Prototyp VW 38 Typ 60, Bj. 1938.

 

Die Prototypen VW 38 Typ 60 aus dem Jahr 1938 waren die Vorläufer des KdF-Wagens, der in der Vorkriegszeit die Massenmotorisierung in Deutschland herbeiführen sollte. Entwickelt wurde der Wagen von Ferdinand Porsche, der sich dabei deutlich an Entwürfen des Tatra V 570 von Béla Barényi orientierte. Gebaut wurdendie 30 Prototypen des VW 38 von der Stuttgarter Karosseriefirma Reutter.

 

Von dieser Serie haben bis heute drei Fahrzeuge überlebt, der VW 38/03 steht im Zeithaus Wolfsburg, der BW 38/31, der damals für Hitler gedacht war, gehört der Stiftung Automuseum. Der VW 38/06 auf dem Foto gehört der Familie Grundmann aus Hessisch Oldendorf, die eine Sammlung seltener und wertvoller alter Volkswagen besitzt.

 

Der VW 38/06, der 1938 an den Nazi-Führer Ley ausgeliefert wurde, gelangte nach dem Zweiten Weltkrieg vermutlich als Kriegsbeute in die damalige Sowjetunion. In den 90’er Jahren gelangte er von Kaliningrad ins litauische Wilna. Als dies bekannt wurde, reiste Christian Grundmann dorthin und konnte nach zähen Verhandlungen das Restaurationsobjekt und einen weiteren unrestaurierten VW Typ 92 gegen einen perfekt restaurierten KdF-Wagen aus dem Jahr 1943 tauschen.

 

Nach einer aufwendigen Restauration ist einer der ältesten Volkswagen weltweit fertiggestellt. Ein herrlicher Anblick für jeden VW Käfer-Fan. Die Geschichte seiner Restauration kann man ausgiebig im Buch „Der erste Brezelkäfer“ studieren, dass im Verlag Delius Klasing erschienen ist. Es kostet 29,90 Euro.

 

Mehr Infos zu diesem Fahrzeug gibt es unter www.vw38.de.

 

Foto oben: VW 38/06, Classic Days Schloss Dyck, 2012

 

Fotos unten: VW 38/03, Zeithaus Wolfsburg, 2015