Morris Minor Cabriolet, Bj. 1956


Bereits 1928 stellte die Morris Motor Company einen Kleinwagen mit der Bezeichnung Morris Minor vor. Dieser wurde – mit Unterbrechungen und in verschiedenen Versionen – über einen Zeitraum von 43 Jahren bis 1971 hergestellt.


Die Nachkriegsversion stammte von Sir Alec Issigonis und wurde auf der Earls Court Motor Show im Herbst 1948 vorgestellt. Zunächst gab es ihn als zwei- und viertürige Limousine und als viersitzige Cabriolimousine. Der seitengesteuerte Vierzylinder-Reihenmotor stammte aus dem Morris Eight, der seinerseits 1934 den Morris Minor abgelöst hatte. Der Hubraum betrug 918 ccm, leistete 27,5 bhp und ließ eine Spitzengeschwindigkeit von 103 km/h zu.


1952 kam der Morris Minor Series II heraus. In diesem Jahr gingen Morris und Austin in der BMC (British Motor Company) auf. Der Minor erhielt nun die OHC-Motor des Austin A30. Der Motor hatte nun einen Hubraum von 803 ccm und leistete 30 bhp. 1953 wurde der Traveller,die Kombiversion, sowie Lieferwagen- und Pckup-Modelle in das Programm aufgenommen. Die Serie II wurde bis 1956 gebaut. Im gleichen Jahr startete die bis 1971 gebaute Serie III.


Das abgebildete Linkslenker-Cabriolet gehört noch der Serie II an, was deutlich an der geteilten Frontscheibe zu erkennen ist. Die Serie III verfügte über eine einteilige Frontscheibe. Statt Blinker hat es noch Winker. Sein Vierzylinder-Reihenmotor verfügt über 848 ccm und 36 PS, die Höchstgeschwindigkeit beträgt ca. 120 km/h. Das Split-Windscreen-Cabriolet gehört zu den gesuchtesten Minor-Modellen.


Gebaut wurden von der Serie I ca. 250.00 Autos, knapp ein Drittel davon waren Cabriolimousinen. Von der Serie II verließen ca. 318.000 Minor die Produktionshallen und die Serie III (Morris Minor 1000) entstand in 850.000 Versionen.


Foto: Historisches Treffen "Rund um Osnabrück", 2013