Natürlich beschäftige ich mich bei dem Thema "Automobil" nicht nur mit den herrlichen Fahrzeugen vergangener Zeiten, sondern auch mit aktuellen Themen zum Automobil und Verkehr. Schließlich lebe ich nicht in der Vergangenheit, sondern heute. Und da läuft nicht immer alles rund, was maßgeblich auch an unserem aktuellen, sehr umtriebigen Verkehrsminister Andreas Scheuer von der CSU liegt. Ob Mautchaos, Cityroller oder Dieselgate - Herr Scheuer ist immer im Gespräch. Seine Politik bringen mich immer auf abenteuerliche Gedanken, die ich in dieser Rubrik veröffentliche. Ich möchte deutlich darauf hinweisen, dass es sich um Satire handelt und sowohl die Maßnahmen, Zitate und Entscheidungen der erwähnten Personen frei erfunden sind. Obwohl - zuzutrauen wäre dem größten Verkehrsminister aller Zeiten einiges...

BMVI gegen Fahrverbote für Diesel-PKW

Bundesverkehrsminister Scheuer entwickelt geniales Konzept

 

Nachdem zahlreiche Gerichte Fahrverbote für Diesel-Pkw in besonders belasteten Städten für rechtmäßig erachtet haben, steuert Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer entgegen. „Wir haben ein einfaches Konzept entwickelt, mit dem wir flächendeckende und uneingeschränkte Fahrverbote in den Städten verhindern“, so der Minister in einem Interview am vergangenen Wochenende.

 

Doch wie sieht dieses Konzept im Detail aus?  Scheuer erklärt es mit einfachen Worten, die seinem Naturell entsprechen: „Es kann nicht jeder Autofahrer jeden Tag fahren, aber zumindest an einigen Tagen oder Stunden in der Woche“. Der Minister erklärt weiter: „Diesel-Pkw mit ungeradem Kennzeichen dürfen montags, dienstags und freitags in die Städte fahren. Montags jedoch nur, wenn der Fahrer männlich und über 25 Jahre alt ist. Am Mittwoch nur mit einer weiblichen Fahrerin zwischen 18 und 50 Jahren in den Vormittagsstunden, am Nachmittag nur im Alter von 51 bis 103 Jahren. Der Freitag ist männlichen Fahrern unter 25 Jahren vorbehalten“, so der Minister. „Die Dienstage und Donnerstage sind Dieselfahrzeugen mit geradem Kennzeichen vorbehalten. Dienstags sind sowohl weibliche als auch männliche Fahrer in allen Altersklassen zugelassen, jedoch muss das Fahrzeug in den Farben Blau, Grün oder Gelb lackiert sein. Am Donnerstag in allen anderen Farben außer Weiß, die dürfen dann nur ab 21 Uhr in die Umweltzonen der Städte einfahren“.

 

Eine gerechte Lösung, doch wie sieht es am Wochenende aus? Wir fragen den Verkehrsminister. „Das Wochenende ist natürlich für die Familie reserviert. Samstags und sonntags können nach Absprache mit der Bundesfamilienministerin Familien mit mindestens zwei Kindern zwischen 8.00 und 20.00 Uhr die Städte befahren, während ab 20.00 bis 5.00 Uhr ausschließlich Singles mit Fahrzeugen einfahren dürfen, wenn die Pkw weniger als vier Türen und mehr als 100 PS haben. Die Wagenfarbe spielt am Wochenende generell keine Rolle“.

 

Wie soll eine solche Regelung kontrolliert werden? Auch hier hat der Minister eine einfache Lösung parat. Jedes Fahrzeug wird mit einer entsprechenden Plakette versehen. Diese ist mittig auf der Frontscheibe anzubringen. Um die unterschiedlichen Berechtigungen erkennen zu können, gibt es die Plaketten in den Farben Pink, Türkis, Silbergrau, Rot/Blau-längsgestreift, Schwarz/Weiß-kariert, Grün/Rot-quergestreift, mit gelber Grundfarbe und lila Punkten, mit blauer Grundfarbe und weißen Karos in der Mitte der Plakette, mit… An dieser Stelle beenden wir die Aufzählung. Es folgen noch 28 weitere Plakettenvarianten.

 

Bereits ab dem 01.04.2020 soll die neue Regelung in Kraft treten. Bundesverkerhrsminister Andreas Scheuer ist zuversichtlich, dass sich sein Konzept - wie schon zuvor die Pkw-Maut auf Autobahnen - schnell etablieren wird. 

BMVI: Neues Verkehrswegekonzept vorgestellt

Verkehrsminister Andreas Scheuer nimmt drastische Verkehrswende in Angriff

 

Immer wieder kommt es zu Konflikten im Straßenverkehr. Autofahrer schimpfen über Radfahrer, Radfahrer über Autofahrer, LKW und Busse, alle gemeinsam über Fußgänger. Gleichzeitig steigen Emissionen, die Luft in den Städten wird immer schlechter. Das soll sich nun ändern. „Schon Ende des Jahres werde ich einen Gesetzentwurf im Bundestag einbringen, wonach wir eine schnelle, effektive und zukunftsorientierte Verkehrswende einleiten“, so der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Andreas Scheuer.

 

In meinem Konzept gehen wir auf verschiedene Ebenen. Alle motorisierten Verkehrsteilnehmer bis auf E-Bikes, Pedelics und E-Scooter bleiben unten, alle anderen werden in die Höhe verlegt.“ Als Beispiel nennt der Minister die Stadt Eindhoven in den Niederlanden, die bereits Radwege auf einer erhöhten Ebene eingerichtet hat. „Wir aber gehen weiter“, so Scheuert, „wir verlegen auch Fußwege nach oben.“ Dazu soll es an jeder Einmündung Rampen und Treppen geben, die auf die Rad- und Fußwege führen. Vorteile haben hier auch Bewohner, die in der ersten Etage der Häuser wohnen. Sie können einen direkten Zugang aus ihrer Wohnung beim Hochbauamt der Kommune beantragen.

 

Damit werden aber der motorisierte Verkehr und die Emissionen nicht verringert. Doch auch hat das Verkehrsministerium eine radikale Lösung vorgesehen. „Wir erwägen, nein wir werden den PKW- und LKW in den Städten komplett verbieten. Dann werden ausschließlich Busse, Straßenbahnen und Zulieferer die Städte befahren dürfen – jedoch ausschließlich elektrisch betrieben. Mehr brauchen wir in Zukunft auch nicht mehr in den Städten.“ Mit diesem Konzept will der Bundesverkehrsminister erreichen, dass die Stadtbewohner wieder saubere, abgasfreie Luft atmen können und die Städte insgesamt lebenswerter werden.

 

Dazu passt auch der geplante Ausbau des Schienenverkehrsnetzes. Rund 100 Milliarden Euro will das Bundeskabinett in den nächsten fünf Jahren investieren - jährlich!. „Deutschland muss Vorreiter für eine in die Zukunft gerichtete Verkehrspolitik sein“, fordert Scheuer. „Das Automobil, vor allem das mit fossilen Brennstoffen angetriebene, gehört der Vergangenheit an. Der Ausbau des ÖPNV bei gleichzeitiger Einschränkung des Individualverkehrs ist das Gebot der Stunde. Damit setzen wir auch international ein Zeichen für den Klimaschutz.“ Der Minister macht keinen Hehl daraus, dass ihm die Verkehrswende ein sehr persönliches Anliegen ist.

 

Um seine Ideen zu unterstreichen, plädiert er auch für einen Wegfall der Steuerbefreiung für Flugbenzin. „Im Gegenteil, wir müssen das Fliegen drastisch verteuern. Dazu habe ich bereits erfolgreiche Gespräche mit dem Bundesfinanzminister geführt. Im Grunde gehören innerdeutsche Flüge komplett verboten. Hier muss die Bahn das vorrangig zu nutzende Verkehrsmittel sein.“  Vermutungen, dass er aus diesem Grund die  Fertigstellung des im Bau befindlichen Flughafens BER sabotiert habe, weist Scheuer jedoch vehement zurück. Hier besteht vermutlich eher ein strukturelles Problem der deutschen Bauindustrie, was sich auch im Chaos um den Bahnhof Stuttgart 21 widerspiegelt.

 

Ob sich die einflussreiche Automobilindustrie mit dieser Idee anfreunden kann? Wir haben Zweifel. Noch während der Minister weitere Details erläutert, klingelt das Mobiltelefon seines Staatssekretärs. Dieser reicht das Telefon mit ernster Miene an seinen Chef weiter. Der Minister erblasst sichtlich während des Gesprächs mit Bernhard Mattes, dem Präsidenten des Verbandes der Automobilindustrie.

 

Dann beendet der Bundesverkehrsminister unvermittelt die Pressekonferenz. „Ich habe leider noch einen kurzfristig anberaumten Termin beim VDA. Für weitere Fragen zu diesem unausgereiften, utopischen und lebensfernen Konzept wenden Sie sich bitte an meinen Staatssekretär“, sagt Andreas Scheuer, nimmt seinen Helm und den E-Scooter, verlässt damit schwungvoll das Haus der Bundespressekonferenz und fährt elegant über den Fußweg in Richtung Bundesverkehrsministerium. Fast kollidiert er dort mit dem Sprinter eines Lieferdienstes, der gerade die neuen Anweisungen des Verbandes der Automobilindustrie für den Bundesverkehrsminister anliefert. Mit einem Sprung an die Seite verhindert Scheuer, dass er unter den 68 Aktenordnern begraben wird. 

GroKo beschließt umfangreiches Verkehrspaket

Straßenverkehr soll in Zukunft noch sicherer werden

 

Ein weitreichendes Paket für eine sichere Verkehrspolitik hat die Große Koalition beschlossen. Nach einer 16stündigen Marathonsitzung einigten sich CDU/CSU und SPD auf weitreichende Maßnahmen, die in das Verkehrsrecht einfließen sollen.

 

„Gerade im innerörtlichen Verkehrs haben wir die meisten Unfälle mit Toten und Verletzten“, so SPD-Verhandlungsführer Olaf Scholz. Um dies in Zukunft noch weiter zu reduzieren, hat das Kabinett beschlossen, Zebrastreifen vor Schulen und Kindergärten um 3 cm zu verbreitern. Außerdem soll in diesen Bereichen die Geschwindigkeit drastisch von 30 km/h auf 29 km/h gesenkt werden. „Mit diesen Maßnahmen hoffen wir, gerade die Kleinen in unserer Gesellschaft noch besser schützen zu können“, so Scholz mit deutlich sichtbarer Begeisterung weiter.

 

Zu den weiteren Maßnahmen, die nun von der Bundesregierung beschlossen wurden, gehört die deutliche Ausweitung des Sonntagsfahrverbotes für LKW auf bundesdeutschen Autobahnen von 0:00 bis 22:00 Uhr auf nunmehr 22:02 Uhr sowie die Herabsetzung der Richtgeschwindigkeit von 130 km/h auf 128 km/h. „Diese Maßnahmen werden wir strikt kontrollieren und Verstöße noch schärfer ahnden lassen“, erläutert Verkehrsminister Andreas Scheuer. Dafür ist eine Ausweitung des Personals bei der Autobahnpolizei vorgesehen. Bundesweit sollen 2021 zwei weitere Halbtagsstellen geschaffen werden, sofern dies unter Beibehaltung der schwarzen Null möglich ist. Dieser Finanzierungsvorbehalt gilt natürlich auch für alle anderen Maßnahmen, die im Paket enthalten sind.

 

„Wie schon beim Klimapaket sind wir auch bei diesem bedeutenden Verkehrspaket bis an die Grenzen unserer Belastbarkeit gegangen“, betonte Olaf Scholz. Er ist aber zuversichtlich, dass die ausgehandelten Kompromisse von den SPD-Gremien die erwartete Zustimmung erhalten. „Natürlich hätten wir uns mehr gewünscht“, so Scholz weiter, „aber das war mit den Koalitionspartnern CDU/CSU nicht zu machen. Wie aus  Koalitionskreisen verlautbarte, hatte sich Verkehrsminister Andreas Scheuer während der laufenden Verhandlungen mit der SPD wiederholt telefonisch die Zustimmung des VDA zu einzelnen Verhandlungsergebnissen eingeholt.

 

Umstritten war eine geplante Reduzierung der Immissionswerte von Diesel-Pkw. Hier war der VDA bzw. die CDU/CSU zu keinen Kompromissen bereit. „Jahrelang haben wir die Bürger aufgefordert, aufgrund des niedrigen Verbrauchs Diesel-PKW zu kaufen. Nun können wir die Bürger nicht dafür bestrafen, dass diese Fahrzeuge nur auf Prüfständen niedrige Abgaswerte haben“, bekräftigt Scheuer die Entscheidung, an dieser Stelle keine Veränderungen vorzunehmen. Gleichzeitig empfahl er Fahrern von Diesel-PKW, ihre Fahrzeuge möglichst nur auf Prüfständen zu nutzen.

 

Einigkeit bestand von Beginn an, dass mehr für den Ausbau von Radwegen passieren muss. Hier haben die GroKo-Koalitionäre beschlossen, mehr Mittel in die Infrastruktur zu stecken. Insgesamt sollen statt wie bisher geplant 150.000 Euro jetzt 150.015 Euro bundesweit investiert werden, gestreckt auf 10 Jahre. „Diese Erhöhung war auch bereits im Klimapaket enthalten, das wir Mitte September 2019 beschlossen hatten. Jetzt haben wir noch einmal richtig eine Schippe draufgelegt“, freute sich Wirtschaftsminister Altmaier. Das Gleiche gelte auch für den ÖPNV. Hier werde man die Kommunen in der Anschaffung umweltfreundlicher Busse unterstützen. Dafür wurde eigens ein Etat von 125.000 Euro geschaffen. Leider werden diese bereits für die neugeschaffene Planstelle zur Verteilung der Mittel vollständig in Anspruch genommen.

 

Insgesamt sind SPD und CDU/CSU mit dem Verhandlungsergebnis sehr zufrieden. Scharfe Kritik kam jedoch von der Opposition. Robert Habeck von den GRÜNEN bemängelt, dass sich im Grunde nichts ändere: „Das ist kein Verkehrspaket, nicht einmal ein Verkehrspäckchen. Das ist ja weniger als eine Verkehrspostkarte,“ so der GRÜNEN-Chef. Auch Christian Lindner von der Lindner-Partei sah keine erkennbaren Ergebnisse: „Das ist wieder typisch für diese Regierung. Lauter sinnlose Maßnahmen, die lediglich die Leistungsträger der Nation, vor allem Porsche-Fahrer, bestrafen.

 

Damit spielte der passionierte Porsche-Pilot auf die Erhöhung der Punktezahl bei Überschreitungen des innerörtlichen Tempolimits von mehr als 50 km/h von einen auf 1,001 Punkte in Flensburg an.

 

AfD-Vorsitzender Alexander Gauland wies das Verkehrspaket der GroKo insgesamt zurück und verknüpfte es wie gewohnt mit der Flüchtlingspolitik der Bundesregierung: „Wir können ja gerne über eine Ausweitung von Tempolimits reden. Diese dürfen aber nicht für Deutsche gelten, sondern nur für Ausländer. Dann kommen die auch viel langsamer in unser Land. Aber bei Abschiebungen sollten wir das Tempo deutlich erhöhen. Hier fehlen mir die entsprechenden Beschlüsse des Bundeskabinetts“

 

„Das ist das übliche Gemecker der Opposition. Das darf man nicht überbewerten“, weist Bundeswirtschaftsminister Altmaier die Kritik entspannt zurück. Er wies darauf hin, dass es in der Vergangenheit noch keine Beschlüsse gab, die einen solchen Umfang im Bereich der Verkehrspolitik hatten wie das nun beschlossene Paket. „Wir werden nun genau beobachten, wie sich unsere Beschlüsse auswirken. In zwei Jahren werden wir überprüfen, ob sie noch erweitert werden oder ob wir sie vielleicht teilweise doch zurücknehmen müssen.“

Deutsche Automobilhersteller übernehmen Mitarbeiter der Rüstungsindustrie

Besonders Panzerdesigner sind derzeit stark gefragt

 

Die zahlreichen, von der Bundesregierung verhängten Importstopps von Rüstungsgütern an kriegführende Schurkenstaaten wie z.B.   Saudi-Arabien wirken sich auf die Beschäftigungszahlen bei den deutschen Rüstungsfirmen aus. So musste u.a. Krauss-Maffai zahlreiche Mitarbeiter entlassen. Ein Teil dieser Mitarbeiter konnte aber schnell neue Arbeitgeber finden: Die Designabteilungen mehrerer Automobilhersteller haben die bisherigen Panzerdesigner übernommen.

 

Doch nicht nur in der Rüstungsindustrie finden weltweit die Designabteilungen der Autobauer ihre Mitarbeiter. Auch der dänische LEGO-Konzern musste bereits ersten personellen Aderlass hinnehmen. Bis auf wenige Ausnahmen sind die LEGO-Designer seit Jahrzehnten auf eckige Produkte spezialisiert. Rechteckig, Baukastensystem – fertig ist das perfekte, straßentaugliche LEGO-Auto.

 

Die ersten Ergebnisse kann man bereits seit einiger Zeit auf den Straßen sehen: SUV von Porsche, BMW, Audi, Mercedes-Benz, aber auch von Toyota, Mazda oder Volvo – die Anleihen zum Panzerbau sind unübersehbar. Tonnenschwer, klobig und kastenförmig, hohe Schadstoffwerte – der deutsche Wohlstandsbürger muss auf nichts verzichten. Mit einem solchen Fahrzeug kann man aufgrund des Klimawandels umgestürzte Bäume und über die Straßen schwappendes Hochwasser perfekt ignorieren und die Kinder bis vor die Eingangstür der Schule bringen.

 

Allerdings haben diese Fahrzeuge auch Nachteile. Sie benötigen mehr Platz. Ob Parkplätze oder Parkhäuser, ein SUV steht generell auf zwei Plätzen. „Hier sind die Kommunen und Parkhausbetreiber gefragt“, so VDA-Chef Mattes. Diese müssen seiner Ansicht nach dafür sorgen, dass auch der SUV-Fahrer ausreichend Parkraum findet. „Es müssen größere Parkbuchten entstehen. Diese dürfen selbstverständlich nicht von gewöhnlichen Kleinwagenfahrern genutzt werden, sondern sollten ausschließlich für die Elite der Autofahrer reserviert bleiben.“ Eine weitergehende Forderung, wonach SUV-Fahrer auch generell Behindertenparkplätze nutzen dürfen, wird jedoch Wunschdenken bleiben. Hier beharrt der Gesetzgeber weiterhin darauf, dass nur körperliche, nicht aber geistige Beeinträchtigungen berücksichtigt werden.

 

Warum aber kaufen die Deutschen immer mehr SUV? Matthias W. aus Bad Iburg: „Bei den vielen Schlaglöchern muss man SUV fahren. Ohne Allrad kommt man in Deutschland doch gar nicht mehr voran.“ Roberta S. aus Melle fährt SUV, „weil meine Nachbarn jetzt auch einen haben. Wie sieht das denn aus, wenn ich meinen Sohn die 800 Meter mit einem VW Polo zur Schule fahre?“. Der hohe Verbrauch und die damit verbundenen hohen Abgaswerte sind für Sabine P. aus Bramsche kein Thema: „Mein Freund ist Tankwart und außerdem habe ich einen kleinen Garten. Da brauche ich den Wald gar nicht. In meiner Kindheit gab es auch schon heiße Sommer. Von wegen Klimawandel.“

 

Der Trend zum SUV ist ungebrochen. Der zu Asthma-Sprays jedoch auch laut Deutschem Apothekerverband. Hier einen Zusammenhang zu sehen hält der Verband der Automobilindustrie jedoch ebenso für ausgeschlossen wie Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer.

Neue Ladezonen für Paketdienste in Städten beschlossen

Paketfahrer bekommen Rechtssicherheit bei der Auslieferung

 

Der Trend, bequem im Internet zu bestellen und sich die Ware nach Hause zu liefern, ist ungebrochen. Zusätzlicher Verkehr, Abgase, blockierte Straßen, all das blendet der Kunde aus. UPS, DHL, DPD, HERMES oder GLS – sie alle liefern die Pakete schnell und zuverlässig. Gerade in den Städten haben sie jedoch keine Möglichkeit, legal zu parken. Parkplätze sind rar oder mehr als zehn Meter entfernt. Die Fahrer werden gezwungen, auf Rad- und Fußwegen oder – noch schlimmer – auf Fahrbahnen zu parken.

 

Damit soll bald Schluss sein. Das Bundesverkehrsministerium hat beschlossen, zwischen der Fahrbahn und den Parkstreifen schmale rote Parkbereiche zu schaffen. Diese sind zum Teil bereits vorhanden, gelten bisher als Radwege und sind mit einem Fahrrad-Piktogramm versehen. Dieses soll in Zukunft durch das Piktogramm eines Lieferwagens ergänzt werden, so dass die bisherigen Radwege dann auch zusätzliche, offizielle Halteplätze für Lieferwagen und Paketdienste sind. „Eine win-win-Situation“, so Verkehrsminister Andreas Scheuer. „Die Paketfahrer werden aus der Illegalität geholt und der Kunde bekommt schnell und bequem sein Paket.“

 

Auf die Kritik zu den Auswirkungen für die Radfahrer angesprochen, äußert Scheuer Unverständnis: „Der Radfahrer kann in einer solchen Situation bequem auf die Straße ausweichen. Wir müssen hier das gesamtwirtschaftliche Interesse sehen und das überwiegt nun einmal. In einer mittelgroßen Stadt wie z.B. Osnabrück gibt es täglich mehr als 1.000 Stopps durch Paketdienste, im Jahr summiert sich das auf mehr als 300.000, aber dem stehen nur drei bis vier tote Radfahrer jährlich gegenüber. Da sehe ich überhaupt kein Problem, wenn man die Zahlen einmal miteinander ins Verhältnis setzt.“

  

Vom Allgemeinen Deutschen Automobil Club (ADFC) wird dies hingegen erwartungsgemäß anders gesehen. Der Osnabrücker ADFC-Sprecher U. Schmidt: „Die bisherigen Radwege sind viel zu schmal für den Plan des Verkehrsministers. Er hat, wie gewohnt, zu kurz gedacht. Umsetzbar ist sein Plan nur, wenn die Kombination Radweg/Ladezone eine Breite von mindestens vier Meter aufweist.“

 

Eine solche Schnapsidee wurde bereits in einem Modellversuch in Osnabrück getestet, aber schnell wieder beendet, da der Individualverkehr stark behindert wurde. Und das kann nun wirklich niemand wollen. 

Volkswagen mit neuen Fahrzeugen in die Zukunft

Abkehr vom Verbrennungsmotor endgültig beschlossen

 

Nach vielen Skandalen mit dem Dieselmotor nimmt der Volkswagenkonzern Abschied vom Verbrennungsmotor. Dies betrifft nicht nur Diesel- sondern auch Benzinmotoren. „Volkswagen setzt in Zukunft auf Elektroantriebe, jedoch nicht ausschließlich“, so Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG. Doch was bedeutet dieses „nicht ausschließlich“?

 

Nachdem leistungsfähige Akkus der Elektrofahrzeuge für immer größere Reichweiten sorgen, hat VW für den Nahbereich ein altes Konzept reanimiert: Das Tretauto. „Mittlerweile haben wir das Entwicklungsstadium abgeschlossen und werden voraussichtlich auf dem Genfer Autosalon 2020 die ersten seriennahen Prototypen präsentieren können“, so der VW-Manager.

 

Vorbilder für die neuen Stadtmodelle sind in erster Linie die Tretautos des früheren Fahrzeugherstellers Kettcar. Diese bisher als Einsitzer vertriebenen Fahrzeuge soll es in Zukunft auch als Zwei- und Viersitzer sowie in einer Kombi-Variante geben. „Wenn die Fahrzeuge angenommen werden, soll es ab 2021 auch ein Cabriolet geben“, stellt Diess die geplante Programmpalette vor. Produziert werden soll das Cabriolet wie in der Vergangenheit am Osnabrücker Standort. Doch nicht nur Pkw soll es geben, geplant ist auch ein Transporter, der vor allem die im städtischen Bereich tätigen Handwerker ansprechen soll. Der Bulli-Nachfolger wird wieder im Transporterwerk Hannover produziert.

 

Freuen können sich die umweltbewussten Kunden auf ein ganz besonderes Modell: Den „Woody“. „Bei diesem Modell setzen wir zu 100 Prozent auf Nachhaltigkeit. Sämtliche Materialien bestehen aus wiederverwertbaren Rohstoffen“, schwärmt Diess. Dieses Modell, der „Flintstone 2.0“, wird es in verschiedenen Ausstattungsvarianten geben, von Kiefer Natur bis zu Eiche Rustikal. Damit bieten wir ein Fahrzeug für den jungen Studenten bis zum vermögenden Rentner“, betont der Vorstandsvorsitzende von VW.

 

Mit dieser Strategie hat Volkswagen die Konkurrenz vermutlich für die nächsten Jahre besonders im städtischen Bereich abgehängt. Diese setzt bisher ausschließlich auf Elektromobilität und wird vor 2025 kein eigenes Tretautomobil präsentieren können. Ein gutes Zeichen für den Automobilstandort Niedersachsen..

Auch Daimler AG setzt auf emissionsarme Antriebe

Stuttgarter Konzern übernimmt insolventen Fahrzeughersteller Kettler

 

Wie schon zuvor Mitkonkurrent Volkswagen will auch die schwäbische Daimler AG auf umweltfreundliche Antriebstechnologien umstellen. Dazu übernahm der Konzern nun für rund zwei Milliarden Euro das im Oktober 2019 insolvent gegangene Traditionsunternehmen Heinz Kettler GmbH & Co. KG. „Mit dem Kettcar hat Kettler schon 1961 eine emissionsarme Antriebstechnologie auf den Markt gebracht. Diese konnte sich seinerzeit jedoch nicht gegen die üblichen Verbrennungsmotoren durchsetzen“, erläutert Vorstandsvorsitzender Ola Källenius.

 

Mit der Übernahme sind auch langfristig die 550 Arbeitsplätze im nordrhein-westfälischen Werl gesichert. Zukünftig sollen dort emissionsfreie Fahrzeuge unter dem Markennamen Mercedes-Benz musculus entstehen. Den Namen erklärt Källenius damit, dass diese Fahrzeuge, ähnlich wie die des Wolfsburger Mitbewerbers, ausschließlich durch Muskelkraft angetrieben werden. „Wir planen in den ersten drei Jahren mit einer durchschnittlichen Produktionszahl von rund 10.000 Einheiten, was natürlich zu einem deutlichen Mehrbedarf an Arbeitskräften führen wird“, so Källenius. Diese Arbeitskräfte werden vorrangig im eigenen Konzern generiert, da der komplette Motorbau mit Produktionsbeginn der Modellreihe musculus eingestellt wird.

 

Die neuen Mercedes-Benz musculus werden natürlich ein markentypisches Design erhalten. „Die bisherigen Kettler-Modelle sind noch sehr einfach strukturiert, das Design wurde seit den sechziger Jahren nicht verändert. Da hat unsere Designabteilung Einiges geleistet“, so der Vorstandsvorsitzende. Im Vergleich ist das bisherige Topmodell von Kettler nicht mehr wiederzuerkennen.

 

Neben ein- und zweisitzigen Pkw wird es auch eine eigenständige Nutzfahrzeugsparte geben. Diese wird ebenfalls in Werl ihren Sitz haben. Erste Modellvarianten sollen auf der IAA Nutzfahrzeuge im September 2020 der Öffentlichkeit präsentiert werden. Wie schon in der Vergangenheit werden direkt bei Daimler Sonderaufbauten für Spezialfahrzeuge produziert werden. Dies war auch schon bei Kettler der Fall, seit den achtziger Jahren entstanden u.a. dem Unimog ähnelnde Modelle für die bayrische Feuerwehr.

 

Doch kann jeder Kunde ein solches Automobil fahren? Ola Källenius ist da zuversichtlich: „Im Jahr 2018 waren in Deutschland rund 11,1 Millionen Menschen Mitglied in einem Fitnessclub. Für die sollten die neuen Mercedes-Modelle kein Problem darstellen. Und alle anderen erhalten eine Mitgliedschaft für einen Fitnessclub während der Garantiezeit von drei Jahren von der Daimler AG geschenkt“.

 

Hier zeigt sich, dass die Automobilindustrie die Zeichen der Zeit erkannt hat und deutsche Konzerne wie die Daimler AG und Volkswagen weiterhin Weltspitze bei zukunftsweisenden Innovationen sind. 

Sicherheit für Kinder - nur noch mit dem SUV zur Schule

 

Schüler dürfen nicht mehr zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule kommen

 

Es war absehbar: Schülerinnen und Schüler dürfen laut einem Beschluss der Kulturministerkonferenz nicht mehr mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur Schule kommen. Grund hierfür ist die Gefährdung der Kinder aufgrund des gleichzeitigen Eintreffens von Fußgängern, Radfahrern, Bussen und Elterntaxis.

 

Vorreiter dieser Entwicklung war eine Grundschule in Magdeburg. Dort verbot Schulleiterin Gabriele K. Anfang 2020 ihren Schülerinnen und Schülern, den Schulweg mittels Fahrrad oder gar zu Fuß zu beschreiten. „Die Sicherheit der Kinder meiner Schule hat oberste Priorität. Immer wieder kam es vor, dass Schülerinnen und Schüler aus den Autos ihrer Eltern ausstiegen und dabei entweder von einem auf dem Radweg Fahrrad fahrenden oder auf dem Gehweg gehenden Kind gefährdet wurde.“

 

Damit ist jetzt nicht nur in Magdeburg Schluss. Bundesweit werden Geh- und Radwege im Bereich von Schulen in Parkbuchten umgebaut. Hier können Eltern nicht nur ihre Kinder sicher bis vor den Eingang der Schule bringen, gleichzeitig können sie auch den Eltern der Mitschülerinnen und Mitschüler ihrer Kinder ihren neuen Audi Q7, BMW X7, Porsche Cayenne E-Hybrid oder Mercedes-Benz AMG GLS präsentieren. Für diese Premium-Fahrzeuge wird bereits an vielen Schulen die bisherige Aula zu einer „Elterntaxi-Zone“ umgewandelt. Mütter und Väter, die ihre Kinder lediglich mit einem Kleinwagen oder einem französischen oder japanischen Auto transportieren, halten zukünftig auf dem früheren Schulhof. Eine Ausnahme bilden die Schulbusse. Hiermit werden Kinder befördert, die einen niedrigeren sozialen Status haben. Die Schulbushaltestellen befinden sich in der Regel auf der Rückseite der Schulgebäude.

 

Für uns ist dieser Beschluss ein richtiger Schritt für die Entwicklung unserer Kinder. Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, dass die Kinder das Gefühl haben, umsorgt zu werden und in Sicherheit den Schulweg bestreiten zu können“, so Dr. Stefanie Hubig, die rheinland-pfälzische Bildungsministerin und amtierende Vorsitzende der Kultusministerkonferenz. Bundes-finanzminister Olaf Scholz äußerte bereits, dass solche Fahrten in Zukunft steuerlich absetzbar seien. „Wer sein Kind mit dem Auto zur Schule bringt, darf steuerlich nicht benachteiligt werden“, betont Scholz, schließlich hätten die Eltern zusätzlich Ausgaben alleine schon durch den Benzinverbrauch.

 

Bedenken der Polizei Hamburg wies Dr. Hubig zurück. Diese hatte in einer Pressemitteilung zu Bedenken gegeben, dass einer Verkehrsunfallstatistik immer mehr Kinder verunglücke, während sie im Auto sitzen. „Nein“, entgegnet Dr. Hubig diesen Bedenken, „stellen Sie sich vor, wie viele Kinder sterben würden, wenn sie nicht in einem tonnenschweren, massiven SUV, sondern auf einem ungeschützten Fahrrad sitzen würden“.

ADAC nicht mehr gegen Tempolimit

Verband befürwortet 130 km/h auf bundesdeutschen Autobahnen

 

Mit diesem Schritt hatte niemand gerechnet: Ausgerechnet der als Lobbyistenverband der deutschen Raser verschriene ADAC stellt sich nicht mehr gegen eine umfassende Einführung einer Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen. „Wir waren nie ausdrücklich gegen ein Tempolimit“, sagte ADAC-Vorstand Lars Soutschka in einem gemeinsamen Interview mit der neugewählten VDA-Präsidentin Hildegard Müller.

 

Bedeutet das, dass der ADAC einer flächendeckenden Einführung von maximal 130 km/h auf Autobahnen nicht mehr widersprechen würde? „Ja, das kann man in der Tat so sagen“, bekräftigt Soutschka, „sofern es sich für hochmoderne LKW mit nicht ausschaltbarem Abstandassistenten handelt. Für ältere Modelle, wie z.B. weißrussische LKW mit abgefahrenen Reifen, defekten Bremsen und einer deutlich überschritten Zuladung muss natürlich weiterhin eine Beschränkung von 80 km/h gelten“. Mit dieser Aussage irritiert der ADAC-Geschäftsführer, soll das Tempolimit doch auch für Pkw und Motorräder gelten.

 

Hier zeigt sich jedoch Hildegard Müller kompromisslos. „Ein Tempolimit von 130 km/h für alle Fahrzeuge? Das meinen sie tatsächlich ernst?“. Müller lacht verständnislos auf. „Nein, da haben sie den ADAC falsch verstanden. Für Pkw und Motorräder darf ein solches Tempolimit auf keinen Fall gelten, da sind sich ADAC und VDA einig. Mit einer solchen Maßnahme gefährden Sie den Automobilstandort Deutschland. In einem Land, in dem man schnelle Autos baut, muss man die auch ausfahren können. Sonst können wir die Produktion gleich einstellen“. Hinweise auf andere Staaten mit Tempolimit und gleichzeitiger Automobilproduktion lässt die Lobbyistin nicht gelten. „In Italien gibt es auch ein Tempolimit. Aber es hält sich niemand dran und daher stört es nicht weiter. In Deutschland hingegen sind die Bürger – ja, auch so mancher Autofahrer – rechtstreu und würden ein solches Limit einhalten. Damit würde nicht nur die Wirtschaft, sondern auch der Verkehr zusammenbrechen“.

 

Dem halten wir entgegen, dass niedrigere Geschwindigkeiten auch geringere Abgase und Unfälle begünstigen. Doch auch hier kann Müller dagegenhalten: „Je schneller ein Fahrzeug unterwegs ist, desto kürzer ist die Zeit, in der das Fahrzeug Abgase ausstoßen kann. Aus dem gleichen Grund ist auch das niedrigere Risiko eines Unfalls gegeben. Wer mit 250 km/h von Hamburg nach Osnabrück fährt, kann dies in einer Stunde schaffen“, rechnet Müller vor. „Bei 100 km/h benötigt er dafür 2 ½ Stunden. In diesen zusätzlichen 1 ½ Stunden ist das Risiko natürlich deutlich höher, in einen Unfall verwickelt zu werden“.

 

Diesen Argumenten kann man sich natürlich nicht verschließen. „200 km/h werden Sie auch mit einem hochmodernen, vollbeladenen 40-Tonner natürlich nicht schaffen. Daher halten wir ein Tempolimit von 130 km/h für diese Fahrzeuge für absolut ausreichend“, beendet Soutschka das Gespräch. Wann ADAC und VDA sich von ihren Vorstellungen einer Verkehrspolitik der 60‘er Jahre verabschieden, ist noch nicht erkennbar.

Kurznachrichten

Volkswagen und Reemtsma schließen Kooperationsvertrag

Der Automobilhersteller Volkswagen und der Reemtsma-Konzern haben einen langfristigen Kooperationsvertrag abschlossen. Damit wird VW die Sondermodelle Golf West, Passat Gitanes und Tiguan Gauloises in den Abgas-Duftmarken Virgina, Orient und Burley auf den Markt bringen, während Reemtsma drei neue Zigarrenmarken unter dem Namen Passat, Golf und Tiguan vertreiben wird.

 

Streik der Lokführer legt Bahn lahm

Ein spontaner Streik der Lokführer der Deutschen Bahn AG sorgte am vergangenen Montag für Verwirrung unter den Bahnreisenden. Acht Stunden zuvor hatte die GdL bekanntgegeben, dass sie zu einem Streik ab Montagmorgen aufgerufen habe und die Kunden sich auf Verspätungen und Zugausfälle einstellen müssten. Die Bahnkunden nahmen den Aufruf mit Gelassenheit zur Kenntnis und konnten feststellen, dass alles wie gewohnt ablief. Es gab Verspätungen und Züge fielen aus.

 

Rennfahrer völlig verzweifelt

Mit den Nerven am Ende war am vergangenen Wochenende der italienische Rennfahrer Fausto Cappuccino. Der bisherige Rallyefahrer war kurzfristig als Ersatzfahrer für seinen erkrankten Landsmann Tartufo Bianco beim Formel-1-Rennstall Latte Macciato eingesprungen. Nach einem Drittel der Zeit fuhr Bianco an die Box und stieg sichtlich geschwächt aus seinem Boliden. „Ich bin 18 Runden ständig im Kreis gefahren und habe die Ausfahrt nicht gefunden. Aber allen anderen Fahrern scheint es auch so gegangen zu sein. Die irren immer noch auf diesem 5-Kilometer-Streifen umher“, sagte er dem Sportreporter Marcello Unreif auf dem Weg zum FIA-Psychologen.

 

Erdölvorkommen im Kreis Vechta entpuppt sich als Gülle

Eine Sensation schien die Meldung aus dem niedersächsischen Vechta zu sein. Bei der Brunnenbohrung auf einem seiner Äcker stieß ein Landwirt Antonius Hoppenstedt auf ein vermeintlich reiches Erdölvorkommen. Kurz nach Bekanntwerden der Information kaufte der US-amerikanische Konzern ExxonMobil Hoppenstedt ohne weitere Prüfung das elf Hektar große Areal für 42,5 Millionen Euro ab, bevor die gleichfalls interessierte Royal Dutch Shell zuschlagen konnte. Nach eingehender Prüfung stellte es sich jedoch heraus, dass es sich bei dem vermeintlichen Erdöl lediglich um Gülle handele, die sich in den letzten Jahren in einem Hohlraum gesammelt hat. Wie er in einem Interview erklärte, werde Antonius Hoppenstedt die 42,5 Millionen Euro nicht zurückzuzahlen. Für ihn gilt die Devise „Gekauft ist gekauft“.

 

Berühmter Agent James Bond (007) wechselt den Geheimdienst

Aus Protest gegen den durch seine Regierung harten Brexit hat MI6-Agent James Bond den Dienst für Ihre Majestät quittiert und wechselt nun zum französischen SDECE, dem Service de Documentation Extérieur et de Contre-Espionage. Sein berühmtes Dienstfahrzeug, den Aston Martin DB5, kann er jedoch nicht mitnehmen. Die französische Regierung stellt ihm als Ersatz einen neuen Alpine A110 zur Verfügung. Selbstverständlich in der gewohnten Ausstattung mit zahlreichen Extras. Ebenfalls zum SDECE wechselt Eve Moneypenny, bisherige Chefsekretärin des MI6. Der bisherige Vorgesetzte der beiden neuen SDECE-Agenten, M, äußerte sein Bedauern über den Verlust der beiden Top-Mitarbeiter, ließ aber sein Verständnis für deren Entscheidung durchblicken.

 

Klimaschutz: Weniger heiße Luft aus Berlin

Um besonders im Großraum Berlin die Atemluft deutlich zu verbessern, hat das Bundeskabinett beschlossen, in Zukunft weniger heiße Luft in der Bundespressekonferenz zu produzieren. Ein Entschluss, den auch die regelmäßig teilnehmenden Journalisten sehr begrüßten. 

 

Parkuhren für Fahrräder

Fahrradfahren gilt in der Stadt als das preiswerteste und effektivste Transportmittel. Man kommt schnell von A nach B, steht nicht im Stau und produziert keine Emissionen. Auch brauchten sie bisher keine Parkgebühren bezahlen, sondern konnten ihre Fahrräder bequem an Fahrradbügel anschließen. Das ist in den ersten deutschen Städten jetzt vorbei. „Kaum noch jemand fährt mit einem Auto ins Parkhaus, den Kommunen fehlen die Einnahmen“, so Burghard Jung, Präsident des Deutschen Städtetages. Um diese Einnahmeausfälle zu kompensieren, werden an den Fahrradbügeln jetzt Parkuhren angeschlossen. „Jeder Radfahrer, der sein Fahrrad an einen Fahrradbügel anschließt, muss dann eine Gebühr bezahlen“, so Jung weiter. Fahrräder, die wild parken oder an Laternenpfähle angeschlossen werden, sollen kostenpflichtig entfernt werden.

 

Mario Barth deckt auf: Verschwendung von Steuergeldern in Berlin

In der neuesten Ausgabe seiner RTL-Sendung „Mario Barth deckt auf“ deckt Mario Barth auf, dass es in der Bundeshauptstadt zu einer unglaublichen Verschwendung öffentlicher Gelder gekommen ist. „Mein Team hat herausgefunden, dass in der Nähe von Berlin ein Flughafen gebaut wird, bei dem nicht alles nach Plan verläuft und es zu teuren Pannen gekommen ist!“, so der „Comedian“. Mehr wollte er vor Ausstrahlung seiner Sendung nicht verraten. Gleichwohl deutete er an, dass er mit seinem Team einem weiteren sensationellen Skandal auf der Spur sei. Dabei soll es sich um ein geheimes Bahnprojekt in einer südwestdeutschen Landeshauptstadt handeln.Mario Barth deckt wieder auf, was noch niemand weiß.

 

Modellversuch an zwei Osnabrücker Gymnasien: E-Bikes für Schüler

Um die zu Stoßzeiten überfüllten Busse zu entlasten, führt das Niedersächsische Kultusministerium einen Modellversuch durch, bei dem Schüler von zwei Osnabrücker Gymnasien E-Scooter und E-Bikes für den Schulweg zur Verfügung gestellt bekommen. Bei einem Schulweg bis 1.000 Meter gibt es einen E-Scooter, darüber hinaus ein E-Bike. Doch wären richtige Fahrräder nicht sinnvoller? "Da viele Kinder nur noch am Handy hängen, verfügen sie über keinerlei Kraft und Ausdauer mehr. Richtige Fahrräder würden sie nur überfordern und demoralisieren", erklärt Staatssekretärin Gaby Willamowius aus dem Niedersächsischen Kultusministerium. Doch nicht alle Eltern unterstützen die Aktion. Jutta E.-B., Mutter eines Gymnasiasten der Oberstufe: "Mein Sohn soll jeden Tag 1.500 Meter mit dem Fahrrad fahren? Bei Hitze und Regen? Das ist doch unzumutbar, auch mit einem E-Bike! Selbstverständlich werde ich meinen Karl-Friedrich mit unserem 145.000 Euro teuren BMW X7 in Vollausstattung bis vor die Schultür fahren und auch dort wieder abholen. Wozu habe ich mir denn einen SUV gekauft?"

 

In der EU gelten Tempolimits jetzt auch für Polizisten im Einsatz

In der Schweiz waren zuletzt zwei Polizisten zu Gefängnisstrafen verurteilt worden, die bei der Verfolgung von Einbrechern erheblich bestehende Tempobeschränkungen ignoriert haben. Die EU zieht jetzt nach: Ein bestehendes Tempolimit gilt in Zukunft auch hier für Polizisten im Einsatz. Dies hat EU-Verkehrskommissarin Adina Vălean bestätigt. Doch widersprecht eine solche Vorgabe nicht dem Auftrag der Polizei, Straftäter dingfest zu machen? „Natürlich erleichtert es nicht unbedingt die Aufgaben der Polizei, aber schon alleine aus umweltpolitischen Gesichtspunkten sind Tempoüberschreitungen von Staatsbediensteten nicht zu tolerieren“, erläutert Vălean. Da es immer mehr Straftäter gebe, würden sich zwangsläufig auch die Verfolgungseinsätze der Polizei erhöhen – und somit die Belastung der Umwelt. Im Gegenzug sollen aber auch Erleichterungen für die Strafverfolgungsbehörden geschaffen werden, haben Vălean und Didier Reynders, EU-Kommissar für Justiz und Rechtstaatlichkeit, beschlossen. „Wir werden Straftätern, die sich bei der Verfolgung ebenfalls an bestehende Tempolimits halten, mildernde Umstände in Aussicht stellen können“, so die Kommissarin.

 

Verärgerte Bestatterin klagt wegen Parkknöllchen gegen Stadt Osnabrück

Ist eine Leiche schwerbehindert und außergewöhnlich gehbehindert oder blind? Mit dieser Frage muss sich nun das Verwaltungsgericht Osnabrück beschäftigen. Geklagt hatte die Bestattungsunternehmer Mary Shelley, die sich durch die Stadt Osnabrück ungerechtfertigt behandelt fühlt. „Ich war gerade mit einem Kunden Josef M. unterwegs zum Heger Friedhof und musste vorher noch eine Bescheinigung zur Friedhofsabteilung im Stadthaus bringen. Da Herr M. mit ihm Wagen war und weder gehen noch sehen konnte, habe ich selbstverständlich auf dem Behindertenparkplatz geparkt“, so Dr. Shelley. Während sie kurz im Stadthaus war, klemmte ihr ein Mitarbeiter des OS-Teams ein Knöllchen hinter den Scheibenwischer. „Natürlich befand sich auch der außergewöhnlich gehbehinderte und blinde Herr M. im Auto. Aber er war zu diesem Zeitpunkt schon verstorben und hatte nur aus diesem Grund die maßgeblichen Behinderungen“, rechtfertigt Stadtsprecher Dr. J.das Strafmandat. Ob dies nun tatsächlich gerechtfertigt ist, muss jetzt das Verwaltungsgericht entscheiden.

 

PROSEGUR übernimmt Auslieferung von Toilettenpapier, Mehl und Nudeln

Nach den in der Corona-Krise vermehrt auftretenden „Hamsterkäufen“, vorzugsweise von Toilettenpapier, Mehl, Nudeln, Reis und Tomatensauce, haben die Discounter Aldi, Lidl und Netto das Sicherheitsunternehmen PROSEGUR beauftragt, diese hochsensiblen Waren an ihre Märkte auszuliefern. „In den letzten Tagen ist es bereits vorgekommen, dass bewaffnete Hausfrauen unsere Lieferwagen, die wie gewohnt Waren an unsere Geschäfte ausliefern wollten auf freier Strecke überfallen haben. Dabei wurden vor allem die derzeit extrem nachgefragten Haushalts- und Hygieneartikel geraubt. Die in den LKW der Aldi-Märkte befindlichen Aktions-Laptops wurden jedoch liegengelassen“, begründen die Unternehmen in einer dem HASE-JOURNAL liegenden Pressemitteilung ihren Schritt. Begleitet werden die PROSEGUR-Fahrzeuge jeweils von gepanzerten Fahrzeugen mit Mitgliedern der Sondereinsatzkommandos (SEK) der Länder.