10.   Die 1980er – Ein erstes Umweltbewusstsein

 

 

1980

 

10.01.1980 - Das 331.847ste Käfer Cabriolet rollt vom Band - Weltrekord, das Fahrzeug hat die Fahrgestell-Nr. 152 044 140. Es ist damit der meistgebaute offene Personenwagen, gleichzeitig aber auch das letzte Käfer Cabriolet, das gebaut wird. Nun räumt es endgültig seinen Platz dem Golf Cabriolet, das bereits seit 1979 auf dem "Nachbarband" gebaut wird.

 

19.01.1980 - Im britischen Frome wird Jenson Button geboren. Mit acht Jahren beginnt er seine Karriere zunächst im Kart. 1991 gewinnt er alle 34 Rennen der British Cadet Kart Championship. Nach weiteren sehr erfolgreichen Jahren bei nationalen und internationalen Kartrennen mit diversen Titeln wechselt er 1998 in die britische Formel Ford, die er auf Anhieb gewinnt. 1999 tritt er in der britischen Formel 3-Meisterschaft an und wird zum Schluss Gesamtdritter. Nur ein Jahr später wechselt er zum Formel 1-Team Williams. 2001 und 2002 fährt er für Benetton und 2003 geht es weiter zum BAR-Team. Dieses wird 2006 in Honda umbenannt. 2009 übernimmt Ross Brawn das Team. Die Saison ist für das Bran-Team sehr erfolgreich: Mit elf Punkten Vorsprung wird Jenson Button Formel 1-Weltmeister vor Sebastian Vettel. Zur Saison 2010 wechselt Button zu McLaren. 2016 gibt er das Ende seiner Karriere bekannt, vertritt 2017 jedoch noch einmal beim Großen Preis von Monaco Fernando Alonso. Insgesamt tritt Jenson Button bei 306 Grand Prix-Rennen an, fährt 15 Siege ein, holt 50 Podestplätze und wird 2009 Weltmeister.

 

19.02.1980: Mit einer Länge von 176 Kilometern kommt es auf der Strecke Paris und Lyon zum bislang längsten Stau der Automobilgeschichte.

 

16.06.1980 – In Chicago feiert ein Kinofilm Premiere, der heute besonders in Europa Kultstatus hat: Blues Brothers. Der Film ist eine Mischung zwischen Roadmovie, Komödie und Musikfilm. Im Mittelpunkt stehen die Brüder Jake Blues (John Belushi) – frisch aus dem Staatsgefängnis entlassen – und Elwood Blues (Dan Aykroyd).  Als sie erfahren, dass das Waisenhaus, in dem sie aufwuchsen, aufgrund von Steuerschulden geschlossen werden soll, versuchen sie, das Geld aufzutreiben. Dies soll gelingen, in dem sie ihre alte Band zusammenzubringen, um mit einem Konzert die benötigten 5000 Dollar einzuspielen. Mit ihrem 1974 Dodge Monaco, einem ehemaligen Polizeifahrzeug, machen sie sich auf den Weg. In verschiedenen Rollen begegnen ihnen dabei geniale und mittlerweile weitestgehend verstorbene Musiker wie die Blues- und Soullegenden Aretha Franklin, John Lee Hooker, Ray Charles oder James Brown. Gejagt werden sie von der Polizei, üblen Nazis, einer Countryband und einer von Carry Fischer gespielten Ex-Freundin von Jake Blues. Die Verfolgungsjagten in einem Einkaufszentrum oder in Chicago sind legendär, ebenso der hervorragende Soundtrack. Das Lexikon des internationalen Films: „Ungewöhnliche Mischung aus Musik- und Actionfilm, die durch überdrehte Ausgelassenheit, eine unbändige Zerstörungswut, zündende Musiknummern und urige Hauptdarsteller gekennzeichnet ist.“ Der Film „Blues Brothers“ ist mein absoluter Lieblingsfilm, den ich mir immer wieder ansehen kann, dicht gefolgt von „Das Leben des Brian“. Aber der Film hat mit Autos nichts zu tun…

 

22.08.1980 – Mit seinem Namen sind die größten Erfolge der Renngeschichte von Mercedes-Benz verbunden: Alfred Neubauer. Im Alter von 99 Jahren verstirbt Neubauer 1980 in Stuttgart. Nach Ende des Ersten Weltkriegs geht er zum österreichischen Automobilhersteller Austro-Daimler, wo ihn Ferdinand Porsche 1920 zum Leiter der Einfahr-Abteilung ernennt. Ab 1922 fährt, jedoch recht erfolglos, selbst Rennen. 1923 wechselt er zusammen mit Porsche zur Daimler-Motoren-Gesellschaft. Dort erfindet er mangels eigenem Talents den Posten des Rennleiters. Die mittlerweile zu Daimler-Benz fusionierte Firma macht mit den Mercedes-SS- und SSK-Rennwagen auf den internationalen Rennstrecken Furore, dann kommt die Ära der legendären Silberpfeile. Zusammen mit den Wagen der Auto Union dominieren die Stuttgarter Rennwagen. Nach dem Zweiten Weltkrieg beginnt eine neue Ära und wieder dominiert Mercedes-Benz unter Alfred Neubauer auf den Rennstrecken der neuen Formel 1 und bei Langstreckenrennen wie der Mille Miglia. Doch nach der Katastrophe von Le Mans 1955, bei der ein Mercedes-Benz 300 SL unverschuldet in die Zuschauer geschleudert wird und 84 Menschen sterben, zieht Mercedes-Benz seine Fahrzeuge zurück. Alfred Neubauer geht in Rente, sein Nachfolger wird der frühere Rennfahrer Karl Kling.

 

25.09.1980 – Die deutsche Road-Movie-Komödie „Theo gegen den Rest der Welt“ kommt in die bundesdeutschen Kinos. Marius Müller-Westernhagen spielt darin den Lastwagenfahrer Theo Gromberg aus Herne, der mit einem italienischen Freund Enno eine kleine Spedition betreibt. Ihr einziges Fahrzeug ist ein Volvo-Sattelschlepper. Auf dem Rückweg von einer Tour muss Theo völlig übermüdet eine kurze Pinkelpause einlegen. Diesen Moment nutzt ein Dieb, um den Volvo zu stehlen. Er springt in den Fiat 500 der Schweizer Kunststudentin Ines. Nachdem dieser überhetzt die Räder streckt, holt ihn Enzo mit einem geliehenen Peugeot 404 Kombi ab. Gemeinsam begeben sich die drei weiter auf die Suche nach dem gestohlenen LKW, der – wie Theo beichtet – auf der Rückfahrt illegale Ware geladen hat. Über Lüttich verfolgen sie die Spur über Mailand bis Marseille, orientieren können sich mittels einer kleinen Europakarte in Theos Taschenkalender. Warum Theo einen Finger verliert und ob sie den Volvo wiederbekommen – einfach mal den schrägen Film ansehen, der besonders vom Wortwitz Marius Müller-Westernhagens lebt. Dieser bekam für seine Rolle in Theo den Ernst-Lubitsch-Preis und den Jupiter als bester Darsteller. „Theo gegen den Rest der Welt“ der größte deutsche Filmerfolg der Jahre 1980/1981 mit mehr als drei Millionen Zuschauer.

 

01.10.1980 - in Mainz erscheint die "Markt für klassische Automobile und Motorräder", 1993 umbenannt in "Oldtimer Markt". Sie ist die größte Fachzeitschrift für klassische Fahrzeuge in Europa.

 

 

1981

 

3/1981 – Präsentation des neuen VW Scirocco auf dem Genfer Automobilsalon. Gebaut wird er bei Karmann in Osnabrück auf der Plattform des VW Golf I. Im Gegensatz zum Vorgängermodell Scirocco I konnte sich der Design-Vorschlag von Giugiaro diesmal nicht durchsetzen, das Fahrzeug wird auf einem hausinternen Entwurf von Volkswagen gebaut. Das Serienfahrzeug wird Anfang März 1981 auf dem Genfer Auto-Salon vorgestellt und ab dem 16. März 1981 stehen an der Côte d’Azur Fahrzeuge der Presse zu Testfahrten zur Verfügung. Die VAG-Händler erhalten die Wagen ab Mitte Mai 1981. Im Juni 1981 werben fünf Anzeigenkampagnen für das neue Modell mit dem Slogan: „Der neue Scirocco. Aufregend vernünftig“. Insgesamt laufen bis zum 07.09.1992 in Osnabrück 291.497 Exemplare des Scirocco II vom Band. Die Rückleuchten des VW Scirocco II werden auch vom britischen Automobilhersteller Aston Martin für das ab 1990 gebaute Modell Virage verwendet.

 

03/1981 - Die Serienproduktion des DMC-12 startet in Dunmurry bei Belfast im britischen Nordirland. Das neue DMC-Werk wird fast komplett durch Zuwendungen der britischen Regierung finanziert, die eine weitere Stärkung der IRA verhindern will, indem sie die hohe Arbeitslosigkeit in Nordirland senkt. Vor dem Serienanlauf waren zwei Wagen hergestellt worden, mit denen Testfahrten über insgesamt nur 60.000 Meilen für das Bestehen der US-Abgasprüfung durchgeführt wurden. Dieser Aufwand war jedoch zu gering, um alle möglichen Mängel aufzuspüren und Fehler vor Beginn der Serienfertigung zu beheben. Dass DeLorean gleichwohl die Produktion aufnimmt, liegt am wachsenden Druck seiner Investoren und Händler, die nach sechs Jahren des Wartens nun endlich Geld verdienen wollen. Das Design der Karosserie stammt von Giorgetto Giugiaro (ItalDesign), der z.B. auch die VW-Modelle Golf und Scirocco I, Audi 80 oder De Tomaso Mangusta kreiert hatte. Die weitere Entwicklung zur Marktreife soll zunächst bei Porsche erfolgen, doch Porsche lehnt ab, da das Projekt in der vorgegebenen Zeit nicht seriös entwickelt werden könne. Bei Lotus war De Lorean erfolgreicher. Doch die Briten gaben nach zwei Jahren auf und kündigten 179 die Vereinbarung mit De Lorean. Doch 1981 kann die Produktion starten. Die Serienfahrzeuge leiden unter schwankender Produktqualität. Um für einen geplanten Börsengang als erfolgreicher Geschäftsmann dazustehen, lässt De Lorean die Produktion verdoppeln, obwohl bei weitem nicht entsprechende Kaufaufträge vorliegen Dies führt zum Kollaps des Projekts. Mehrere hundert DMC-12 stehen in Belfast auf Halde. Die britische Regierung unter der neuen Premierministern Thatcher weigert sich, weiteres Geld in die Firma zu investieren und so versucht De Lorean, über einen Kokainhandel zusätzliches Geld zu generieren. Er wird in den USA verhaftet, die DMC geht in Insolvenz. Zwar wird DeLoren in den USA freigesprochen, doch in Großbritannien erwartet ihn ein Verfahren wegen Veruntreuung. Er hatte zusammen mit Colin Chapmann 17,5 Millionen Dollar Investorengelder unterschlagen. Berühmt wurde der DMC-12 in der erfolgreichen Film-Triologie „Zurück in die Zukunft“ als Zeitmaschine.

 

06.05.1981 - In Baden-Württemberg wird das Auto & Technik Museum eröffnet, Initiator und Gründer ist der Unternehmer Eberhard Layher (verst. 30.12.2012). Heutet bietet das Museum mehr als 3.000 Exponate auf einer Fläche von über 30.000 m² Hallenfläche. Zu diesen Exponaten gehören auch mehrere Luftfahrzeuge wie z.B. eine Douglas DC-3, eine ausrangierte Iljuschin II-14 und eine Concorde. Zu den 300 Oldtimern gehört eine Mercedes- und Maybach-Ausstellung, eine American-Dream-Cars-Sammlung (aus den 50ern). Berühmt ist auch der experimentelle Rennwagen "Brutus", ein American LaFrance-Chassis von 1907 mit einem 12-Zylinder BMW-Flugzeugmotor mit knapp 47 Litern Hubraum. Außerdem gibt es noch rund 200 Motorräder, 27 Lokomotiven, 60 Flugzeuge, 150 Traktoren, LKW und vieles mehr zu sehen.

 

10.06.1981 - In Stuttgart rollt der letzte Mercedes-Benz 600 vom Band direkt ins Museum. Das im September 1963 auf der IAA in Frankfurt am Main präsentierte Fahrzeug diente vor allem als Staats- und Repräsentationsfahrzeug. Insgesamt werden in der 17jährigen Bauzeit 2.677 Fahrzeuge gebaut, davon 429 als Pullman-Variante oder Sechstürer und 59 als Landaulet; sie haben ein festes Dach vorne über dem Chauffeur und ein Cabriolet-Faltdach hinten über den Passagieren. Es gibt zwei Landaulet-Versionen, eine mit langem und eine mit kurzem hinteren Verdeck. Im Pullman sind im Fond zwei vis-á-vis angeordnete Sitzreihen oder Klappsitze mit oder entgegen der Fahrtrichtung vorhanden. Eine der bekanntesten Sonderanfertigungen ist das für Papst Paul VI. gebaute Landaulet, das heute im Mercedes-Benz-Museum ausgestellt ist. Angetrieben wird die Luxuslimousine von einem V8-Motor mit 6,3 Liter Hubraum, Saugrohreinspritzung und Achtstempel-Einspritzpumpe. Der 250 PS starke Motor wiegt alleine 400 kg und ermöglicht eine Spitzengeschwindigkeit von 205 km/h, die Beschleunigung dieses großen Mercedes auf 100 km/h ist in 10 Sekunden möglich. Damit ist er seinerzeit eines der schnellsten Serienfahrzeuge und wird auch als „Größter Sportwagen aller Zeiten“ betitelt. Zur Ausstattung des Mercedes-Benz 600 gehören eine elektrisch regulierbare Heizungs- und Lüftungsanlage, Klimaanlage, ein umfassendes hydraulisches Servosystem mit hydraulisch verstellbaren Sitzen, hydraulisch verstellbarer Sitzbank hinten, hydraulischen Fensterhebern und ebenfalls hydraulisch betriebenen Schiebedächern. Im Vergleich zu Elektroantrieben ist die Hydraulik nahezu geräuschlos, aber bei ausgeschaltetem Motor recht kraftlos. Im August 1964 beträgt der Listenpreis für einen 600er Mercedes-Benz 56.500 DM, gegen Ende seiner Bauzeit muss für den 600 lang, sieben/acht Sitze, sechs Türen 175.392 DM bezahlt werden. Der damals teuerste S-Klasse-Mercedes, der 450 SEL 6.9, ist schon für 78.960 DM zu haben. Dennoch ist der 600er aufgrund zahlreicher Kundensonderwünsche und der durchgängigen Handarbeit über die gesamte Fertigung immer ein Verlustgeschäft. Neben vielen Regierungen orderten auch finanzkräftige Prominente einen Mercedes-Benz 600, so z.B. John Lennon, Elvis Presley, Herbert von Karajan, Aristoteles Onassis, Max Grundig, David Bowie und Elisabeth Tylor, aber auch der sowjetische Generalsekretär Leonid Breschnew, der nordkoreanische Diktator Kim Il-sung und der kolumbianische Drogenbaron Pablo Escobar.

 

23.06.1981 - in Osnabrück wird der 1,5millionste Volkswagen gefeiert, den Karmann für die Wolfsburger seit 1949 gebaut hat. Es ist ein schneeweißer Scirocco GTi, der direkt in die hauseigene Fahrzeugsammlung "wandert".

07.08.1981 - Die Fahrt in einem gelben Citroen 2CV gehört zu den spektakulärsten Verfolgungsjagden der bisherigen 25 James-Bond-Filme. Quer durch Olivenhaine geht es für den britischen Geheimagenten "007", die Ente kippt um, wird von Passanten wieder aufgestellt. Schon alleine diese Szene rechtfertigt es, sich "James Bond 007 - In tödlicher Mission" mal wieder anzusehen. Nach dem Film legt Citroen eine Sonderserie des 2CV in Gelb auf, die an der Seite, der Motorhaube und dem Heck aufgeklebte "Einschusslöcher" und auf den Seiten den "007"-Schriftzug aufweist. Dieses Aufkleberset kann man noch bis in die 1990er Jahre bei Citroen beziehen. Einen Kurzauftritt hat das eigentliche Dienstfahrzeug des britischen Geheimagenten, ein Lotus Esprit Turbo. Dieser explodiert jedoch beim Versuch eines Gangsters, die Scheibe einzuschlagen. Dabei weist doch ein dreieckiger Aufkleber auf eine "Diebstahlsicherung" hin…

 

09.08.1981 – der US-amerikanische Autoimporteur Max Hoffman stirbt. Geboren wird Maximilian Hoffmann in Wien. 1934 gründet er zusammen mit einem Partner den Autohandel Hoffmann & Huppert und importiert u.a. Volvo-Fahrzeuge nach Österreich. Nach dem Anschluss Österreichs an Nazi-Deutschland muss er 1938 nach Frankreich fliehen, da Hoffmann Sohn einer katholischen Mutter und eines jüdischen Vaters ist. 1941 gelingt es ihm, in die USA emigrieren. Nach Kriegsende beginnt er, mit seiner in New York neugegründeten „Hoffman Motor Company“ europäische Automobile in die USA zu importieren. In seinem Programm sind Rolls-Royce, Bentley, Austin, Cooper, Rover, Lea-Francis, Healey und Morgan. 1950 wird Hoffman wird er Volkswagen-Importeur für die Ostküste, gibt dies jedoch 1953 wieder auf. Erfolgreich wird die Zusammenarbeit mit Porsche. Durch seinen Einfluss wird der 356 Speedster auf den Markt gebracht. 1952 beginnt auch seine Zusammenarbeit mit Daimler-Benz. Er überzeugte den Vorstand, die Mercedes-Modelle 300 SL und 190 SL zu bauen. 1957 trennte sich Daimler-Benz von Hoffman nach einer Neustrukturierung gegen eine Abfindungszahlung. Außerdem importiert Hoffman in den 1950er Jahren Fahrzeuge von Fiat und Alfa Romeo. Die Entwicklung des Alfa Romeo Giulietta Spider ist wesentlich von ihm beeinflusst. Er verpflichtet sich, die ersten 500 Fahrzeuge abzunehmen. Das Modell erscheint deshalb zunächst in den USA und erst danach auf dem italienischen Markt. Mitte der 1950er Jahre beginnt seine Zusammenarbeit mit BMW. Er entwickelt die Grundzüge für den von Albrecht Graf von Goertz entworfenen BMW 507. Mitte der 1960er Jahre kündigt Hoffman die meisten seiner Händlerverträge und wird exklusiver Vertreter für BMW. Die Fahrzeuge der sogenannten „Neuen Klasse“ verkauft er erfolgreich in den USA. 1975 lässt er sich ausbezahlen und BMW übernimmt den Verkauf in den USA über eigene Vertriebswege. 2004 wird Hoffman in die Automotive Hall of Fame aufgenommen.

 

10.08.1981 - Die Benzinpreise werden von der Aral AG um drei und die Dieselpreise um zwei Pfennig pro Liter erhöht. Die anderen Mineralölgesellschaften schließen sich innerhalb von wenigen Tagen dieser achten Preiserhöhung seit Jahresbeginn an.

 

17.09.1981 - In Frankfurt/Main findet bis zum 27.09.1981 die 49. Internationale Automobilausstellung statt. 1500 Aussteller aus 27 Ländern stellen ihre neuesten Modelle vor. Mitsubishi präsentiert das erste Serienauto mit Gasantrieb. Der L 300 besitzt zwei 50-Liter-Tanks, einer für Autogas, einer für Normalbenzin - die Umschaltung zwischen beiden Betriebsarten ist auch während der Fahrt möglich. Bei Opel wird der neue Ascona C vorgestellt - mit Frontantrieb. Bei Mercedes-Benz steht der Luxus im Vordergrund. Dafür sorgen die beiden neuen Coupés 380 SEC und 500 SEC. Porsche stellt den 944 vor, VW die sehr konservativ gezeichneten Stufenheckmodelle Derby und Santana, und bei Renault dürfen sich die Fans über den R5 Alpine Turbo freuen.

 

 

01.10.1981 - Mit Tricks aller Art versuchen die Teilnehmer des illegalen Cannonball-Trans-America-Rennens, die Konkurrenten auszuschalten. Der Film "Auf dem Highway ist die Hölle los" ist ein starbesetzter Actionfilm um ein verrücktes Rennen, das in einer Folge lose miteinander verbundenen Episoden erzählt wird und Gelegenheit zu einigen qualitativ unterschiedlichen Selbstparodien und Filmzitaten bietet. Zu den Darstellern gehören Burt Reynolds, Roger Moore, Farrah Fawcett, Dean Martin, Dom deLuise, Sammy Davis Jr. und Jackie Chan. Farah Fawcett erhält für ihre schauspielerische Leistung  eine Nominierung für die Goldene Himbeere als schlechteste Nebendarstellerin. Die Kritiken bescheinigen dem Film viel Klamauk, Unterhaltsamkeit und Anspruchslosigkeit.

 

17.10.1981 - Der 29-jährige Brasilianer Nelson Piquet wird beim Grand Prix in Las Vegas auf Brabham Fünfter und damit Automobil Weltmeister 1981 vor dem Argentinier Carlos Reutemann im Williams. Sieger des Rennens ist Alan Jones, dem Weltmeister von 1980.

 

 

1983

 

28.05.1983 - Als erster und auch bis heute einziger Rennfahrer umrundete Stefan Bellofs auf einem Porsche 956 die Nordschleife des Nürburgrings mit einem Schnitt von über 200 km/h. Am 01.09.1985 verunglückte er tödlich beim 1000 km-Rennen von Spa-Francorchamps.

 

08.1983: Der Golf II löst das Urmodell vom Volkswagen Golf ab. Bis zum Dezember 1992 wird er 6,3 Millionen mal gebaut. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger wird er nicht als Cabrio gebaut. Das läuft weiterhin auf Basis des Golf I bei Karmann in Osnabrück vom Band.

 

15.09.1983 - Der Über-Porsche wird auf der IAA Frankfurt vorgestellt: Der Porsche 959.  Sechszylinder-Boxermotor, 2.850 ccm Hubraum, 450 PS. Registeraufladung mit zwei parallel geschalteten, wassergekühlten KKK-Turboladern samt Ladeluftkühlern - bis dahin einzigartig für Otto-Motoren. Der 959 ist für den Einsatz bei Rallyes gedacht und soll Porsche auch dort Titel "erfahren". Für die Gruppe-B-Homolagtion müssen 200 Straßenmodelle gebaut wurden; diese werden schon auf der IAA bestellt. Insgesamt erden laut Porsche 292 Exemplare gebaut, 113 Stück im Jahr 1987 und 179 Stück 1988. Diese gehen an ausgewählte Kunden zum Stückpreis von 420.000 DM. 1992 wird eine Sonderserie von acht Exemplaren zum Preis von 747.500 DM verkauft. Die Preise beim Weiterverkauf übersteigen Ende der 80'er Jahre die Millionengrenze.

 

 

1984

 

März 1984 - Europas erste Großraumlimousine ist erhältlich: Der Renault Espace. Ursprünglich ist er von Matra für Talbot als Nachfolger des Talbot-Matra Rancho gedacht. Doch infolge von Liquiditätsproblemen übernimmt Renault den fast serienreifen Van. Wegbereitend ist nicht allein das geniale Raumkonzept des Espace mit seinen sieben Sitzen, von denen fünf einzeln herausnehmbar sind und sich somit der Kofferraum bis auf 3 Kubikmeter Laderaum erweitern lässt, sondern besonders der von der im Kunststoff-Karosseriebau erfahrenen Firma Matra entwickelte mehrschichte Polyesteraufbau. Mittlerweile wird der Espace in der fünften Generation gebaut.

 

12.05.1984 - Die neue GP-Strecke des Nürburgrings wird eröffnet.

 

21.10.1984 - In der knappsten Entscheidung einer Formel 1-WM wird Niki Lauda mit einem McLaren zum dritten Mal Weltmeister. 1975 und 1977 holt er mit Ferrari die ersten beiden Titel. 1976 erleidet er bei einem schweren Unfall beim GP auf dem Nürburgring schwere Brandverletzungen.

 

 

1985

 

25.04.1985 - In Wolfsburg wird das Automuseum der Volkswagen AG eröffnet. Auf ca. 5.000 qm werden rund 130 Volkswagen aller Jahrgänge gezeigt. Nicht nur für Käfer-Freunde eine Wohlfühl-Oase. Vom Prototypen des KdF-Wagens bis zur Generation Golf werden alle Modelle des der Marke Volkswagen gezeigt.

 

01.09.1985 - Am Steuer seines Porsche 956 verunglückt Stefan Bellof beim 1000-km-Rennen von Spa. In seinem erfolgreichsten Jahr 1984 wird er Langstrecken-Weltmeister, Deutscher Rennsportmeister und Fahrer-Europameister. Von 1984 bis 1985 fährt er für Tyrrell in der Formel 1.

 

03.10.1985 - Filmpremiere von "Zurück in die Zukunft". Einer der Hauptdarsteller dieser Film-Trilogie ist ein De Lorean DMC-12. Der 1981 bis 1982 in Nordirland gebaute, futuristisch aussehende Sportwagen des ehemaligen GM-Managers wird ein Flop, nur 8.583 Exemplare werden gebaut. Der DMC-12 ist im Film zur Zeitmaschine umgebaut und mit einem fiktiven Atom-Elektroantrieb ("Flux-Kompensator")  versehen worden. Ein Fahrzeug wird für die Außenaufnahmen eines fahrenden Fahrzeugs mit einem Porsche-Motor versehen.  Auch in anderen Filmen wie z.B. „Miami-Vice“, „Beverly Hills Cop“, „Das ausgekochte Schlitzohr III“ oder der  Zeichentrickserie „Die Simpsons“ sind De Loreans zu sehen.

 

03.11.1985 - Die Formel 1-Saison 1985 geht mit dem Großen Preis von Australien zu Ende. Auch wenn er in diesem Rennen nicht gewertet wird, holt Alain Prost seinen ersten Weltmeistertitel. Die elf besten Rennen der Saison werden gewertet, Prost holt 5 Siege, 11 x steht er auf dem Podium.

  

 

1986

 

1986 - Zum Auto des Jahres wird der Ford Scorpio '85 gewählt. Der Ford Scorpio ist ein von den Ford-Werken in Köln zwischen Frühjahr 1985 und Sommer 1998 hergestellter Pkw der oberen Mittelklasse mit Hinterradantrieb. Zeitweise sind auch Versionen mit Allradantrieb im Angebot. Der Scorpio wird anfangs nur mit Fließheck („Aero-Heck“) angeboten. Ende 1989 kommen die Stufenhecklimousine und im Frühjahr 1992 der Kombi „Turnier“ hinzu.

 

12.08.1986 - In Emden werden die letzten Käfer entladen, die aus Mexiko nach Deutschland exportiert werden. Diese letzte Serie besteht aus 3.000 Fahrzeugen, die ausschließlich in zinngrau Metallic lackiert sind. Alle Fahrzeuge sind mit einer "Jubiläumsplakette" auf der Heckklappe und der linken Fahrzeugseite versehen. Die letzten offiziell nach Deutschland gebrachten Käfer haben einen 1,2 Liter-Boxermotor mit 34 PS und sind 115 km/h "schnell". Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h beträgt 32 Sekunden.

 

01.11.1986 - Den Führerschein gibt es zunächst nur "auf Probe". Führerscheinneulinge müssen sich während der zwei Jahre dauernden Probezeit peinlich genau an die die Verkehrsregeln halten, ansonsten müssen sie mit kostspieligen Aufbauseminaren und einer Verlängerung der Probezeit rechnen. Bei Verstößen ist der Führerschein auch schneller wieder weg.

  

 

1987

 

01.01.1987 - In Deutschland besteht die Pflicht für das Vorhandensein mindestens eines Rückfahrscheinwerfers bei PKW. Laut § 52a StVZO ist ein Rückfahrscheinwerfer "eine Leuchte, die die Fahrbahn hinter und gegebenenfalls neben dem Fahrzeug ausleuchtet und anderen Verkehrsteilnehmern anzeigt, dass das Fahrzeug rückwärtsfährt oder zu fahren beginnt".

 

21.07.1987 - Er ist nicht nur ein Supersportwagen, sondern auch der letzte Ferrari, dessen Präsentation und komplette Entwicklung Enzo Ferrari miterlebt: Der Ferrari F40, am 21. Juli 198 in Maranello präsentiert.  Ursprünglich soll er die traditionsreiche Bezeichnung "Le Mans" erhalten, doch dann erhält er in Anlehnung an das 40jährige Firmenjubiläum die Bezeichnung "F40". Mit seinem 2.936 ccm großen 8-Zylinder-Motor bringen die 478 PS den meist roten Flitzer auf 324 km/h. Von Michelotto in Padua entwickelte Rennversionen sollen sogar 700 PS haben. Der Preis für den "normalen" F40 beträgt 1989 444.000 DM, heute werden für Top-Exemplare des 1.315 x gebauten Fahrzeugs mehrere Millionen Euro gehandelt.

 

11.09.1987 . Auf der IAA stellt BMW einen neuen Roadster vor: Den Z1.  Der schicke Zweisitzer ist als Image- und Technologieträger konzipiert.  Beim Z1 sind z.B.  die Türen nach unten in die Seitenschweller versenkbar, wodurch der Wagen auch mit offenen Türen gefahren werden kann. Das komplett verschweißte Stahlchassis ist in einem Stück feuerverzinkt, alle nichttragenden Karosserieteile sind aus thermoplastischem Kunststoff und mit dem Chassis verschraubt. Der Z1 wird zwischen 1989 und 1991 in einer limitierten Serie von exakt 8.000 Stück gebaut.

  

22.09.1987 - Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden kommen weltweit täglich mehr als 1100 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Die Zahl der Verletzten liegt jährlich bei rund 12 Millionen.

 

 

1988

 

01.02.1988 In der Bundesrepublik Deutschland wird verbleites Normalbenzin verboten. Motorbenzin ist übrigens ein komplexes Gemisch aus rund 150 verschiedenen Kohlenwasserstoffen, deren Siedebereich  zwischen denen von Butan und Kerosin/Petroleum liegt.

 

1.6.1988 - In Wolfsburg läuft der zehnmillionste VW Golf vom Band. VW-Chef Carl H. Hahn weist bei dieser Gelegenheit darauf hin, dass der VW-Golf seit fünf Jahren das meistverkaufte Auto in ganz Europa ist. Bei den Beschäftigten von VW herrscht z.Z. allerdings Beunruhigung über Pläne der Konzernleitung zur drastischen Kostensenkung, was auch den Abbau von Personal einschließen soll.

 

4.6.1988 - Die Vereinigten Staaten liefern den Hauptverdächtigen in der VW-Devisenaffäre, den ehemaligen Leiter der Devisenabteilung des Automobilkonzerns, an die bundesdeutschen Justizbehörden aus. Durch Devisenmanipulationen bei VW soll ein Schaden von rund 500 Mio. DM entstanden sein.

 

13.6.1988 - In Stuttgart kündigt der Daimler-Benz-Konzern die Zahlung von insgesamt 20 Mio. DM als Entschädigung für Personen an, die während der nationalsozialistischen Herrschaft als Zwangsarbeiter in den Daimler-Benz-Werken unter zumeist unmenschlichen Bedingungen arbeiten mussten.

 

14.7.1988 – Das Volkswagenwerk muss aufgrund mangelnder Verkaufszahlen das Automobilwerk in Westmoreland (US-Bundesstaat Pennsylvania) schließen. Es ist zu diesem Zeitpunkt die einzige Produktionsstätte des Wolfsburger Autoherstellers in den USA.

 

24.7.1988 - Die italienische Regierung erlässt in Rom eine bis zum 11. September befristete Geschwindigkeitsbeschränkung für Autobahnen (110 km/h) und Landstraßen (90 km/h). Dadurch soll der dramatische Anstieg von Verkehrsunfällen während der Urlaubszeit vermieden werden.

 

11.08.1988 - Der ADAC und das Verkehrskombinat Potsdam unterzeichnen in München ein Abkommen über Verbesserungen im Pannenhilfsdienst auf den Transitautobahnen von Berlin (West) ins Bundesgebiet. Der ADAC stellt 15 Hilfsfahrzeuge zur Verfügung, die - besetzt mit speziell ausgebildeten DDR-Mechanikern - auf den Transitautobahnen eingesetzt werden.

 

12.08.1988 - In den amerikanischen Kinos läuft der Film "Tucker: The Man And His Design" an. Der Film von Francis Ford Coppola zeigt die Geschichte des amerikanischen Autodesigners und -herstellers Preston Tucker, gespielt von Jeff Bridges. Tucker hat nach dem Zweiten Weltkrieg versucht, ein technisch perfektes und vor allem sicheres Automobil zu bauen. Scheibenbremsen, Sicherheitsgurte, Kurvenlicht, Sicherheitsglas, gepolstertes Armaturenbrett - das war damals noch kein Thema bei den anderen Herstellern. Die etablierte Konkurrenz der "Big Three" Ford, Chrysler und General Motors sabotierten Tucker, da sie befürchteten, ebenfalls teure Investitionen in die Sicherheit stecken zu müssen. Dubiose Gerichtsverfahren wurden gegen Tucker eingeleitet und schließlich musste er nach nur 51 Tucker Torpedo aufgeben. Viele seiner Innovationen sind später Standart bei Automobilen geworden. Der Film erhielt zahlreiche Nominierungen und beste Kritiken. Dennoch konnte er die Produktionskosten von rund 25 Millionen US-Dollar nicht einspielen: In den USA spielte er nur 19,65 Millionen US-Dollar ein.

 

14.08.1988 - Enzo Ferrari stirbt im Alter von 90 Jahren. Mit ihm stirbt ein Mann, der wie kein anderer für sportliche Automobile und den Rennsport steht.

 

10.1988 - Beginn der Produktion des Volkswagen Corrado, eines Sportwagens auf Basis des Golf. Entwickelt und gebaut wurde er bei Karmann in Osnabrück. Bis Juli 1995 werden 97.521 Fahrzeuge gebaut.

 

12.10.1988: Serienanlauf des Wartburg 1.3 mit Volkswagenmotor. Das Modell ist der Nachfolger des Wartburg 353, der noch von einem veralteten Zweitaktmotor angetrieben wurde. Dieser Wagen soll schon 1972 einen Vierzylinder-Viertaktreihenmotor erhalten, aufgrund der sozialistischen Planwirtschaft darf er aber innerhalb des RGW („Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe“) nicht verwendet werden.  Ende der siebziger, Anfang der achtziger Jahre werden in den Exportländern (vor allem Großbritannien, die iberischen und die skandinavischen Staaten) Zweitakter verboten. Nun ist der Vierzylindermotor von 1972 wieder veraltet. Daher schließt man einen Vertrag mit Volkswagen. Diese Motoren sind jedoch zu groß für den Motorraum des 353 und damit muss ein veränderter Wartburg entwickelt werden. Die Serienfertigung des Wartburg 1.3 beginnt am 12.10.1988 in Eisenach. Der 58 PS starke Motor – ursprünglich für den VW Polo 86c entwickelt – wird in der DDR für VW und für den Eigenbedarf hergestellt. Den Wartburg 1.3 gibt es als Limousine, als viertürigen Kombi „Tourist“) und als zweitürigen Pickup /“Trans“), insgesamt entstehen 152.775 Fahrzeuge, davon 920 „Trans“. Gebaut wird der Wartburg 1.3 drei Jahre lang, der letzte Wagen rollt am 10.04.1991 vom Band. 

 

30.10.1988 - Nach dem Rennen in Suzuka (Japan), noch vor dem Saisonabschluss mit dem Großen Preis von Australien, steht der Rennfahrer Ayrton Senna erstmals als Weltmeister der Formel 1 fest. 1990 und 1991 wird er erneut Formel 1-Weltmeister.

 

 

1989

 

01.01.1989 - In der Bundesrepublik Deutschland werden Neufahrzeuge nur noch mit Fahrzeugkatalysatoren zugelassen.

 

10.02.1989 – Mit dem auf der Chicago Auto Show vorgestellten MX-5 begründet Mazda eine bis heute dauernde Renaissance des klassischen Roadsters. Erst ein Jahr später folgt die Markteinführung in Europa. Zunächst wird der MX-5 nur mit einem 1,6 Liter-Motor mit 115 PS angeboten. Zunächst plant Mazda lediglich eine Produktion von 5.000 Fahrzeugen, davon 3.000 Stück für die USA und lediglich 500 für Europa. Doch bis Ende 1990 werden bereits 141.000 MX-5 gebaut, das für Deutschland bestimmte Kontingent ist innerhalb von drei Tagen ausverkauft. Bis 2016 werden mehr als eine Million Exemplare verkauft und damit ist der MX-5 der meistverkaufte Roadster weltweit. Nach dem Erfolg des MX-5 ziehen zahlreiche Hersteller nach und bringen den Z1 (BMW), den SLK (Mercedes-Benz), den MG F, den MR2 (Toyota) oder den Fiat Barchetta auf den Markt. Im Gegensatz zu zahlreichen Mitbewerbern gibt es den MX-5 nur wenig verändert noch heute.

 

5/1989 - Die Produktion des  neuen Oberklasse-Coupés der 8er-Baureihe von BMW startet. Der E31  ist bis zu seiner Einstellung im Mai 1999 das teuerste Modell im BMW-Programm. Mit etwa 30.600 gebauten Exemplaren bleibt er hinter seinen Erwartungen zurück. Das mit markanten Klappscheinwerfern ausgestattete Fahrzeug wird zunächst nur als 850i mit dem bereits im BMW 750 eingebauten Zwölfzylindermotor mit 300 PS ausgeliefert, 1992 kommt der 850VSi mit 380 PS hinzu. 1993 folgt der mit einem V8-Zylinder ausgerüstete 840i.

 

09.11.1989 - Nach zahlreichen Massendemonstrationen in der DDR verkündet auf einer abendlichen Pressekonferenz das SED-Politbüromitglied Günter Schabowski, dass mit sofortiger Wirkung die Grenzübergänge der DDR zur Ausreise freigegeben sei. Noch in der Nacht werden die Grenzübergänge geöffnet, die Teilung der beiden deutschen Staaten ist ab diesem Moment Geschichte. Am 03.10.1990 tritt die DDR der Bundesrepublik bei. Am 20. November 2009 wird bekanntgegeben, dass Volkswagen Teile des in Insolvenz geratenen Karosseriebauers Karmann übernehmen würde. Aus der Karmann-Insolvenzmasse erwirbt Volkswagen für einen Kaufpreis von ca. 39 Millionen Euro vor allem Maschinen, Anlagen und Grundstücke. Die Volkswagen Osnabrück GmbH umfasst im Wesentlichen die ehemaligen Karmann-Sparten Presswerk, Lackiererei, Montage und Technische Entwicklung. Ab 2011 werden in Osnabrück wieder Fahrzeuge produziert. 

 

1989 – Auf dem Genfer Autosalon wird die komplett erneuerte SL-Baureihe von Mercedes-Benz vorgestellt. Mit dabei das eigens für den SL entwickelte „Windschott“, ein luftdurchlässiges Gitter mit Rahmen. Es soll laute Windgeräusche und Zugluft absolut minimieren. BMW zeigt seine neue 8er-Baureihe mit 12 Zylindern und rund 300 PS. Bei Audi ist das Spitzenmodell der von einem Turbo-Fünfzylinder angetriebene 200 Quattro 20 V. Ferry Porsche feiert in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag und die Firma Porsche bietet dazu den 911 Carrera mit einer Tiptronic an. Von Opel wird der sportliche Calibra vorgestellt und Nissan stellt seinen Sportwagen 300 ZX vor. Nur in den USA zu haben ist das neue Jaguar XJ-S-Cabriolet zu haben, dessen Verdeck bei Karmann in Osnabrück entwickelt wurde.