Opel GT

 

 Seine Karriere begann 1965 als „Experimental GT“ auf der IAA. zunächst sollte nur der Publikumsgeschmack getestet werden und das, wie sich herausstellte, mit vollem Erfolg. 1968 war es dann soweit: Eines der aufregendsten Coupés kam auf den Markt und war auf Anhieb der Traum aller Sportwagenfahrer. Die aufregende Karosserielinie folgte einem 1962 in den USA GEBORENEN NEUEN Designstil; dem „Coke Bottle Shape“. Flacher Bug mit Klappscheinwerfern, bauchige Kotflügel, eingezogene Flanken im Türbereich, dann wieder wuchtige hintere Kotflügel, die in ein Heck mit scharfer Abrisskante münden, sind die Designmerkmale  des reinrassigen Sportwagens.

 

„Nur Fliegen ist schöner“ – dieser Werbeslogan ist als Klassiker in die Werbegeschichte eingegangen und auf immer mit der Legende GT verbunden.

 

Insgesamt wurden von dem inzwischen zum Kultauto gereiften Sportwagen 103.463 Exemplare verkauft.

Conrero GT

 

 Den ersten großen öffentlichen Auftritt hatte der Opel GT auf der IAA 1965. Es war der Beginn einer Legende, die viel Leidenschaft bei seinen Fans entfachte. Neben seinem erfolgreichen „Alltagsleben“ verdiente sich der GT auch auf Rennstrecken seine Meriten. Einige namhafte Tuner, unter ihnen Virgilio Conrero, verpassten dem Rüsselsheimer Grand Tourisme Athleten zusätzliche rennsportliche Gene. Sie verliehen ihm Flügel und ließen den Werbeslogan „Nur Fliegen ist schöner“ Wirklichkeit werden. Der Rennsportstart war zwar etwas holprig, aber bereits im Sommer 1970 fuhr der GT beim Gran Premio Mugello einen Klassensieg vor der bis dahin überlegenen Konkurrenz ein. Weitere Erfolge schließen an wie z.B. auf der berühmten Targa Florio 1971 und 1972. Auch in Monza 1972 und bei den Opel-Markenrennen auf dem Nürburgring sorgen die Conrero GTs aus Turin für Furore.

 

Klangvolle wie Namen wie Giogio Pianta, Marie Claude Beaumont, Henri Greder, Giampaolo Benedini, Alberto Rosseli, Paolo Monti und einige mehr pilotierten die GT Conreros erfolgreich über die Rennpisten.

 

Im Jahr 1997 erfüllte sich der GT-Fan und Buchautor Mauriva Van Sevecotte einen lang gehegten Traum und erwarb einer der vier blau-gelb lackierten Raritäten, die er sehr sorgfältig mit viel Leidenschaft in den Ursprungszustand versetzte. Heute sind Rennsportfahrzeuge dieser Güte gern gesehene Ausstellungsgäste auf Oldtimerveranstaltungen. Aber am wohlsten fühlt sich der Conrero GT auf der Piste im Kreise seiner ehemaligen Mitstreiter.

Irmscher GT

 

 Ein wahres Prachtexemplar ist der Irmscher GT von 1972. Die gelb-grün strahlende Stil-Ikone wurde von 2007 bis 2013 von Grund auf restauriert und glänzt nun als Neuaufbau in höchster Qualität. Knapp 3.000 Arbeitsstunden hat der jetzige Besitzer Kris Rulens in den GT gesteckt. Das Ergebnis: so gut wie alles neu. Neben der verstärkten Vorderachse wurden hier wie an der Hinterachse weitere Modifikationen vorgenommen. Koni-Dämpfer wurden verbaut und die Hinterachs-Architektur um ein Wattgestänge ergänzt. Das Getriebe kommt von ZF und bringt mit einer verstärkten Kardanwelle und Rennsport-Kupplung die Leistung perfekt auf die Straße. Apropos Leistung: Unter der Haube schlagen satte 228 PS, das maximale Drehmoment liegt bei knapp 280 Newtonmeter. Darüber hinaus wurden Motorträger und Motordämpfungsblock verstärkt und eine größere Aluminium-Ölwanne verbaut. Für Sportfeeling im Innenraum sorgen Recaro-Sitze und das Irmscher-Lenkrad. Die Sicherheit erhöhen Überrollbügel sowie zusätzlich eingebaute Domstreben – beides in Eigenregie gefertigt. Damit präsentiert sich der Irmscher GT auf Original-GT-Basis im atemberaubenden Gewand und mit völlig neuer Technik unter dem Blechkleid.

Gerent GT

 

Der strahlend weiße Opel GT aus der Gerent-Schmiede ist ein heißer Konkurrent im Rennsport. Das 1971er „Gruppe-4-Fahrzeug nach Anhang J“ fährt erfolgreich Rennen in der Zweiliter-Klasse. So wurde der 278 PS starke Gerent-GT, dem das Triebwerk Drehlzahlen bis zu 9300 min-1 zulässt, 2015 zum schnellsten Zweiliter-Auto der „Youngtimer-Trophy“ und zum klassenbesten Wagen gekürt. Selbst gegen hubraumstärkere Fahrzeuge konnte sich der von Marco Wolf und Ulli Gerent pilotierte GT durchsetzen.

  

Er schafft bis zu 275 km/h Spitze. Und vom Start weg beschleunigt der rasante Sportwagen in nur 4,3 Sekunden auf Tempo 100. Die hervorragende aerodynamische Gestaltung sowie die optimale Verteilung des geringen Fahrzeuggewichts tragen maßgeblich zu den vorbildlichen Leistungswerten bei.