Classic Remise Düsseldorf (2024)
Die Düsseldorfer Classic Remise wurde bereits im September 2006 in einem alten, zwischen 1929 und 1931 erbauten Ringlokschuppen eröffnet, damals noch unter dem Lizenz-Namen Meilenwerk. 2011 wurden die Meilenwerke Berlin und Düsseldorf unter der Bezeichnung Classic Remise weitergeführt.
In der Classic Remise Düsseldorf befinden sich auf rund 19.000 qm Fläche über 30 im Bereich Oldtimer tätige Dienstleister – von Händlern über Werkstätten, Sattler, Geschäftslokale für Bekleidung und Automobilia bis hin zu einem Restaurant und einem Bistro. Oldtimerfreunde haben die Möglichkeiten, in 80 verglasten Einstellplätzen ihren Klassiker unterzubringen.
2024 nutzen Sandra und ich unsere Deutschlandtickets für einen Tagesausflug nach Düsseldorf. Nachdem wir tatsächlich mit der Bahn angekommen sind, standen die „Kö“, die Altstadt, das Rheinufer, das Schloss Benrath und natürlich die Classic Remise auf dem Programm. Das Wetter spielte mit und so sahen wir uns die NRW-Hauptstadt an, um festzustellen, dass wir uns mehr versprochen hatten. Die „Kö“ war erwartungsgemäß mit teuren Geschäften „bestückt“, in denen Frauen mit aufgespritzten Lippen und anderen aufgespritzten Körperteilen bei einem Glas Champagner einkauften, davor zeigten junge Männer mit Aston Martin, Ferrari und Porsche, dass sie fehlende Intelligenz mit aufheulenden Motoren zu kompensieren versuchten. Nicht meine Welt. Die Altstadt war nett, vor allem gab es reichlich Auswahl an internationalen Speisen, der Rhein war recht voll mit braunem Wasser aus dem Süden und das Schloss Benrath hatte mit rostigen Zäunen und abblätternder Fassade schon bessere Zeiten gehabt.
Dann stand noch die Classic Remise an. Mit der S-Bahn ging es aus der Innenstadt heraus, dann noch ein paar hundert Meter zu Fuß und wir hatten unser Ziel erreicht. Allein von der Architektur ist die Classic Remise besonders von innen sehr schön. Ich mag solche Bauten. Es waren viele interessante Fahrzeuge zu sehe wie z.B. bei Movendi, die auch immer einen gut bestückten Stand auf der Techno Classica hatten. Unter anderem ein beige/roter Ford T-Bird, eine Alfa Romeo Giulia in „Carabinieri“-Ausführung, ein Aston Martin DB 2/4 und ein weißer Pegaso ragten aus dem Angebot hervor. Meine Favoriten waren jedoch zwei Lieferwagen aus der Vorkriegszeit von Opel und Mercedes-Benz.
Die Classic Remise und die Altstadt waren in Düsseldorf wirklich sehenswert, der Rest hat mich nicht sonderlich begeistert. Die nächste Städtetour führt und uns sicher wieder in den Norden nach Bremen oder Hamburg. Die haben schönere Städte und mit dem Schuppen Eins bzw. dem Automuseum Prototyp und dem Miniatur Wunderland lohnenswerte Ziele.