6.   Die 1940er – Dunkle Zeiten und Aufbruch

 

 

1940

 

01.07.1940 - Die mit dem Reichsgesetz vom 7. November 1939 beschlossene Kfz-Haftpflicht-versicherung tritt in Kraft - "um den Schutz der Verkehrsopfer wirksamer zu gestalten", wie es in seiner Einleitung heißt. Mittlerweile sind damals rund vier Millionen Autos zugelassen. Als Carl Benz 1886 zum ersten Mal mit seinem Motorwagen durch Mannheim fährt, denkt wohl kaum jemand an die Risiken des neuen Gefährts. Die Haftpflicht des Automobilisten ist noch kein Thema, geschweige denn eine entsprechende Versicherung. In den nächsten 20 Jahren setzt sich jedoch das Auto als Verkehrsmittel mehr und mehr durch. 1907 gibt es im Deutschen Kaiserreich rund 27.000 Automobile, 1913 sind es bereits 60.000 Personenwagen. Gleichzeitig steigt die Unfallgefahr. Bereits 1909 wird per Gesetz die sogenannte Gefährdungshaftung für Kraftfahrzeughalter eingeführt. Auf dieser Grundlage kann ein Autohalter auch dann in Anspruch genommen werden, wenn er mit seinem Wagen schuldlos einen Schaden verursacht hat. Der Abschluss einer Haftpflichtversicherung ist Fahrzeughaltern in Deutschland allerdings lange Zeit freigestellt - im Unterschied zu anderen Staaten. Nur deutsche Fahrlehrer (ab 1933), Personenbeförderer (ab 1934) und Fernlastwagenfahrer (ab 1935) sind zum Abschluss verpflichtet. In der Zeit des Nationalsozialismus lehnt das Reichsverkehrsministerium einen Versicherungszwang zunächst ab. Das ändert sich erst 1938 mit dem sogenannten Anschluss Österreichs, wo eine Pflichtversicherung schon 1929 eingeführt wurde.

 

18.08.1940 - Im Alter von 65 Jahren verstirbt der US-amerikanischer Automobilpionier und Gründer der Chrysler Corporation Walter Percy Chrysler.  Der Sohn eines Lokomotivingenieurs wird 1910 Werksleiter bei Buick in Flint, Michigan, und im November 1912 Präsident von Buick. 1917 scheidet er bei Buick aus, wechselt zur Chase Manhatten Bank und soll in deren Auftrag die Willys Corporation sanieren.  Der nächste Job ist 1921 die Sanierung des Automobil-produzenten Maxwell. Dabei wird das Werk an den früheren GM-Chef Durant verkauft, während dieser kein Interesse an einem bereits entwickelten Sechszylinder-Prototyp hat.  Zusammen mit dem früheren Willys-Team entwickelt Chrysler das Fahrzeug zur Serienreife. Gebaut wird es in den ehemaligen Chalmers-Hallen unter dem Namen Chrysler. 1925 wird die Chrysler Corporation gegründet. Von 1928 bis 1930 lässt er für die Chrysler Corporation einen Wolkenkratzer in New York bauen. Das Chrysler-Building ist 319 Meter hoch und kurzfristig das höchste Gebäude der Welt. Doch nur bis 1931, dann entsteht das 62 Meter höhere Empire State Building. 1935 zieht Walter Chrysler sich aus dem Geschäftsleben zurück. Er gilt als der letzte Automobilpionier, der aus eigener Kraft einen Automobilkonzern gegründet und am Leben erhalten hat.

 

 

1944

 

11.09.1944 - An diesem Tag wird der französische Autorennfahrer Robert Benoist im KZ Buchenwald ermordet. In seiner Rennfahrerkarriere gewinnt er 1927 auf Delage vier Grand Prix-Rennen und hat großen Anteil am Weltmeistertitel von Delage. 1927 holt er auf einem Alfa Romeo 6C 1750SS den Gesamtsieg beim 24-Stunden-Rennen von Spa. 1935 wird er Rennleiter für Bugatti für die 24-Stunden-Rennen von Le Mans. 1937 fährt er noch einmal mit einem Bugatti T57G Tank den Gesamtsieg zusammem mit Jean-Pierre Eimille heraus. Im Zweiten Weltkrieg kämpft er für die Résistance gegen die deutsche Besatzer, wird von der Gestapo verhaftet und 1944 ermordet.

 

 

1945

 

16.01.1945 - Nachdem Frankreich im Zweiten Weltkrieg von deutschen Truppen besetzt ist, kommt Louis Renault wegen angeblicher Kollaboration in Haft. Dort stirbt er 1944 unter bis heute ungeklärter Ursachen. Am 16.01.1945 werden die Renault-Werke von der vorläufigen Regierung verstaatlicht.

 

14.06.1945 - Nachdem die Alliierten das Volkswagenwerk übernommen haben, gibt die britische Militärregierung den Befehl, die ersten Volkswagen zu montieren. Das Auftragsvolumen beträgt 20.000 Stück. Niemand ahnt damals, dass daraus mehr als 20.000.000 Fahrzeuge werden sollen.

 

 09.08.1945 - Henry John Kaiser und Joseph W. Frazer gründen die Kaiser-Frazer Corporation. Zunächst entstehen nur Prototypen. 1946 erscheinen die Modelle Kaiser K 100 Special und Kaiser K 101 Custom mit einem 6-Zylinder-Motor und Heckantrieb. Parallel vermarktet Frazer als Direktor des Automobilherstellers Graham-Paige (!) sein nahezu baugleiches Modell als Frazer-Graham-Paige bzw. Frazer Sedan, die besser ausgestattet sind als die Kaiser-Modelle. 1949 verlässt Frazer die Firma Kaiser. Trotz Probleme im Wettbewerb mit den "Großen Drei" (GM, Ford, Chrysler) kauft Kaiser 1953 Willys-Overland. 1955 beschließt Kaiser-Willys, die Automobilproduktion aufzugeben.

 

 

1946

 

04/1946 - In Wolfsburg verlässt im April 1946 der 1.000 Volkswagen die Produktionsstätte, der seit dem Ende des Krieges gebaut wird. Er ist im Grunde der Kraft-durch-Freude-Wagen (KdF-Wagen), den Ferdinand Porsche in den dreißiger Jahren konstruiert hat und der von Hitler in Auftrag gegeben worden ist, damit jeder Deutsche einen bezahlbares Fahrzeug sein eigen nennen kann. Sein robuster 985-qcm-Boxermotor bringt eine Leistung von 23,5 PS und er erreich eine Höchstgeschwindigkeit von 102 km/h. Der Volkswagen ist zwar zum meistgebauten deutschen Personenkraftwagen geworden, aber zunächst ist gar nicht daran zu denken, die Produktion auf ein einträgliches Maß zu steigern. Und auch von den seit Kriegsende hergestellten Autos werden erst einmal mehr als die Hälfte an die Besatzungsmächte geliefert. Das VW-Werk ist durch alliierte Bombardements zu großen Teilen zerstört und wird nun von der britischen Militärregierung verwaltet. Sie nimmt auf den Fertigungsprozess kaum Einfluss, sondern versteht sich wohl mehr als Treuhänder. 

 

05/1946 - Mit der Endmontage der ersten Kasten-, Liefer- und Krankenwagen des Typs 170 V (W 136 I) beginnt bei der Daimler-Benz AG die Pkw-Nachkriegsproduktion. Bis Jahresende werden insgesamt 214 Einheiten produziert.

 

04.06.1946 - Michelin erfindet den ersten Reifen mit Radialkarkasse, den er patentieren lässt und der seitdem von allen Herstellern übernommen wird. Das erste mit diesem Reifen ausgestattete Auto ist der berühmte Citroën Traction Avant.

 

14.10.1946 - in Wolfsburg läuft der 10.000ste nach Kriegsende gefertigte Käfer vom Band. Damals kann sich niemand vorstellen, dass es in den nächsten Jahrzehnten weit über 20 Millionen Exemplare sein werden. 1946 gibt es den Käfer nur als Standartlimousine Typ 11, vormals  Typ 60, das Cabrio kommt erst drei Jahre später auf den Markt.  Erst im Sommer 2003 endet die Produktion

 

 

1947

 

07.03.1947 - In Regensburg wird Walter Röhrl geboren. Er wird später einer der bekanntesten Rallye-Fahrer weltweit. In seiner Karriere siegt er 14-mal bei 75 Rallyestarts, kommt 31-mal auf das Podium. 1974 wird er auf Opel Ascona zusammen mit seinem Co-Piloten Jochen Berger Rallye-Europameister. 1978 wechselte er und fuhr mit Christian Geistdörfer einen Fiat 131 Abarth. 1980 holten sie zusammen den ersten Titel als Fahrerweltmeister. nach mehreren Wechseln fuhr Röhrl 1982 wieder für Opel - und holte auf Anhieb mit einem dem Audi quattro von Michele Mouton unterlegenen Opel Ascona B400. nach Streitigkeiten wechselten Röhrl  und Geistdörfer1983 zu Lancia und wurde mit einem Lancia Rally 037 Vizeweltmeister. Zwischen 1984 und 19887 waren sie dann für Audi mit dem Audi 200 quattro unterwegs. 1987 stellte Röhrl mit einem 600 PS starken Audi Sport quattro S1 beim Pikes Peak International Hill Climp einen neuen Rekord für die knapp 20 km lange Bergstrecke auf. Der Husarenritt geht in die Geschichtsbücher des Rallyesports ein.

 

18.05.1947 - Der allegorische Name Noris für Nürnberg ist Pate für den Namen des Norisring. Am 18. Mai findet das erste Motorradrennen auf dem Stadtkurs statt, der außerhalb von Rennen vom normalen Straßenverkehr genutzt wird. Bis 1957 finden vorwiegend Motorradrennen statt, was daran liegt, das Nürnberg früher Sitz zahlreicher Motorradhersteller wie z.B. Ardie, Hecker, Mars, Triumph, Victoria, Hercules oder Zündapp ist.

 

10.06.1947 - Mit dem Saab 92001 stellt die neugegründete Sparte des Flugzeugherstellers Saab ihren ersten PKW vor Dieser wird ab 1949 als Saab 92 in Serie gebaut. Er verfügt als erster Pkw über einen Seitenaufprallschutz, der erforderlich ist, da in Schweden jeder sechste Autounfall durch einen seitlich in oder auf einen Pkw springenden Elch verursacht wird. Die ersten Saab werden kopfüber aufgehängt und aus mehreren Metern auf den Boden fallen gelassen, um die Stabilität der Fahrgastzelle zu testen und zu verbessern. 

 

16.09.1947 - John Cobb stellt einen Landgeschwindigkeitsrekord für Automobile mit 634,386 km/h auf dem Bonneville-Salzsee in Utah/USA auf.

 

28.09.1947 - Ein Unfall bei einem Automobilrennen in Modena (Italien) sterben fünf Menschen, 17 werden schwer verletzt. Der Fahrer Franco Cortese kommt von der Straße ab und rast in die Zuschauermenge. Cortese war der Rennfahrer, der am häufigsten bei der Milli Miglia gestartet war, 1940 fährt er mit Conte Giovanni Lurani auf einem BMW 328 (Kamm-Limousine). 1947 ist er der erste Fahrer, der einen Sieg auf einem Ferrari feiern kann (Grand Prix von Rom). Auf einem Frazer Nash gewinnt er 1951 die Targa Florio.

 

14.12.1947 - In der Ebony Bar in Daytona Beach treffen sich mehrere Veranstalter von Autorennen im Osten und mittleren Westen der USA und gründen die NASCAR-Rennserie. Entstanden ist die Idee von Bill France senior schon vor dem Zweiten Weltkrieg zur Zeit der Prohibition. Damals fuhren Alkohol-Schmuggler mit frisierten Autos durch die USA, um selbst hergestellten Alkohol zu transportieren. An den Wochenenden fuhren sie mit den gleichen Fahrzeugen Rennen. In den 50er Jahren wurden seriennahe Fahrzeuge der großen amerikanischen Hersteller mit sog. Stockblock-Motoren auf den überwiegend Rund- und Ovalkursen eingesetzt. Seit den 60er Jahren werden streng reglementiert V8-Motoren mit 5,7 Liter Hubraum eingesetzt. Heute sind die Fahrzeuge weitestgehend standardisiert und haben nur noch einige wenige oberflächliche Merkmale mit den Serienfahrzeugen gemeinsam.

 

 

1948

 

01.01.1948 - Heinrich Nordhoff wird  zum Generaldirektor des Volkswagenwerks ernannt. Der 1899 geborene Nordhoff studiert an der Technischen Hochschule Berlin Maschinenbau. Nach einer ersten Station beim BMW-Flugmotorenbau wechselt er 1929 zu General Motors. 1942 wird er Vorstandsmitglied bei der Adam Opel AG, ab Juli 1942 Leiter des Opel-LKW-Werks in Brandenburg an der Havel. Im Herbst 1947 wird er im Auftrag der britischen Besatzungsmacht technischer Leiter des Volkswagenwerks, im November 1947 wird er auf Vorschlag von Sir Ivan Hirst, kommissarischer Leiter der Volkswagenwerk GmbH, Generaldirektor. Nordhoff baut das Werk in den kommenden zwanzig Jahren zur umsatzstärksten Automobilfabrik Europas aus. In seine Ära werden die VW-Werke im  brasilianischen Sao Bernardo do Campo, im mexikanischen Puebla und im südafrikanischen Uitenhage errichtet. Auch die enge Zusammenarbeit mit dem Osnabrücker Karosseriebauer Karmann beginnt 1948. 

 

11.03.1948 - Lamborghini wird gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg kauft Ferruccio Lamborghini alte Militärfahrzeuge auf und baut sie zu traktorähnlichen Fahrzeugen um, die dringend benötigt werden. Bereits 1954 bietet er als erster Traktorenhersteller Direkteinspritzung und Luftkühlung an. Lamborghini ist sehr umtriebig und gründet bald darauf die eine weitere Firma und stellt Heizungen und Klimaanlagen her. 1963 eröffnet er eine Autofabrik in Sant‘ Agata, und präsentiert mit der neuen Firma Automobili Ferruccio Lamborghini S.p.A. den Prototyp des Sportwagens 350 GTV. 1964 beginnt die Auslieferung des Lamborghini 350 GT. Seit 1998 gehört die Automobilmarke zur Audi AG und somit zum Volkswagen Konzern, während die Traktormarke bereits 1971 zu Same Deutz-Fashr verkauft wurde.

 

03/1948 - Bei einem Gespräch mit Henry Ford und dem neuen Chef des Wolfsburger Volkswagenwerkes, Heinz Nordhoff, versucht der von der britischen Militärregierung für das VW-Werk zuständige Oberst C. R. Radclyff, Ford zur Übernahme des VW-Werks zu bewegen. Doch Henry Ford, früher durchaus den Nazis zugeneigt, will das "Nazi-Projekt" nicht. "Es sei keinen roten Heller wert."

 

04/1948 - Vorstellung des Prototyps der ersten Eisenacher Nachkriegsneuentwicklung - des BMW 340 - auf der Basis von Baugruppen des Eisenacher Vorkriegsbaumusters BMW 326. Die Scheinwerfer sind nun in die Kotflügel integriert, der BMW-Grill in der typischen Nierenform wird durch mehrere verchromte Querstreben ersetzt. Es gibt eine neue Motorhaube, die komplett nach vorne aufklappt und der Kofferraum im Heck ist von außen durch eine Klappe zu erreichen. Nach einem Rechtsstreit im Jahr 1950 dürfen nur noch EMW-Embleme montiert werden. Diese ähneln stark dem weiß/blauen Emblem von BMW, tragen jetzt die Farben weiß/rot. Das BMW-Werk Eisenach wird nach der Enteignung im September 1945 durch Verfügung des Landtagspräsidenten Thüringens in die Sowjetische Aktiengesellschaft Awtowelo eingegliedert. 1953 erhält das Werk den Namen VEB Automobilwerk Eisenach, nachdem es im Jahr zuvor als volkseigener Betrieb dem Industrieverband Fahrzeugbau angegliedert wurde. Mit der Einstellung der Pkw-Modelle 340/2 und 327/3 endet EMW 1955 als Markenzeichen. In Eisenach wird anschließend der Wartburg 311 gefertigt. Zurück zum BMW/EMW 340: Er wird vom Reihensechszylinder des Vorkriegsmodells BMW 326 angetrieben, hat 1.971 ccm Hubraum und 55 (später 57) PS. Es gibt zunächst nur einen Aufbau als Limousine. Zwischen 1950 und 1951 wird er als 340/3 zusätzlich als Kastenwagen gefertigt. Außerdem entsteht 1949 mit dem 340/1 der Prototyp eines Roadsters, von diesem gibt es 1950 mit dem 340-S eine Sportvariante mit 90 PS. Dieser Prototyp startet bei drei Rennveranstaltungen in Dessau, auf dem Sachsenring und beim Leipziger Stadtparkrennen. Bei den Dreharbeiten zu einem Film wird er 1956 zu Schrott gefahren.

 

02.05.1948 - Clemente Bionetti gewinnt auf einem Ferrari 166S Coupé Allemano die Mille Miglia. Bereits 10 Jahre zuvor hat er das berühmte Langstreckenrennen auf einem Alfa Romeo (C 2900B gewonnen.

 

22.05.1948 - Der vor dem Zweiten Weltkrieg einst drittgrößte deutsche Automobilhersteller Adler präsentiert auf der Exportmesse Hannover zwei Prototypen eines Nachfolgers des Vorkriegsmodells Adler Trumpf Junior. Die Karosserien wurden bei Karmann in Osnabrück und Wendler in Reutlingen gefertigt. Doch der aus der Internierung zurückkehrende Generaldirektor von Adler, Ernst Hagemeier, stoppt den Automobilbau. Er will, dass Adler sich den Bau von Fahrrädern, Motorrädern, Büro- und Werkzeugmaschinen konzentriert. 1957 kauft Max Grundig eine Beteiligung an den Adlerwerken und beendet die Motorradproduktion. Mit dem Zusammenschluss von Grundig, Adler und Trumph werden nur noch Büromaschinen hergestellt.

 

06/1948 - Die ersten Citroen H laufen vom Band. Der Kleintransporter mit seiner Wellblechoptik wird bis Dezember 1981 gebaut und ist der erfolgreichste Transporter Frankreichs - das Gegenstück zum deutschen VW Bulli.  Den Typ H gibt es in verschiedenen Varianten, der bekannteste ist der Typ HY. Der Typ H wird zwischen 1948 und 1981 gebaut, u.a. auch in Belgien und den Niederlanden.

 

15.06.1948 - Der am 08.06.1948 mit einer Einzelgenehmigung versehene Porsche 356 Nr. 1 Roadster wird zum Straßenverkehr angemeldet. Er ist das erste unter dem Namen Porsche angemeldete Fahrzeug, ein Prototyp mit Mittelmotor und einem Gitterrahmen aus Stahlrohr. Die ersten Arbeiten zu diesem Wagen beginnen am 17.07.1947 im Porsche-Werk Gmünd. Finanziert ird das Projekt aus einem Vertrag mit dem damaligen VW-Chef Heinz Nordhoff, der Ferdinand Porsche eine Lizenzgebühr von 5 DM je gebautem VW Käfer sichert. Der Porsche 356 Nr. 1 Roadster hat einen gebläsegekühlten Vierzylinder-Boxermotor mit 1.131 ccm Hubraum und 35 PS, der wie die Vorder- und Hinterachse vom VW Käfer stammt. Der Käfer hat jedoch nur 25 PS. Der nur 585 kg schwere Roadster erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 140 km/h.

 

01.07.1948 - Auf regennasser Fahrbahn verunglückt beim Training auf dem Bremgartenkurs bei Bern einer der besten Rennfahrer der Welt: Archille Varzi. In seiner Karriere kann er 28 Grand Prix-Siege für sich verbuchen. Dabei fährt er auf Alfa Romeo, Auto Union, Bugatti und Maserati.

 

07.07.1948 – Dieser Tag gilt als „Geburtstag“ des Porsche 356, dem ersten Serienmodell der jungen Firma Porsche. Die Typbezeichnung 356 für den Wagen ist die laufende Nummer dieser Porsche-Konstruktion. Der Motor hat die Konstruktionsnummer 369. Am 07.07.1948 erscheint der erste Testbericht über ein Porsche-Coupé. Im April 1965 endet die Produktion der Baureihe 356. In 17 Jahren Bauzeit entstehen  76.302 Wagen.

 

18.09.1948 – Stirling Moss siegt beim ersten Rennen auf dem britischen Goodwood Circuit auf einem Motorrad der 500-cm³-Klasse. Anschließend steigt er auf Cooper um und wird einer der erfolgreichsten Rennfahrer der 50er Jahre. In Goodwood hat er jedoch auch einen seiner schwersten Unfälle. 1962 kommt er, an vierte Stelle liegend, von der Strecke ab und prallt gegen einen Erdwall. Er erleidet Knochenbrüche und ein Hirntrauma, liegt im Koma und ist zunächst halbseitig gelähmt. Nachdem er ein Jahr zur Genesung benötigt, beendet er seine Karriere.

 

20.09.1948 - Auf der Earls Court Motor Show wird das Nachkriegsmodell des Morris Minor vorgestellt, konstruiert von einem Team um Sir Alec Issigonis, dem "Vater" des Mini. Der Morris Minor war das erste britische Automobil, von dem mehr als eine Million Fahrzeuge gebaut wurde.

 

10/1948 - In Rüsselsheim wird der Opel Kapitän wieder gebaut, in leicht überarbeiteter Form und auch nur als viertürige Limousine mit Portaltüren. Erkennbarer Unterschied zum Vorkriegsmodell sind die nun runden Scheinwerfer, Stoßstangen mit stärker ausgebildeten Hörnern und Radkappen. Er hat einen 2,5-Liter-Reihenmotor mit 55 PS, Dreiganggetriebe und eine Höchstgeschwindigkeit von 126 km/h. Bis April 1950 werden 12.936 Exemplare gebaut.

 

07.10.1948 - Die Entwicklung begann Mitte der 1930er-Jahre; kriegsbedingt stellte Citroën den neuen 2CV aber erst am 7. Oktober 1948 in Paris der Öffentlichkeit vor. Von der Fachpresse anfangs belächelt, wurde der 2CV in den folgenden Jahrzehnten zu einem der bekanntesten Automodelle in Frankreich. Der 2CV war Basis für die Citroën-Modelle Dyane, Ami und Méhari.

 

10.-13.10.1948 - Die britische Militärregierung der Stadt Köln legt die Produktion der Ford-Werke still, weil diese das zugeteilte Kohlen-Kontingent erheblich überzogen hatte.

 

11/1948 - In Köln-Niehl startet die Produktion des neuen Ford Taunus. Er ist der Nachfolger des bereits seit 1938 gebauten Taunus G93A, der als Mittelklassewagen die Lücke zwischen dem kleinen Ford Eifel und dem großen Ford V8 schließen soll. Der Prototyp des neuen G73A wird im Mai 1948 auf Hannoveraner Exportmesse vorgestellt. Die ersten Karosserien entstehen jedoch nicht in den Kölner Ford-Werken, sondern werden ab September 1948 aus Platzmangel im Wolfsburger Volkswagenwerk und beim Karosseriebauer Karmann in Osnabrück hergestellt. Zuvor müssen die Karosserieformen aus dem bisherigen Ambi-Budd-Werk in Ostberlin in Verhandlungen mit der Sowjetischen Militäradministration ausgelöst werden. Erst im November 1948 kommt die Gesamtproduktion nach Köln zurück. Zunächst gibt es den Taunus nur als zweitürigen Limousine mit hinten angeschlagenen Türen, zunächst ist er nur in „nachtschattengrau“ zu erhalten. Wegen seines rund abfallenden markanten Hecks wird der G73A auch "Buckeltaunus" genannt. Ab 1949 entstehen weitere Karosserieformen bei renommierten Karosseriebauern wie Karmann in Osnabrück oder Drauz in Heilbronn. Diese erhalten von Ford die Fahrgestelle mit dem vorderen Aufbau bis zu den A-Säulen. Die Fahrzeuge werden nun zu zwei- und viersitzigen Cabriolets mit zwei Türen oder – für die Polizei – vier Türen, zu dreitürigen Kombis und zu viertürigen Taxis. Im Mai 1950 gibt es den Taunus Spezial mit Vierganggetriebe und Lenkradschaltung, einem breiten, verchromten Kühlergrill, Stoßfängern mit Hörnern, ein größeres Rückfenster und Blinkern statt Winkern. Knapp ein Jahr später kommt der Taunus de Luxe mit durchgehender Windschutzscheibe und zahlreichen Extras. Angetrieben wird der Ford Taunus G73A von einem 1.172 ccm großen Motor mit 34 PS, was zu einer Höchstgeschwindigkeit von 97,5 km/h führt. Gebaut wird der Taunus G73A bis 1952 und dann vom „Weltkugeltaunus“ (Taunus 12M -G13-) abgelöst. Insgesamt entstehen 76.590 Exemplare des G73A.

 

 

1949

 

1949 – Die Produktion des bis 1955 gebauten Rolls-Royce Silver Dawn startet im britischen Crewe. Das Modell ist der erste Rolls-Royce mit Werkskarosserie, bis dahin wurden die Karosserien von anderen Karosseriebauern hergestellt. Das Fahrgestellt ist ein modifiziertes Silver-Wraith-Chassis. Zunächst wird er ausschließlich für den Export als Linkslenker gebaut, zusammen mit dem baugleichen Bentley R-Type ist er ab Oktober 1953 auch in Großbritannien verfügbar. Angetrieben wird das Fahrzeug von einem Reihensechszylinder mit zunächst 4.257 ccm, später dann mit 4.566 ccm. Zusätzlich zum Komplettfahrzeug mit Werkskarosserie bot Rolls-Royce auch nur das Chassis an und die Aufbauten entstanden bei anderen Stellmachern (Coachbuilder) wie Harold Radford.  Insgesamt entstanden in sechs Jahren 760 Exemplare.

 

1949 - In Deutschland verlassen 104.000 Automobile die Fabriken – das Dreifache der Vorjahresproduktion.

 

1949 - Auf dem Genfer Autosalon präsentiert Borgward die viersitzige Limousine Hansa 1500, die erste deutsche Neukonstruktion seit Ende des Zweiten Weltkrieges. Ebenfalls in Genf wird der Prototyp des Sportwagens Porsche 356 gezeigt, ein zweisitziger Roadster mit einem Aluminium-Chassis. Ebenfalls einen Zweisitzer bringt Gutbrod mit dem Moto-Standard, ein Cabrio mit Frontantrieb und einer Ponton-Karosserie. Karmann aus Osnabrück zeigt das viersitzes Cabriolet auf VW Käfer-Basis, Hebmüller aus Wülfrath das zweisitzige Cabriolet auf Käfer-Basis. Mercedes-Benz bringt mit dem Typ 170 V und dem auffallend leisen Typ 170 D auf den Markt. In Italien wird der Siegeszug der Vespa gestartet

 

08.01.1949 - In den Niederlanden wird ein VW Käfer verschifft. Ziel sind die USA. Damit beginnt der Käfer seinen nicht geglaubten Erfolg in die Vereinigten Staaten. Doch er ist zunächst kein Erfolg. Erst 1955 baut Volkswagen ein eigenes Verkaufsnetz auf. Der Durchbruch gelingt jedoch erst 1960 – mit einer einzigartigen Anzeigenkampagne, die Jahrzehnte später zur besten des 20. Jahrhunderts gewählt werden würde. Die bis dahin recht unbekannte Agentur Doyle Dane Bernbach (DDB) löst mit ihrer Kampagne einen regelrechten Run auf das kleine Auto aus Deutschland aus. Gleichzeitig verändert sie die Auffassung von Werbung fundamental. Zum ersten Mal nimmt sich mit Volkswagen USA ein großer Konzern in seinen Anzeigenmotiven konsequent auf die Schippe, spielt mit eigenen Vorurteilen, eigenen Schwächen und Klischees.

 

31.03.1949 - In Bologna wird das Unternehmen Abarth & C. gegründet. Carlo Abarth, ein in Italien lebender österreichischer Motorradrennfahrer und Unternehmer, baut mit seiner Firma Sportwagen mit kleinem Hubraum, zunächst überwiegend Einzelstücke und kleine Serien mit speziellen Karosserien unterschiedlichster Designer und Karosseriebauer. Dazu zählen Allemano, Bertone, Boano, Ghia, Pininfarina, Vignalo oder Zagato. Bekannt wird die Firma Abarth aber auch als Tuner, vor allem für Fiat, Simca und Alfa Romeo. Im Rennstall Abarth fahren u.a. Derek Bell, Hans, Herrmann, Jochen Nerpasch oder Walter Röhrl. 1971 ist mit der selbständigen Firma Abarth Schluss. Carlo Abarth verkauft das Unternehmen und die Markenrechte an den Fiat-Konzern.

 

06.04.1949 - Volkswagen bestellt bei der Firma Karosseriewerke Josef Hebmüller und Söhne in Wülfrath 675 Aufbauten für das zweisitzige Cabriolet vom Typ 14, das durch seine elegante Form besticht. Die Erprobungsergebnisse an den am 21. März und 1. Juni 1949 gelieferten Versuchsfahrzeugen machen unter anderem eine konstruktive Verstärkung des Aufbaus erforderlich. Auch wird die Fertigungsqualität bemängelt. Ein durch eine Lackstaubverpuffung verursachter Brand unterbricht die Produktion am 23. Juli 1949 – bis dahin liefert Hebmüller 53 Cabriolets und 236 Polizei-Streifenwagen von Volkswagen Typ 18 aus. Zwar nimmt Hebmüller die Produktion wieder auf, jedoch entspricht Volkswagen dem Wunsch auf Erhöhung der Liefermenge nicht. Auch wegen der geringen Stückzahl von insgesamt 680 gebauten Fahrzeugen gehört das Hebmüller Cabriolet zu den begehrten Sammlerstücken.

 

16.04.1949 - Der erste VW-Käfer wird am 16. April 1949 nach Österreich importiert. Und er läuft und läuft und läuft. Damit laufen auch die Geschäfte der Firma Porsche gut an. Auch dank dem erfolgreichen Aufbau einer schlagkräftigen Vertriebsorganisation und dem damit verbundenen zuverlässigen Kundendienst. Von Salzburg aus baut Louise Piech neben dem Fahrzeugimport eine eigene Einzelhandelskette auf: Die Porsche Inter Auto GmbH & Co KG, die sich bis heute zu 100 % im Besitz der Familien Porsche und Piech befindet.

 

05/1949 - Der Mercedes-Benz 170, ein bereits vor dem Krieg produziertes Fahrzeug, kommt nun auch als Diesel auf den Markt. Er hat einen Vierzylindermotor mit 1.767 ccm  Hubraum und 40 PS.

 

24.05.1949 - Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland tritt in Kraft. Besondere Bedeutung haben aufgrund der Erfahrungen aus dem nationalsozialistischen Unrechtsstaat die Grundrechte. Beschlossen wird es vom Parlamentarischen Rat am 8. Mai 1949 mit 53 zu 12 Stimmen. Die Gegenstimmen kommen von Abgeordneten der CSU, der Deutschen Partei, der Zentrumspartei und der KPD. Am 23.05.1949 wird es in einer feierlichen Sitzung des Parlamentarischen Rates durch den Präsidenten des Parlamentarischen Rates und die Vizepräsidenten verkündet und ausgefertigt. Die Verfassungsurkunde wird von den 65 stimmberechtigten Mitgliedern mit Ausnahme der zwei kommunistischen Abgeordneten des Parlamentarischen Rates unterzeichnet. Das Grundgesetz beginnt im Artikel 1 Absatz 1 mit den Worten "Die Würde des Menschen ist unantastbar.". Ein Satz, den heute wieder zahlreiche Bürger missachten und die offenbar wieder den Idealen der Nazizeit anhängen und Parteien wählen, deren Auffassungen nur schwer mit den freiheitlichen Idealen unserer Verfassung vereinbar sind.

 

19.06.1949 - Das erste offizielle Rennen des heutigen NASCAR Sprint Cup findet auf dem 1949 eröffneten Charlotte Speedway in Charlotte, North Carolina, USA, statt. Der Charlotte Speedway ist ein dreiviertel Meilen langes Oval und das erste Rennen geht über eine Distanz von 150 Meilen. Nach insgesamt 12 NASCAR-Rennen wird der Charlotte Speedway am 17.10.1956 wieder geschlossen.

 

01.07.1949 - Dem Standart-Käfer wird nun ein Exportmodell an die Seite gestellt. Es hat eine verbesserte Ausstattung wie z.B. eine Zeituhr, Chromleisten, Bedienungsknöpfe am Armaturenbrett aus elfenbeinfarbigem Kunststoff und kostet 5.450 DM

 

23.07.1949 - Ein Großbrand im Hebmüller-Werk in Wülfrath zerstört die gesamten Produktionsanlagen. Zwar kann der Wiederaufbau 1951 abgeschlossen werden, aber die wirtschaftliche Situation führt dazu, dass Hebmüller 1952 den Betrieb einstellen muss. Hebmüller baut vor dem Krieg hochwertige Aufbauten als Einzelstücke oder Kleinserien, u.a. für Austro-Daimler, F.N. und Dürkopp. Aber auch Ford und Opel lassen ihre Cabriolets und offenen Sportwagen zum Teil von Hebmüller bauen. Nach dem Krieg bekommt Hebmüller von Volkswagen den Auftrag für den Bau von 2000 zweisitzigen Cabriolets, die ab 1949 hergestellt werden. Doch aufgrund des Brandes entstehen nur 626 Fahrzeuge. Außerdem baut Hebmüller ein offenes viersitziges Polizei-Einsatzfahrzeug auf VW Typ 1-Basis.

 

22.07.1949 - Die Serienfertigung des Volkswagen Typ 15, eines viersitzigen Cabriolets auf Basis des Export-Modells der Volkswagen Limousine, beginnt bei der Wilhelm Karmann Fahrzeugfabrik in Osnabrück. Nach einer Vorführung des Fahrzeugs am 13. April 1949 und seiner Erprobung spricht sich Nordhoff am 18. April 1949 dafür aus, „recht bald mit der Produktion dieses Cabriolets in Gang“ zu kommen. Der am 3./5. August 1949 geschlossene Vertrag sieht die Lieferung von zunächst 1 000 Einheiten vor. Durch hohe Alltagstauglichkeit ausgezeichnet und durch unsichtbar angebrachte Versteifungen an den Karosserieseiten in seinem Schwingungsverhalten neutralisiert, findet das Fahrzeug eine wachsende Kundengruppe. Zunächst für 7 500 DM angeboten, summiert sich die Fertigung bis Jahresende auf 440 Fahrzeuge. 1950 steigt die Produktion auf 2 669 Fahrzeuge an. Bis zur Produktionseinstellung am 10. Januar 1980 laufen in Osnabrück 330 281 Käfer Cabriolets vom Band.

 

03.09.1949 - In Ingolstadt wird die Automobilfirma Audi neugegründet. Nachdem im August 1948 die Auto Union AG im Handelsregister Chemnitz gelöscht worden ist, existiert das Unternehmen nicht mehr. In Ingolstadt war bisher das Auto-Union-Zentrallager Süd untergebracht. Viele Mitarbeiter aus den früheren Werken der Auto Union in Zwickau, Zschopau und Chemnitz setzen sich nach Ingolstadt ab und initiieren den Neuaufbau. Da im Krieg die Wehrmacht die DKW-Wagen aufgrund ihrer Zweitaktmotoren, der selbsttragenden Karosserien aus Sperrholz und des Frontantriebs kaum requiriert hatte, sind in Westdeutschland zu diesem Zeitpunkt noch rund 65.000 DKW-Wagen der Typen Reichs- und Meisterklasse in Betrieb - ein großer Vorteil gegenüber den Mitbewerbern.

 

06.09.1949 - Durch die Verordnung 202 überträgt die britische Militärregierung dem Land Niedersachsen die Kontrolle über die Volkswagenwerk GmbH mit der Maßgabe, diese im Auftrag und unter der Anweisung der Bundesregierung zu übernehmen. Die Frage der Eigentümerschaft bleibt bis zur Privatisierung des Unternehmens ungeklärt.

 

19.09.1949 - Der Zebrastreifen taucht in internationalen Vereinbarungen erstmals in einem in Genf unterzeichneten Protokoll über Verkehrszeichen auf. Bereits 1948 lässt die britische Regierung an Londoner Verkehrskreuzungen Straßenmarkierungen in Form von zwei parallelen punktierten Linien anbringen und veröffentlicht Schulungsfilme zum sicheren Überqueren stark befahrener Straßen.

 

13.10.1949 - Mit dem Borgward Hansa 1500 bringt die Carl F.W. Borgward GmbH die erste deutsche Pkw-Neukonstruktion nach dem Zweiten Weltkrieg auf den Markt. Der Hansa 1500 verfügt über die nach dem Krieg übliche Pontonkarosserie und bereits über Blinker, während die Mitbewerber noch meist Winker als Fahrtrichtungszeiger einsetzten. Er verfügt über einen Vierzylinder-Reihenmotor mit 1.498 ccm und hat zunächst 48 PS. Neben den zwei- und viertürigen Limousinen gibt es auch ein  zwei- und ein fünfsitziges Sportcabriolet (Karosserie Hebmüller) und einen  dreisitzigen Kombi.  Zusätzlich wird noch ein zweitüriges Sportcoupé gebaut.  1953 gibt es das Sportcabriolet auch mit dem 80 PS-Motor des Borgward Rennsportwagen. Gebaut wird der Borgward Hansa 1500 bis 1954.

 

12.11.1949 - Nach 51-wöchiger Entwicklungszeit wird der neue VW Transporter (Typ 2) den Journalisten vorgestellt. Die Serienfertigung beginnt am 8. März 1950 im Volkswagenwerk Wolfsburg. Später wird in Hannover ein eigenes VW Transporter-Werk gebaut. Den VW Typ 2 gibt es in verschiedenen Karosserievarianten wie Kastenwagen, Kombi, Kleinbus, Pritschenwagen und Doppelkabine, die Luxusvariante „Samba“-Bus oder als Campingmodell (z.B. von Westfalia). 1955 werden für die Deutsche Bundesbahn 30 Eisenbahn-Draisinen (Klv 20) mit VW-Transporter-Karosserien gebaut. Von der ersten Generation (Typ 2 T1) werden zwischen 1950 und 1967 insgesamt rund 1,8 Millionen Einheiten gebaut.