Jensen C-V8 Mk II, Bj. 1964


Sehr selten anzutreffen sind Sportwagen der britischen Automobilmarke Jensen, obwohl sie über einen sehr langen Zeitraum Autos baute. Bereits 1935 übernahmen die Brüder Richard und Alan Jensen die Karosseriebaufirma ihres bisherigen Arbeitsgebens und benannten diese von W. J. Smiths & Sons in Jensen Motors um. Auf Fahrgestellen anderer Hersteller wie z.B. Standard, Wolseley oder Ford bauten sie ihrer eigenen Kreationen sowie Karosserien für LKW und Busse. Aber sie bauten auch Fahrzeuge auf selbstkonstruierten Fahrgestellen, in die sie Ford-Motoren einpflanzten.


Nach dem Zweiten Weltkrieg konzentrierten sie sich auf den Bau von Sportwagen. Ab 1946 gab es den Jensen 4 Litre PW, aufgrund der Kriegsnachwirkungen blieb es jedoch bei wenigen Exemplaren. Es folgte der Jensen Interceptor von 1950 bis 1958, wobei der Name erst mit einem späteren Modell größeren Bekanntheitsgrad erhalten sollte. Ab 1955 wurde der Jensen 541 gebaut, ein Sportwagen mit einer Karosserie aus glasfaserverstärktem Kunststoff und Scheibenbremsen.


1962 folgte dem 541 der Jensen C-V8, der nun mit einem V8-Zylindermotor, 5.900 ccm (später 6.276 ccm) Hubraum unterwegs war. Aufgrund seines leichten Gewichts und dem starken Motor galt er damals als schnellster 4-Sitzer. Bis 1966 wurden insgesamt 499 C-V8 in West Bromwich gebaut.


Dem C-V8 folgte dann der Jensen Interceptor, der das bekannteste und meistgebaute Modell der Firma Jensen wurde. 1976 war dann Schluss mit der Automobilproduktion.

Der Jensen C-V8 Mk II auf dem Foto wurde 1964 gebaut. Er verfügt bereits über den 6,3 Liter Motor mit 265 PS, die eine Geschwindigkeit von ca. 210 km/h ermöglichen.


Foto: Domhof Osnabrück, NRW-Classics 2005