1898, 1908, 1918, 1928,... Rückblicke in die Automobilgeschichte

An dieser Stelle findet ihr in Zukunft die monatlichen Rückblicke in die Historie des Automobils. Es ist doch manchmal ganz interessant zu lesen, wann was passiert ist. Rechts findet ihr die Rückblicke der vergangenen Jahre.

November 2018

 

 

Vor 110 Jahren

 

15.11.1908: In Wien wird der später erfolgreiche Motorradrennfahrer und Tuner Carlo Abarth geboren. Mit fünf Jahren zieht er mit seiner Familie nach Meran, dem Geburtsort seines Vaters, und wird italienischer Staatsangehöriger, da sein Vater sich nach der Annexion Südtirols für Italien entscheidet, Zurück in Wien fährt er später Radrennen und beginnt eine Ausbildung als Motorradmechaniker. Kurz darauf fährt er auch Motorradrennen. 1928 gründet er sein erstes eigenes Team. Nach einem Unfall mit bleibenden Schäden nach einer Knieverletzung steigt er auf Seitenwagenrennen um.  Nach weiteren Unfällen stellt er seine Rennfahrerkarriere ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg gründet er mit Armando Scagliarini die Firma "Abarth" in Bologna, verlegt diese kurz darauf nach Turin. Von der zahlungsunfähigen Firma Cisitalia übernimmt er deren Rennfahrzeuge. Abarth  wird in der Folgezeit als Anbieter von Fahrzeugtuning, aber auch als Hersteller von Eigenkonstruktionen weltberühmt. 1979 stirbt Carlo Abarth und wird auf dem Grinzinger Friedhof in Wien beerdigt.

 

 

Vor 90 Jahren

 

08.-18.11.1928 - Auf der Automobilausstellung Berlin wird der Opel Regent  (oder auch Opel 23/110 PS) vorgestellt. Wie damals üblich ist er zunächst nur als Fahrgestellt zum Preis von 14.000 Reichsmark erhältlich. Mit diesem Preis ist der Opel Regent deutlich günstiger als die Konkurrenz wie z.B. der Horch 8 Typ 500 oder der Cadillac Series 341.  Der Regent hat einen Achtzylinder-Reihenmotor mit 5.972 ccm Hubraum und 110 PS. Es ist der erste (und einzige) von Opel selbst konstruierte Achtzylinder in einem Serienmodell und basiert laut Verkaufsprospekt auf einem Rennmotor von 1921. Nachdem zunächst nur Fahrgestelle verkauft werden, bietet Opel bald darauf auch werkseigene Karosserien an. Es gibt einen offenen siebensitzigen Tourenwagen für 18.500 R, einen Roadster für 19.000 RM und eine Pullman-Limousine für 20.000 RM: Das entspricht ungefähr dem Preis von 10 Opel 4 PS-Kleinwagen.  Mit einem Regent Coupé gewinnt Fritz von Opel 1928 den Schönheitspreis von Baden-Baden. Im März 1928 übernimmt General Motors 80% des Aktienkapitals der Adam Opel AG. Da GM befürchtet, dass der Regent eine zu große Konkurrenz für seine eigenen Spitzenmodelle von Cadillac und Buick darstellen könnte, werden alle bereits gebauten und verkauften Opel Regent zurückgeholt und verschrottet - ein einmaliger Vorgang in der Automobilgeschichte. Kein Fahrzeug hat überlebt, nur einige Bilder existieren noch. Der Name "Regent" wird später auch für die Luxusvarianten des 1931 vorgestellten  Sechszylindermodells Opel 1,8 Liter verwendet.

 

10.11.1928 - In der Vossischen Zeitung erscheint erstmals als Vorabdruck der Roman "Im Westen nichts Neues" des Osnabrücker Autos Erich Maria Remarque. In seinem Buch schildert er die Schrecken des Ersten Weltkriegs aus der Sicht eines jungen Soldaten. Obwohl Remarque selbst das Buch als unpolitisch bezeichnet hat, ist es als Antikriegsroman zu einem Klassiker der Weltliteratur geworden. Heute gibt es den Roman in über 50 Sprachen, die geschätzten Verkaufszahlen liegen bei über 20 Millionen. Kein im Original deutschsprachiger Erzähltext hat jemals eine höhere Verkaufszahl erzielt. In der Nazi-Diktatur wurden während der nationalsozialistischen Bücherverbrennungen auch zahlreiche Exemplare von "Im Westen nichts Neues" vernichtet. Zu den bedeutendsten Büchern des berühmten Osnabrückers gehören  "Der schwarze Obelisk" , "Die Nacht von Lissabon" oder "Arc de Triomphe". Erich Remarque wurde am 22.06.1898 in Osnabrück geboren und starb am 25.09.1970 in Locarno (Schweiz).

 

14.11.1928: Die Bayrischen Motorenwerke München AG kauft die DIXI-Fahrzeugfabrik Eisenach A.G. Damit stieg BMW erstmals in die Automobil-Produktion ein. Der BMW 3/15 PS Typ DA 2 ist das erste Automobil mit dem weiß-blauen BMW-Markenzeichen und basiert wie sein Vorgänger auf dem englischen Kleinwagen Austin Seven. Am 9. Juli 1929 ist der Wagen in den beiden Ausführungen (Limousine und Tourenwagen) bei den BMW Händlern verfügbar. Anlässlich der Eröffnung der neuen Filiale in Berlin wird er am selben Tag als BMW 3/15 der Presse vorgestellt.

 

 

Vor 70 Jahren

 

11/1948 – In Köln-Niehl startet die Produktion des neuen Ford Taunus. Er ist der Nachfolger des bereits seit 1938 gebauten Taunus G93A, der als Mittelklassewagen die Lücke zwischen dem kleinen Ford Eifel und dem großen Ford V8 schließen soll. Der Prototyp des neuen G73A wird im Mai 1948 auf Hannoveraner Exportmesse vorgestellt. Die ersten Karosserien entstehen jedoch nicht in den Kölner Ford-Werken, sondern werden ab September 1948 aus Platzmangel im Wolfsburger Volkswagenwerk und beim Karosseriebauer Karmann in Osnabrück hergestellt. Zuvor müssen die Karosserieformen aus dem bisherigen Ambi-Budd-Werk in Ostberlin in Verhandlungen mit der Sowjetischen Militäradministration ausgelöst werden. Erst im November 1948 kommt die Gesamtproduktion nach Köln zurück. Zunächst gibt es den Taunus nur als zweitürigen Limousine mit hinten angeschlagenen Türen, zunächst ist er nur in „nachtschattengrau“ zu erhalten. Wegen seines rund abfallenden markanten Hecks wird der G73A auch "Buckeltaunus" genannt. Ab 1949 entstehen weitere Karosserieformen bei renommierten Karosseriebauern wie Karmann in Osnabrück oder Drauz in Heilbronn. Diese erhalten von Ford die Fahrgestelle mit dem vorderen Aufbau bis zu den A-Säulen. Die Fahrzeuge werden nun zu zwei- und viersitzigen Cabriolets mit zwei Türen oder – für die Polizei – vier Türen, zu dreitürigen Kombis und zu viertürigen Taxis. Im Mai 1950 gibt es den Taunus Spezial mit Vierganggetriebe und Lenkradschaltung, einem breiten, verchromten Kühlergrill, Stoßfängern mit Hörnern, ein größeres Rückfenster und Blinkern statt Winkern. Knapp ein Jahr später kommt der Taunus de Luxe mit durchgehender Windschutzscheibe und zahlreichen Extras. Angetrieben wird der Ford Taunus G73A von einem 1.172 ccm großen Motor mit 34 PS, was zu einer Höchstgeschwindigkeit von 97,5 km/h führt. Gebaut wird der Taunus G73A bis 1952 und dann vom „Weltkugeltaunus“ (Taunus 12M -G13-) abgelöst. Insgesamt entstehen 76.590 Exemplare des G73A.

 

  

Vor 50 Jahren

 

11/1968 -Er soll für Ford das europäische "Pony-Car" werden und den Erfolg des Ford Mustang in den USA nun auch auf dem alten Kontinent wiederholen: Der Ford Capri. Gebaut wird er in Deutschland, Belgien und in England. Zwei Monate nach Produktionsbeginn wird der Capri offiziell auf dem Brüsseler Autosalon präsentiert.  Das Fahrwerk kommt vom englischen Ford Cortina, die Motoren zum Teil vom deutschen Ford Taunus. Den Capri gibt es von Beginn an in unterschiedlichen Motorisierungen. In England erhält er einen 1,3- oder 1,6-Liter-Reihenvierzylinder der Kent-Familie, in Deutschland werden eigene Motoren mit 1,3/1,5/1,7 Litern eingepflanzt. 1969 wird aufgerüstet: In Deutschland kommen der 108 PS starke 2300 GT (2,3 Liter Doppelvergaser) und der 125 PS starke 2600 GT (2,6 Liter Doppelvergaser), während in Großbritannien der 3000 GT mit einem V6 mit 138 PS angeboten wird. Die erste Serie wird von 1968 bis 1973 gebaut und von der Serie II abgelöst (1974-1977). Die letzte Baureihe des Capri wird zwischen 1978 und 1986 produziert. Erfolgreich ist der Capri im Motorsport. Besonders der RS 2600 gilt als "Kultauto". Die Rennversionen  des Capri erzielten zahlreiche Erfolge, darunter 1971 die Deutsche Rundstreckenmeisterschaft und 1972 die Tourenwagen-Europameisterschaft.  Zu den Piloten, die zahlreiche nationale und internationale Rennen gewannen, gehören Jean Todt, Dieter Glemser, Hans-Joachim Stuck oder Jochen Mass

 

03.11.1968 - In Mexiko-Stadt hatte der Brite Graham Hill das Autorennen um den Großen Preis von Mexiko gewonnen. Damit war er Formel-I-Weltmeister geworden.

 

14.11.1968 - In der Nähe von Osnabrück (Niedersachsen) hatte Bundesverkehrsminister Georg Leber das letzte Teilstück der Autobahn „Hansalinie“, der Bundesautobahn A1, dem Verkehr übergeben.

 

 

20.11.1968 - Die Reifenindustrie bietet erstmals für die Winterperiode 1968/69 mit Spikes versehene Gürtelreifen an. Diese sind für Geschwindigkeit bis 180 km/h zugelassen. Der sogenannte M-&-S-Reifen hat 100 über die ganze Lauffläche verteilte Spikes, die die Fahrtüchtigkeit des Wagens bei Schnee und Eis erheblich verbessern. Der Nachteil ist jedoch, dass sie bei trockener Fahrbahn eine weit geringere Haftung als reine Gummireifen haben und zusätzlich die Straßen deutlich stärker beanspruchen. In manchen Ländern sind sie heute generell verboten (u.a. In Deutschland), in anderen teilweise zu bestimmten Zeiten (z.B. Österreich, die Schweiz, Norwegen oder Finnland).

 

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Oktober 2018

 

 

Vor 150 Jahren

 

12.10.1868: August Horch wird in Winningen an der Mosel geboren. Er entstammt einer alten Winzer- und Schmiedefamilie und erlernt mit 13 Jahren in der Schmiede seines Vaters das Schmiedehandwerk. Damals ahnt niemand, dass er einer der bedeutendsten Automobilpioniere wird – obwohl er Zeit seines Lebens nie einen Führerschein besitzen wird. Über August Horch wurden viele Bücher geschrieben, hier einige Eckdaten: 1899: Gründung des Unternehmens Horch & Cie in Köln-Ehrenfeld. 1900 entsteht sein erstes Automobil. 1902 verlegt er den Betrieb nach Reichenbach im Vogtland. 1903 stellt er das erste deutsche Automobil mit einem Vierzylindermotor vor. 1904 zieht das Unternehmen erneut um, nun geht es nach Zwickau.  Dort wird es als „A. Horch & Cie. Motorwagenwerke Actiengesellschaft“ eingetragen. 1906 gewinnt ein Horch die Herkomer-Konkurrenz, ein Jahr später präsentiert August Horch den ersten Sechszylindermotor vor (im Horch 26/65 PS). 1909 verlässt August Horch nach einem Streit mit dem Aufsichtsrat. Kurze Zeit später gründet er die „August Horch Automobilwerke GmbH“, muss den Namen nach einem verlorenen Rechtsstreit ändern. Es entsteht die „Audi Automobilwerke GmbH“. „Audi“ ist die Übersetzung des Imperativs „horch“ (audi = höre! = horch!). 1910 wird der erste Audi ausgeliefert. 1915 verlässt Horch das aktive Geschäft bei Audi, nachdem die Firme eine Aktiengesellschaft wurde. Er ist nun als „Öffentlich angestellter und beeidigter Kraftfahrzeug-Sachverständiger für Kraftfahrzeuge aller Art im Bereich der Industrie- und Handelskammer Berlin“ und als „Beeidigter Sachverständiger für das Kammer- und Landgericht Berlin“ aktiv. 1921 ist er Mitglied der Rennleitung für das erste AVUS-Rennen, Aufsichtsratsmitglied der „AUKA“ zur Koordinierung der Automobilausstellung 1923. 1924 wird er erster Präsident der Deutschen Verkehrswacht e.V.; 1922 verleiht ihm  die TU Braunschweig die Ehrendoktorwürde. 1923 initiiert August Horch die schon lange fast weltweit einheitliche Linkssteuerung bei Automobilen. Nach der Gründung der Auto Union AG mit den Marken Audi, DKW, Horch und Wanderer im Jahr 1932 wird er ein Jahr später in den Aufsichtsrat berufen. 1939 wird August Horch Ehrenbürger der Stadt Zwickau. Am 03.02.1951 stirbt er in Münchberg, Oberfranken.

 

 

 

Vor  80 Jahren

 

13.10.1938: Präsentation des letzten Eisenacher BMW-Modells Typ 335. Es ist das größte und leistungsstärkste Automobil, das BMW in der Vorkriegszeit anbietet. Aufgrund des Erfolges des BMW 326 bringt BMW mit dem Typ 335 ein größeres Modell mit einem ähnlichen Charakter auf den Markt. Das Fahrzeug hat einen Reihensechszylindermotor mit 3.485 ccm Hubraum und 90 PS. Dies reicht für eine Höchstgeschwindigkeit von rund 145 km/h. Im ersten Produktionsjahr kostet die Limousine 7.850 RM, das zweitürige Cabriolet 9.050 RM, während der BMW 326 schon für 5.500 RM zu haben ist. Zusätzlich gibt es noch ein viertüriges Cabriolet vom Typ 335. Gebaut wird der BMW 335 von 1939 bis 1941, es entstehen 415 Fahrzeuge.

 

 

Vor 70 Jahren

 

10/1948 - In Rüsselsheim wird der Opel Kapitän wieder gebaut, in leicht überarbeiteter Form und auch nur als viertürige Limousine mit Portaltüren. Erkennbarer Unterschied zum Vorkriegsmodell sind die nun runden Scheinwerfer, Stoßstangen mit stärker ausgebildeten Hörnern und Radkappen. Er hat einen 2,5-Liter-Reihenmotor mit 55 PS, Dreiganggetriebe und eine Höchstgeschwindigkeit von 126 km/h. Bis April 1950 werden 12.936 Exemplare gebaut.

 

07.10.1948 - Die Entwicklung begann Mitte der 1930er-Jahre; kriegsbedingt stellte Citroën den neuen 2CV aber erst am 7. Oktober 1948 in Paris der Öffentlichkeit vor. Von der Fachpresse anfangs belächelt, wurde der 2CV in den folgenden Jahrzehnten zu einem der bekanntesten Automodelle in Frankreich. Der 2CV war Basis für die Citroën-Modelle Dyane, Ami und Méhari.

 

Vor 60 Jahren

 

Am 19.10.1958 wird in Adelsried an der heutigen A8 die erste Autobahnkirche eingeweiht. Sie soll am Rand der Autobahn einen „Hafen vertrauter Stille“ schaffen. Gestiftet wird sie durch den Augsburger Papierfabrikanten Georg Haindl. Der Name der Kirche „Maria, Schutz der Reisenden“ bezieht sich auf die Flucht der hl. Familie nach Ägypten. Heute gibt es rund 40 Autobahnkirchen, die je nach Spender evangelisch oder katholisch und keiner übergeordneten kirchlichen Institution unterstellt sind. Die nächste Autobahnkirche im Raum Osnabrück ist die 1970 gebaute ökumenische Autobahnkapelle am Rasthaus Dammer Berge.

 

10.10.1968 - Um den Verkehr zu beruhigen, werden erstmals auf bundesdeutschen Autobahnen Richtgeschwindigkeiten empfohlen worden. Auf einer Versuchsstrecke zwischen Wiesbaden und Frankfurt am Main werden entsprechende Schilder aufgestellt.

 

17.10.1968 - Der Film Bullitt mit Steve McQueen kommt in die amerikanischen Kinos. Berühmt ist der Film mit dem passionierten Rennfahrer und Schauspieler McQueen besonders durch längste Verfolgungsjagd der Filmgeschichte. Mit seinem 1968'er Ford Mustang  GT 390 Fastback liefert sich McQueen alias Lt. Frank Bullitt eine rasante Verfolgungsjagd mit zwei Gangstern  des Syndikats und deren Dodge Charger R/T (1968er Modell). Knapp 10 Minuten dauert die Sequenz, die zunächst durch San Franzisko und dann aus der Stadt heraus führt. Ein Hochgenuss.

 

 

Vor 40 Jahren

 

10/1978 - Auf dem Pariser Autosalon wird ein Supersportwagen aus Deutschland präsentiert: Der BMW M1. keilförmig, 114 cm hoch und 262 km/h schnell. Die vorhergehende Studie  "turbo" stammt von BMW-Chefdesigner Paul Bracq.  Die Karosserie ist auf einem Gitterrohrrahmen aufgebaut, viele Teile aus dem BMW-Programm finden Verwendung. Ungewöhnlich sind die Klappscheinwerfer. Der M1 wird in der Serienversion von einem Sechszylinder-Reihenmotor mit 3,5 Liter Hubraum mit 277 PS angetrieben. Zusätzlich gibt es die Rennversion mit 470 PS bzw. 850 PS  (mit Turboaufladung). Damit ist eine Höchstgeschwindigkeit von 310 km/h möglich. Gebaut wird der M1 bis 1981

 

Auch ein Fahrzeug aus Osnabrücker Produktion wird präsentiert: Der VW Corrado. Er soll den Scirocco II ablösen, gerät aber zu teuer als direkter Nachfolger. Daher werden beide Fahrzeuge parallel bei Karmann in Osnabrück gebaut.  Die Motoren  reichen von 1.781 ccm und 107 PS bis zum 2.9 VR6 mit 2.861 ccm und 190 PS. In den acht Jahren Bauzeit laufen 97.521 Fahrzeuge vom Band.

 

Vor 30 Jahren

 

12.10.1988: Serienanlauf des Wartburg 1.3 mit Volkswagenmotor. Das Modell ist der Nachfolger des Wartburg 353, der noch von einem veralteten Zweitaktmotor angetrieben wurde. Dieser Wagen sollte schon 1972 einen Vierzylinder-Viertaktreihenmotor erhalten, aufgrund der sozialistischen Planwirtschaft durfte er aber innerhalb des RGW („Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe“) nicht verwendet werden.  Ende der siebziger, Anfang der achtziger Jahre wurde in den Exportländern (vor allem Großbritannien, die iberischen und die skandinavischen Staaten) Zweitakter verboten. Nun war der Vierzylindermotor von 1972 wieder veraltet. Nun schloss man einen Vertrag mit Volkswagen. Diese waren jedoch zu groß für den Motorraum des 353 und damit musste ein veränderter Wartburg entwickelt werden. Die Serienfertigung des Wartburg 1.3 beginnt am 12.10.1988 in Eisenach. Der 58 PS starke Motor – ursprünglich für den VW Polo 86c entwickelt – wird in der DDR für VW und für den Eigenbedarf hergestellt. Den Wartburg 1.3 gibt es als Limousine, als viertürigen Kombi „Tourist“) und als zweitürigen Pickup /“Trans“), insgesamt entstehen 152.775 Fahrzeuge, davon 920 „Trans“. Gebaut wird der Wartburg 1.3 drei Jahre lang, der letzte Wagen rollt am 10.04.1991 vom Band. 

 

30.10.1988 - Nach dem Rennen in Suzuka (Japan), noch vor dem Saisonabschluss mit dem Großen Preis von Australien steht der Rennfahrer Ayrton Senna erstmals als Weltmeister der Formel 1 fest. 1990 und 1991 wird er erneut Formel 1-Weltmeister.

 

 

 

 

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September 2018

 

Vor 120 Jahren

 

17.09.1898 – Vorstellung des ersten Wartburg-Motorwagens nach Abschluss des Lizenzvertrages mit der französischen Fa. Decauville fünf Tage zuvor durch die Fahrzeugfabrik Eisenach. Die Firma ist zu diesem Zeitpunkt gerade zwei Jahre alt und stellt zunächst Fahrräder und Geschütze her. Die erste Auslieferung des Wartburg-Motorwagens erfolgt bereits im Dezember 1898. Ein Jahr später beteiligt die Firma sich mit Rennfahrzeugen an Wettbewerben. Rund 250 Fahrzeuge werden in Eisenach gebaut, je nach Ausführung liegt der Preis zwischen 3500 und 3950 Mark. Der Kleinwagen hat in der ersten Version eine Phaeton-Karosserie und einen luftgekühlten Viertaktmotor mit 0,8 Liter Hubraum und 3,5 PS, die zweite Version hat einen wassergekühlten Motor mit maximal 5 PS und in der Rennversion mit 8 PS. Nun gibt es ihn als Tourenwagen in Luxusausführung und als Promenadenwagen mit Verdeck, das speziell für Frauen gedacht ist. Auch damals gibt es schon aufpreispflichtige Sonderausstattungen wie Schirmständer an der Seitenwand, Hupe mit Gummiball, geflochtene Seitenverkleidungen, Azetylenlampen, Lederpolster und ein Regenverdeck mit Klappmechanismus. Um 1900 gibt es mehrere Rennerfolge wie die Fahrt Berlin-Aachen (700 km), Wien-Graz-Wien. Am 24.11.1900 wird eine 1000-Meilen-Fahrt auf der Rennbahn des Crystallpalastes in London durchgeführt. Ohne Aufenthalt fährt ein Wartburgwagen die Strecke in 48 Stunden, 24 Minuten und 4 Sekunden, um beispielhaft die vollkommene Betriebssicherheit zu zeigen. 1904 scheidet der Firmengründer Heinrich Ehrhardt mit seinem Sohn Gustav aus der Firma aus und nimmt die auf seinen Namen laufenden Lizenzen mit. Daraufhin führt die Geschäftsführung die Marke Dixi für Automobile ein.

 

 

Vor  110 Jahren

 

8.9.1908 – In Berlin wird der erste Löschzug der Feuerwehr mit vier elektrisch angetriebenen Wagen in Betrieb genommen. Der Zug besteht aus Gasspritze, Gerätewagen, Dampfspritze und Drehleiter. Nach zweijährigen Probefahrten über 10.000 Kilometer mit einem Elektro- und einem Dampfauto entscheidet man sich für Daimlerfahrgestelle mit Radnabenantrieb System Lohner-Porsche.

 

16.09.1908 – Die Automobilfirma General Motors wird durch William C. Durant als Holdinggesellschaft gegründet und übernimmt im Anschluss daran Buick und Oldsmobile. Im darauffolgenden Jahr übernimmt GM mit Cadillac, der Cartercar Company, der Elmore Manufactoring, der Ewing Automobile Company und Oakland (später Pontiac) fünf weitere Konkurrenten. Im Jahr 1918 kommt Chevrolet zum Konzern. Auch Busse und LKW gehören zur Produktionspalette. GM expandiert auch ins Ausland und übernimmt 1928 den deutschen Hersteller Opel. Mit seinen Tochterfirmen beliefert GM im Zweiten Weltkrieg alle Kriegsparteien, genauso wie der Mitbewerber Ford. 1950 wird General Motors wegen einer Verschwörung zu einer Geldstrafe vom 5000 US-Dollar verurteilt (heutiger Wert: ca. 50.000 US-Dollar). GM hat versucht, das Netz der elektronischen Straßenbahnen aufzukaufen und zu zerstören, um den öffentlichen Nahverkehr auf GMC-Busse umzustellen. Dieses Ziel verfolgt GM bereits seit den 20er Jahren. Ende 1955 verkündet GM als erstes amerikanisches Unternehmen einen Jahresumsatz von einer Milliarde Dollar.

 

27.09.1908 – In Detroit wird das erste Ford Modell T fertiggestellt. Zwischen 1908 und 1927 entstehen 15.007.033 Exemplare. Dieser Wert wird erst im Februar 1972 durch den VW Käfer erreicht. Henry Ford legt bei der Entwicklung des Modell T Wert auf einfachste Bedienung und Reparatur. Aus diesem Grund bekommt der Wagen kein konventionelles Getriebe mit Kupplung und Wählhebel. Es gibt weder eine Kühlwasserpumpe, einen Ölfilter, eine Kraftstoffpumpe oder einen Ölmessstab. Die Konstruktion ist so simpel, dass fast alle Reparaturen ohne Spezialwerkzeuge ausgeführt werden können. Ford hat erkannt, dass alle Bauteile mit gleichbleibend hoher Qualität und nur kleinen Toleranzen gefertigt werden müssen, um eine störungsfreie Montage am Fließband zu ermöglichen. Das Modell T gibt es in zahlreichen Varianten, u.a. als Coupé, viersitziges Cabrio („Touring“) zweisitziges Cabrio („Runabout“), Limousine („Tudor“) oder Lastkraftwagen („One-Ton-Truck“). Angetrieben werden die T-Modelle von einem Reihenvierzylinder mit 2,9 Liter Hubraum. Zunächst wird der „T“ konventionell, ab dem 14.01.1914 wird auf Fließbandproduktion umgestellt. Dadurch kann der Verkaufspreis von 850 US-$ auf 370 US-$ gesenkt werden. Im gleichen Jahr wird der Wagen nur noch in der Einheitslackierung schwarz gefertigt, eine Farbe, die zuvor nicht im Programm war.

 

 

Vor 70 Jahren

 

18.09.1948 – Stirling Moss siegt beim ersten Rennen auf dem britischen Goodwood Circuit auf einem Motorrad der 500-cm³-Klasse. Anschließend steigt er auf Cooper um und wird einer der erfolgreichsten Rennfahrer der 50er Jahre. In Goodwood hat er jedoch auch einen seiner schwersten Unfälle. 1962 kommt er, an vierte Stelle liegend, von der Strecke ab und prallt gegen einen Erdwall. Er erleidet Knochenbrüche und ein Hirntrauma, liegt im Koma und ist zunächst halbseitig gelähmt. Nachdem er ein Jahr zur Genesung benötigt, beendet er seine Karriere.

 

 

Vor 60 Jahren

 

09/1958 – Mit dem Sportprinz stellt der deutsche Automobilhersteller ein schickes kleines Coupé vor. Entworfen hat die Karosserie der italienische Designer Bertone, bei dem auch die ersten Coupés gefertigt werden. Das Fahrwerk stammt vom Prinz II ab Herbst 1960 vom Prinz III und ab 1964 vom Prinz 4. Auch der von 20 auf 30 PS gesteigerte Motor stammt zunächst vom Prinz II. Gebaut werden bis zum Produktionsende 1967 20.831 Exemplare, davon 2.715 direkt bei Bertone. Während der Preis beim Verkaufsstart 6.560 DM beträgt, sind es im April 1965 nur noch 5.135 DM.

 

 

Vor 50 Jahren

 

01.09.1968 – Als erste Großstadt in der Bundesrepublik Deutschland richtet Wiesbaden (Hessen) in der Innenstadt gesonderte Busspuren ein. Damit soll der öffentliche Nahverkehr stärker von Verkehrsstockungen entlastet werden. Nach anfänglicher Skepsis und juristischen Problemen stößt das Projekt auf Interesse im In- und Ausland. 1970 beginnt auch Berlin, Busfahrstreifen einzurichten. Zu dieser Zeit entbehren die Busfahrstreifen einer Rechtsgrundlage in der StVO, dies ändert sich erst mit der Novellierung der StVO am 01.03.1971.

 

09/1968 – In Rheine startet die Fertigung des BMW 2800 CS. Schneller als 200 km/h laufen die Coupés, in 10 Sekunden geht es von 0 auf 100 km/h. Bis April 1971 werden 9.399 Einheiten gebaut, dann rüstet BMW auf 3 Liter Hubraum mit 180 PS (CS) und 200 PS (CSi) auf, weitere 16.000 Einheiten entstehen. 1973 wird der Hubraum auf 3.153 ccm und 206 PS erhöht und bis Ende 1975 laufen noch einmal 6.000 Fahrzeuge bei Karmann/Rheine vom Band.

 

 

Vor 40 Jahren

 

01.09.1978 – Das erste Golf-Cabriolet läuft in Osnabrück vom Band. Wie schon seit 1949 wird es bei Karmann gebaut. Noch über ein Jahr werden beide Modelle produziert. Im ersten Jahr wird es parallel zum Käfer Cabrio gebaut, dessen Produktion wird im Januar 1980 eingestellt. Das Golf I-Cabriolet wird bis August 1993 gebaut, es entstehen 389.000 Fahrzeuge, die aufgrund des Überrollbügels von Käfer Cabrio-Besitzern spöttisch „Erdbeerkörbchen“ genannt werden. Heute gehört das Golf I Cabrio zu den gesuchten Oldtimern – im Originalzustand.

 

09/1978 – Der Audi 80 B2 wird der Öffentlichkeit vorgestellt. Es gibt ihn als zwei- und viertürige Stufenhecklimousine. Die Form wird zunächst vom Designer Klaus Luthe gezeichnet, nach seinem Wechsel zu BMW überarbeitet Giorgio Giugiaro das Erscheinungsbild noch einmal deutlich. nach dem 1980 vorgestellten Audi quattro ist das Highlight der Modellreihe ist der 1982 erschienene  Audi 80 quattro 5E mit 136 PS, der zweite Audi mit permanentem Allradantrieb. 1986 wird die Produktion zugunsten des Nachfolgemodells eingestellt.

 

 

Vor 20 Jahren

 

 

18.09.1998 – Auf ihrer jeweiligen Hauptversammlung stimmten die Aktionäre der Daimler-Benz AG und der Chrysler Corporation mehrheitlich der Fusion beider Unternehmen zur DaimlerChrysler AG zu. Diese Fusion entpuppt sich jedoch als Fehler, so sinkt der Marktwert von Chrysler bis 2007 um 35 Milliarden Euro, der von DaimlerChrysler insgesamt bis 2005 um 50 Milliarden Euro. 2007 wird die Chrysler Group an die Investorengesellschaft Ceberus Capital Management verkauft.

 

 

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August 2018

 

 

Vor 130 Jahren

 

05.08.1888 - Bertha Benz fährt mit ihren beiden Kindern im Wagen ihres Mannes Carl Benz (ohne dessen Wissen), dem dreirädrigen Benz Patent-Motorwagen Nummer 3,  die 106 km lange Strecke von Mannheim nach Pforzheim. Drei Tage später fuhr sie auf einem anderen Weg wieder zurück. Es ist die erste Überlandfahrt eines Automobils und gleichzeitig ist sie die erste Autofahrerin der Geschichte. Ihre Fahrt trägt wesentlich dazu bei, die noch bestehenden Vorbehalte der Kunden gegenüber dem Fahrzeug zu zerstreuen, wodurch in der Folge der wirtschaftliche Erfolg der Firma ermöglicht wird.

 

 

Vor 120 Jahren

 

29.08.1898 - Frank und Charles Seiberling gründen in Akron (Ohio) die Goodyear Tire & Rubber Company, benannt nach dem Entdecker der Vulkanisation und Begründer der modernen Gummiindustrie. Kautschukreifen für Kutschen und Fahrräder sowie Gummierzeugnisse wie Löschschläuche sind die ersten hergestellten Produkte. Heute ist die Firma der drittgrößte Reifenhersteller weltweit mit 64.000 Mitarbeitern.

 

 

Vor 110 Jahren

 

12.08.1908 - In Detroit verlässt der ersten Wagen des "Model T" die Werkhalle der Ford Motor Company. Für Henry Ford ist bei diesem Fahrzeug die einfachste Bedienung und Reparaturfreundlichkeit wichtig, daher erhält es kein konventionelles Fahrzeuggetriebe mit Kupplung und Wählhebel. Der Motor hat weder eine Kühlwasserpumpe noch einen Ölfilter, es gibt keine Kraftstoffpumpe und keinen Ölmessstab. Die Konstruktion ist simpel, fast alle Reparaturen können ohne Spezialwerkzeuge ausgeführt werden. Ford hat erkannt, dass für eine industrielle Massenproduktion alle Bauteile mit gleichbleibend hoher Qualität und kleinen Toleranzen gefertigt werden müssen, um eine störungsfreie Montage am Fließband zu ermöglichen.  Die Model T gibt es in verschiedenen Karosserievarianten, so als Coupé, viersitziges Cabriolet ("Touring"), zweisitziges Cabriolet ("Runabout"), Limousine ("Tudor") und Lastkraftwagen ("One-Ton-Truck"). Die Karosserien sind in der damals üblichen Weise als mit Blech beplanktem Holzgerüst aufgebaut. Angetrieben werden die Fahrzeuge von einem Vierzylinder-Reihenmotor. Das "T-Model" ist das erste Automodell, das - ab dem 14.01.1914 - auf automatisch angetriebenen Fließbändern hergestellt wird. Der Preis kann dadurch von 850 $ auf 370 § gesenkt werden. Berühmt ist der Satz von Henry Ford "Jeder Kunde kann seinen Wagen beliebig anstreichen lassen, wenn der Wagen nur schwarz ist" (Zitat aus seinem Buch "Mein Leben und Werk"). 1914 wird diese Einheitslackierung eingeführt, zuvor war die Farbe schwarz gar nicht als lieferbare Farbe gelistet. Der Ford Model T ist eines der erfolgreichsten Automobile der Geschichte. Zwischen 19008 und 1927 werden mehr als 15 Millionen Stück gebaut. Dieser Rekord wird erst 1973 vom Volkswagen Käfer übertroffen.

 

21.08.1908 - Der niederösterreichische Landschulrat in Wien gibt einen Erlass an die Bezirksschulräte über das "Steinewerfen gegen Automobile" heraus. Besonders die Landjugend empfinde "noch immer eine Abneigung gegen das moderne Verkehrsmittel", der es durch das Bewerfen der Autos mit Steinen und Stöcken Ausdruck verleihe.

 

 

Vor 60 Jahren

 

8/1958 - Als Nachfolger des Modells "Speedster" kommt der 356 Convertible D in das Programm des Porsche 356. Er soll "unter Beibehaltung des betont sportlichen Charakters eines Roadsters wesentliche Verbesserungen an Komfort gegenüber dem bisherigen Speedsters bringen". Die neue offene 356-Variante ist mit 60 oder 75 PS erhältlich.

 

26.08.1958 - Das "große" Goggomobil-Modell "T 700" (mit 30 PS) läuft im niederbayerischen Dingolfing vom Band und wird dem seit dem 12.06.1958 gebauten "großen" Goggomobil "T 600" (mit 20 PS) zur Seite gestellt. Bis Anfang Oktober soll die Produktion auf 100 Stück pro Tag gesteigert werden. Um sich vom Kleinstwagen Goggomobil zu lösen, erhalten die Fahrzeuge ab November 1959 die Namen Isar T 600 bzw. Isar T 700. Gleichzeitig kommen auch die dreitürigen Kombiversionen der beiden Modelle auf den Markt. Gebaut werden die "großen" Goggomobile bzw. Isar bis August 1965. Insgesamt entstehen rund 88.000 Fahrzeuge.

 

 

Vor 50 Jahren

 

8/1968 - Opel bringt den GT auf die Straße. Dieses sportlich anmutende Fahrzeug mit der charakteristischen "Coke-Bottle-Karosserie" löst schon bei seiner Präsentation Begeisterung aus. Zunächst zeigt Opel im Jahr 1965 einen Prototyp unter der Bezeichnung "Opel GT Experimental" als Imageträger, eine tatsächliche Serienfertigung ist zunächst nicht geplant. Doch die Begeisterung lässt Opel bzw. GM umdenken. Da jedoch bei Opel keine Produktionskapazitäten frei sind, wird die Karosserie von Chausson in Gennevilliers (Frankreich) gefertigt, die Lackierung und Innenaustattung werden bei Brissonneau & Lotz in Creil (Frankreich) erledigt. Die fertigen Karosserien kommen anschließend ins Opel-Werk Bochum. Die Technik kommt aus der Großserie: Bodengruppe, Fahrwerk und der 1,1-Liter-Motor werden vom Kadett B übernommen, der 1,9-Liter-Motor vom Opel Rekord C. Der Opel GT 1100 ist jedoch nicht der Renner mit seinen geraden einmal 60 PS starken Motor udn wird bereits 1970 eingestellt. Die Hälfte der GT-Produktion geht in die USA, wo sich der kleine Sportwagen schnell eine Fan-Gemeinde erarbeitet. 1973 wird die Produktion aus verschiedenen Gründen eingestellt: Brissonneau & Lotz werden von einer Renault-nahen Firma übernommen und der Vertrag mit Opel wird wegen der Konkurrenz zur Renault Alpine gekündigt. Auch treten in den USA neue Sicherheitsgesetze in Kraft. Insgesamt werden 103.463 Exemplare des Opel GT gebaut. Berühmt geworden ist auch die Werbekampagne mit dem Slogan: "Nur Fliegen ist schöner". Am 17.05.1971 erreicht ein mit einem Elektromotor ausgestatteter Opel GT eine Geschwindigkeit von 188 km/h, jedoch muss die Rekordfahrt aufgrund eines leeren Akkus nach 44 km abgebrochen werden.

 

8/1968 - Produktionsbeginn des Volkswagen Typ 411 im Werk Wolfsburg. Der 411 ist Volkswagens erste viertürige Mittelklasselimousine. Seine Karosserie ist, wie beim Typ 2, selbsttragend und verfügt über eine McPherson-Federbeinvorderachse. Der 411 bekommt einen neukonstruierten Motor, Typ 4 genannt. Ihn gibt es mit 1,7 l-Vergasermotor mit 68 PS und mit Einspritzanlage und 80 PS. Das Fahrzeug wird im Hinblick auf Größe und Komfort gebaut, zunächst nur als zwei- und viertürige Schräghecklimousine, ab 1970 auch als dreitürige Kombiversion. 1972 löst der Typ 412 den 411 ab. Dieser ist optisch und technisch noch einmal verfeinert und man kann ihn mit 1,8-Liter-Motor mit 75, 80 oder 85 PS ordern. Im Mai 1974 endet die Produktion des Typ 4. Von den insgesamt 367.728 Exemplaren sollen nur noch etwa 400 Stück existieren.

 

 

Vor 40 Jahren

 

10.08.1978 - Die Chrysler Corp. verkauft in London ihre europäischen Produktionsanlagen an Peugeot-Citroen. Damit wird diese Gruppe zum damals größten Automobilkonzern Europas. Zwei Jahre zuvor hat Peugeot den Mitbewerber Citroen übernommen.

 

 

Vor 30 Jahren

 

11.08.1988 - Der ADAC und das Verkehrskombinat Potsdam unterzeichnen in München ein Abkommen über Verbesserungen im Pannenhilfsdienst auf den Transitautobahnen von Berlin (West) ins Bundesgebiet. Der ADAC stellt 15 Hilfsfahrzeuge zur Verfügung, die - besetzt mit speziell ausgebildeten DDR-Mechanikern - auf den Transitautobahnen eingesetzt werden.

 

12.08.1988 - In den amerikanischen Kinos läuft der Film "Tucker: The Man And His Design" an. Der Film von Francis Ford Coppola zeigt die Geschichte des amerikanischen Autodesigners und -herstellers Preston Tucker, gespielt von Jeff Bridges. Tucker hat nach dem Zweiten Weltkrieg versucht, ein technisch perfektes ud vor allem sicheres Automobil zu bauen. Scheibenbremsen, Sicherheitsgurte, Kurvenlicht, Sicherheitsglas, gepolstertes Amaturenbrett - das war damals noch kein Thema bei den anderen Herstellern. Die etablierte Konkurrenz der "Big Three" Ford, Chrysler und Generel Motors sabotierten Tucker, da sie befürchteten, ebenfalls teure Investitionen in die Sicherheit stecken zu müssen. Dubiose Gerichtsverfahren wurden gegen Tucker eingeleitet und schließlich musste er nach nur 51 Tucker Torpedo aufgeben. Viele seiner Innovationen sind später Standart bei Automobilen geworden. Der Film erhielt zahlreiche Nominierungen und beste Kritiken. Dennoch konnte er die Produktionskosten von rund 25 Millionen US-Dollar nicht einspielen: In den USA spielte er nur 19,65 Millionen US-Dollar ein.

 

 

Vor 20 Jahren

 

31.08.1998 - Der Volkswagen-Konzern feiert die Wiedereröffnung seines im Bosnien-Krieges schwer beschädigten Werkes in Sarajevo. In den Fabrikhallen im Vorort Vogosca sollen nun jährlich bis zu 10.000 Pkw der VW-Tochter Skoda montiert werden.

 

 

 

 

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Juli 2018

 

 

Vor 110 Jahren

 

7.7.1908 - Den dritten Grand Prix von Frankreich in Dieppe gewinnt der deutsche Rennfahrer Christian Lautenschlager auf einem Mercedes. Auf den Plätzen zwei und drei folgen zwei Benz-Wagen.

 

09.07.1908 - Auf die Strecke Berlin-Stettin-Kiel-Hamburg-Hannover-Köln-Trier-Frankfurt am Main gehen anlässlich der ersten Prinz-Heinrich-Fahrt 129 Wagen. Der Pokal wird vom begeisterten Rennfahrer Prinz Albert Wilhelm Heinrich von Preußen, dem Bruder vom damaligen Deutschen Kaiser,  gestiftet. Teilnehmen dürfen nur viersitzige Tourenwagen mit drei Personen. Zusätzlich fährt ein Kontrolleur der Fahrtleitung in jedem Wagen mit. Auf der Strecke gibt es immer wieder Schnelligkeitsprüfungen auf abgesperrten Straßen. 1908 siegt Fritz Erle (auf Benz), 1909 Wilhelm Opel (auf Opel) und 19010 ist Ferdinand Porsche bei der letzten Prinz-Heinrich-Fahrt (auf Austro-Daimler).

 

26.7.1908 - Der Sieger des Automobilrennens „Rund um die Erde”, der deutsche Oberleutnant Hans Koeppen, trifft auf seinem Protos-Wagen in Paris ein. Jedoch werden ihm für einen von den als Rennleitung eingesetzten Franzosen genehmigten Bahntransport nachträglich 15 Tage angerechnet. Da er nur mit drei Tagen Vorsprung in Paris eintrifft, wird der US-Amerikaner George Schuster zum Sieger erklärt.

 

 

Vor 90 Jahren

 

15.7.1928 - Rudolf Caracciola und Christian Werner gewinnen auf einem Mercedes-Benz SS den Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring. Auf Platz 2 und 3 folgen Otto Merz bzw. Christian Werner und Willy Walb, ebenfalls auf Mercedes-Benz SS.

 

28.7.1928 -Das deutsche und das österreichische Verkehrsrecht werden in entscheidenden Punkten einander angeglichen.

 

29.7.1928 - Den Großen Preis von Spanien gewinnt der französische Automobilrennfahrer Louis Chiron auf Bugatti mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 127,735 km/h. Die Karriere von Chiron erstreckt sich über einen Zeitraum von 30 Jahren, von seinen ersten Rennen im privaten Bugatti 1926 bis zu seinem letzten Formel 1 Grand Prix 1955 in Monaco im Lancia D50, den er als 56jähriger bestreitet und das Rennen auf dem 6. Platz beendet. Damit ist er der älteste Fahrer, der je ein Formel 1-Rennen bestreitet.

 

 

Vor 80 Jahren

 

3.7.1938 - Den Großen Preis von Frankreich für Automobile in Reims gewinnt der Deutsche Manfred von Brauchitsch auf Mercedes-Benz. Ihm folgen Rudolf Caracciola und Hermann Land auf den Plätzen 2 und 3, ebenfalls auf Mercedes-Benz.

 

24.7.1938 - Den Großen Preis von Deutschland für Automobile gewinnt auf dem Nürburgring der Brite Richard Seaman auf Mercedes-Benz. Auf Platz 2 fuhren Rudolf Caracciola und Hermann Land, ebenfalls auf Mercedes-Benz. Auf den Plätzen 3 und 4 folgen die Auto Union-Fahrer Hans Stück bzw. Hermann Paul Müller und Tazio Nuvolari.

 

 

Vor 70 Jahren

 

07.07.1948 – Dieser Tag gilt als „Geburtstag“ des Porsche 356, dem ersten Serienmodell der jungen Firma Porsche. Die Typbezeichnung 356 für den Wagen ist die laufende Nummer dieser Porsche-Konstruktion. Der Motor hat die Konstruktionsnummer 369. Am 07.07.1948 erscheint der erste Testbericht über ein Porsche-Coupé. Im April 1965 endet die Produktion der Baureihe 356. In 17 Jahren Bauzeit entstehen  76.302 Wagen.

 

 

Vor 60 Jahren

 

07/1958 - Der Opel Kapitän P 2,5 erscheint. Das Styling der Karosserie ist sehr stark an amerikanische Automobile dieser Zeit angelehnt und verfügt über reichlich Chromzierrat, Heckflossen und Panoramascheibe. Wegen der schlüssellochförmigen Heckleuchten wird er bis heute gerne auch als "Schlüssellochkapitän" bezeichnet. Der P2,5 hat einen 2,5 Liter großen Sechszylinder-Motor mit 80 PS. Gebaut wird er nur ein Jahr, es entstehen 34.842 Exemplare.

 

10.07.1958 - Im VEB Sachsenring Automobilwerke Zwickau beginnt die Serienfertigung des Trabant P50, einem von einem luftgekühlten Zweizylinder-Zweitaktmotor angetriebenen Kleinwagen der DDR. Das zunächst nur als Stufenhecklimousine gebaute Fahrzeug hat ein selbstragendes Stahlskelett mit Duroplastbeplankung. Der Motor hat 499 ccm Hubraum und leistet 18 PS. Ab 1960 gibt es auch den Kombinationswagen  mit 20 PS. 1962 wird der P50 vom P60  (Trabant 600) abgelöst,  der bis 1964 gebaut wird und dessen Motor nun 599 ccm Hubraum und 23 PS hat. Die Karosserie bleibt jedoch unverändert.

 

 

Vor 50 Jahren

 

1.7.1968 - In der Bundesrepublik müssen alle Taxis und Mietwagen mit einer kugelsicheren Trennscheibe zwischen Vorder- und Rücksitzen ausgerüstet werden.

 

 

Vor 40 Jahren

 

10.7.1978 - Ein von Daimler-Benz und Bosch gemeinsam entwickeltes neues Bremssystem für Autos, das Anti-Blockier-System (ABS), geht in Produktion. Die technische Neuerung verhindert das Ausbrechen der Fahrzeuge bei Vollbremsung.

 

 

Vor 30 Jahren

 

14.7.1988 – Das Volkswagenwerk muss aufgrund mangelnder Verkaufszahlen das Automobilwerk in Westmoreland (US-Bundesstaat Pennsylvania) schließen. Es ist zu diesem Zeitpunkt die einzige Produktionsstätte des Wolfsburger Autoherstellers in den USA.

 

24.7.1988 - Die italienische Regierung erlässt in Rom eine bis zum 11. September befristete Geschwindigkeitsbeschränkung für Autobahnen (110 km/h) und Landstraßen (90 km/h). Dadurch soll der dramatische Anstieg von Verkehrsunfällen während der Urlaubszeit vermieden werden.

 

 

Vor 20 Jahren

 

13.7.1998 - Köln: Die Ford-Werke rufen fast 124 000 Pkw der Typen Escort, Mondeo und Scorpio zurück, weil sich bei den Autos durch elektrostatische Aufladungen der Airbag am Beifahrersitz versehentlich aufblasen könnte. Wie ein Sprecher mitteilt, sind seit Ende vergangenen Jahres in Europa 21 derartige Fälle registriert worden. Dabei wurde eine Person leicht verletzt.

 

 

28.7.1998 - Wolfsburg: Wenige Wochen nach dem Kauf des britischen Autoherstellers Rolls-Royce  durch Volkswagen übernimmt BMW von VW die Marke Rolls-Royce. Volkswagen hat zunächst das Angebot von BMW überboten und Bentley und Rolls-Royce erworben. Jedoch hat man bei Rolls-Royce nur das Werk sowie die Rechte am Kühler und der Kühlerfigur gekauft, nicht jedoch die Namens- und Markenrechte. Als der VW-Konzern dies bemerkt, ist es zu spät – BMW hat sich diese schnell gesichert. Somit kann VW  keine Rolls-Royce-Fahrzeuge vermarkten. Man einigt sich mit BMW, die Marken Bentley und Rolls-Royce zu trennen. BMW übernimmt das Werk und alle Markenrechte. 

 

 

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Juni 2018

 

 

Vor 120 Jahren

 

15.6. bis 3.7.1898: Der von Albert de Dion organisierte erste Salon de l’Automobile in Paris präsentiert 232 Automobile.

 

 

Vor 110 Jahren

 

9.6.1908 - In Berlin erfolgt der Start zur ersten Prinz-Heinrich-Fahrt für Automobile. 129 Fahrzeuge gehen an den Start der über rund 2.200 km langen Tour. Sie führt über Kiel, Hamburg Köln und Trier nach Frankfurt, wo sie am 17. Juni endet. Sieger wird Fritz Erle-Mannheim auf einem Benz-Wagen. Gestiftet wird die Tourenwagen-Konkurrenz vom automobilbegeisterten Rennfahrer Prinz Albert Wilhelm Heinrich von Preußen, dem Bruder des deutschen Kaisers Wilhelm II. Ausgerichtet wird die Fahrt vom KAC, dem Kaiserlichen Automobil-Club.  1909 und 1910 findet die Prinz-Heinrich-Fahrt erneut statt. Dabei siegen Wilhelm Opel bzw. Ferdinand Porsche.

 

 

Vor 90 Jahren

 

17.6.1928 - Das 24-Stunden-Rennen von Le Mans (seit 16.6.) gewinnen die Automobilsportler Woolf Barnato (Großbritannien) und Bernard Rubin (Australien) auf einem Bentley 4 ½ litre mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 111,219 km/h. Barnato startet auch in den nächsten beiden Jahren beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans – und gewinnt erneut. Jeweils auf einem Bentley Speed Six holt er sich 1929 den Gesamtsieg mit Tim Birkin (1929) bzw. Glen Kidston (1930).

 

 

Vor 80 Jahren

 

19.6.1938 - Den Sieg beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans holen sich die französischen Autorennfahrer Eugene Chaboud und Jean Tremoulet auf einem Delahaye.

 

 

Vor 70 Jahren

 

06/1948 - die ersten Citroen H laufen vom Band. Der Kleintransporter mit seiner Wellblechoptik wird bis Dezember 1981 gebaut und ist der erfolgreichste Transporter Frankreichs - das Gegenstück zum deutschen VW Bulli.  Den Typ H gibt es in verschiedenen Varianten, der bekannteste ist der Typ HY. Der Typ H wird zwischen 1948 und 1981 gebaut, u.a. auch in Belgien und den Niederlanden.

 

15.06.1948 - Der am 08.06.1948 mit einer Einzelgenehmigung versehene Porsche 356 Nr. 1 Roadster wird zum Straßenverkehr angemeldet. Er war das erste unter dem Namen Porsche angemeldete Fahrzeug, ein Prototyp mit Mittelmotor und einem Gitterrahmen aus Stahlrohr. Die ersten Arbeiten zu diesem Wagen begannen am 17.07.1947 im Porsche-Werk Gmünd. Finanziert wurde das Projeklt aus einem Vertrage mit dem damaligen VW-Chef Heinz Nordhoff, der Ferdinand Porsche eine Lizenzgebühr von 5 DM je gebautem VW Käfer sicherte. Der Porsche 356 Nr. 1 Roadster hatte einen gebläsegekühlten Vierzylinder-Boxermotor mit 1.131 ccm Hubraum und 35 PS, der wie die Vorder- und Hinterachse vom VW Käfer stammte. Der Käfer hatte jedoch nur 25 PS. Der nur 585 kg schwere Roadster erreichte eine Geschwindigkeit von bis zu 140 km/h.

 

 

Vor 60 Jahren

 

1.6.1958 - Stirling Moss (Großbritannien) und Jack Brabham (Australien) auf Aston-Martin gewinnen das 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring in der Eifel vor dem britischen Gespann Mike Hawthorn und Peter Collins auf Ferrari.

 

14.06.1958 - Der ersten Wagen des neuen Opel Kapitän P 2,5 wird von den Rüsselsheimer Opel-Werken ausgeliefert. Das Styling der mit reichlich Chromzierrat versehenen Karosserie mit seinen Heckflossen und den Panoramascheiben orientiert sich sehr stark an den aktuellen amerikanischen GM-Modellen. Doch kommt dieses Design bei den deutschen Kunden nicht wie erhofft an. Aufgrund des hinten stark geneigten Dachs, der Panoramascheiben und der etwas schmalen Türen ist das Einsteigen für erwachsene Personen in den Fond recht unbequem. Dazu ist die Sicht der Insassen im Fondbereich seitlich eingeschränkt, auch bewirkt das heruntergezogene Dach eine schlechte Sicht nach hinten, zusätzlich sorgt es für eingeschränkte Kopffreiheit. Nach nur einem Jahr Bauzeit und 34.842 gebauten Exemplaren wird der P 2,5 bereits durch einen Nachfolger abgelöst. Heute wird das Modell wegen seiner schlüssellochförmigen Heckleuchten auch als „Schlüssellochkapitän“ bezeichnet.

 

22.6.1958 - Olivier Gendebien (Belgien) und Phil Hill (USA) gewinnen auf Ferrari das 24-Stunden-Rennen von Le Mans

 

 

Vor 50  Jahren

 

19.6.1968 - In Hamburg beginnen die Bauarbeiten für den zweiten Elbtunnel. Der geplante Tunnel soll mit 3,3 km die längste Unterwasserstraße Europas werden. Er soll den alten Elbtunnel aus dem Jahr 1911 ersetzen. Nach sieben Jahren Bauzeit wird der neue Elbtunnel von Bundeskanzler Helmut Schmidt feierlich bei einem Volksfest eröffnet, an dem rund 600.000 Menschen teilnehmen. Zunächst hat der Elbtunnel drei Röhren, 2002 wird die vierte Tunnelröhre eingeweiht.

 

 

Vor 40 Jahren

 

10.6.1978 - Die französischen Automobilrennfahrer Didier Pironi und Pierre Jaussaud gewinnen auf Renault-Alpine das 24-Stunden-Rennen von Le Mans.

 

 

Vor 30 Jahren

 

1.6.1988 - In Wolfsburg läuft der zehnmillionste VW Golf vom Band. VW-Chef Carl H. Hahn weist bei dieser Gelegenheit darauf hin, dass der VW-Golf seit fünf Jahren das meistverkaufte Auto in ganz Europa ist. Bei den Beschäftigten von VW herrscht z.Z. allerdings Beunruhigung über Pläne der Konzernleitung zur drastischen Kostensenkung, was auch den Abbau von Personal einschließen soll.

 

4.6.1988 - Die Vereinigten Staaten liefern den Hauptverdächtigen in der VW-Devisenaffäre, den ehemaligen Leiter der Devisenabteilung des Automobilkonzerns, an die bundesdeutschen Justizbehörden aus. Durch Devisenmanipulationen bei VW soll ein Schaden von rund 500 Mio. DM entstanden sein.

 

13.6.1988 - In Stuttgart kündigt der Daimler-Benz-Konzern die Zahlung von insgesamt 20 Mio. DM als Entschädigung für Personen an, die während der nationalsozialistischen Herrschaft als Zwangsarbeiter in den Daimler-Benz-Werken unter zumeist unmenschlichen Bedingungen arbeiten mussten.

 

 

Vor 20 Jahren

 

 

5.6.1998 - London: Die britischen Automarken Rolls-Royce und Bentley sowie der Motorenhersteller Cosworth werden nach einer Entscheidung der Aktionäre des Mutterhauses Vickers an den Volkswagen- Konzern verkauft. Dabei versäumt Volkswagen, sich auch die Namens- und Markenrechte zu sichern. Das sichert sich schnell der Konkurrent BMW, der ebenfalls ein Angebot abgegeben hatte. Volkswagen besitzt nun das Rolls-Royce-Werk und die Rechte am Kühler und der Kühlerfigur von Rolls-Royce, nicht aber das Recht, den Markennamen „Rolls-Royce“ zu verwenden. Daraufhin trennt Volkswagen Bentley und Rolls-Royce und verkauft RR zusammen mit den anderen Rechten an BMW.

 

 

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Mai 2018

 

Vor 110 Jahren

 

08.05.1908 - Der italienische Rennfahrer Vincenco Trucco siegt auf Isotta-Fraschini bei der  3.Targa Florio mit einem Durchschnitt von 57.065 km/h. Der Mailänder ist ein Freund von Alfieri Maserati, mit dem er eine Zündkerze patentieren lässt.

 

26.05.1908 - In Masjid-i-Suleiman, im Süden des heutigen Iran, wird Erdöl entdeckt. Daraufhin gründet sich 1909 die Anglo-Persian Oil Company (APOC), die als erstes Unternehmen die Ölreserven im Nahen Osten anzapft und verarbeitet. Die APOC schließt Konzessionsverträge mit Persien. 1954 benennt sie sich in British Petroleum Company um, heute bekannt als BP.

 

 

Vor 100 Jahren

 

02.05.1918: Der Autohersteller Chevrolet Motor Company wird von General Motors gekauft. Die Firma Chevrolet war am 03.11.1911 von Louis Chevrolet gegründet worden, um gegen das Ford T Modell anzutreten. In den 20er Jahren ist Chevrolet der wichtigste Konkurrent des Marktführers Ford, 1927 wird Chevrolet Spitzenreiter.

 

 

Vor 90 Jahren

 

06.05.1928 - Die diesjährige Targa Florio gewinnt der Franzose Albert Divo auf Bugatti T35. Auf dem 540 km langen Kurs fährt er eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 73,478 km/h. Diesen Erfolg wird er im darauffolgenden Jahr wiederholen.

 

17.05.1928 - In Eisenach wird das 25jährige Bestehen des Allgemeinen Deutschen Automobilclubs (ADAC) gefeiert.

 

22.05.1928 - Angesichts der Tatsache, dass 19,8% der Personenkraftwagen im Deutschen Reich von ausländischen Unternehmen geliefert werden, fordert der Reichsverband der Automobilindustrie die Bevölkerung auf, deutsche Fabrikate zu kaufen.

 

23.05.1928 - Der Opel RAK2 ist ein raketengetriebenes Fahrzeug des deutschen Automobilherstellers Opel, der in Zusammenarbeit von Fritz von Opel, Max Valier und Friedrich Wilhelm Sander entwickelt und 1928 für Versuchsfahrten auf der Berliner AVUS eingesetzt wird. „Raketenfritz“ Fritz von Opel pilotiert den Wagen und es gelingt ihm, mit dem Fahrzeug am 23. Mai 1928 mit 238 km/h einen neuen Geschwindigkeitsweltrekord aufzustellen. Das Versuchsfahrzeug wird von 24 Feststoffraketen angetrieben, die im Heck montiert sind und 120 Kilogramm Treibladung enthalten. Das Chassis bildet ein Opel-Personenwagen Modell 80, große seitliche Stabilisierungsflügel sorgen für ausreichenden Anpressdruck.

 

05/2017 - Als ihren ersten Pkw stellt die Motorradfabrik Zschopauer Motorenwerke  J. S. Rasmussen den DKW P 15 PS vor. Der Kleinwagen wird mit einem auf Wasserkühlung umgestellten Zweizylinder-Zweitakt-Motorradmotor angetrieben. Der Motor hat 600 ccm Hubraum und 15 PS. Die selbsttragende Karosserie besteht aus Sperrholz mit Kunstlederbezug, es gibt ihn als zwei-, drei- und viersitziges Cabriolet oder Roadster. Bis November 1928 entstehen 3008 Fahrzeuge.

 

 

Vor 80 Jahren

 

5/1938 - Der letzte von vier vom Bugatti-Werk gebauten Typ 57 SC Atlantic entsteht. Die anderen drei Fahrzeuge entstanden bereits im Jahr 1936. Auch dieses Fahrzeug folgt der Linienführung von Jean Bugattis Vorgaben, weicht jedoch in vielen Details ab. So hat es freistehende Kotflügel, während die anderen Atlantic in die Kotflügel eingelassene Scheinwerfer besitzen. Dieses Fahrzeug (Fahrgestell-Nr. 57591) bleibt zunächst 30 Jahre in Erstbesitz und gehört seit 20 Jahren zur exklusiven Ralph Lauren-Kollektion. 1990 wurde die Restaurierung abgeschlossen und der Atlantic erhält beim Pebble Beach Concours d'Elegance den Best of Show Award.  Mit einem geschätzten Auktionspreis von 30-40 Millionen US-Dollar gilt er als teuerster "Gebrauchtwagen der Welt."

 

08.05.1938 - in Hamburg findet das zweite Stadtparkrennen statt. Nach 1934, bei dem nur Motorräder an den Start gingen, begeistern nun auch Sportwagen die Zuschauer in der Hansestadt. Bei schmuddeligem Wetter gehen aber zunächst die Zweiräder an den Start. Ihnen folgen die Sportwagen. In der Einliter-Klasse gewinnt ein NSU-Fiat vor einem MG und einem Fiat, in der 1,5-Liter-Klasse ein MG-Midget vor einem Aston Martin und einem BMW und in der 2-Liter-Klasse liegen drei BMW vorne. Auch ein neuer Neander fährt  vielversprechend mit.

 

26.05.1938 - Grundsteinlegung des Volkswagenwerkes. Der Ort am Mittellandkanal im Urstromtal der Aller wird mehr oder weniger zufällig aufgrund einer Bereisung durch den Geschäftsführer Bodo Lafferentz im ländlich geprägten, dünn besiedelten Gebiet bei der Gemeinde Fallersleben sowie dem Schloss Wolfsburg mit dem dortigen Schulenburgischen Gutshof gefunden. Er liegt annähernd in der geographischen Mitte des damaligen Deutschen Reiches und bietet zahlreiche verkehrsgünstige Anbindungen. Im Herbst 1939 stehen die Fertigungshallen im Rohbau. Doch statt der geplanten zivilen Volkswagen – für den bereits Hunderttausende eine Sparvertrag abgeschlossen haben -  werden mit Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges Kübel- und Schwimmwagen auf Basis des KdF-Wagens gebaut.

 

 

Vor 70 Jahren

 

02.05.1948 - Clemente Bionetti gewinnt auf einem Ferrari 166S Coupé Allemano die Mille Miglia. Bereits 10 Jahre zuvor hatte er das berühmte Langstreckenrennen auf einem Alfa Romeo (C 2900B gewonnen.

 

22.05.1948 - Der vor dem Zweiten Weltkrieg einst drittgrößte deutsche Automobilhersteller Adler präsentiert auf der Exportmesse Hannover zwei Prototypen eines Nachfolgers des Vorkriegsmodells Adler Trumpf Junior. Die Karosserien wurden bei Karmann in Osnabrück und Wendler in Reutlingen gefertigt. Doch der aus der Internierung zurückkehrende Generaldirektor von Adler, Ernst Hagemeier, stoppt den Automobilbau. Er will, dass Adler sich den Bau von Fahrrädern, Motorrädern, Büro- und Werkzeugmaschinen konzentriert. 1957 kauft Max Grundig eine Beteiligung an den Adlerwerken und beendet die Motorradproduktion. Mit dem Zusammenschluss von Grundig, Adler und Trumph werden nur noch Büromaschinen hergestellt.

 

 

Vor 60 Jahren

 

15.05.1958 - Nach 3 1/2jähriger Bauzeit wird in Basel ein sog. Autosilo, ein Parkhaus mit kleiner Grundfläche, fertiggestellt.

 

18.05.1958 - Mit Maria Teresa de Filippis startet erstmals eine Frau in der Formel 1. Mit einem Maserati 250 F will sie in Monaco an den Start gehen, scheitert jedoch in der Qualifikation. Zwei Monate später fährt die Italienerin in Spa beim Großen Preis von Belgien auf den 10. Platz. 1959 holt Porsche sie in sein Werksteam, doch kurz darauf beendet de Filippis im August 1959 nach dem Unfalltod ihres guten  Freundes Jean Behra ihre Karriere. Am 09.01.2016 stirbt sie im Alter von 89 Jahren.

 

 

Vor 50 Jahren

 

Mai 1968 - In der Bundesrepublik Deutschland schreibt der § 53 a der Straßenverkehrsordnung Warndreiecke als Standartausrüstung für Neuwagen vor. Die Funktion dieser Warndreiecke scheint für so manchen Autofahrer mit einer Panne noch heute ein Rätsel darzustellen.

 

05.05.1968 - Der Brite Vic Elford hat auf Porsche 907 die Targa Florio gewonnen. Das älteste europäische Autorennen wird auf öffentlichen Straßen auf einem Rundkurs in der Nähe von Palermo (Sizilien, Italien) ausgetragen.

 

09.05.1968 - Seit der Wiederaufnahme der Produktion nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahr 1946 läuft im Werk Sindelfingen (Baden-Württemberg) der zweimillionste Mercedes-Benz-Personenwagen vom Band.

 

14.05.1968 - Erstmals werden auf dem deutschen Markt Scheibenwischer mit Intervall-Schaltern angeboten, die das Ein- und Ausschalten der Scheibenwischer automatisch regulieren sollten.

 

26.05.1968 - Auf Islands Straßen ist nun der Rechtsverkehr Standard. Mit dieser Änderung, der Abkehr vom Linksverkehr, gilt dies nur noch in Großbritannien und in Irland.

 

 

Vor 40 Jahren

 

5/1978 - Der Saab 900 wird vorgestellt. Er basiert auf dem Saab 99-Kombi, hat diesem gegenüber eine neue Frontpartei, ein neues Cockpit und mehr Verbesserungen bei der aktiven und passiven Sicherheit. Ab Sommer 1978 wird der 900 als Fließhecklimousine mit drei oder fünf Türen verkauft, erst zwei Jahre später kommt die Stufenhecklimousine ("Sedan") hinzu. 1986 wird der Saab 900 um ein schickes Cabrio ergänzt. Der Saab 900 wird bis 1994 gebaut. In dieser Zeit entstehen 908.810 Exemplare. 1993 erscheint der Saab 900 II - nach der Übernahme durch General Motors nun auf Basis des Opel Vectra A. Von diesem Modell entstehen bis 1998 mehr als 270.000 Fahrzeuge, dann wird der Saab 900 durch den Saab 9-3 abgelöst.

 

 

Vor 20 Jahren

 

07.05.1998 - Für 36 Milliarden US-Dollar kauft Daimler-Benz den amerikanischen Automobilhersteller Chrysler. Es entsteht der Konzern Daimler-Chrysler. Doch acht Jahre später trennt sich der Stuttgarter Konzern von dem US-Partner. Ein Fahrzeug aus dieser ist der Chrysler Crossfire, ein schickes Coupé bzw. ein schicker Roadster auf Basis des SLK Typ 170. Gebaut wurde er bei Karmann in Osnabrück.

 

 

 

 

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April 2018

 

Vor 90 Jahren

 

01.04.1928 - Die Hubraumsteuer für Personenwagen und Motorräder wird eingeführt. Sie beträgt für 1.000 cm jährlich 132 Reichsmark. Für Neuwagen entfällt von April 1933 an die Kfz-Steuer und wird erst 1945 wieder eingeführt.

 

01.04.1928 - Im niederländischen Eindhoven gründet Hub van Doorne einen Maschinenbaubetrieb, aus dem vier Jahre später die Doorne's Aanhangwagenfabriek N. V., kurz D.A.F. Doorne, hervorgeht. Zunächst werden Anhänger und Auflieger gebaut, 1949 beginnt DAF mit dem Bau eigener LKW, 1958 kommt der erste PKW auf den Markt. 1975 wird die PKW-Sparte von Volvo übernommen, die das Modell DAF 46 noch ein Jahr als DAF verkauft. Dann endet die Zeit der DAF-Automobile. Die LKW-Sparte kommt 1987 zu Leyland, und muss 1993 Insolvenz anmelden. 19 Jahre dauert der Konkurs und wird erst 2012 beendet. Doch es geht weiter. 2013 wird ein Montagewerk in Brasilien eröffnet und 2016 wird DAF zusammen mit vier anderen europäischen LKW-Herstellern wegen verbotener Preisabsprachen zu einem Bußgeld von knapp 3 Milliarden Euro belegt.

 

19.04.1928 - Einheitliche Kfz-Kennzeichen für alle 26 Länder. Wo das allererste Schild ein Automobil kennzeichnet, ist umstritten. Eventuell ist es 1892 das Schild mit der Aufschrift "IA1" an einem Dreirad-Motorgefährt von Benz in Berlin. Oder das Schild mit der Nummer 1 an einem Wagen in Baden im Jahr 1896. Wann und wo auch immer, die anderen Staaten und Provinzen des Deutschen Reichs ahmen die Schilder bald nach - mit jeweils eigenen Mustern und Regeln. Die Kennzeichen sind also nur lokal gültig. Doch die Motorisierung schreitet immer weiter voran, eine einheitliche Kennzeichnung wird im ganzen Land unerlässlich: Kurz nach der Jahrhundertwende sind im Deutschen Reich bereits rund 10.000 Pkw zugelassen, dazu kommen etwa 16.000 Krafträder und 1.000 Lkw. Ab 1906 regelt schließlich ein Reichsgesetz die Vergabe von Nummernschildern für alle 26 Länder. Die römische Ziffer I steht zum Beispiel für das Land Preußen, die II für Bayern, die III für Württemberg. Danach folgt ein Buchstabe und eine Seriennummer. Die Schilder selbst bleiben bunt und individuell – bis zum 19. April 1928. Jetzt werden per Verordnung einheitliche Kennzeichen im ganzen Deutschen Reich eingeführt: weiß mit einem schwarzen Rand. Und darauf in schwarzer Schrift - ähnlich wie heute - eine Kombination aus Buchstaben, die die Herkunft bezeichnen, und einer Registriernummer.

 

 

Vor 70 Jahren

 

April 1948: Vorstellung des Prototyps der ersten Eisenacher Nachkriegsneuentwicklung - des BMW 340 - auf der Basis von Baugruppen des Eisenacher Vorkriegsbaumusters BMW 326. Die Scheinwerfer sind nun in die Kotflügel integriert, der BMW-Grill in der typischen Nierenform wird durch mehrere verchromte Querstreben ersetzt. Es gibt eine neue Motorhaube, die komplett nach vorne aufklappt und der Kofferraum im Heck ist von außen durch eine Klappe zu erreichen. Nach einem Rechtsstreit im Jahr 1950 dürfen nur noch EMW-Embleme montiert werden. Diese ähneln stark dem weiß/blauen Emblem von BMW, tragen jetzt die Farben weiß/rot. Das BMW-Werk Eisenach wird nach der Enteignung im September 1945 durch Verfügung des Landtagspräsidenten Thüringens in die Sowjetische Aktiengesellschaft Awtowelo eingegliedert. 1953 erhält das Werk den Namen VEB Automobilwerk Eisenach, nachdem es im Jahr zuvor als volkseigener Betrieb dem Industrieverband Fahrzeugbau angegliedert wurde. Mit der Einstellung der Pkw-Modelle 340/2 und 327/3 endet EMW 1955 als Markenzeichen. In Eisenach wird anschließend der Wartburg 311 gefertigt. Zurück zum BMW/EMW 340: Er wird vom Reihensechszylinder des Vorkriegsmodells BMW 326 angetrieben, hat 1.971 ccm Hubraum und 55 (später 57) PS. Es gibt zunächst nur einen Aufbau als Limousine. Zwischen 1950 und 1951 wird er als 340/3 zusätzlich als Kastenwagen gefertigt. Außerdem entsteht 1949 mit dem 340/1 der Prototyp eines Roadsters, von diesem gibt es 1950 mit dem 340-S eine Sportvariante mit 90 PS. Dieser Prototyp startet bei drei Rennveranstaltungen in Dessau, auf dem Sachsenring und beim Leipziger Stadtparkrennen. Bei den Dreharbeiten zu einem Film wird er 1956 zu Schrott gefahren.

 

 

Vor 50 Jahren

 

07.04.1968 - Auf dem Hockenheimring verunglückt Jim Clark, der bisher erfolgreichste Grand-Prix-Autorennfahrer der Formel, I tödlich. Der 1936 in Schottland geborene Rennfahrer siegt 25 Mal in 72 Formel I-Rennen und wird in den Jahren 1963 und  1965 Weltmeister auf Lotus. Aber auch auf anderen Strecken ist er unterwegs. So gewinnt er 1965 auch die Indianapolis 500. Am 07.04.1968 startet er in einem unbedeutenden Formel 2-Rennen auf dem Hockenheimring. Auf nasser Fahrbahn kommt er aufgrund eines schleichenden Plattfußes von der Fahrbahn ab. Da es noch keine Leitplanken gibt, gerät er in ein Waldstück, wo er seitlich einschlägt. Die Untersuchung ergab, dass er noch versucht hat, auf dem Waldboden einzulenken, doch es fehlte letztendlich der Platz zwischen den engstehenden Bäumen.  Bei 72 GP-Starts erzeilt Clark 25 Siege, 33 Trainingsbestzeiten und 28 schnellste Runden. Dazu schafft er in 13 Rennen das Hattrick mit Pole, Sieg und schnellster Rennrunde im gleichen Rennen. Nur Fangio hatte eine bessere Start-Pole-Quote und neben Ascari eine bessere Start-Sieg-Quote. Clarks Hattrick-Quote ist bis heute unerreicht. Michael Schumacher hat zwar die Gesamtzahl übertroffen, doch benötigte er dafür die dreifache Anzahl an Starts

 

 

12.04.1968 - Heinrich Nordhoff stirbt in Wolfsburg. Der 1899 in Hildesheim geborene Nordhoff studiert von 1920 bis 1927 an der Technischen Hochschule Berlin Maschinenbau. Nach einer ersten Station bei BMW (Flugmotorenbau) wechselt er 1929 zu GM. Er stellt Opel-Kundendiensthandbücher zusammen, arbeitet aber zum besseren Verständnis der Materie auch am Fließband. In den USA studiert der die Produktions- und Vertriebsmethoden bei GM. Im April 1942 wird Nordhoff Vorstandsmitglied der Adam Opel AG, drei Monate später Leiter des Opel-LKW-Werks in Brandenburg an der Havel. Nach dem Krieg arbeitet er zunächst als Geschäftsführer der Opel Generalvertretung Ernst Dello & Co. in Hamburg. Am 07.11.1947 bestellt ihn die britische Kontrollkommission zum neuen Generaldirektor des Wolfsburger Volkswagenwerkes. In den folgenden zwei Jahrzehnten baut er die Volkswagen GmbH zur umsatzstärksten Automobilfabrik Europas auf. Bis zu seinem Tod 1968 hält er am Konzept des Heckmotors fest. Am 12.04.1968 stirbt er an den Folgen eines Herzinfarkts.

 

18.04.1968 - Drei der acht bundesdeutschen Autohersteller hatten aufgrund der steigenden Nachfrage nach Personenwagen Sonderschichten eingelegt.

 

 

Vor 40 Jahren

 

4/1978 - Nach 1.650.000 Fahrzeugen wird die Produktion des Simca 1000 eingestellt. Das letzte Modell ist der Simca 1000 Rallye 3. Gebaut wird der französische Kleinwagen von 1961 bis 1978. Angetrieben wird er von einem zunächst 944 ccm großen Motor mit 32 PS. 1962 wird ein von Giorgio Giugiaro gezeichnetes Simca-1000-Coupé Bertone vorgestellt.

 

10.04.1978: Die Volkswagen AG eröffnet in den USA als erster ausländischer Automobilproduzent in Westmoreland County (Pennsylvania) ein Montagewerk, welches das Modell Rabbit aus zugelieferten Teilen herstellt. Der Rabbit ist die amerikanische Variante des VW Golf.

 

 

Vor 10 Jahren

 

 

12.04.2008 - In Hamburg wird das Automuseum Prototyp eröffnet. Unter dem Motto „Prototyp - Personen. Kraft. Wagen“ liegt der Schwerpunkt auf der Präsentation von Sport- und Rennwagen der deutschen Nachkriegszeit sowie deren Konstrukteure und Fahrer. Auf drei Ebenen mit einer Ausstellungsfläche von 2.500 m² sind etwa 50 Automobile, Motoren und Modelle von Sport- und Rennwagen zu sehen, überwiegend aus den 40er, 50er und 60er Jahren. Dabei werden die Fahrzeuge ohne störende Barrieren oder Glasscheiben in Szene gesetzt. In der Sammlung befinden sich beispielsweise der Porsche Typ 64 Berlin-Rom-Wagen, ein Formel-Rennwagen mit Porsche Spyder Boxermotor von Otte Mathé und der Weltrekordwagen von Petermax Müller. Seit 2015 werden als Dauerleihgaben aus dem bisherigen Trips-Museum zahlreiche Exponate zum deutschen Rennfahrer Wolfgang Graf Berghe von Trips gezeigt. Die Sammlung Prototyp befindet sich in der HafenCity im denkmalgeschützten ehemaligen Fabrikgebäude (erbaut 1902 bis 1906) der Hamburger Gummi-Kamm-Compaigne in der Hamburger Speicherstadt.

 

 

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März 2018

 

 

Vor 110 Jahren

 

März 1908 - Dr. Elisabeth von Papp nimmt  ihren Dienst als erste Taxi-Chauffeurin Deutschlands - "polizeilich concessioniert" - auf. Mit einem offenen Adler-Wagen ist die gebürtige Ungarin auf den Berliner Straßen unterwegs. Doch sie muss bald aufgeben aufgrund von vielen Kunden und Kollegen. Außerdem weigert sie sich, dem Transportarbeiterverband beizutreten.

 

01.03.1908  - Nach mehr als 20.000 Kilometern trifft als erster Wagen beim Autorennen New-York – Paris der Protos mit Oberleutnants Hans Koeppen in Chicago ein. Der von der Wagenfabrik Jos. Neuss für diese Fahrt aufgebaute Protos-Wettfahrtwagen steht heute im Deutschen Museum.

 

24.03.1908 - Für seinen erfundenen handbetriebenen Scheibenwischer für vordere Autoscheiben erhält der autobegeisterte Prinz Heinrich von Preußen, der Bruder Kaiser Wilhelms II., ein deutsches Patent. Seine Erfindung findet allerdings wenig Verbreitung.

 

 

Vor 70 Jahren

 

11.03.1948 - Lamborghini wird gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg kauft Ferruccio Lamborghini alte Militärfahrzeuge auf und baut sie zu traktorähnlichen Fahrzeugen um, die dringend benötigt werden. Bereits 1954 bietet er als erster Traktorenhersteller Direkteinspritzung und Luftkühlung an. Lamborghini ist sehr umtriebig und gründet bald darauf die eine weitere Firma und stellt Heizungen und Klimaanlagen her. 1963 eröffnet er eine Autofabrik in Sant‘ Agata, und präsentiert mit der neuen Firma Automobili Ferruccio Lamborghini S.p.A. den Prototyp des Sportwagens 350 GTV. 1964 beginnt die Auslieferung des Lamborghini 350 GT. Seit 1998 gehört die Automobilmarke zur Audi AG und somit zum Volkswagen Konzern, während die Traktormarke bereits 1971 zu Same Deutz-Fashr verkauft wurde.

 

03/1948 - Bei einem Gespräch mit Henry Ford und dem neuen Chef des Wolfsburger Volkswagenwerkes, Heinz Nordhoff, versucht der von der britischen Militärregierung für das VW-Werk zuständige Oberst C. R. Radclyff, Ford zur Übernahme des VW-Werks zu bewegen. Doch Henry Ford, früher durchaus den Nazis zugeneigt, will, das "Nazi-Projekt" nicht. "Es sei keinen roten Heller wert."

 

 

Vor 60 Jahren

 

03/1958 - Die Produktion des bereits im September 1957 vorgestellten NSU Prinz beginnt. Er verfügt über eine selbsttragende Karosserie mit im Heck eingebauten Zweizylinder-Reihenmotor mit 583 ccm Hubraum und 20 PS.

 

03/1958 - Ein ganz besonderer Citroen 2CV wird den Fachjournalisten vorgestellt: Der 2CV 4x4 Sahara oder auch 2CV bimoteur. Bei diesem Fahrzeug wird jede Fahrzeugachse durch einen eigenen Motor angetrieben. Die zusätzliche Motor-Getriebe-Einheit ist umgekehrt montiert und treibt die Hinterräder an. Beide Motoren - und damit auch die Achsen - können unabhängig voneinander, aber auch einzeln betrieben werden und leisten zunächst 12 PS, später 16 PS. Am Armaturenbrett befindet sich jeweils ein Zündschloss mit Starterhebel, Kontrollleuchte und Choke. Beide Motoren haben jeweils einen getrennten 15-Liter-Benzintank. Diese sind unter den Vordersitzen angebracht und werden über Löcher in den Türen betankt. Zur Geländegängigkeit ist der Rahmen an einigen Punkten verstärkt und im Frontbereich befindet sich ein Unterfahrschutz. Aus dem Citroen Ami 6 kommen die stärkeren Radlager. Der "Sahara" kostet doppelt so viel wie die Standart-"Ente" und wir bis 1968 lediglich 693 x gebaut.

 

 

Vor 50 Jahren

 

03/1968 - Eines der stärksten Mercedes-Benz-Fahrzeuge kommt auf die Straße: Der 300 SEL 6.3 mit dem V8-Motor und dem Automatikgetriebe des Mercedes-Benz 600.  Die 250 PS sorgen für eine Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 6,5 Sekunden. Damit war er schneller als der Ferrari GTC oder der Porsche 911 S.  Seine Vorstellung auf dem Genfer Auto-Salon ist eine Sensation, zumal es vorher keine Andeutungen gegeben hat. Obwohl der Preis mit anfangs 39.160 DM sehr hoch ist, stößt er auf reges Interesse und so werden 6.526 Einheiten produziert. Berühmtestes Fahrzeug dieser Reihe ist die "Rote Sau", ein im Tourenwagensport eingesetztes und mit einem auf 6,8 Liter Hubraum aufgebohrten V8-Motor - das erste Modell des Tuners AMG.

 

01.03.1968 - der erste VW-Porsche 914-Prototyp wird vorgestellt. Der Sportwagen entsteht aus einer Kooperation zwischen Volkswagen und Porsche. Einer Absprache zwischen VW-Chef Heinrich Nordhoff und Ferry Porsche nach ist geplant, sich die Entwicklungskosten zu teilen und anschließend das Fahrzeug als Volkswagen und als Porsche getrennt zu verkaufen. Doch kurz nach der Präsentation stirbt Nordhoff und sein Nachfolger Kurt Lutz erkennt die mündliche Vereinbarung nicht an. Dadurch ist das Preis- und Vermarktungskonzept schon vor Beginn der Serienfertigung gescheitert. Diese Fertigung erfolgt beim Karosseriebauer Karmann. Zwischen Herbst 1969 und Anfang 1976 laufen knapp 120.000 Einheiten in Osnabrück vom Band. Die Vierzylinderversionen des Mittelmotorcoupés für VW entstehen komplett in der Hasestadt, für die Sechszylinderversionen werden nur die Karosserien gebaut, die weitere Montage erfolgt bei Porsche in Stuttgart.

 

 

13.02.1968 - Unter dem Namen Studi Italiani Realizzazione Prototipi S.p.A. wird die Firma ItalDesign gegründet. Mitbegründer Giorgio Giugiaro entwarf u.a. die Maserati Borak, Merak und Quattroporte III, den Audi 80, den BMW M1, den DeLorean DMC-12, den Saab 9000 und den Seat Ibiza. Für VW entwarf er den Scirocco I und den Golf I. Am 25.05.2010 übernahm die Volkswagen AG über die Audi-Tochter Lamborghini 90,1% der Firmenanteile, 2015 übernahm Audi den Rest.

 

 

03/1968 - Auf der Genfer Automobilausstellung präsentiert Porsche eines der faszinierendsten Modelle der Firmengeschichte: Den 917. Mit der Präsentation eines solchen Prototyps überraschte Porsche sowohl die Fachwelt wie auch den großen Konkurrenten Ferrari. Zwei Monate später standen die 25 vom Reglement geforderten Exemplare in Zuffenhausen bereit. Der Porsche 917 hatte einen neuen, luftgekühlten  V-Zwölfzylindermotor mit 4,5 Liter Hubraum und leistete anfangs 520 PS.  Beim 1000-km-Rennen am Österreichring bei Zeltweg feierte Porsche mit Jo Siffert und Kurt Ahrens den ersten Gesamtsieg mit einem  917 Kurzheck-Coupé. Ab 1970 erzielte der Porsche 917 zahlreiche Siege bei der Sportwagen-Weltmeisterschaft und der Interserie. Der Porsche 917 war neben dem Ferrari 512 auch einer der Stars in dem 1971 gedrehten  Film "Le Mans" mit Steve McQueen. 1995 endete die Bauzeit mit dem Porsche 917/30 (5.374 ccm Hubraum, 1100 PS, 385 km/h).

 

 

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Februar 2018

 

 

Vor 120 Jahren

 

18.02.1898: Ferrari . Bei diesem Name brechen die meisten automobilinteressierten Menschen in der Regel in Begeisterung aus. Man denkt sofort an flache, rote, schnelle und sündhaft teure Sportwagen. Vater dieser Marke ist Enzo Anselmo Ferrari, der am 18.02.1928 in Modena geboren wird. Mit 16 Jahren erlernt er von seinem Vater das Handwerk des Schmieds, interessiert sich aber vielmehr für die neu aufkommende Technologie der Verbrennungsmotoren.  Schon im väterlichen Betrieb beginnt er mit der Vervollkommnung seines Wissens mit anfänglicher Durchführung von Reparaturen und später mit ersten Entwicklungen am Motor. Dann bewirbt er sich als Werksfahrer bei Fiat. Man stellt ihn nicht ein, da ihm die erforderliche Ausbildung fehlt. 1919 erwirbt er ein eigenes Fahrzeug und baut dieses auf. Durch seine Erfolge und Kenntnisse wird man auf ihn aufmerksam. Er wird Werkstestfahrer bei CMN.  Schnell wechselt er zu Alfa Romeo und ist dort 1920 bereits Chefwerksfahrer. 1929 gründet er seinen eigenen Rennstall, die Scuderia Ferrari. Er wird stellvertretender Leiter des Alfa Romeo-Teams, die Zusammenarbeit endet 1939.  Ab 1946 baut er im eigenen Unternehmen Ferrari hochleistungsfähige Straßenwagen. Sowohl im privaten Verkauf wie auch im Rennsport ist Ferrari eine der erfolgreichsten Automobilfirmen weltweit. Im Alter von 90 Jahren stirbt Enzo Ferrari am 14.08.1988 in seinem Geburtsort Modena.

 

 

Vor 110 Jahren

 

12.02.1908 - In New York startet das "Greatest Auto Race", einem Autorennen über 22.000 Kilometer. Sechs Teams, darunter ein deutsches mit einem Protos-Wagen, machen sich auf den Weg zu einer spektakulären Wettfahrt. Die Strecke führt über 3000 Meter hohe Berge, Flüsse ohne Brücken müssen passiert werden, es geht über kilometerlange Schlammpisten, durch Wüsten. Banditen und Wölfe gefährden die Reisenden. Der in Berlin-Reinickendorf gebaute Protos-Wagen wird von einem Vierzylindermotor mit 4.360 ccm Hubraum angetrieben, hat 30 PS und fährt maximal 90 km/h. Er hat einen wuchtigen Aufbau mit einer zugluftdichten Plane und dient gleichzeitig als provisorische Reparaturwerkstatt. Über den drei Sitzen gibt es einen notdürftigen Schlafplatz. Angeführt wird die deutsche Crew von Oberstleutnant Hans Koeppen. Ab New York sind als Fahrer und Mechaniker Hans Knape und Ernst Maas mit an Bord, die ab Wladiwostok durch Kaspar Neuberger und Robert Fuchs ersetzt werden. Zur ihrer Ausrüstung gehören Ersatzteile, Lebensmittel, Waffen, Medikamente und Schlittenkufen. Sechs Extratanks enthalten 700 Liter Benzin und 100 Liter Öl. Der Durchschnittsverbrauch beträgt 30 Liter Benzin. Drei Fahrzeuge kommen ins Ziel, als erstes der Prototyp. Doch mit zweifelhaften Gründen wird der vier Tage später eintreffende George Schuster mit seinem Thomas-Flyer zum Sieger erklärt.

 

 

Vor 90 Jahren

 

23.02.1928 - In Stuttgart wird der spätere Konditor Hans Herrmann geboren. Er soll möglichst das Café seiner Mutter später übernehmen. Doch die Geschichte verläuft anders. Hans Herrmann übt den Konditorberuf nie aus. Nach der Lehre ersteht er - mit Unterstützung seiner Mutter - einen kleinen BMW 3/20 und fährt damit einen Arzt zu seinen Patienten. Dann meldet er ein Fuhrunternehmen an, um Personen zu befördern. 1951 kauft er einen Porsche 356 1300 und nimmt im Februar 1952 an der 1. Hessischen Winterfahrt teil. Weiter geht es mit seinem Porsche (nun mit 1500 ccm) zu einem Rundstreckenrennen auf den Nürburgring - und er gewinnt.  Porsche wird auf ihn aufmerksam und 1953 holt er mit dem Porsche-Werksteam den Klassensieg bei der legendären Mille Miglia, den er 1954 mit einem Porsche 550 Spyder wiederholt. 1954 wechselt er zum Formel 1-Team zu Mercedes-Benz. Nach einem schweren Unfall 1955 im Training zum GP von Monaco und dem Rückzug von Mercedes-Benz vom Motorsport  wird er Langstreckenfahrer für Porsche  und  fährt von 1957 bis 1959 auf Maserati, Cooper und B.R.M.  in der Formel 1. Daneben fährt er mit einem Borgward 1500 RS bei der Berg-Europameisterschaft und wird 1957 Vizemeister. In den 60er Jahren fährt er mit einem kleinen Abarth Langstrecken - und Bergrennen.  Dann wechselt er wieder zu Porsche, gewinnt 1968 das 24-Stunden-Rennen von Daytona und muss regelmäßig  bei den 1000 km Nürburgring den Gesamtsieg knapp  seinen Teamkollegen  überlassen. Doch 1970 krönt er seine Karriere mit dem Gesamtsieg beim 24-Stunden-Rennen von le Mans auf dem Porsche 917, bei dem er sich mit seinem Teamkollegen Richard Attwood im strömenden Regen gegen die Konkurrenz durchsetzt. Nun beendet er seine Karriere. 1991 wird Hans Herrmann Opfer einer Entführung und kommt gegen die Zahlung von Lösegeld frei. Der Fall wird nie aufgeklärt. Heute sieht man Hans Herrmann noch bei bedeutenden historischen Motorsportveranstaltungen.

 

 

Vor 60 Jahren

 

02/1958 - Auf der Amsterdamer Automobilausstellung wird der DAF 600 vorgestellt. Der Kleinwagen des niederländischen Fahrzeugherstellers ist der erste Pkw der Marke. Er hat einen Zweizylinder-Viertakt-Boxermotor mit 590 ccm Hubraum und einer Leistung von 20 P, womit er auf eine Geschwindigkeit von 90 km/h kommt. Ausgerüstet ist er auch mit einer Fliehkraftkupplung und einer stufenlosen, mit Keilriemen betriebenen Automatik "Variomatic". Zur Rückwärtsfahrt hat der DAF 600 ein eigenes Wendegetriebe, wodurch er rückwärts genauso schnell wie vorwärts fährt. Gebaut wird der DAF 600 von 1959 bis 1963.

 

 

Vor 30 Jahren

 

 

01.02.1988 In der Bundesrepublik Deutschland wird verbleites Normalbenzin verboten. Motorbenzin ist übrigens ein komplexes Gemisch aus rund 150 verschiedenen Kohlenwasserstoffen, deren Siedebereich  zwischen denen von Butan und Kerosin/Petroleum liegt.

 

 

 

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Januar 2018

 

Vor 80 Jahren

 

01.01.1938 - Die Verordnung über das Verhalten im Straßenverkehr, kurz: Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) tritt in Kraft. Sie löst die bisherige Reichs-Straßenverkehrs-Ordnung ab. Sie blieb bis zum 01.03.1971 in der BRD gültig. Die wesentlich umfassendere Neufassung von 1937 war zum einen den schnellen straßenverkehrstechnischen Fortschritten und dem Anwachsen des Verkehrs geschuldet, zum anderen wurden nun auch die Kompetenzverlagerungen und Strukturveränderungen innerhalb des inzwischen gefestigten nationalsozialistischen Staates deutlich.

 

28.01.1938 - In der Hubraumklasse zwischen 5.000 und 8.000 ccm fährt Rudolf Caracciola auf der Autobahn Frankfurt - Darmstadt mit einem Mercedes-Benz W 125 eine Geschwindigkeit von 432,700 km/h - in dieser Hubraumklasse ist der Rekord heute noch gültig. Eineinhalb Stunden später stirbt er bei einem weiteren Rekordversuch. Bei ca. 400 km/h erfasst ihn eine Windbö und wirft ihn gegen eine Brückenböschung.

 

 

Vor 70 Jahren

 

01.01.1948 - Heinrich Nordhoff wird  zum Generaldirektor des Volkswagenwerks ernannt. Der 1899 geborene Nordhoff studiert an der Technischen Hochschule Berlin Maschinenbau. Nach einer ersten Station beim BMW-Flugmotorenbau wechselt er 1929 zu General Motors. 1942 wird er Vorstandsmitglied bei der Adam Opel AG, ab Juli 1942 Leiter des Opel-LKW-Werks in Brandenburg an der Havel. Im Herbst 1947 wird er im Auftrag der britischen Besatzungsmacht technischer Leiter des Volkswagenwerks, im November 1947 wird er auf Vorschlag von Sir Ivan Hirst, kommissarischer Leiter der Volkswagenwerk GmbH, Generaldirektor. Nordhoff baut das Werk in den kommenden zwanzig Jahren zur umsatzstärksten Automobilfabrik Europas aus. In seine Ära werden die VW-Werke im  brasilianischen Sao Bernardo do Campo, im mexikanischen Puebla und im südafrikanischen Uitenhage errichtet. Auch die enge Zusammenarbeit mit dem Osnabrücker Karosseriebauer Karmann beginnt 1948. 

 

 

Vor 60 Jahren

 

02.01.1958 - Beim Kraftfahrtbundesamt in Flensburg wird die 1957 gesetzlich verankerte sog. "Verkehrssünderkartei" in Gebrauch genommen. Offiziell heißt es Verkehrszentralregister, ab dem 01.05.2014 Fahreignungsregister (FAER). Am 31.12.2012 sind im Verkehrszentralregister 9,045 Millionen Personen erfasst, davon sind 7,002 Millionen männlich.

 

 

Vor 50 Jahren

 

26.01.1968 - Die Rallye Monte Carlo, die am 19. Januar begonnen hatte, war mit einem Doppelsieg für Porsche zu Ende gegangen. Den ersten Platz hatten Vic Elford und David Stone (Großbritannien) vor Paul Toivonen und Martti Tiukkanen (Finnland) belegt, beide Teams auf Porsche 911 T. Während der Rallye waren bei zwei Unfällen der Italiener Luciano Lombardini und ein Privatfahrer ums Leben gekommen. Weitere sechs Personen waren verletzt worden. 

 

01/1968 – Im Januar werden die Mercedes-Benz-Baureihen W114 und W155 vorgestellt – im Allgemeinen besser bekannt als /8 („Strich-Acht“). Es wird die erfolgreichste Baureihe. Von ihr werden mit knapp zwei Millionen Exemplaren mehr Fahrzeuge hergestellt als Mercedes-Benz in der Vorkriegszeit insgesamt gebaut hat. Gebaut wird der /8 acht Jahre lang und avanciert 1974 mit 140.127 Einheiten zum meistverkauften Pkw in Deutschland. Damit ist der /8 das einzige Modell, dass den VW Käfer bzw. VW Golf jemals vom ersten Platz der Neuzulassungen in Deutschland verdrängen konnte – wobei zu erwähnen ist, dass der VW Golf erst im Mai 1974 auf den Markt kam. Der /8 ist hinsichtlich Karosserieform und Innenraum schlichter und sachlicher gestaltet als man es von vorherigen Mercedes-Benz-Modellen gewohnt ist. Es gibt ihn mit zahlreichen Zusatzausstattungen. Dazu gehören z. B. elektrische Fensterheber, Klimaanlage, Stahlschiebedach, Halogen-Scheinwerfer, Scheinwerferwaschanlage, Leichtmetallräder und Metalliclack für die großen Sechszylinder, Kopfstützen, Becker Autoradio, Zentralverriegelung, Mittelarmlehne,… Diese Zusatzausstattungen lassen sich die Stuttgarter teuer bezahlen. So kostet 1972 ein 280 E mit Vollausstattung mehr als 40.000 DM, während das Basisfahrzeug mit Zweilitermotor gerade einmal 13.000 DM kostet. Den 8 gibt es als Limousine und Coupé, als Benziner oder Diesel, mit Vier- und Fünfzylindermotoren (W115) oder mit Sechszylindermotoren (W114 und Coupé). Dazu gibt es noch die seltene, bei Hotels, Mietwagen- und Taxibetrieben beliebte Langversion. Sie rollen gemeinsam mit den Limousinen in Sindelfingen vom Band, sind also keine nachträglich verlängerte /8-Varianten. Außerdem bauen Karosseriebauer wie z.B. Binz, Miesen, Pollmann oder Welsch Fahrzeuge zu Kombis. Leichen- und Krankenwagen um.

 

01/1968 – Ebenfalls im Januar wird im nordafrikanischen Marokko der Ford Escort der Presse vorgestellt, wenige Tage vor der offiziellen Präsentation auf dem Brüsseler Autosalon. Die nachfolgenden Verkaufszahlen übertreffen alle Erwartungen des Herstellers. Weniger als fünf Monate nach der Vorstellung läuft am 4. Juni 1968 bereits der 100.000. Escort vom Band. Ab dem 16.01.1970 wird der Escort auch in Saarlouis gebaut. Die Technik des Escort orientiert sich am Vorgängermodell Anglia. Den Escort gibt es neben der Limousine auch in der Kombivariante „Turnier“, die bis 1980 gebaut wird. In Deutschland bleibt der als „Käfer-Killer“ konzipierte Escort jedoch hinter seinen Erwartungen zurück. 1973 kommt in Deutschland das Topmodell Escort RS2000 hinzu, erkennbar an der zweifarbigen Lackierung und den vorne verbreiterten Radläufen. Mit 100 PS ist der leichte Escort ausreichend motorisiert und erreicht zahlreiche Erfolge im Motorsport. Weit erfolgreicher im internationalen Renn- und Rallyegeschehen ist der britische Escort TwinCam und sein Nachfolger, der RS1600 mit einem Cosworth BDA-16V-Motor. Dieser kann neben der Rallyecross-Europameisterschaft 1973 im gleichen Jahr auch den Finnland-Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft sowie einige Läufe zur Deutschen Rennsport-Meisterschaft gewinnen.

 

 

Vor 40 Jahren

 

19.01.1978 - Die letzte in Europa gebaute VW Käfer-Limousine verlässt das Montageband im Werk Emden.  Er hat die Fahrgestellnummer 1.182.034.030 und ist in der Farbe Dakotabeige. Nun werden die für den deutschen Markt bestimmten Käfer bei Volkswagen de Mexiko im Werk Puebla gefertigt. Nur das 1303 Cabrio wird weiterhin in Deutschland bei Karmann in Osnabrück gebaut.

 

 

Vor 20 Jahren

 

01.01.1998 – Alle neu zugelassenen Pkw in Deutschland müssen mit einer elektronischen Wegfahrsperre ausgerüstet sein (§ 38aStVZO). Bereits vorher haben auch andere Versicherungen Wegfahrsperren gefordert und Abzüge im Diebstahlfall damit verbunden, da die Autodiebstähle speziell nach Ende des Kalten Krieges rapide zunahmen.