27. Oldtimerspendenaktion der Lebenshilfe Gießen

 

 

Liebhaber klassischer Fahrzeuge, Youngtimer-Fans und Zweiradfreunde kommen auch bei der 27. Auflage der Spendenaktion auf ihre Kosten. Neben attraktiven Gewinnchancen steht natürlich wieder der gute Zweck im Mittelpunkt: Mit einer Spende von 5 Euro oder einem Betrag nach Wahl unterstützen die Teilnehmer auch in diesem Jahr wieder Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer Erkrankung. Viele kleinere Preise warten auf glückliche Gewinner und die Hauptgewinne können sich sehen lassen.

 

Schon zum 27. Mal heißt es freie Fahrt für die Oldtimerspendenaktion zu Gunsten von Menschen mit Behinderung im Landkreis Gießen. In diesem Jahr neben den drei ganz unterschiedlichen Mercedes-Klassikern ein Vorkriegs-Highlight und wieder ein Oldtimer aus prominentem Vorbesitz. Günther Jauch trennte sich diesmal von seinem Ford P3.

 

Die Lebenshilfe Gießen e.V. begleitet über 2800 Menschen mit Behinderung und psychischer Erkrankung in ein selbstbestimmtes Leben. Unter dem Dach unseres gemeinnützigen Vereins befinden sich inklusive Kinder- und Familienzentren, Einrichtungen der Jugendhilfe, Schulen, Werkstätten, Beratungsstellen und Wohnstätten. Die Realisierung dieser Projekte war und ist ohne das Spendenaufkommen der Oldtimerspendenaktion nicht denkbar.

 

Herzlichen Dank an die Spender der automobilen Schmuckstücke um Menschen mit Behinderung zu unterstützen!

 

 

Konto Sparkasse Gießen

Empfänger: Lebenshilfe Gießen e.V.

Bank: Sparkasse Gießen

IBAN: DE38 5135 0025 0200 6260 00

BIC: SKGIDE5FXXX

(auch für Auslandsüberweisungen)

 

Konto Volksbank Mittelhessen

Empfänger: Lebenshilfe Gießen e.V.

Bank: Volksbank Mittelhessen

IBAN: DE03 5139 0000 0002 5900 18

BIC: VBMHDE5FXXX

(Auch für Auslandsüberweisungen)

Wichtig!

 

Bitte geben Sie Ihren Namen und Adresse als Verwendungszweck an!

 

Ab einer Spendenhöhe von 50,- EURO erhalten Sie automatisch eine Spendenbescheinigung.

Teilnahmebedingungen

 

Die 27. Oldtimerspendenaktion endet am 20.01.2022. Die Gewinnerermittlung findet einige Tage danach unter notarieller Aufsicht statt. Die Gewinner*innen werden schriftlich benachrichtigt und auf unserer Website genannt. Alle bis zu diesem Termin eingegangenen Einsendungen werden berücksichtigt. Es entscheidet das Datum des Poststempels oder des Kontoeingangs. Die Teilnahme ist von einer Spende unabhängig. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Bei Beschädigung oder Verlust unserer Preise vor Ablauf der Aktion behalten wir uns gleichwertigen Ersatz vor. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Mit der Teilnahme stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten zum Zweck der Gewinnbenachrichtigung, zur Information über die Spendenaktion und der Ausstellung einer Spendenbescheinigung ab einem Betrag von 50,- Euro zu. Die Daten werden nicht an Dritte weiter gegeben.

 

 

Diese Klassiker gibt es in diesem Jahr zu gewinnen:

 

Porsche 911 Carrera, Baujahr 1987

 

Erstaunliche 16 Jahre lang baute Porsche die G-Modelle des legendären 911. Dieses exzellente Exemplar, das wir als 1. Preis in der Spendenaktion haben, rollte erst 1987 vom Band und gilt damit als später Vertreter dieser enorm ausgereiften, faszinierenden Modelle. Alles passt bei ihm: Mit erst 79.028 Kilometern auf dem Zähler befindet er sich in einem fantastisch originalen Zustand – er besitzt den Charakter eines Jahreswagens. 206 PS aus 3125 ccm reichten für locker 240 km/h. Dazu kommt die elegante Farbkombination aus dunkelblauem Lack und Leder in gleichem Ton. Ein elektrisches Schiebedach, elektrische Fensterheber und getöntes Glas ergänzen die Ausstattung. Das Fahrzeug befand sich zuletzt in der pflegenden Hand eines ehemaligen Piloten, Ulrich Jöckel, der ihn uns spendete. Auch die Vorgeschichte ist bekannt: Der 911 war zuvor elf Jahre bei einem treuen Liebhaber.

 

Mercedes-Benz 190 SL Cabriolet, Baujahr 1962

 

Der Gewinner dieses Mercedes-Benz 190 SL wird nie alleine unterwegs sein, eine aparte Blondine fährt garantiert immer mit: Gemeint ist natürlich Rosemarie Nitribitt, die legendäre Lebedame aus Frankfurt, die mit ihrem SL in die Popkultur der Nachkriegsjahre vorstieß. Ihren SL wählte sie in Schwarz (Farbcode 040) mit rotem Leder, ebenso wie der amerikanische Erstbesitzer dieses Exemplars von 1962. Dr. Sebastian Fetscher aus Lübeck holte den 190 SL nach Deutschland und ließ ihn nach höchsten Qualitätsmaßstäben restaurieren. Doch statt ihn selbst zu fahren, hat er ihn direkt nach Abschluss der Restaurierung gespendet. Der nächste Besitzer darf sich auf einen 190 SL mit der Anmutung eines Neuwagens freuen – so wie 1956 das Fräulein Rosemarie aus Frankfurt. Mit seinen 105 PS aus knapp 1,9 l Hubraum war er zwar kein Sportwagen im klassischen Sinn, aber er war durch sein perfektes Design ein absoluter Hingucker in den 50er Jahren. In vielen Leinwandstreifen seiner Zeit stand er für das Wirtschaftswunder wie kaum ein Zweiter. Mit 180 Km/h war er auch nie der langsamste auf der Autobahn.

 

Mercedes-Benz 280 SL Roadster, Baujahr 1982

 

Unser dritter Platz erzählt eine Geschichte, die so stimmig ist, dass man sie nicht besser erfinden könnte: 1982 hatte eine Dame diesen 280 SL der Baureihe R 107 als Neuwagen von ihrem Mercedes-Benz Händler übernommen. In Silbermetallic mit blauem Leder hatte sie ihn dort bestellt, ein Hardtop war auch dabei. Sehr sorgfältig ist sie mit ihrem Schmuckstück in den vielen Jahren umgegangen, die sie gemeinsam verbrachten. Sogar um das Weiterleben ihres Wagens machte sie sich Gedanken: Nach ihrem Tod, so verfügte sie, sollen die Freunde des R 107-Club Deutschland sich um ihren 280 SL kümmern. Die entschieden nach gründlicher Beratung im Jahr 2019 mit dem Wagen Gutes zu tun und ihn der Lebenshilfe Gießen als Spende zu übergeben. Der herrliche Doppelnockenmotor leistet 185 PS aus 2,8 l Hubraum und lassen den Klassiker noch heute souverän im Straßenverkehr mitschwimmen. Mit seinen originalen 83.526 Kilometern wird dieser 280 SL seine neue Besitzerin – oder seinen neuen Besitzer – sehr glücklich machen.

 

Ford Eifel Roadster, Baujahr 1938

 

Unser vierter Preis blickt bereits auf ein über 80-jähriges Leben zurück – und ist dennoch kerngesund sowie sofort einsatzbereit. Er hatte sich stets gut gehalten und sich niemals einer kompletten Restaurierung unterziehen müssen: Dieser Ford Eifel Roadster bietet feinsten Reisegenuss mit dem unvergleichlichen Flair der frühen 1930er-Jahre. Karmann hatte die Karosserie für die solide Kölner Technik gefertigt, und bis heute wirkt sie als echte Attraktion bei jeder Ausfahrt. Vor über zwölf Jahren ließ der Spender dieses Wagens den Motor grundlegend überholen. Seither ist er nur rund 6000 Kilometer gelaufen. Zusammen mit dem Ford Eifel Roadster erhält der Gewinner des vierten Preises ein umfangreiches wie hilfreiches Konvolut an Ersatzteilen, darunter einen zweiten Motor, eine Vorderachse sowie frisch verchromte Radkappen. Damit ist der hübsche Ford bestens gerüstet für viele weitere genussvolle Touren und Landpartien. In den 30er Jahren war der Roadster mit seinen 34 PS die er aus ca. 1200 ccm schöpfte gut motorisiert und konnte auf den damals noch seltenen Autobahnen auf fast 100 km/h beschleunigen. Hartmut Ide hat ihn uns gespendet und Uwe Hochstein vom AHS Autodienst, Castrop Rauxel, hat ihn für uns technisch überholt.

 

Ford Taunus 17M P3, Baujahr 1962

 

Die Wanne ist toll – und einen prominenten Vorbesitzer hat dieser vollrestaurierte Ford 17M P3 von 1962 auch: Günther Jauch, ein Freund unserer Oldtimerspendenaktion, hat ihn der Lebenshilfe Gießen gestiftet. Wer sich damals, vor gut 60 Jahren, so einen 17M kaufte, musste kein Millionär sein, um ein Auto mit Note zu bekommen: Die rundliche, reduzierte Form des Ford machte Schluss mit dem Zuckerbäcker-Design der Fünfziger. Der volkstümliche Name „Badewanne“ klang zwar nach mildem Spott, doch er stand dem Erfolg nicht im Weg. Fast 670.000 Käufer stiegen von 1960 bis 1964 in die Designer-Wanne. Nur sehr wenige haben überlebt, und so topfit wie dieses Exemplar sind die wenigsten von ihnen. Wir freuen uns schon sehr darauf mit dem kultigen Ford mit seinen quirligen 60 PS aus 1,7 l Hubraum bei den nächsten Oldtimerrallyes teilzunehmen.

 

Volvo PV 444, Bj. 1957

 

Für Thomas Körfgen war dieser 1957 gebaute Volvo PV 444 einst ein echter Traum: Der Spender unseres siebten Preises nutzte seinen Oldtimer regelmäßig. Auch weite Strecken waren dabei, nach Paris zum Beispiel, wohin er für ein langes Wochenende mit ihm fuhr. Sparsam und absolut zuverlässig sei sein Schwede immer gewesen, erinnert sich sein Besitzer, der ihn über zehn Jahre mit Freuden nutzte. Nach seiner Spende an die Lebenshilfe Gießen gönnten ihm die Koblenzer Spezialisten von Vogtmann-Herold + Co. auf eigene Kosten eine sorgfältige Restaurierung von Grund auf. Heute dürstet den 69.546 Kilometer gelaufenen PV 444 nach den nächsten fordernden Einsätzen mit einem neuen Besitzer – sogar für einen Start bei der legendären Mille Miglia ist er zulassungsfähig. Der überaus robuste Motor des Volvo leistet kräftige 60 PS aus 1,6 l Hubraum und ist mit 145 km/h recht flott unterwegs.

 

VW Käfer 1302 S, Baujahr 1972

 

Dieser sehr spezielle 1302 S aus dem Jahr 1972 erzählt aus der deutsch-deutschen Geschichte. Zunächst war der Wolfsburger im Märkischen Viertel in West-Berlin zu Hause, wo ihn nach der Wende Ralf Backhaus kaufen konnte, eines der Gründungsmitglieder des Ost-Berliner-Käferclubs. Bereits zu DDR-Zeiten fuhr er Käfer aus Leidenschaft. In den 1990er-Jahren restaurierte er seinen 50 PS-starken 1302 S und gönnte ihm einige pointierte Extras wie eine Dragster-Schaltung von Gene Berg aus den USA, ein länger übersetztes Getriebe, ein MOMO-Lenkrad (mit ABE!) und eine rare Anhängerkupplung. Ralf Backhaus war mit seinem einzigartigen Käfer rund 60.000 Kilometer unterwegs, kam mit ihm bis nach Schweden und mehrfach an den Bodensee. Sein letzter Besitzer, Joachim Schumann, spendete uns dieses Unikat für den guten Zweck.

 

Mercedes-Benz 190 D, Baujahr

 

Nein, das Tacho-Zählwerk ist nicht schon vor 30 Jahren stehen geblieben. Unser 190 D, gespendet von „Motorworld“-Chef Andreas Dünkel, hat wirklich erst 59.000 Kilometer zurückgelegt. Manche Besitzer eines Baby-Benz mit 72-PS-Dieselmotor haben das damals in einem Jahr geschafft – und waren nicht nur glücklich über die Sparsamkeit des kleinen Mercedes, sondern auch über sein agiles Handling und den leisen Motor. Als „Flüsterdiesel“ galt er damals. Und als muntere Spardose der Gutverdiener, immerhin lief er 160 km/h. Weil er wirklich lief und lief und lief, sind gute Exemplare wie dieses inzwischen so selten wie Leberspätzle außerhalb Baden-Württembergs.

 

Fiat 850 Limousine, Bj. 1966

 

Alle lieben den Fiat 500, weil er so niedlich ist. Wer aber nicht nur ein Auto zum Knuddeln sucht, sondern zum Fahren, womöglich sogar auf der Autobahn, der sitzt im 850er besser. Das war schon in den Sechzigern so, deshalb verkaufte sich der Große unter Fiats Kleinen auch 2,3 Millionen Mal. Im Grunde ist er eine modernisierte und verlängerte Spielart des 600ers aus den Fünfzigern. Der Spender unseres Fiat 850, Dr. Matthias Baum aus München, war oft und gerne mit seinem Klassiker unterwegs, mit den 34 PS war er auch ein munterer Zeitgenosse, bis eine Krankheit den beiden einen Strich durch die Rechnung machte. Viele Oldtimerrallyes sind sie gemeinsam gefahren, und fast immer war der 850 der einzige seiner Art vor Ort. Welcher Besitzer eines Fiat 500 kann das heute behaupten?

 

Opel Tigra, Baujahr 1996

 

Ja Wahnsinn, ist der wirklich schon ein Klassiker? Aber klar, schließlich liegt sein Debüt fast 27 Jahre zurück. Michael Noll hat den Wagen für uns gesucht und gefunden und gespendet. Zur Erinnerung: Michael Schumacher wird zum ersten Mal Formel-1-Weltmeister und im Radio dudelt „Weil ich ein Mä-hä-hä-hädchen bin“ von Lucilectric. Und Opel hat 1994 den kleinen Sportwagen für junge Leute, den sich VW bis heute nicht traut. Wetten, dass er ein Sammlerstück wird, so wie alle Opel-Coupés? Bei der legendären Youngtimer-Rallye „Creme 21“ dürfte er heute schon mitfahren – und wäre wahrscheinlich der einzige Tigra im Starterfeld. 90 PS hat der sportliche Tigra und rennt damit 190 km/h. Unser Exemplar im zeitgeistigen Keramikblau jener Jahre stammt von 1996 und hat erst 38.000 Kilometer gesammelt. Also beste Voraussetzungen für eine kommende Klassiker-Karriere!

 

Zwei Velo Solex

 

Ein absolutes Zweirad-Unikum, das Mofa Vélosolex des französichen Zweirad-herstellers Marcel Mennesson. Von 1946-1988 wurde es über sechs Millionen Mal produziert. Wenig Verbrauch, nur ca. 1,4 l Zweitaktgemisch, sehr leichte knapp 30 Kilogramm und der geringe Kaufpreis machten es überaus beliebt. In den Siebzigern fehlte es auf keinem Schulhof und auch vor jeder Disco wartete es auf seine meist weiblichen Fans. War der Sprit mal alle, konnte man einfach den vorne befestigten Motor hochklappen und wie mit dem Fahrrad weiterradeln. Fast alle Vélos, so wurden sie kurz genannt, waren schwarz lackiert, aber in den Siebziger Jahren sah man sie auch grün und rot weiß.

Unsere beiden Exemplare wurden uns von Alexander Bank und Oliver Lang (Theo-Lorch-Werkstätten, Ludwigsburg) gespendet. Oliver hat mit seinem Schrauberteam beide instand gesetzt.