Automuseum Volkswagen Wolfsburg (D)
1984 wurde das Automuseum Stiftung Volkswagen in Wolfsburg eröffnet und kurz nach der Eröffnung hatte ich es mir angeschaut. Damals standen an der Dieselstraße nicht nur historische Volkswagen vom VW 38-Prototypen bis zum VW Passat, sondern auch Audi, Cadillac und DKW. Spätestens mit der Eröffnung der Autostadt Wolfsburg im Jahr 2000 (als dezentrales Projekt der Expo 2000 in Hannover) „flogen“ markenfremde Fahrzeuge aus dem nun nur noch Automuseum Wolfsburg genannten Werksmuseum und wanderten entweder ins ZeitHaus oder in die Werksmuseen der anderen Konzerntöchter.
1992 war ich erneut im Automuseum Wolfsburg und vor rund 15 Jahren ein drittes Mal. Nun gab es hier nur noch Volkswagen zu sehen. Angefangen beim Kübel- und beim Schwimmwagen aus der Kriegszeit ging es über Brezel-/Ovalkäfer und Dickholmer bis zur Ultima Edition aus dem Jahr 2003. Doch nicht nur die Typ 1 (Käfer)-Geschichte wird präsentiert; sämtliche Modelle sind vertreten, vom Typ 2 (Bulli) in allen Variationen, über die Typen 3 (1500/1600) und Typ 4 (411/412), Polo, Golf, Scirocco, Corrado und Passat fehlte nichts. Besonders interessant waren die Sonderkarosserien von Karmann (Typ 14, Typ 34), Dannenhauer & Stauss, Beutler und Drews sowie mehrere Prototypen. Ich gebe zu, Polo, Golf und Passat fanden nicht mein gesteigertes Interesse und ich muss zugeben (auch wenn VW es nicht gerne hören wird), dass in Hessisch Oldendorf deutlich mehr seltene Volkswagen aus der Angangszeit des Unternehmens stehen.
Natürlich hatte ich auch hier meine persönlichen Highlights: Das waren der Prototyp des Typ 2, die Sonderkarosserien des Käfers und das von Karmann entwickelte Typ 3-Cabriolet, das leider nie in Serie ging.
Leider nicht gezeigt wurden bei unserem Besuch vor einigen Jahren der NSU von 1932 als Vorläufer des Käfers mit ersten Merkmalen, die VW 38-Limousine und das nur einmal gebaute Cabriolet von 1938, das Hebmüller-Polizei-Cabriolet oder der „1.000.000.“ VW Käfer von 1955 – Meilensteine der Volkswagen-Historie. 1984 waren sie noch im Museum zu sehen. Immerhin stand der VW 38-Prototyp im ZeitHaus in der ca. 1,5 Kilometer entfernten Autostadt.
Fazit: Es hat sich gelohnt, ich würde gerne mal wieder hinfahren. Gefehlt haben mir aber zahlreiche wichtige Meilensteine aus den Anfängen der Käfer/VW-Historie.