14. Lancia Astura Pininfarina, Baujahr 1938

1931 wurde der Lancia Lambda gleich von zwei Modellen abgelöst: Dem günstigeren Lancia Artena und dem hochpreisigen Astura. Benannt wurde der Astura nach dem Fluss Astura südlich von Rom, wo die letzte Schlacht zwischen Römern und Lateinern stattfand. Später wurde das Gebiet von der römischen Aristokratie besiedelt, die dort ihre Villen errichtete.

 

Vorgestellt wurde der Astura auf dem Pariser Autosalon 1931 und markierte das obere Preissegment. Das Fahrzeug war ausgelegt, um von externen Karosseriebauern aufgebaut zu werden. Darunter gehörten z. B.  Castagna oder Pinin Farina. In den 1930er Jahren gab es in Italien kaum ein prestigeträchtigeres Transportmittel als den Lancia Astura. Im Gegensatz zum Alfa Romeo 2.9, dem führenden Vorkriegssportwagen Italiens, war der Astura luxuriöser und hatte eine formelle Karosserie. Lancia achtete sehr auf Luxus und baute einen laufruhigen Motor, hydraulische Bremsen und ein Zentralschmiersystem ein. Der Astura war in einer langen und einer kurzen Variante erhältlich, um den Designern der Karosseriebaufirmen individuelle, maßgeschneiderte Aufbauten zu ermöglichen.

 

Der Astura und sein kleines Pendant, der Artena, verwendeten ein ähnliches Chassis, aber der Astura erhielt einen völlig neuen V8-Motor, während der Artena einen V4-Motor erhielt. Gebaut wurde der Lancia Astura in insgesamt vier Serien:

 

  • Serie 1: gebaut von 1931 bis 1932 in 496 Einheiten mit einem 2,6-Liter-Motor, der 73 PS leistete,
  • Serie 2: gebaut von 1932 bis 1933 in 750 Einheiten mit einem 2,9-Liter-Motor, der 82 PS leistete und über eine bessere Geräuschdämmung verfügte,
  • Serie 3: gebaut von 1933 bis 1937 in 1.243 Einheiten mit kurzem oder langen Radstand,
  • Serie 4: gebaut von 1937 bis 1939 in 423 Einheiten, nur noch mit kurzem Radstand.

 

Der im Louwman-Museum ausgestellte Lancia Astura „Tipo Bocca“ mit seiner schönen Art-déco-Stromlinienkarosserie wurde vom damals jungen Designer Battista „Pinin“ Farina entworfen. Ausgestattet ist er mit einem 85 PS starken 3,0-Liter-Motor, dessen Zylinderbänke in einem engen Winkel von 17 Grad angeordnet sind. Der Motor ist extrem leise und beschleunigt den Wage mit Leichtigkeit auf eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h

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