973 hatte ich bislang noch nicht als Pritschenwagen gesehen. 

Natürlich gehören alle T1-Transporter von VW zu meinen Highlights, nicht nur der schon erwähnte Hippie-Look-Bulli. Hier eine Auswahl am Stand vom Bielefelder Lenkwerk.

Es müssen nicht immer die flachen Sportwagen sein, wenn man schnell unterwegs sein will. Mit diesem - laut Händler - originalen Abarth 595SS aus dem Jahr 1967 konnte man der Konkurrenz aus der Position des Underdogs das Fürchten lehren.

Das Zeithaus Wolfsburg stellte alle Marken des Volkswagenkonzern aus. Da durften auch MAN und Scania nicht fehlen. Im Vordergrund ein MAN Saurer aus dem Jahr 1923, im Hintergrund ein Scania-Vabus 3251 von 1927, einst der modernste Schweden-LKW der 20er Jahre. Toll, dass man auch solche Fahrzeuge in Essen sieht. Früher gab es ja mal historische LKW in der Halle 1A...

Eine Techno Classica ohne den tollen Stand des Borgward Clubs? Undenkbar. Die Freunde des Bremer Klassikers lassen sich immer etwas einfallen, um ihre Marke zu präsentieren. So auch diesmal mit den "Spielzeugautos". Den Borgward Isabella Kombi, ein Diesel, von 1956 fand ich einfach nur toll.

Gleich mehrere Kombis hatte Volvo diesmal dabei. Stellvertretend dafür der Volvo Amazon in der geräumigen Version. Daneben standen seine Nachfolger und ein P1800ES. Über allen thronte ein PV 544 Duetto, leider schlecht zu fotografieren.

Keine Highlights ohne Käfer. Doch welcher war mein Highlight? Der Brezel am Stand des Deuvet? Der Brezel vom Zeithaus? Nein, ich habe mich für den Faltdach-Ovali entschieden, der hinter sich noch einen Eriba-Puck-Wohnwagen hatte.

Mercedes-Klassiker sieht man überall. Auch einen Mercedes 170. Aber so gut wie nie sieht man einen 170 H (W28) - die Version mit dem Heckmotor. Hier eine 170 H Cabrio-Limousine von 1936. Drei Jahre wurde er gebaut, doch aufgrund des höheren Preises bei gleichzeitig schlechteren Fahreigenschaften gegenüber dem klassischen 170 V mit Frontmotor konnte er sich nicht durchsetzen.

Zu den Highlights in Essen zählen natürlich auch immer die Fahrzeuge, die rund um das SIHA-"Gebäude" in der Halle sechs stehen. Diesmal war die Mille Miglia 1955 Thema und mehrere Fahrzeuge des Straßenrennes waren ausgestellt. Hier sieht man den Mercedes-Benz 300 SLR, mit dem Fangio 1955 Zweiter hinter Stirling Moss wurde.

Aus der legendären Grundmann-Sammlung stammt dieser VW Käfer. Okay,, wie ein Käfer sieht er nicht gerade aus. In den frühen 50er Jahren baute die Berliner Karosseriefirma Rometsch elegante Coupes und Cabriolets auf Basis des biederen Käfers. Filmstars wie Gregory Peck gehörten zu den Besitzern. Seit dem vergangenen Jahr kann man einige Fahrzeuge im Rometsch-Museum der Familie Grundmann besichtigen.

Der GM Futurliner wurde in den Jahren 1940 und 1941 gebaut. Insgesamt entstanden 12 Fahrzeuge, von denen noch die Hälfte existiert. Die futuristisch gestalteten Fahrzeuge sollten durch die USA touren und die enthaltenen neuen Technologien wie Mikrowelle oder Fernseher zeigen. Durch den Kriegseintritt der USA wurde die Parade quer durch die USA jedoch unterbrochen. 

 

Die Futurliner sind heute extrem teuer. 2009 wurde eines der Fahrzeuge, die Nr. acht, für 4 Millionen Dollar verkauft. Futurlinder Nr. 9 wurde 2015 von einem deutschen Sammler erworben.

 

Angetrieben wird der Futurliner von einem 4,9 Liter großen Dieselmotor.

Ein weiteres Highlight war das nachfolgende Bild des Künstlers Paul Smith. Es sollte eine Straßenszene in Kalifornien zeigen. Ein wirklich schönes Bild. Das zweites Bild in der Größe 275 x 366 cm zeigte Paul Ernst Strähle mit seinem Porsche 356 A Carrera auf einer Bergstrecke  1959 bei der Rallye Liege-Rome-Liege. Es bestand aus neun Einzelteilen und war für 12.000 Euro zu haben. Eine ideale Zugabe, wenn man sich gerade einen der vielen Porsche gegönnt hatte. 

Gestartet habe ich meinen Rundgang zwar nicht im Obergeschoss bei den Clubs und IGs, aber sie sind oftmals die interessantesten Stände auf der Messe - neben den imposanten und teuren Ständen der Automobilhersteller.

Los ging es dann mit der Halle, seit Jahren mit BMW als "Hauptmieter". Mit dabei einige echte Mini, ein paar neue "aufgeblasene" BMW-Minis, ein Rolls-Royce und ein schicker Alfa Romeo. 

Weiter ging es durch die Hallen 10/11. Maybach, Mercedes, Bizzarini, Porsche, Ferrari, Bizzarini - ein bisschen Geld von der Briefkastenfirma in Panama holen und schon kann die Einkaufstour starten...

Die Halle 5, ein Mix aus Clubs, Dienstleistern und Zubehör. Hier waren auch die Heinkel-Freunde und der Adler Motor Veteranen Club Deutschland e.V. untergebracht.

Opel, Jaguar/Land Rober, Austin-Healey- und MG-Clubs und andere waren in der Halle 2 zu finden. Bei Opel gab es fünf rasante GT zu sehen, dazu die neue GT-Studie. Mal etwas anderes waren die Land Rover in unterschiedlichen Zuständen.

Wie gewohnt eindrucksvoll, spektakulär und großzügig - der Mercedes-Stand auf der Techno Classica. Während die Clubs um jeden Quadratzentimeter kämpfen müssen, kennen die Stuttgarter um Platzprobleme. Aber dennoch ist der Stand immer ein Highlight. Diesmal ging es um die Cabrios, da schließlich bei den Neuwagen die neuen offenen Benz herausgekommen sind. Wie dazu aber der 300 SL-Flügeltürer passte, hat sich mir nicht ganz erschlossen. Egal, schick war es. Und wer noch das eine oder andere Milliönchen über hatte, wurde an den Ständen der Händler sicher auf fündig.

Jetzt ging es in den Keller. Keine Rallye-Veranstalter, keine US-Car-Clubs wie z.B. die Jungs und Mädels mit ihren T-Birds. Ich habe sie vermisst. Stattdessen nur Händler.

Weiter ging es in die Halle 3. Volvo, Ferrari, Maserati, Fiat und andere Museen stellen hier aus, dazu präsentieren sich Clubs von Ford, Volvo und Porsche. Diesmal auch ein dicker Stand von Mercedes-Händlern mit eleganten Fahrzeugen. Und natürlich vieles mehr.

In der Galerie ist der beste Espresso-Sand auf der Messe zu finden, dazu der DEUVET.

Die Halle 7 wird vollständig vom Volkswagenkonzern beansprucht, der hier seine Markenvielfalt dokumentiert. Im Mittelpunkt Volkswagen, Porsche, Audi und Skoda, die anderen Marken spielen nur eine Nebenrolle. 

Von der Halle ging es dann zur "Mittagspause" in das neben der Halle liegende Freigelände. Dort standen nicht nur viele zu verkaufende Old- und Youngtimer, sonder auch der Stand, an dem es die kultige VW-Curry-Wurst gab...

Automobile gab es natürlich auch draußen auf den vier Außenflächen...

Zwei neue Hallen gab es. Mehr Platz für die Clubs, denen man an anderer Stelle den Platz entogzen hat (z.B. in der Halle 1A)? Leider nein, nur noch mehr Platz für Händler - und zahlreiche Porsche 911.

Auf der Techno Classica Essen findet man fast ausschließlich hochglanzpolierte Autos, bei denen man meist vergeblich ein Staubkörnchen sucht. Das völlige Gegenteil ist der Stand des Fusselforums. In diesem Jahr hatten sie für ihren Stand das Motto "Pfusch am Bau" ausgegeben. Der völlige Gegensatz zum Rest der Messe - aber vielleicht gerade deshalb auch äußerst wohltuend.  Wer über diese Jungs mehr wissen will, sollte sich auf ihre Homepage umsehen - dort gibt es auch einige witzige Videos zu ihrem Stand auf der Techno Classica. Anarchie pur, aber herrlich. Das Fusselforum entwickelt sich zum Kultstand, hier geht's zum Fusselblog.

Und wer noch immer nicht genug gesehen hat von der Techno Classica 2016, dem kann ich die Seite von Jens Strebe von den Oldtimerfreunden Wittlage empfehlen. Auch er hat sich reichlich Mühe gemacht, um seine Eindrücke zu dokumentieren. Hier der Link:

 

http://www.oldtimerfreunde-wittlage.de/