HO17 - Das ultimative Treffen

Uraltkäfertreffen in Hessisch Oldendorf. Im Internet hatte ich schon reichlich Fotos von vergangenen Veranstaltungen dieses alle vier Jahre stattfindenden Treffens klassischer Volkswagen gesehen. Brezelkäfer, Ovalkäfer, T1-Busse, alle möglichen Sonderkarosserien von Hembüller, Rometsch, Dannenhauer & Stauss, dazu Prototypen und Kübel- und Schwimmwagen der Kriegszeit - eine einzigartige Veranstaltung. Mir war klar, dass ich da hin musste. 

 

In diesem Jahr hat es auch geklappt. Mangels geeignetem Fahrzeug hatte ich mich mit VW-Freund Harry von der Oldtimer IG auf den Weg gemacht - mit der Bahn, am ersten Ferienwochenende hatten wir keine Lust auf Stau auf der Autobahn. Um 7.30 Uhr ging es in Hasbergen los und nach dreimaligem Umsteigen ohne jegliche Verspätung kamen wir kurz nach 9 Uhr am Bahnhof in HO an. Einmal über die Straße und schon waren wir auf dem großen Teilemarkt. Den hoben wir uns für den Rückweg auf. 

 

Was uns dann vor die Kamera kam, war schon genial. Es war genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Alle möglichen klassischen Volkswagen in den verschiedensten Variationen - so etwas hatte ich gemeinsam an einem Ort noch nicht gesehen. Was die Familie Grundmann hier auf die Räder stellt, ist fantastisch. Die ganze Kleinstadt schien begeistert mitzumachen. Aus der ganzen Welt waren die Teilnehmer angereist gekommen: Aus Skandinavien, den Benelux-Ländern, Frankreich, Spanien, Italien, Österreich, der Schweiz und sogar aus Australien, Uruguay und den USA.  Mit unendlich vielen Eindrücken gingen wir am Nachmittag wieder zum Bahnhof. Ein Termin für 2021 steht schon jetzt fest.

 

Wie bereits erwähnt starteten wir auf dem Teilemarkt. Ein erster Blick zeigte, dass alles angeboten würde, von der kleinsten Schraube bis zum ganzen Fahrzeug. Mut muss derjenige beweisen, der den völlig verrosteten Bulli kaufen und restaurieren wird. Hier die Bilder dazu: Ankunft.

 

Direkt nach dem Start wurden von stilvoll gekleideten Polizisten besondere Einsatzfahrzeuge an die Seite gewunken. Hier gab es u.a. Polizei-Cabriolets von Hebmüller zu bewundern: Einsatzfahrzeuge.

 

Dann ging es in eine der Nebenstraßen. Hier standen die T1-Bullis. Ich habe sie nicht gezählt, es waren viele, sehr viele. Sambas, Kastenwagen, Westfalia-Camper, Pritschenwagen, vom Concours-Zustand bis zum tiefergelegten Restaurationsobjekt: Die T1-Bullis.

 

Von den Bullis kamen wir der weltberühmten Käfer-Variante aus Osnabrück: dem Karmann Ghia. Auch sie hatten ihre eigene Straße, auf der sie beidseitig parkten: Die Karmann Ghia.

 

Jetzt gingen wir auf den Platz vor der Marienkirche. Beim letzten Herbsttreffen in Osnabrück war ein seltenes Hebmüller-Cabriolet zu sehen. In HO war es deutlich mehr als ein Dutzend. Die meisten im Traumzustand. Gegenüberliegend stand ein Dutzend Wehrmachtsfahrzeuge, Kübel- und Schwimmwagen, dabei auch drei Wehrmachtskäfer. Oberhalb der Hebmüller standen die Rometsch, drei Beeskow-Coupes und zwei Lawrence-Cabriolets. Ein Beeskow-Cabriolet kam gerade auf den Platz gefahren. Volkswagen hatte die Prototypen des Käfers, zwei Nachbauten der 1936er und 1937er Prototypen und einen der drei Typ 60 aus dem Jahr 1938 sowie einen 1945er Käfer zur Verfügung gestellt. Außerdem waren drei seltene Cabriolets von Dannenhauer & Stauss und ein mir bis dato unbekanntes Coupé zu sehen. Hier sind die Fotos: Hebmüller, Rometsch und mehr.

 

HO17 ist ja ein Uraltkäfertreffen und nun kamen wir zu den "normalen" Käfern. Los ging es mit Ovalkäfern. Links und rechts der Straße standen sie, die lange Straße hinauf. Ein schöner als der andere: Die Ovalkäfer.

 

Weiter ging es mit einem anderen, weltberühmten Fahrzeug aus der einstigen Osnabrücker Karosserieschmiede Karmann: Dem Käfer Cabriolet. Hier stand ein gutes Dutzend frühe Cabriolets, jedes in einem herrlichen Zustand: Die Käfer-Cabriolets.

 

Nun ging es weiter mit den Brezelkäfern mit ihren geteilten Heckscheibe. Auch diese waren in großer Anzahl nach Hessisch Oldendorf gekommen. Mit Faltdach, im Topzustand oder mit reichlich Patina versehen - alles war vertreten: Die Brezelkäfer.

 

Gegen 13 Uhr wurde es unruhig. Motoren wurden gestartet und nach und nach scherte ein Fahrzeug nach dem anderen aus den Reihen aus und fuhr durch die geparkten Fahrzeuge. Ein längere Schlange bildete sich. Es ging mit der Ausfahrt los. An einem Kreisel wurde immer eine kleine Gruppe nach der anderen auf die Fahrt geschickt - eine kontinuierliche Abfahrt lies der normale Straßenverkehr leider nicht los. Daher standen die Fahrzeuge recht lange mit laufendem Motor in der Innenstadt, aus meiner Sicht das einzige Manko an dieser beeindruckenden Veranstaltung: Start zur Ausfahrt.

 

Neben den Käfern der Frühzeit waren auch zahlreiche andere VW-Freunde nach HO gekommen und parkten abseits der Innenstadt. Vermutlich aus Platzgründen mussten aucn weitere Uraltkäfer am Rande der Innenstadt ihren Platz suchen. Darunter war eine Gruppe mit neueren Kübelwagen, zwei SP-2-Fahrer, zwei Fridoline der Deutschen Post und der Schweizer Post: Verschiedenes.