Fiat 500 D Giardiniera, Bj. 1960 - 1965

 

Gleich 2 x ist das Café Barösta in der Redlingerstraße in Osnabrück vertreten. Einmal das größere Café und einmal die Rösterei, die auch ein paar Plätze zum Genießen von Kaffeespezialitäten bietet. Hier hat man gleich den Duft von frisch geröstetem Kaffee in der Nase, wenn man das kleine Café betritt. Bei schönem Wetter genieße ich es häufig, mit einem Freund in der Mittagspause vor dem Laden zu sitzen und einen Espresso zu trinken. Seit einiger Zeit steht auch regelmäßig der „neue“ Firmenwagen vor der Tür: Ein Fiat 500 Giardiniera mit einem großen Faltdach.

 

Gebaut wurde die „Kombi“-Version des Fiat 500 zwischen 1960 und 1975, doch aufgrund der hinten angeschlagenen Türen durfte er ab 1965 in Deutschland nicht mehr verkauft werden. Die Bezeichnung „Giardiniera“ steht für „Gärtnerin“. Für diese Variante wurde der Motor um 90 Grad nach rechts gedreht. Der liegende Motor und die flach angeordneten Nebenaggregate ermöglichten einen für ein solch kleines Fahrzeug sehr geräumigen Kofferraum, der durch Umklappen der Rücksitze noch vergrößert werden konnte. Damit wurde erstmals im Pkw-Bau ein Unterflurmotor verwirklicht und die Kombiausführung in Verbindung mit einem Heckmotor ermöglicht. Gegenüber dem normalen Fiat 500 wurde die Karosserie um 210 mm verlängert und der Radstand um 100 Millimeter. Angetrieben wurden die Modelle zwischen 1960 und 1965 von einem 499,5 ccm großen Zweizylinder-Reihenmotor mit 18 PS. Damit war damals immerhin eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h möglich – aber als Rennwagen war der Giardiniera sowieso nicht gedacht.

 

Vielleicht ist es ja irgendwann wieder möglich, in der Redlingerstraße zu sitzen und einen Espresso zu genießen. Bei so einem Anblick schmeckt er noch besser!