1988 ging es mit dem KCOS auch nach Westberlin - von der Wiedervereinigung waren wir noch zwei Jahre entfernt. Die Fahrt war nicht ganz so entspannt wie es heute ist. Über die Autobahn ging es bis Helmstedt an der innerdeutschen Grenze und dort über den Grenzübergang Marienborn. Es wurde genauestens kontrolliert von den DDR-Grenzern, man sollte nichts Falsches sagen und anschließend fuhr man unter strikter Beachtung aller Geschwindigkeitsbeschränkungen über die Transitstrecke nach Westberlin. Fuhr man zu schnell, so gab es Ärger mit der Volkspolizei, die dann abkassierten. Dann wieder Grenzkontrolle und man war wieder in der Freiheit bzw. in Westberlin.
Wie zuvor in Oberschleißheim war auch in Berlin zu sehen, was damals bei vielen Käferfreunden angesagt war. Damals war der Käfer für viele ein Auto zum Basteln, zum Tunen und zu extravaganten Umbauten zu verwandeln. Heute macht man das vermutlich mit moderneren Fahrzeugen. Ich war zwar schon an die 35 Jahre nicht mehr auf einem Käfertreffen bzw. nur auf Uraltkäfertreffen in Hessisch Oldendorf oder bei Treffen der Brezelfenstervereinigung, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass solche Auswüchse heute noch auf Käfertreffen verbreitet sind. Oder irre ich mich da?