Wieder einmal im Miniatur Wunderland Hamburg

Hamburg ist meine absolute Lieblingsstadt und immer eine Reise wert. Dafür verantwortlich ist sicher auch meine Leidenschaft für den HSV, schon mit 10 Jahren war ich ab und zu im Volksparkstadion. Ein Nachbar war gebürtigere Hamburger und Mitglied beim HSV.  Auch wenn der Traditionsverein aktuell mal für ein Jahr die 2. Liga kennenlernt, lohnt es sich immer, in die Hansestadt zu fahren. Für meine Familie gehört auch immer ein Besuch ins Miniatur Wunderland dazu. Im Oktober waren wieder da, mittlerweile war auch Venedig fertig. Das Original haben meine Frau und ich vor 26 Jahren kennengelernt, in 1:87 ist es fast noch schöner (und sauberer). Es ist immer wieder eine kleine Weltreise. Knuffingen, Hamburg, Deutschland, die Alpen, die USA oder Skandinavien - einfach nur toll. Mittlerweile geht der Blick zu den vielen Details wie die vielen Oldtimerszenen. Hier wieder, sortiert nach Themen, eine Reihe Fotos aus der meistbesuchten Sehenswürdigkeit nicht nur Hamburgs. Und vielleicht schaffe ich es beim nächsten Hamburg-Besuch, meine Familie zu einem Besuch der Sammlung Prototyp bewegen zu können... 

 

Nachfolgend findet ihr mehrere Slideshows mit Fotos der einzelnen Abschnitte des genialen Miniaturwunderlandes. 

Im Gegensatz zum Miniatur Wunderland startet die Reise hier in Hamburg. Die Speicherstadt, das Volksparkstadion, der riesige Flughafen Knuffingen, die Elbphilharmonie oder die Landungsbrücken: Viele Sehenswürdigkeiten der Hansestadt sind zu sehen.

 

Los geht es mit der Stadt Knuffingen...

Dem beeindruckenden Flughafen von Knuffingen diente natürlich der Hamburger Flughafen als Vorbild. Hier sind besonders viele Oldtimerszenen zu finden...

Die Stadt Hamburg ist natürlich auch en miniature dargestellt...

Aber auch in anderen Teilen Deutschlands haben sich die kreativen Modellbauer Inspirationen geholt.

Italien gehört zu den beliebten Urlaubsländern. Die Landschaften der Toskana gehören zu den herrlichsten Europas. Für viele gehört auch Rom zu eines der interessantesten Ziele Italiens. Das Miniatur Wunderland hat Italien mit vielen liebevollen Details in Szene gesetzt.

Neu eröffnet wurde in diesem Jahr Venedig. Hier zeigt sich deutlich, wie perfekt die Macher der Miniaturen geworden sind. Unmengen an kleinen Details, viele kleine Szenen, aber keine Eisenbahnen oder Autos. Venedig ist einfach nur grandios geworden.

Zwischen Deutschland und Italien befinden sich bekanntermaßen die Alpen mit Österreich und der Schweiz. In der Alpenregion sind nicht nur eine Oldtimerrallye zu finden. So findet man einen Ski-fahrenden Schneemann. lauter Nackte auf dem Gletscher und kleine Bergdörfer.

 

Los geht es mit der Bergrallye...

Einer der musikalischen Top-Exporte der Schweiz ist DJ Bobo. Nicht unbedingt mein Geschmack, bei mir sind eher Rock'n Roll, Rockmusik, Blues und Soul angesagt. DJ Bobo bedient da eher die Fans der Gute-Laune-Tanzmusik, was ja auch okay ist. Hier gibt er gerade ein Freiluftkonzert in seiner Heimat...

Die Alpenregion Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Was die Modellbauer hier an Landschaften erschaffen haben, ist schon imposant. Da diese Region in den letzten Jahren auch zu meinen bevorzugten Urlaubszielen gehörte, hat mich dieser Teil ebenfalls sehr beeindruckt.

Dann geht es weiter über "den großen Teich" in die USA. Ein Land, dass facettenreich ist wie kein Anderes - zumindest was die Natur angeht. Ob Grand Canyon, Las Vegas, Area 51, Yosemite Nationalpark oder Mount Rushmore - die USA sind zum Glück mehr als nur der Volltrottel Donald Trump und seine Hillbillys.

Zum Schluss landet man - derzeit - in Skandinavien. Norwegische Fjorde und Dörfer, eine Werft, Winterlandschaft mit der Villa Kunterbunt und Eishotel oder eine Mine im Finnland - wenn man schon einmal in Skandinavien war (richtig, nicht nur mit einer der vielen Kreuzfahrtschiffe, mit denen man ein Land nie wirklich erleben kann), wird man vieles wiedererkennen.

Das nächste Projekt im Miniatur Wunderland ist bereits in Arbeit: nun entstehen Monaco und die Provence. Dann wird es sicher den einen oder anderen Citroen Traction Avand, DS, HY zu entdecken geben. Nach Venedig (nachfolgendes Foto stammt noch aus der Bauphase) sind die Erwartungen hoch gesteckt, die Lagunenstadt kann man eigentlich nicht mehr toppen. Von unseren bisherigen Besuchen gibt es natürlich eigene Galerien...

Hamburg 2017 - Sturm über Norddeutschland

Bella Italia – halb Italien auf einen Blick erhält man nur in Hamburg; genauer gesagt im Miniatur Wunderland in der Speicherstadt. Schön länger hatten wir unserer Tochter versprochen, ihr Hamburg zu zeigen und im Rahmen dessen auch das sensationelle Miniatur Wunderland. Ein netter Ausflug mit der Bahn war geplant, morgens hin und abends wieder zurück. Doch dieser kleine Hamburg-Ausflug entwickelte sich zu einem wahren Abenteuer...

 

Nach einer entspannten Bahnfahrt kamen wir mittags in der Hansestadt an. Passend mit dem Verlassen des Bahnhofs fing es an zu regnen und zu stürmen. Also erst einmal hinein in das Hamburger Rathaus. Nach einer guten Stunde verschwanden die Wolken, der Sturm hörte auf und die Sonne zeigte sich. Also wurde das touristische Rahmenprogramm mit Michel, Landungsbrücken, altem Elbtunnel und Speicherstadt „abgearbeitet“. Zum Besuch der „Sammlung Prototyp“ konnte ich meine Frau und meine Tochter nicht überreden – da muss ich irgendwann mal mit Freunden von der Oldtimer IG Osnabrück e.V. hin. Kurz nach 17 Uhr ging es dann in das Miniatur Wunderland. Bei diesem Besuch stand bei mir diesmal der Blick auf Oldtimer und witzige Szenen im Vordergrund. 

 

Die Hoffnung, dass die „paar vom Sturm umgestürzten“ Bäume mittlerweile von den Gleisen geholt worden waren, bestätigte sich leider nicht. Zusammen mit mehreren hundert anderen Fahrgästen (oder waren es auch tausende) saßen wir in Hamburg fest. Der gesamte Bahnverkehr im Norden war zusammengebrochen. Nichts ging mehr, Informationen gab es keine vor Ort (nur über Telefonate mit unserem Sohn zu Hause). Die Nacht verbrachten wir immerhin 1. Klasse in Hamburg – sitzend in einem der ICE, die im Bahnhof zu Zughotels umfunktioniert waren. Am nächsten Tag ging das Chaos erst richtig los. Wenn es Informationen von den wenigen sichtbaren Bahnmitarbeitern gab, dann waren diese in der Regel widersprüchlich. Meist hieß es „Dazu kann ich Ihnen nicht sagen“, „Das weiß ich auch nicht“, „Darüber gibt es keine Informationen“. Über moderne Kommunikationsmittel wie Smartphones oder Tablets, mit denen man Informationen abrufen kann, verfügten die Bahnmitarbeiter nicht, bei diesem Thema befindet sich die Bahn noch im Zeitalter der Dampflokomotiven. Schienenersatzverkehr? den gab es in der drittgrößten Stadt Deutschlands, einer Weltstadt (!?), auch 24 Stunden nach dem Sturm nicht im Ansatz. Irgendwann am späten Nachmittag erhielten wir einen „Taxischein“. Damit könnten wir laut Bahnmitarbeiter mit einem Taxi nach Osnabrück fahren. Wenn die Taxifahrer da mitgemacht hätten. „Taxischein der Bahn? Nehme ich nicht. Aber für 300 Euro bringe ich Sie nach Osnabrück“. so die Standardantwort. Morgens waren es 200 Euro, mittags 300 Euro, abends ging es für die gleiche Strecke an die 500 Euro – mit reichlich krimineller Energie versuchten die Taxifahrer die Notlage der in Hamburg „Gestrandeten“ auszunutzen und mit Wucherpreisen abzuzocken. Letztendlich kamen wir dann aber am Freitagabend doch noch mit einem Taxi zurück. Ein netter Taxifahrer aus Kassel brachte uns auf dem Rückweg in seine Heimatstadt zum Osnabrücker Bahnhof und nahm den Taxischein der Bahn an. Ich hoffe, er ist nach dem anstrengenden Tag in der Nacht heile und gesund in Kassel bei seiner Familie  angekommen.

  

 

Mit Sicherheit geht es demnächst wieder nach Hamburg, schließlich fehlte uns reichlich Zeit im Miniatur Wunderland. Auch wieder mit der Bahn – aber nur noch, wenn kein stärkerer Wind angesagt ist.